Archivbild: Wagen der Berliner Polizei mit Blaulicht in einer Berliner Straße. (QUelle: dpa/A. Gora)
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Haftbefehl wegen versuchten Mordes - Autofahrer unter Drogeneinfluss rast auf Polizisten und Fußgängerin zu

Ein Autofahrer unter Drogeneinfluss hat am Samstagmittag in Berlin-Schöneberg gleich mehrere Menschenleben gefährdet. Zunächst raste der Mann auf zwei Polizisten zu, die ihn kontrollieren wollten, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Die 25- und 26-jährigen Beamte mussten demnach zur Seite springen, um von dem Fahrzeug nicht erfasst zu werden.

Die beiden Beamten wollten den 37-jährigen Autofahrer in der Hauptstraße wegen eines zuvor begangenen Geschwindigkeitsverstoßes anhalten. Der Mann soll die Anhaltezeichen der Beamten jedoch missachtet haben und auf sie zugerast sein.

Autofahrer ist polizeibekannt

Der Mann flüchtete vom Ereignisort und überfuhr dabei mehrere rote Ampeln. In der Belziger Straße musste laut Polizei eine bislang unbekannte Fußgängerin beim Überqueren der Straße beiseite springen, um nicht von dem flüchtenden Auto erfasst zu werden.

Kurze Zeit später konnten Polizeikräfte den Fahrer an der Ecke der Schwäbischen und Karl-Schrader-Straße stoppen. Bei seiner Überprüfung stellte sich heraus, dass er unter Drogeneinfluss stand und keinen gültigen Führerschein besitzt. Der Mann ist schon wegen mehrerer anderer Verkehrsdelikte polizeibekannt.

Gegen ihn werde nun wegen eines versuchten Tötungsdeliktes ermittelt, so die Polizei. Ein Ermittlungsrichter verkündete am Sonntag einen Haftbefehl gegen den mutmaßlichen Raser wegen versuchten Mordes, wie die Polizei am Montag mitteilte.

11 Kommentare

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  1. 11.

    Bis auf den letzten Satz mag ich Ihnen inhaltlich zustimmen, bin nämlich auch Autofahrer. Allerdings ist es nicht der Gesetzgeber, der etwas ahndet. Er setzt nur den rechtlichen Rahmen, das Ahnden eines entsprechend per Gesetz poenativen Verhaltens obliegt hier wegen der Gewaltenteilung immer noch der Judikative und Exkutive, je nach dem.

  2. 10.

    Eine ganz andere Partei hat damals, teils in großen Kampagnen mit Aufklebern, Flugblättern und pipapo, die "Freie Fahrt für Freie Bürger" unterstützt, und tut das mehr oder weniger bis heute. - Was meinen Sie, Hr Krause, welche Ideologie und Gedankenansätze werden Leute wohl eher zum Rasen motivieren? Die von Ihnen oder die von mir zitierten?

  3. 9.

    Es gibt eine Partei in Senatsverantwortung, die schon mal gefordert hat : " Knäste abschaffen " ! Angesichts solcher Ideologie und Gedankenansätzen, werden wohl Forderungen nach nicht zu laschem Umgang, ungehört verhallen. Beispiele hierzu dürften hinreichend bekannt sein.

  4. 8.

    Zumindest dieses Auto hat nicht selbstgesteuert auf Menschen zugehalten. Aber Hauptsache man kann seine Denkblase bedienen. Platt, platter, ökobewegt.

  5. 7.

    Autos als Mordwaffe. Die gehören mittlerweile ebenso verboten, wie Schusswaffen. Ach nee, geht ja nicht. Des Deutschen liebstes Spielzeug verbieten und soo viele Arbeitsplätze gefährden und den deutschen Wohlstand gleich mit. Ts, ts, ts.

  6. 6.

    Großes Lob für den Einsatz der beiden jungen Gesetzeshüter. Ich finde es leider immer wieder erschreckend, wie voll das Konto an Straftaten solcher Psychopaten ist und die weiterhin der Öffentlichkeit ausgesetzt sind. Alles tickende Zeitbomben. Und, das ist nur einer von ganz vielen. Solange unsere Gesetzgebung sowas nicht strenger ahndet, werden solche weiterhin wilde Sau spielen.

  7. 5.

    Es muss wieder mehr kontrolliert werden da macht sonnst jeder was er will!

  8. 3.

    Meine Meinung,solche Typen knallhart einbuchten. Und das wirklich für lange Zeit.

  9. 2.

    @Polizei Berlin: Danke den beiden jungen Beamten und den anderen beteiligten Polizist*innen für die erfolgreiche Festnahme. Sehr gut, dass der Verkehr konsequenter kontrolliert wird.

  10. 1.

    Nach dieser Tat und anderen vorher ist der Fahrer nun endlich in Haft !! Man geht mit diesen Leuten viel zu lasch um. Daran müsste man endlich und dringend etwas ändern.

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