Rettungseinsätze auf der A10 - Schneetreiben führt zu Unfällen vor allem auf den Autobahnen

Unfall am 15.02.2021 auf der A10 (Bild: BLP)
Audio: Antenne Brandenburg | 16.02.2021 | Po Keung Cheung | Bild: BLP

Heftiges Schneetreiben hat am Montagabend besonders die Autobahnen rund um Berlin in Rutschbahnen verwandelt. Auf der A10 gab es mehrere Unfälle. Dabei wurde auch ein Polizist schwer verletzt. Auch am Dienstagmorgen gab es Unfälle auf glatten Straßen.

Kräftiger Schneefall hat am späten Montagabend auf der A10 in Brandenburg gleich zu mehreren Unfällen geführt. Der folgenschwerste ereignete sich gegen 21.45 Uhr auf dem nördlichen Berliner Ring: Am Dreieck Havelland fuhr ein Auto einen Polizisten an, der eine Lkw-Unfallstelle nach hinten absichern wollte.

Der 27-jährige Beamte wurde nach rbb-Informationen im Bereich der Windschutzscheibe des Autos erfasst und durch den Aufprall schwer am Kopf verletzt. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Der 54-jährige Unfallverursacher blieb unverletzt. Gegen ihn wird wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt. Die A10 war während der Rettungs- und Bergungsarbeiten in Richtung Hamburg für mehrere Stunden gesperrt.

Frau auf der A24 verunglückt

Auf der A24 bei Wittstock/Dosse (Ostprignitz-Ruppin) fuhr eine 60-Jährige am späten Montagabend nach Angaben der Polizei nach links von der Fahrbahn ab und prallte gegen eine Leitschutzplanke. Die Frau musste demnach aus dem Fahrzeug geborgen werden, ein Rettungswagen brachte sie ins Krankenhaus.

Unfälle gab es auch auf anderen Autobahnen in Brandenburg: Auf der A13 kam es bei Baruth/Mark (Teltow-Fläming) gleich zwei Mal hintereinander zu Lkw-Unfällen. Am frühen Dienstagmorgen verunglückte ein Lastwagen nach Angaben der Polizeidirektion Süd auf glatter Fahrbahn. Der 27-jährige Fahrer musste ins Krankenhaus. Bei Staakow stießen dann zwei Lastwagen aneinander. Die beiden 37- und 45-jährigen Fahrer mussten demnach ebenfalls ins Krankenhaus. Die Fahrbahn in Richtung Dresden wurde komplett gesperrt.

Auf der A9 in Richtung Berlin kippte zwischen Köselitz und Klein Marzehns ein Lkw um. Er war offenbar ebenfalls ins Schleudern geraten. Der Fahrer blieb unverletzt.

Keine Auffälligkeiten im Berliner Stadtgebiet

Im Berliner Stadtverkehr und auch auf der Berliner Stadtautobahn A100 kam es derweil am Montagabend nicht zu vermehrten Unfällen, wie eine Polizeisprecherin am Dienstagmorgen im Gespräch mit rbb|24 sagte. Am Dienstag selbst zählte die Polizei zwischen 3 und 7 Uhr insgesamt 21 witterunsgbedingte Unfälle.

Sendung: Inforadio, 16.02.2021, 9 Uhr

19 Kommentare

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  1. 19.

    Ein Mandant ist kluger Weise erst garnicht los gefahren Richtung Hamburg. Ein Platz auf der Couch wurde ihm gewährt. So rettet man eben durch Prävention auch Leben und minimiert Risiken.
    Allen anderen wünschen wir eine gute Genesung.
    Danke an die Helfer in Not.
    Wie immer ein toller Job.
    Euer Peter

  2. 18.

