Polarwirbel-Split - Einige Elektrobusse in Berlin wegen Kälte stehen geblieben

Gleisbett der Strassenbahn auf verschneiter Friedrichstrasse in Berlin Mitte mit annaeherndem Bus. Wintereinbruch bei Extremwetterlage in Deutschland. Quelle: dpa/Andreas Gora
Bild: dpa/Andreas Gora

Einige Elektrobusse der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) sind am Montag auf ihren Fahrten liegen geblieben. Wegen der Kälte habe die Batterieladung nicht ausgereicht, wie die "Berliner Morgenpost" am Mittwoch berichtete. Eine BVG-Sprecherin sagte, die Ausfälle entsprächen 1,7 Prozent der Elektrobusleistung.

Die Busse seien durch andere Elektrofahrzeuge oder Dieselbusse ersetzt worden, in denen Fahrgäste die Fahrt fortsetzen konnten. "Aus diesem Grund hat sich niemand die Füße abgefroren", betonte sie. Eigentlich müssten die Busse bei minus zehn Grad 130 Kilometer fahren. Man sei mit dem Hersteller über eine Lösung im Gespräch.

Wie Verbrenner verbrauchen auch Elektrobusse an kalten Tagen mehr Energie, weil auch die Heizung über die Batterie läuft. Die Probleme traten nach BVG-Angaben bei Fahrzeugen auf, die per Stecker auf den Betriebshöfen aufgeladen werden. Keine Schwierigkeiten gibt es demnach mit Modellen, die an Endhaltestellen aufgeladen werden.

Sendung: Abendschau, 10.02.2021, 19.30 Uhr

30 Kommentare

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  1. 30.

    "Fahrgäste hätten die Ausfälle kaum bemerkt," sagte auf Nachfrage Frau Nelken.
    @RBB24: Sind die Busse einfach stehen geblieben oder wurden die bei zunehmend niedrigerer Batterieanzeige rechtzeitig getauscht? Berichte andere Medien mit eigenen investigativen Journalisten deuten darauf hin, dass die Ladestandsanzeige in den Bussen funktionieren haben soll.

  2. 29.

    Die Bahn hat es Jahrzehnte nicht geschafft elektrisch in die Spur zu kommen. Seit wann fahren denn keine Diesellokomotiven mehr? Wenn da der private elektronische Autofahrer auch so lange warten muss, ist er in der Zwischenzeit schon gestorben.

  3. 28.

    In Zürich sind Mitte Januar sämtliche Tram- und Buslinien ausgefallen wegen 30 cm Neuschnee. Die Strassen konnten nicht rechtzeitig geräumg werden. Die Kälte war es nicht...

  4. 27.

    Aus dem Artikel: "Man sei mit dem Hersteller über eine Lösung im Gespräch." Also Singular, obwohl die BVG Depotlader von zwei Herstellern einsetzt. "Die Probleme traten nach BVG-Angaben bei Fahrzeugen auf, die per Stecker auf den Betriebshöfen aufgeladen werden. Keine Schwierigkeiten gibt es demnach mit Modellen, die an Endhaltestellen aufgeladen werden." steht dann noch am Ende des Artikels. Andere haben mehr aus der Morgenpost übernommen, insbesondere in Kreuzberg. Da ich mich nur beim RBB informiere und derzeit regelmäßig meist mit 320 PS durch die Stadt diesele, kenne ich den betroffenen Hersteller.

  5. 26.

    Im vorletzten Jahrhundert hätte man es so formuliert: Pferdekutschen sind eben das Beste - manche Sachen müssen eben in der Praxis getetstet werden für neue Erkennnisse. Das Ding mit den Elektrofahrzeugen wird schon in die Spur kommen

  6. 25.

    Verbrennungsmotore sind eben das Beste … Sie sind unersetzlich...und das ist auch gut so !

  7. 24.

