Christopher Street Day in Berlin (Quelle: dpa/Beata Siewicz)
Bild: dpa/Beata Siewicz

Am 11. September - Parade zum Christopher Street Day in Berlin geplant

Am 11. September soll eine Parade zum Christopher Street Day (CSD) durch Berlin ziehen. Das teilte der Veranstalter, die neu gegründete "Aktionsgemeinschaft LGBTIQ*", am Freitag mit. Im vergangenen Jahr hatte es wegen der Corona-Pandemie nur eine Online-Ausgabe und kleinere Demos gegeben. In diesem Jahr soll es wieder ein großes queeres Event mit Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor werden.

Der Berliner CSD findet üblicherweise schon Ende Juli statt und wurde bisher von einem anderen Veranstalter ausgerichtet. Über die Pläne hatten zuerst die "Siegessäule" und der "Tagesspiegel" berichtet.

Community zum Mitmachen aufgerufen

Die neu gegründete "Aktionsgemeinschaft LGBTIQ*" soll dabei nicht alleinige Organisatorin, sondern eher ein Dachverband des Berliner CSD sein, sagt Gründer Thomas Kohs der "Siegessäule". Demnach sei jeder Community-Verein in Berlin dazu aufgerufen, mitzumachen. Auch den bestehenden Berliner CSD e. V. wolle man "sofort mit ins Boot holen, sobald er einen neuen Vorstand gewählt hat, um das gemeinsam auf die Beine zu stellen".

Der Berliner CSD e.V. organisiert seit Ende der 1990er Jahre die große Berliner Pride-Parade mit Wagen und Bühnenprogramm. Laut "Siegessäule" ist der Verein derzeit dabei, sich neu aufzustellen und habe noch keinen Termin für eine Pride-Parade 2021 festgelegt.
Auf der Online-Seite des Berliner CSD e.V. [csd-berlin.de] läuft derweil noch ein Countdown, der die Tage und Stunden bis zur nächsten Online-Parade am 24.Juli zählt.

Laut "Siegessäule" und Thomas Khos ist der 11. September für das Event mit Kundgebung beim Amt geblockt. Es sei der einzige Termin, an dem der Platz vor dem Brandenburger Tor noch verfügbar sei. Man habe mit der Planung angefangen, weil diese Monate dauere. Wenn die Parade wegen steigender Inzidenzzahlen nicht zu verantworten sei, sei der CSD schnell abgesagt.

Der CSD soll an die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender, Intersexuellen und queeren Menschen erinnern. Der Name kommt aus dem Jahr 1969. Damals gab es die ersten Aufstände gegen die Polizeiwillkür in der New Yorker Christopher Street im Stadtviertel Greenwich Village. In New York wird traditionell am letzten Samstag des Juni, dem Christopher Street Liberation Day, mit einem Straßenumzug daran erinnert. Daraus ist eine internationale Tradition geworden - einmal pro Sommer wird für LGBTIQ*-Rechte demonstriert.

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8 Kommentare

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  1. 8.

    Wir sollten nicht vorschnell in Partyeuphorie verfallen !

  2. 7.

    Eigentlich kann man nur mit dem Kopf schütteln, diesen Termin kann man nicht für solch eine Veranstaltung nehmen. Das gleiche gilt für Totensonntag Allerheiligen etc..Feiern passt nicht mit Mord und Todschlag zusammen, aber gerade dieses ist mit diesem Datum auf Ewigkeit verbunden. Das muss auch unsere juengere
    Generation verstehen lernen.

  3. 6.

    Das das Brandenburger Tor nur an diesem Tag verfügbar ist, stimmt nicht. Ich weiß schon von zwei weiteren Veranstaltungen an diesem Tag, die am Brandenburger Tor enden, darunter eine Gedenkveranstaltung zum 20. Jahrestag der Terroranschläge auf die USA.

  4. 5.

    Der 9.November, also der 9.11, ist in Deutschland auch nicht gerade eine geschichtliche Jungfrau
    ( https://de.wikipedia.org/wiki/9._November_(Deutschland) ). Trotzdem wurde gefeiert, z.B. https://www.berlin.de/kultur-und-tickets/tipps/30-jahre-mauerfall/ und es wird weiterhin gefeiert, es gibt Konzerte usw. an diesem Tag.
    Aus welchem Grund soll das am 11.9 nicht so sein? In beiden Fällen stellen die jeweiligen Feierlichkeiten, Events keine Verhöhnung oder Herabwürdigung der damaligen Opfer dar.

  5. 4.

    Euer Ernst? Der 11. SEPTEMBER?

    Muss man nicht verstehen.

  6. 3.

    Das kann hier jetzt alles nicht mehr wahr sein. Wie kann man gerade an diesem Tag eine Parade durchführen. Dann hätten wir auch den 9. November als Feiertag nehmen können. Denn schließlich war an diesem Tag der Mauerfall. Das ist ein Schlag ins Gesicht für die Angehörigen der Hinterbliebenen in Amerika. Unglaublich was in unserem Land für Politiker regieren. Ich finde den CSD im übrigen sehr gut. Aber nicht an diesem Tag.

  7. 2.

    Das glaube ich eher nicht. Bei dem Impftempo müsste schon ein Wunder geschehen, dass alle die wollen auch geimpft sind. Da hat Deutschland schwere Fehler gemacht. Hätte man richtig Geld in die Hand genommen und Verträge für ausreichend Impfstoff abgeschlossen wäre der zweite Lockdown wesentlich kürzer ausgefallen und hätte auch weniger Geld gekostet.
    Aber soweit denken die satten Politiker ja nicht. Ist ja nicht ihr Geld und Kurzarbeit gibt es für die Herren auch nicht.

  8. 1.

    Hoffen wir mal, dass wir bis dahin mit den Impfungen durch sind.
    Berlin braucht endlich mal wieder eine Riesen-Gay-Party!

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