    Ihren Beleidigungen zu folgern hat man getroffen. Keine Bange, mein Gesundheitszustand ist perfekt und ärztlich bestätigt, Punkte Null, jahreskilometer 30000+, die Kenntnisse der Rechtslage sind vorhanden, was ich bei Ihnen anzweifeln darf. Sie legen es aus, wie es für Sie passt bzw. günstig erscheint. Was angepasste Geschwindigkeit betrifft, wiederhole ich mich nicht, denn die geneigten Leser werden wissen, was gemeint und allgemein gültig ist. Bei Fragen, wenden Sie sich doch an Ihren hiesigen Polizeiabschnitt oder fragen Sie einen Fahrlehrer einer nächst gelegenes Fahrschule, falls Ihre Fahrerlaubnis vor 1990 ausgestellt worden sein sollte. Für die Zeit danach.... sehe ich schwarz für die Ihnen begegnenden Verkehrsteilnehmer in Dunkelheit, bei Regen undd Glätte. Knitterfreien Flug allezeit.

  3. 17.

    dann sollten Sie sich auf eine eventuelle Wahrnehmungsstörung untersuchen lassen und ggf. freiwillig Ihren Führerschein zurückgeben. Wäre verantwortungsvoll und würde sicher auch Leben retten ;-)

    @Nachgefragt:
    lesen Sie lieber nochmals nach, unter welchen Bedingungen Mindestgeschwindigkeiten gelten bzw. aufgehoben sind. Als Verkehrserzieher machen Sie sich gerade so minimal lächerlich ;-)

  4. 16.

    "Freie Fahrt für freie Bürger, egal bei welche Wetter" .... Ich kann Ihr Geschrei bis hier hören.

  5. 15.

    Na dann fahr mal weiter bei Sicht fast Null im starken Schneetreiben mit 60, der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestgesxhwindigkeit für Kfz auf der BAB. Bist n Kamikaze? Ich nich. Übrigens gilt immer noch die Geschwindigkeit zu fahren, bei der man, bei entsprechender Sicht anhalten kann. Ist die Faustregel noch bekannt? Falls ja, machste Dich grad selbst lächerlich.

  6. 14.

    " Wenn Sicht- und Strassenverhältnisse so schlecht sind..." Was bedeutet "so schlecht"? Es gibt keine allgemeingültige Definition von "so schlechten" Witterungsbedingungen. Was für Sie "so schlecht" ist, dass Sie meinen über eine Autobahn mit 20km/h kriechen zu müssen, kann für andere, vielleicht erfahrenere, vielleicht besser ausgebildete, vielleicht umsichtigere, vielleicht geübtere Autofahrer durchaus auch bei 60 oder 80 km/h beherrschbar sein. Ich sehe hier die Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer dann eher bei Ihnen, die sich bei "so schlechten" Wetterbedingungen unbedingt auf die BAB begeben müssen, statt realistisch zu sein und mit dem A... zuhause zu bleiben oder eben auf Bahn/ÖPNV umzusteigen. Es ist verantwortungslos, Fahrzeuge bei Wetterbedingungen zu führen, die man nicht beherrscht.

  7. 12.

    Also mindestens retrospektiv wohl bei Unfällen im Regelfall anzunehmen, dass unangepasst oder unaufmerksam gefahren wurde.

    Wildunfall? Im Nebel aufgefahren? Zu schnell, um auf Sichtdistanz zum Anhalten zu kommen.
    Auf Glätte gerutscht oder geschleudert? Zu schnell gefahren um in Kurven noch Griff zu bekommen oder auf Oberflächensituation reagieren zu können.
    Vorfahrtberechtigten nicht gesehen oder so spät, dass Reaktion nicht mehr möglich war? Zu schnell gefahren oder unaufmerksam. Wobei gerade innerstädtisch in 30er-Zonen bei rechts-vor-links-Situationen gern der Vorfahrtberechtigte durch zu schnelles Fahren keine Chance zur Reaktion des Anderen gibt.

    Klar, es gibt wenige Ausnahmen: Der Blitznebel in einer Senke oder das Reh, dass unmittelbar hinter einem Busch hervorkommt. Aber wenn ich lese "die Straßenämter..." oder "der ängstliche Fahrer"... neeee, das ist alles andere als eigenverantwortliches Leben... das ist die Suche nach einem schuldigen Dritten.

  8. 10.

