Symbolbild: Obdachlose Menschen liegen und sitzen unter einer Brücke in Berlin (Quelle: dpa/Paul Zinken)
Bild: dpa

Berlin-Britz - Obdachloser attackiert und Zelt angezündet

Drei junge Männer sollen einen wohnungslosen Mann in Berlin-Britz attackiert und anschließend dessen Zelt angezündet haben.

Der 59-Jährige gab an, am Freitagabend gegen 20 Uhr in einer Parkanlage in der Gutschmidtstraße von dem Trio aus seinem dort aufgestellten Zelt getrieben und anschließend mit Stöcken geschlagen und getreten worden zu sein, wie die Polizei am Samstag mitteilte.

Zwei Zelte in Flammen

Er sei dann zunächst geflüchtet und habe, als er wenig später zurückkehrte, sein Zelt in Flammen stehend vorgefunden. Trotz der Löschversuche alarmierter Feuerwehrkräfte brannte das Zelt samt aller Habseligkeiten des Mannes vollständig nieder. Rund zwei Stunden später musste die Feuerwehr abermals tätig werden, da auch das Zelt eines anderen Wohnungslosen in Flammen stand. Auch das brannte komplett aus.

Der attackierte 59-Jährige erlitt Verletzungen durch die körperlichen Attacken der Unbekannten, lehnte eine ärztliche Behandlung jedoch ab. Die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung dauern an.

Sendung: rbb 88.8, 27.02.2021, 13 Uhr

18 Kommentare

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  1. 18.

    Stimme Ihnen voll und ganz zu. Zudem wissen solch Jugendliche Straftäter sehr wohl, ihnen kann nichts passieren. Ich gehe sogar jede Wette ein, das die Ermittelnde Behörde kaum wirklich einen Schritt unternimmt um die Täter dingfest zu machen. Leider, leider muß erst wesentlich schlimmeres passieren um richtig aktiv zu werden. Meine Meinung dazu.

  2. 17.

    Die Verrohung der Gesellschaft ist von den Politikern herbeigeführt worden. Die Politik und die entsprechenden Institutionen scheren sich einen dreck um Obdachlose. Da wird nur gelabert und geheuchelt. Geld ist mehr als genug da um die Probleme endlich zu lösen, man will es einfach nicht.

  3. 16.

    Ganz einfach, den Menschen geht es zu gut. Die haben alles, sind satt bis obenhin, denen ist langweilig vor Überdruss. Das ist die Generation, denen alles in den Allerwertesten geschoben wurde. Sind ja nicht alle so, aber man merkt schon, es wird von Jahrzehnt zu Jahrzehnt schlimmer.

  4. 15.

    Weise Worte, und dabei recht zutreffend. Neulich weckte ich einen Obdachlosen auf, der völlig eingepackt bei klirrender Kälte am Tag schlief. Vor ihm ein kleiner Pappbecher mit nur ein paar Kupfermünzen darin. Er schlug die Augen auf und ich sagte zu ihm: hey Kumpel, hier haste nen 10er. Steck ihn dir gut ein. Er war so verschlafen, Sodass ich noch näher rankam um ihn den Schein zuzustecken. Dann ging ich weiter. Eine Frau sah das geschehen und nickte mir freundlich zu.

  5. 14.

    Obdachlose in ihrer sowieso schon sehr prekären Lage anzugreifen, ist so dermaßen abartig, feige und hinterhältig, das auch ich mir wünsche, die Täter müßten mal mitten im kalten Winter und jeder für sich weit draußen in der Pampa völlig auf sich gestellt zurecht kommen. Mir kommt, wenn ich sowas lese, einfach die Galle hoch.

  6. 13.

    Liebe und Schutz an Bedürftige zu spenden ist ebenso wichtig wie Geld.
    Diese erbärmlichen jungen Männer haben Wunden gerissen, die andere Menschen mit einem großen, mutigen Herzen hoffentlich wieder reparieren.

  7. 12.

    Was ist nur aus unserer Wenur nur mit diesen Menschen los? Immer mehr Gewalt körperlich und verbal. Unsere Werte sind nicht mehr gefragt. Achtung vor dem Anderen, ganz gleich i, woher er kommt und wie er lebt. Es ist eine Tragödie, wie die Gesellschaft verroht. Alles erdenklich Gute für die Opfer.

  8. 11.

    Wie grausam können doch Menschen gegenüber den schwächsten unser Gesellschaft sein. Für mich sind dieses Hirnlose Idioten die kein Anstand gegenüber unser Gesellschaft haben. Man kann nur hoffen daß diese Leute gefasst werden und dann eine hohe Strafe bekommen.

  9. 10.

    Eine Schande!

  10. 9.

    Das sind die Schwächsten unserer Gesellschaft und eine derartige Behandlung muss hart bestraft werden.

  11. 8.

    Leider, ist es so, dass Personen meinen sie können andere einfach mit Stöcken schlagen.

    Hier ermittelt die Polizei wegen Körperverletzung.
    Meine Frage, wäre auch, ein nicht vollendete Totschlag, zu prüfen? Sind die gleichen Personen auch die Brandstifter? Hier brandte der Wohnraum nieder, also schwere Brandstiftung.

    Fragen: ...

  12. 7.

    Die vier Wochen im Freien finde ich eine gute Idee! Allerdings würde ich das nicht Strafe nennen, sondern soziale Bildungsmaßnahme. - Abgesehen davon reichen aber die Ermittlungsgründe bei weitem nicht aus: Hinzu kommen die mgl Tatbestände des schweren Landfriendensbruchs, des schweren Einbruchs und des Hausfriedensbruchs. - Klar ist das Ganze aus Sicht "normal" wohnhafter Menschen "nur" Körperverletzung und Sachbeschädigung. Aus Sicht Wohnungsloser aber geht es um ALLES: Das elementare Recht auf pure Existenz wird massiv angegriffen! Tatsächlich halte ich daher in der Konsequenz für die Täter* ein erzwungenes mehrwöchiges Leben als Wohnungsloser für angemessen. Aber schon da wären wohl sofort Täterschützer* aus allen Bereichen auf dem Plan.

  13. 6.

    Auch mit Wattebälchen wird nicht geworfen.
    Es besteht die Gefahr von Verletzung.
    Ironie aus!

    Sollten die Typen ermittelt werden, sollten Sie als Strafe vier Wochen so leben müssen, wie Ihre Opfer.
    Aber bitte im Winter!

  14. 5.

    Das ist wirklich das Erbärmlichste

  15. 4.

    Harte Strafen? Dass ich nicht lache (oder besser weinen). Da wird bestimmt mit wattebäuschen nach ihnen geworfen.

  16. 3.

    Wie erbärmlich sind diese Jugendlichen. Hoffentlich werden sie gefunden und bekommen eine harte Strafe.

  17. 2.

    Es ist traurig sowas lesen zu müssen einem Menschen das letzte zu nehmen, ich hoffe sehr das anhand der DNA die Täter zur Rechenschaft gezwungen werden.

  18. 1.

    Hoffentlich findet man die Typen!

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