    Ein Hoch auf die Verkehrswende. Mir ist es total schnuppe, wie und wo getestet wird. Ich will von A nach B und so schnell wie möglich. Ich möchte auch nicht zu den 1,7 % gehören, dass sind mir 1,7% zu viel. Wenn ich lese die Bahn hat Schwierigkeiten, Busse oder sonst was, fährt nicht, bleibe ich bei meinem Auto. Dann bin ich eben egoistisch - ich kann damit leben.

  8. 23.

    Ein Hoch der zukünftigen Elektrokultur!

  9. 22.

    Ach ja, die BSR hat u.a. auch ein elektrisches Abfallsammelfahrzeug im Einsatz. Zum Clickbait hat das aber bisher wohl nicht getaugt.

  10. 21.

    Steht aber auch nicht viel drin. Der Artikel in der Morgenpost steht hinter einer Paywall.
    Soweit hab ich es aber rausgelesen. Ein paar Busse eines Herstellers erfüllen die geforderte Spezifikation bzgl. Winterleistung nicht. Gründe sind noch unklar und der Hersteller muss irgendwas machen. Die BVG hilft natürlich dabei.
    Somit sollten sich alle Prinzipzweifel und Testfragen erledigt haben.
    Sowas passierte schon immer in der gesamten Branche und wird immer wieder passieren. Auch mit Verbrennungsmotoren gab und gibt es regelmäßig Rückrufaktionen wegen Fehlern in der Produktion. Nix besonderes.

  11. 20.

    In Bezug auf die E-Busse hat Frau Günther mehr in der Birne als so mancher, der den Artikel nur kurz überflogen hat. Die E-Busse wurden erst in vergleichsweise kleiner Stückzahlen beschafft, weil man damit Erfahrung sammeln will. Bewährt haben sich bei diesem Wetter dabei in Bezug auf die Reichweite neben den neuen Gelegenheitsladern wohl auch die Depotlader von Mercedes, da nur Gesprächsbedarf mit einem Hersteller gesehen wird. Parallel wurden im Jahr 2018 950 Diesel-Busse bestellt, deren letzte Charge bereits abgerufen wurde. Die Feuerwehr verlässt sich auch nicht auf Stammtischler, sondern testet wie Ihnen auch bekannt ist zunächst nur ein eHLF etc.

  12. 19.

    De BVG konnte mangels Winter nicht testen und hat sich auf die Hersteller (Plural)= verlassen. Mit einem Hersteller - nämlich Solaris - gibt es jetzt Diskussionsbedarf.

  13. 18.

    In Kürze gibt es noch Feuerwehr en, Krankenwagen, Müllautos, Entstörungsfahrzeuge, und und, aber alle mit E Antrieb.
    Was hat Frau Günter und die Vor-und Zuarbeiter nur der Birne?

  14. 17.

    Da lobe ich mir doch PKW (das ist eine andere Fahrzeugklasse als Busse), deren Kraftstoff nicht versulzen kann:: "Teilweise hätten die Fahrzeuge in Verbindung mit den sehr niedrigen Außentemperaturen Probleme mit der Kraftstoffversorgung." https://www.insuedthueringen.de/inhalt.appell-der-polizei-schnee-und-glaette-vermehrt-pannen-auf-autobahnen.5d54c3e6-5156-4809-b96c-83e8d9d4e419.html

    Die Lesekompetenz so mancher hatte ich ja auch schon erwähn.

  15. 16.

    Wir lernen daraus allerdings vor allem, dass so manchen den Artikel nicht richtig gelesen hat. Betroffen sind lediglich die Depotlader eines Herstellers, während die des anderen Herstellers die Spezifikation erfüllen wie es auch bei den Gelegenheitsladern keine besonderen Probleme gibt.

  16. 15.

    Wurden die E-Busse denn nicht für den Kälteeinsstz getestet ???

  17. 13.

    In den 50-60er Jahren fuhren auf der heutigen Strecke des 282 der 32er. Als O-Bus. Bei Schnee und Kälte gab's auch immer Probleme, weil die Oberleitung vereist und verschneit waren. Deshalb hat man damals auf Dieselbusse umgestellt.
    Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann für die Zukunft nicht lernen-!!!