    Ist es das Spiel "einer ist immer schuld"?
    Wenn es so heftig schneit wie gestern, dann fegt man und nach 20min ist wieder alles zugeschneit. Das kann man vor der Haustür ja noch stemmen, aber nicht auf der Autobahn (Auch nicht Doppelschichtfahrende Straßenbahnmeistereien) . und @HG Wenn Sicht- und Strassenverhältnisse so schlecht sind, gilt "runter vom Gas" und zur Not fährt man dann 30 oder sogar 20 kmh. Das ist nicht überängstlich, das ist angepasstes Fahrverhalten. Klar gibt es immer Umstände, die plötzlich eintreten, aber es gibt einen Unterschied zwischen dichtem Schneefall und einem querenden Tier oder geplatzten Reifen.
    Alles gute für den Polizisten.

  9. 9.

    Na klar fahren einige unangepasst und mit falschen Reifen. Nur scheint bei den Straßenämtern der Winter schon vorbei zu sein obwohl der Schnee mit Ansage kam. Es ist doch wie jedes Jahr vor dem Winter wird getönt, gibt es die erste Flocke bricht alles zusammen. Das in unserer heutigen Zeit, aber die Medien meinten ja auch es gibt keinen Winter mehr. Oh Schreck und dann doch!!!

  10. 8.

    Na klar fahren einige unangepasst und mit falschen Reifen. Nur scheint bei den Straßenämtern der Winter schon vorbei zu sein obwohl der Schnee mit Ansage kam. Es ist doch wie jedes Jahr vor dem Winter wird getönt, gibt es die erste Flocke bricht alles zusammen. Das in unserer heutigen Zeit, aber die Medien meinten ja auch es gibt keinen Winter mehr. Oh Schreck und dann doch!!!

  11. 7.

    Nicht Schneetreiben führt zu mehreren Unfällen, sondern zu schnelles fahren, falsche Reifen, Selbstüberschätzung und Egoismus.

  12. 6.

    Es ist hier wie auf der Autobahn sonst auch. "Ein Geisterfahrer auf der A10!" - "Einer? das sind hunderte!"

    Alle anderen sind "Deppen und Deppinnen", die "auch bei schlechtem Wetterverhältnissen mit Höchstgeschwindigkeit fahren" .... irgendwie fehlt mir da die Reflexion des eigenen Verhaltens.
    Mal daran gedacht, dass auch übervorsichtige, ängstliche, ja fast schon neurotisch-panische Fahrweise Unfälle verursachen oder zumindest begünstigen kann? und auch schon mal daran gedacht, dass es unvorhersehbare Ereignisse geben kann, bei der auch eine noch so scheinbar angepasste Fahrweise nichts bringt? Menschen gibts...

  13. 5.

    Nuuu, die haben die Fahrschule im Sommer absolviert! Vielleicht sollten noch mehr Sensoren eingebaut werden! Nicht alle Scheiben frei, nix starten! "Sehen" die Außensensoren nix mehr, dann wird abgebremst und angehalten! Wäre doch mal was.

  14. 4.

    Ich hoffe allen verletzten geht es bald wieder besser. Man sollte evtl. den Führerschein n8cht mehr so leichtfertig vergeben. Bei starkem Regen fiel mir letzten Sommer ein Auto auf der Gegenfahrbahn beim Dreieck Nossen auf. Es war irre schnell unterwegs, trotz der starken Sichteinschränkungen.
    Einen Tag später las ich von einem Unfall dieses Frzg types am Dreieck Nossen... Manchmal kommt die Glätte aus dem Nichts, kenn ich selbst. Aber grade bei dem Schneetreiben gestern, hätte man extrem vorsichtig fahren müssen.

  15. 3.

    Gute Besserung für den Polizisten.

  16. 2.

    Gute Besserung dem Polizisten.
    Diese unsäglich nicht angepasste Fahrweise der Leute ist erschreckend. Die besten Assistenzsysteme an Bord, aber das serienmäßige mitgeführte Hirn ausschalten. Gesetze der Physik gelten auch mit den neuesten Dosen. Ob es die Überzahl an Deppen und Deppinnen irgendwann kapieren, zweifle ich an.

  17. 1.

    Ich bin selber auf der L46 im Schneetreiben gefahren. Leider gibt es immer wieder Fahrzeugführer, welche auch bei schlechtem Wetterverhältnissen mit Höchstgeschwindigkeit fahren. Ich wünschen allen Verletzten eine gute Besserung, insbesondere dem Beamten. Danke an alle Rettungskräfte.

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