Das Wrack eines Fahrzeuges wird an der Autobahn 11 auf einen Abschleppwagen gehoben. (Quelle: dpa/Julian Stähle)
Audio: Antenne Brandenburg | 22.02.2021 | Martina Rolke | Bild: dpa/Julian Stähle

Gleiches Phänomen in Berlin - Mehr Tote trotz weniger Verkehrsunfällen in Brandenburg

Auf den Straßen in Berlin und Brandenburg war corona-bedingt im Jahr 2020 weniger los. Demnach gab es auch weniger Verkehrsunfälle. Trotzdem sind in beiden Bundesländern mehr Menschen im Verkehr ums Leben gekommen als im Jahr zuvor.

Sowohl auf Brandenburger als auch auf Berliner Straßen hat es im vergangenen Jahr weniger Verkehrsunfälle gegeben, dafür aber mehr Tote. Das geht aus der Verkehrsunfallbilanz 2020 für beide Länder hervor.

140 Verkehrstote in Brandenburg

Innenminister Michael Stübgen (CDU), Verkehrsminister Guido Beermann (CDU) und Polizeipräsident Oliver Stepien stellten die Zahlen am Montag in Potsdam vor. Demnach kamen im vergangenen Jahr 140 Menschen bei Verkehrsunfällen in Brandenburg ums Leben, im Jahr 2019 waren es 125.

Das Ergebnis von 2019 war bislang das zweitniedrigste seit Bestehen des Landes. Gleichzeitig ging die Zahl der Verkehrsunfälle von fast 84.000 im Jahr 2019 auf rund 71.700 Unfälle zurück.

50 Menschen starben auf Berlins Straßen

Auch in Berlin ist die Zahl der Verkehrstoten laut einer Mitteilung vom Montag von 40 (2019) auf 50 im vergangenen Jahr angestiegen. Insgesamt registrierte die Polizei 126.000 Unfälle und damit über 21.000 weniger als ein Jahr vorher. Mehr als 2.050 Menschen wurden verletzt. Das sind 250 weniger als im Jahr 2019.

Im Vergleich der Bundesländer steht Berlin als Großstadt deutlich besser da als Flächenländer wie Brandenburg. Viele tödliche Unfälle passieren dort auf den Landstraßen, wo schneller gefahren wird als in der Stadt.

Sendung: Antenne Brandenburg, 22.02.2021, 13 Uhr

26 Kommentare

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  1. 26.

    Von leeren Straßen war nicht die Rede. Nur von "weniger Kfz." Wer sich sicher sein kann, mit 180 km/h entlang der Autobahn nicht in den nächsten Stau zu geraten und mit 120 km/h auf der Landstraße das nächste Fahrzeug erst in Kilometern Entfernung zu wissen, der ist schon mal eher versucht, solches zu tun.

    Dass "weniger" "leer" sein soll, scheint mir der gleichen Logik zu entspringen, wie dass "Maximal" gefälligst das "Mindeste" zu sein habe.

    Es ist genau diese Denkfigur, auf die sich meine Argumentation konzentriert.

  2. 25.

    Naja, ich denke nicht das die Autofahrer eine kleine Minderheit sind! Ehr im Gegenteil, es wird die Mehrheit durch laut brüllende kleine Grüppchen bevormundet.
    Statistisch gesehen hat jeder Haushalt in Berlin ein KFZ!
    Und man sollte hier nicht nur auf Autofahrer zeigen, sondern auch das manchmal unfassbare dämliche Benehmen von Radfahrern und Fußgängern. Wie zB. bei abbiegenden LKWs unbedingt auf Vorfahrt pochen und dann wundern wenn sie unterm LKW landen. Oder die massenweise Rotlichtverstöße von Radfahrern und Fußgängern. Aber die Realität wird ja gern ignoriert. Selbstredend gibt es auch Autofahrer die über rot fahren, Vorfahrt ignorieren usw. aber bei weitem nicht so wie von Radfahrern oder Fußgängern. Einfach mal am Alexanderplatz an die Kreuzung stellen und beobachten!!!

  3. 24.

    Das hat die Studie nicht ausgesagt. Leere Straßen = Raserei = mehr oder weniger Personenschäden? Wo sollen die Personen herkommen (auf leeren Straßen). Hier eine kleine Anekdote von damals: die Ampel wird sich nie durchsetzen, weil keiner bei rot sinnlos stehenbleibt wenn keiner kommt. Demnach dürften zukünftige Prognosen, dass Radfahrer bei rot stehen bleiben, stimmen? Kann sein, es sei denn der Zeitgeist ändert sich: laufen ist das Gesündere; das Rad umweltschädlich...usw.

  4. 23.

