29-Jähriger in U-Haft - Weitere Rohrbomben nach Explosion in Schöneberg entdeckt

Archiv - Ein Polizeibeamter steht am 20.01.2021 an einem Absperrband in Berlin-Schöneberg nachdem eine heftige Explosion Fensterscheiben und Autos beschädigt und einen großen Polizeieinsatz ausgelöst hat. (Bild: dpa/Paul Zinken)
Audio: Inforadio | 08.02.2021 | Michael Ernst | Bild: dpa/Paul Zinken

Bei den Ermittlungen zu der Rohrbomben-Explosion in einem Schöneberger Innenhof hat die Polizei weitere Sprengsätze gefunden. Die Hintergründe sind immer noch unklar. Ein 29-Jähriger steht unter Tatverdacht.

Bei dem mutmaßlichen Urheber der Sprengstoffexplosion in einem Hinterhof in Berlin-Schöneberg hat die Polizei neun weitere zündfähige Rohrbomben gefunden. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Montag mit.

Gegen den 29-Jährigen wurde demnach ein Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts diverser Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz erlassen. Der Mann sitzt bereits in Untersuchungshaft, er war kurz nach einer Explosion in einem Schöneberger Innenhof festgenommen worden. Ein zweiter dabei ebenfalls festgenommener Verdächtiger wurde inzwischen wieder auf freien Fuß gesetzt. Eine Durchsuchung seiner Wohnung habe nichts ergeben, so die Staatsanwaltschaft.

Motivation des mutmaßlichen Täters nach wie vor unklar

Bei der Explosion am vorigen Donnerstag im Innenhof eines Mietshauses in der Eisackstraße war niemand verletzt worden und auch der Schaden hielt sich in Grenzen. Die Polizei prüfe weiter, ob es einen Zusammenhang zu einer Explosion am 20. Januar in der Nähe gebe und ob eine politische Motivation hinter dem Bombenbau stehe, sagte Polizeipräsidentin Barbara Slowik am Montag im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses.

Die Explosion im Januar ereignete sich in der Fritz-Reuter-Straße. Eine Person wurde damals verletzt, es wurden Fensterscheiben und Autos beschädigt. In der Nähe fand die Polizei eine weitere Bombe, die noch nicht losgegangen war.

Nach der Detonation am vergangenen Donnerstag versuchte der 29-Jährige zu fliehen, wurde aber gefasst. Medienberichte, nach denen der Verdächtige aus dem linksextremen Spektrum stammt, bestätigte die Polizei bislang nicht.

Sendung: Abendschau, 08.02.2021, 19:30 Uhr

2 Kommentare

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  1. 2.

    Also 11 Rohrbomben ? Er wollte bestimmt gefunden werden ? Mit 29 Lebensjahren fällt er bestimmt noch unter die Aufsichtspflicht der Eltern ? Erziehungsreise nach Malloco oder Malediven ?

  2. 1.

    Entweder hatte der Typ eine schwere Kindheit oder ist vom Wickeltisch gefallen. Ganz normal kann er jedenfalls nicht sein.

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