  18. 11.

    Was lernen wir daraus: Wenn Elektro, dann Oberleitung.

  19. 10.

    Strassenbahnen fahren im Winter ohne Behinderungen, Elektrobusse können wegen der Kälte nicht ei gesetzt werden. HURRA, wenn weltfremde Tagträumer, sich ihre Welt, theoretisch funktionell schön reden wollen, offensichtlich sind nur Laien am Werke, die uns die hochgelobten neuen grünen, schadstoffarmen Verkenrsmittel, als Heilsbringer darlegen wollen. Hier zeigt sich doch, wenn man bestimmte Lebensabläufe, nur theoretisch auf dem Handy durchspielt. Einfach nur lächerlich,denn die doch so geliebte Natur, zeigt diesen Träumer, was wirklich Fakt ist und das Leben nicht an der Ausgangssteckdose endet oder anfängt!

  20. 9.

    Ich habe gerade mein Fotos durchforstet und 2010 war die Menge an Schnee auf meiner Terrasse 4 mal so hoch wie jetzt die Tage. Ich kann mich nicht erinnern, dass es 2010 so viele Schlagzeilen über den in meinen Augen leichten Schneefall gab wie heute...

  21. 8.

    Zu den O-Bussen lässt Frau Günter auch Papier produzieren und will irgendwann in ein Planfestellungsverfahren für eine kurzen Strecke in Spandau einsteigen. Somit würden die sicherlich nicht vor 2031 in den Testbetrieb gehen.

  22. 7.

    Dass man als regelmäßiger Stammtischler besser nicht in Polen kaufen sollte, weil man durch das viele Sitzen schnell das klare Denken verlernt.

  23. 6.

    In 20 Jahren läuft dann garnicht mehr lach, dann.muss der Fahrgast hinten schieben
    also auf zu Digitalisierung!

  24. 5.

    "Eine BVG-Sprecherin sagte, die Ausfälle entsprächen 1,7 Prozent der Elektrobusleistung." Sachlich korrekt schön gerechnet. Fakt ist, dass ein Vielfaches der etwas über 100 E-Busse frühzeitig den Dienst quittieren mussten und ohne Ersatz, vor allem mittels Diesel-Bussen, der Verkehr für den Rest des Tages auf diesen Strecken zum Erliegen gekommen wäre. Da gibt es schlicht nichts schön zu rechnen, der Auftrag der öffentlichen Beförderung war ohne Dieselbusse nicht aufrecht zu erhalten. Daher ist sehr wohl zu überlegen, ob der E-Antrieb mit bloßer Akkuladung für unsere Breiten tatsächlich sinnvoll ist oder ob nicht zum Beispiel O-Busse mit kleinem Überbrückungsakku der bessere Weg in die Zukunft wären. Die können ihren Akku nämlich während der Fahrt laden.

  25. 4.

    Ich liebe gut recherchierte Artikel: Lauft Welt schreibt die Mopo von 23 Ausfällen allein am Montag.. Und das sollen nur 1,7 % der Elektrobusleistung sein?

    Spannend aber auch die Diesel, die derzeit z.B. Probleme mit den Rampen haben.

  26. 3.

    Wenn jetzt schon mit neuen Batterien die Probleme auftauchen, wie soll es denn später werden wenn die Batterien ihre Kapazität verlieren und die Busse wieder voll mit Passagieren sind? Momentan müssen sie ja vermutlich nur ihr Eigengewicht fahren. In Broken Hill (Australien) werden die Strassenbahnen an jeder Haltestelle mit einer stationären Oberleitung aufgeladen. Das wär doch auch eine sinnvolle Lösung ohne die Stadt mit Oberleitungen zu verschandeln.

  27. 2.

    Und was sagt #Alfred Neumann dazu?

  28. 1.

    Typisch: Große Schlagzeile und erst im letzten Absatz wird konkretisiert, dass die E-Busse, die sich an den Endstellen aufladen können, aber KEINE Probleme hatten.

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