Karpfenteich im Treptower Park - Mann stirbt nach Eisbaden in Berliner Gewässer

Person vermisst im Karpfenteich im Treptower Park (Quelle: Morris Pudwell)
Bild: Morris Pudwell

Nach seiner Bergung aus einem vereisten Teich im Treptower Park in Berlin ist ein 43 Jahre alter Mann im Krankenhaus gestorben. Das teilte die Polizei am Donnerstagmorgen mit.

Der Mann war am Mittwoch für ein Eisbad mit zwei Frauen und einem weiteren Mann in das "Karpfenteich" genannte Gewässer im Ortsteil Alt-Treptow gestiegen, wie die Polizei mitteilte. Dabei ging er ersten Erkenntnissen zufolge unter und blieb zunächst verschwunden. Erst zweieinhalb Stunden später fanden Rettungstaucher den Vermissten, der in dem eisigen Wasser nur eine Badehose trug. Der Mann wurde reanimiert und kam stark unterkühlt in ein Krankenhaus.

Feuerwehr warnt vor Betreten von Eisflächen

Die Polizei ging am Mittwoch von einem Unfall aus. Laut den Beamten waren neben dem Verunglückten noch ein 44-jähriger Mann und zwei Frauen (55 und 21 Jahre) im Wasser. Sie sollen sich über ins Eis gehauene Löcher in den Teich begeben haben. Eine der Frauen und zwei hinzukommende Männer versuchten den Angaben zufolge, den Eisbader zu retten. Dabei verletzten sich die beiden Männer leicht. Die Feuerwehr war zeitweise mit 50 Kräften im Einsatz.

Die Feuerwehr warnte davor, Eisflächen zu betreten und appellierte an die Menschen, nicht leichtsinnig zu sein. "Das Baden im Eis ist lebensgefährlich", sagte der Sprecher. Eltern sollten ihre Kinder über die Gefahren informieren.

Sendung: Abendschau, 11.02.2021, 19:30 Uhr

11 Kommentare

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  1. 11.

    KANN darin umkommen, ja. Wer sich nicht in Gefahr begibt, kann in diesem Nichts auch umkommen.

    "Wenn du hervorbringst, was in dir ist, wird das Hervorgebrachte dich retten.
    Wenn du nicht hervorbringst, was in dir ist, wird das nicht Hervorgebrachte dich zerstören."
    (Thomas-Evangelium)

  2. 10.

    „...körperliche Grenzerfahrung“, „keine Empathie“, „beleidigend“...
    hier schreibt jeder seine Meinung zu verschieden Meldungen. Es hat jeder das Recht, von Euren Meinungen abweichende zu äußern, oder nicht?
    André, entscheiden Sie, was wen wie interessiert?

    Hier sollten die Meldungen kommentiert werden, und nicht die Kommentare zensiert werden, schon gar nicht in der Art, dass gesagt wird, das interessiere niemanden, nur weil es von der eigenen Meinung abweicht.


  3. 9.

    Und hatte er Vorerkrankungen, ist ja eine typische Frage bei Corona, hier komischerweise nicht.
    Jeder der sich nicht jeden Tag komplett durchchecken lässt, könnte potentiell Vorerkrankungen haben, das sollte man endlich mal begreifen.

  4. 8.

    mein mitgefühl den freund*innen die mit ihm eisbaden waren, und den angehörigen. und danke an die rettungskräfte für ihren intensiven einsatz.
    mich wühlt diese traurige geschichte auf. gehe zwar nicht eisbaden, schon gar nicht morgns um 8h bei -10°, aber ich liebe sauna und kältebecken, war auch schon mal in winter im atlantik,- kann den reiz der körperlichen grenzerfahrung als motivation nachvollziehen. es ist furchtbar schrecklich dass es bei ihnen so schief gegangen ist :'(

  5. 7.
    Antwort auf [steffi] vom 11.02.2021 um 14:00

    Was wäre denn Ihre Alternative? Den Mann bis zum Frühling im See zu lassen? Der größere Aufwand war ja die Suchaktion, nicht die Reanimation, dafür braucht es keine 50 Einsatzkräfte. Und natürlich musste der Mann reanimiert werden! Wenn es keine mit dem Leben unvereinbaren Verletzungen gibt, haben nicht die Ersthelfer zu entscheiden, ob sich die Reanimation "lohnt" - da müssen Sie nun wirklich keine Organtransplatationsverschwörungen herbeifabulieren.

  6. 6.

    @neugierer... Wenn man die Hintergründe des Menschen und den Zusammenhang des Unglücks nicht kennt, dann sollte man jegliche Kommentare unterlassen die kein Mitgefühl ausdrücken. Solche Wortmeldungen wie ihre sind überflüssig, beleidigend und emphatielos....und damit interessieren sie niemanden...

  7. 5.

    Normalerweise kommentiere ich gelesene Artikel nicht, lese sie aber des Öfteren. Heute muss ich allerdings eine Ausnahme machen. Es ist ein Mensch gestorben, egal aus welchem Grund. Dazu kann man sein Mitgefühl äußern, was natürlich Empathie voraussetzt oder es einfach lassen.
    Also... @Brigitte, @Neugieriger...was glaubt ihr, wen interessiert eure Meinung dazu??
    Wen es euch einfach ums schreiben oder kommentieren geht, dann bewertet einfach irgendetwas bei Amazon...

  8. 4.

    Kann dem nicht zustimmen, wer sich in Gefahr begiebt kommt darin um.

  9. 3.

    Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen und Freunden des Verunglückten, egal wie leichtsinnig diese Aktion war.

    Wer kein Mitgefühl teilen möchte, sollte am besten gar nichts von sich geben. Manchmal ist einfach auch besser, die Gusche zu halten.

  10. 2.

    da geht es mir ähnlich wie Dir, Neugieriger, warum bedarf es überhaupt Warnungen???
    Warum brauchen die Menschen immer nur Vorgaben, Regeln u. ä.? Kann man nicht mal den gesunden Menschenverstand einschalten?

  11. 1.

    Das ist das traurige Ergebnis, wenn man Warnungen ignoriert. Mein Mitleid hält sich in engen Grenzen.

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