    Zusammenhänge verstehen, nicht jedermanns Sache! Un jetzt kommt gleich wieder "Diktatur" als Argument !

  5. 22.

    Wenn zwei Verkehrsströme sich kreuzen, ist es normalerweise üblich, dass ein Verkehrsstrom dabei Rot hat. Nicht so von Autfoahrenden gegenüber dem Fußverkehr. Da ist es in das reine Belieben abbiegender Autofahrer gestellt, inwieweit sie ihre Räder zum Stillstand kommen lassen oder nicht.

    "Sicherheit geht vor Flüssigkeit", das ist die allgemeine Devise der Verkehrssicherheit und das mittlerweile unstrittig. Doch es gibt unübersehbar "Fehlstellen". - Immer noch.

  6. 21.

    Er schreibt aber auch das der Autoverkehr verringert werden muss und verlangsamt. Wobei verlangsamt bei E-Autos, ich weiß nicht, die Bescheunigunswerte sind doch wesentlich höher als bei konventionellen Antrieben. Nebenbei ja auch noch leiser und daher noch zu überhören. Und aus Blech ist der Tesla ja auch.
    Übrigens mein Diesel stinkt nicht,ist auch ziemlich neu, im Gegenteil zu den Benzinern,zu merken morgens in der Tiefgarage.

  7. 20.

    Ich bin selbst letztens an einer der unfallträchtigsten Kreuzungen Berlins bei tiefgrünem Fußgängersignal vom rasenden Rechtsabbieger fast totgefahren worden. So knapp war es noch nie! ...Hand auf der Kühlerhaube.... Meine These ist, bei weniger Verkehr wird mehr gerast. An Ampel-Kreuzungen besonders unverantwortlich. Aber leider überhaupt nicht überraschend. Bis man drunter liegt!

  8. 19.

    Wie viele der Toten starben alleine auf der A 12 durch LKW Unfälle? Und was war da der Grund? Übermüdung der Fahrer?

  9. 18.

    Naja ... er schreibt von "übelriechenden Blechkisten". Ich weiss nicht, wie es in einem Teschla mufft, aber draussen is' nix.

  10. 17.

    Ja. Danke an die Polizei, die mehr Raser aus dem Verkehr zieht. Danke auch an die Bezirke, die tatsächlich mehr Tempo 30 und verkehrsberuhigte Bereiche ausweisen. So kommen wir der "Vision Zero" näher :)

  11. 16.

    Weniger Kfz. auf Landstraßen und Autobahnen infolge von Corona, folglich mehr Gelegenheit zur Raserei. Wenn jemand in einen 10 Liter-Putzeimer versucht, 12 Liter hineinzufüllen, bekommt er beim Tragen dessen nasse Füße. Darum ist das Maximum eben das Maximum.

    Auf den Straßen scheint die umgekehrte Logik zu herrschen, dass das ausgeschilderte Maximum das Minimum sei, unterhalb dessen keinesfalls gefahren werden dürfe. Bei solcher Logik ist die Zunahme äußerst schwerer Zusammenstöße kein Wunder.

  12. 15.

    Wenn schon Vergleichen, dann richtig. Wenn ein Auto eine Spur blockiert, würde das bedeuten, ein Fußgänger bleibt auf dem Gehweg stehen und blockiert ihn somit. Kann mich nicht erinnern, dass jemals ein Mensch umgekommen ist, weil er auf dem Gehweg einfach nur stehen geblieben ist. Bei den Autos gab es da aber schon öfter Tote. Deswegen ist die Strafe mit 20 € nur gerecht.

  13. 14.

    Wenn man eine riesen Auto hat, fährt man automatisch aggressiver. Z.B. Fahrradfahrer mit Helm fahren auch riskanter. Und in den Geländewagen wird das Prinzip nicht anders sein.

  14. 13.

    Sorry, keine Ahnung wie Sie auf diese Ideen kommen. Aber man schüttelt manchmal den Kopf in was für einer wirren Welt einige Menschen leben müssen. Wie viele Menschen sind durch LKW-und PKW- Fahrer getötet worden, wie viele durch Menschen auf dem Rad oder zu Fuß? Alleine die Beantwortung dieser Frage führt wieder zu mehr Realitätssinn....

  15. 12.

    Diese Aussage von Ihnen? Gesetz dem Fall, Sie sind der Tesla-Neumann.
    Sie heben doch sonst den Autobauer bei jeder Gelegenheit in den Himmel.

  16. 11.

    Etwas polemisch dargestellt, aber als Ex-Fahrtrainerin und Ex-Motorradfahrerin darf ich das.
    Hirn im Handschuhfach, Frust im Kopf. Je später der Abend, desto leerer die Landstraße. Der Pressluftschuppen hat zu, also Mukke an und los. Jetzt auch noch schönes Wetter - da kommen die "Moppedfahrer" auch noch dazu. Der Ein oder Andere wird schonmal antesten, ob es hinter 45 Grad noch weiter geht (es geht - aber nicht auf der Landstrasse). Nur sind die Temperaturen in Bodennähe noch nicht so optimal für die Schluffen. Allen gemein - Nachts sind die Strassen nur feucht und das leichte Glitzern an bestimmten Stellen sind bestimmt Diamanten. Da sind Driftversuche 'ne Schietidee.
    Am Sonnabend, auf dem Weg nach hause, hatte ich das Gefühl, das streckenweise die Scuderia Ferrari einen Familienausflug macht oder Zweiradfahrer schonmal für die Dutch TT üben. Da ist noch Luft nach oben - leider - und die blaue Rennleitung kann nicht überall sein.

  17. 10.

    Ist Ihnen bewusst, daß sollte Ihr Vorschlag Realität werden, die individuelle Freiheit des Einzelnen massiv eingeschränkt wird. Was kommt dann als Nächstes. Dürfen Sie dann nur jeden zweiten Tag an die frische Luft um den Verkehr zu verringern?

  18. 9.

    Die Leute haben es satt sich von einer kleinen Minderheit in übelriechenden Blechkisten drangsalieren und gefährden zu lassen. Der Autoverkehr muss rapide reduziert und verlangsamt werden, wie diese Zahlen wieder beweisen.

  19. 8.

    „Strafen“ vollkommen richtig. Aber bitte im
    Verhältnis. Also wenn ein Auto auf der Straße steht und eine Spur blockiert, sind es ca. 20€? Dann sollte der Roller auf dem Gehweg 2€ kosten. Oder wenn ein Fußgänger das „Rechtsfahrgebot“ nicht einhält und auf dem Fahrradweg läuft, sollte er ca. 50cent zahlen als Strafe. Ja, finde ich richtig. Hart durchgreifen.

  20. 7.

    Am Ende sind es halt die Autos, die die anderen Verkehrsteilnehmer tot fahren. Von Autos geht einfach ein viel höheres Gefahrenpotential aus als von Fahrrädern oder Fußgänger, deshalb wären strengere Strafen für Vergehen, die von Autofahrern begangen werden, absolut gerechtfertigt. T

  21. 6.

    Ich werde meine Strafe akzeptieren, wenn ich als Fußgänger geblitzt werde oder mir riskannte Rennen liefere... ;)

  22. 5.

    Auf den Landstraßen und Autobahnen sind wohl weniger Fussgänger,Fahrrad oder E-Roller/E-Scooter Fahrer unterwegs.Dichtes Auffahren,Spurwechsel/ausscheren in letzter sekunde ect.Da spielt auch Agressivität und Rücksichtslosigkeit der Autofahrer eine grosse Rolle.

  23. 4.

    Da stimme ich mit ihnen voll und ganz überein.
    Die Agressivität und Rücksichtslosigkeit der Radfahrer, E-Scooter- und E-Roller-Fahrer nimmt immer mehr zu. Ampeln, Vorfahrtsregeln usw. kennen immer weniger dieser Verkehrsteilnehmer. Und wenn etwas passiert ist grundsätzlich erstmal der Autofahrer an allem schuld. Hier sollte endlich(!!) mal mehr kontrolliert und(!!) durchgegriffen werden. Für Radfahrer, Fussgänger, E-Scooter- und E-Roller-Fahrer usw. sollten exakt dieselben Strafen gelten wie für Autofahrer.

  24. 3.

    @ eve

    ...weil hier jeder der einen Führerschein, ausgestellt vom Landwirtschaftsministerium in Timbuktu, vorweisen kann, hier fahren darf. Man sieht es ja auch immer mehr, Raser in der Innenstadt, oder besser noch, solch hirnlose Wettkämpfer mit "Mercedes, BMW und Co." unterm Hintern, sich für die besten Autofahrer des Universums halten. Aber in Wahrheit kriegen die nichts gerafft - noch nicht mal ihre eigene Hirnlosigkeit...

  25. 2.

    Also wenn ich so an die Verkehrslage vom letzten Jahr zurückkehren, liegt das sicher an die vielen zusätzlichen Fahrrad- und e-Scooter Fahrer, die Kreuz und quer und über Fußweg, Straßen und rote Ampeln fahren, ohne auf den Verkehr zu achten und ohne auch nur ansatzweise etwas über die StVO zu wissen bzw. sich darum zu scheren... Aber die Ursachen wurden im Artikel erstaunlicherweise nicht wie üblich nach Art des Unfalls und Verkehrsteilnehmer aufgeschlüsselt...

  26. 1.

    Und der Grund?

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