Ein zerstörter Pkw steht auf der Bundesstraße 1 (Bild: dpa/Paul Zinken)
Audio: Fritz | 25.02.2021 | Anja Haufe | Bild: dpa/Paul Zinken

Zahlen in der Region deutlich gestiegen - Fast bundesweit weniger Verkehrstote - aber nicht in Berlin und Brandenburg

Während deutschlandweit die Zahl der Verkehrstoten im vergangenen Jahr gesunken ist, verzeichneten Berlin und Brandenburg steigende Zahlen.

In Berlin starben 50 Menschen bei Verkehrsunfällen, zehn mehr als im Jahr 2019, das geht aus den vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes vom Donnerstag hervor. In Brandenburg gab es demnach 140 Verkehrstote, 15 mehr als 2019. Das ist gleichzeitig der höchste Anstieg bei den Todeszahlen im Vergleich der Bundesländer.

Bundesweit niedrigste Todeszahl seit dem Start der Statistik

Nur in zwei anderen Bundesländern wurden ebenfalls mehr Verkehrstote registriert als noch 2019. In Schleswig-Holstein stieg die Zahl um sieben auf 107 und in Bremen um sechs auf 14 Verkehrstote. In den übrigen Bundesländern ist die Zahl hingegen gesunken, am stärksten in Baden-Württemberg. Hier wurden im vergangenen Jahr 330 Verkehrstote gezählt, 107 weniger als 2019.

Bundesweit wurden 2020 so wenige Verkehrstote gezählt wie noch nie seit dem Start der Statistik vor 60 Jahren. Das Statistische Bundesamt meldete 2.724 Verkehrstote - das waren 322 weniger als im Jahr zuvor. "Dies ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass wegen der Corona-Pandemie im Jahr 2020 auf deutschen Straßen deutlich weniger Kilometer zurückgelegt wurden als im Vorjahr", so die Statistik-Experten.

Die meisten Verkehrstoten gab es in Deutschland in den 1970er Jahren. Damals waren es fast 20.000 pro Jahr. Seitdem sind die Zahlen stark gesunken - auf im Schnitt 3.000 Verkehrstote pro Jahr.

Sendung: Antenne Brandenburg, 25.02.2021, 14 Uhr

14 Kommentare

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  1. 13.

    Wer nicht lebensmüde ist, der pocht nich darauf gleichzeitig neben einem LKW loszufahten, über den Totenwinckel durfte inzwischen jeder bescheid wissen.
    Sowieso, Radfahrer sind eine Spezies für sich.

  2. 12.

    Interessanter Gedanke. Aber wieseo ballert in Ihrem Beispiel der Freie-Fahrt-für-frei-Bürger-Typ nun ausgerechnet durch Dessau? Es ging doch um die statistisch abweichenden Werte in B und BRB(= Land) und nicht ums Nachbarland Sachsen-Anhalt, oder hab ich da was übersehen?

  3. 11.

    Kein Wunder bei dem Fahrstil in Berlin.

  4. 10.

    Kann es sein, dass durch die Coronapandemie der Verkehr innerhalb Berlins zugenommen hat? Mehr Leute von den Öffis auf individuelle Verkehrsmittel umgestiegen sind? Während sich im Deutschlandtrend wahrscheinlich auch die geringere Benutzung der Autobahnen ausgewirkt hat.

  5. 9.

    "wenn ein LKW abbiegt und mich nicht sieht, dann gebe ich auch mal nach und fahre nicht blind weiter."
    Diese ewige Mähr dient nur der Schuldumkehr und ist widerlich. Keinem Autofahrer wird vorgeworfen bei grün zu fahren, aber Fahrradfahrer und Fußgänger sollen immer schön warten bis kein Auto mehr in der Nähe ist, das sie vielleicht übersehen könnte? Dann kommen sie eher in Rente als auf die andere Straßenseite

  6. 8.

    Und wie wärs mit einem Verbot von Menschen innerhalb des S-Bahn-Rings?
    Dann wäre die Unfallquote gleich Null!

    Oder erstmal mit stärkeren direkten Kontrollen bei ALLEN - also auch Radfahrenden - die kann man nämlich wegen fehlender Kennzeichen nicht so gut nachverfolgen wie Kraftfahrzeuge ...

  7. 7.

    Ein Phänomen finde ich immer wieder zum kringeln. In DE ballert der gemeine "Freie-Fahrt-für-freie-Bürger-Hansel" mit seinem Schlitten, egal ob groß oder klein, zwei oder vier Räder, über die Piste, als gäbe es kein Morgen. Kaum ist man z.B. in Dänemark, Frankreich, Ösiland, bei den Eidgenossen etc. wird der Anker geworfen und der Pistenproll ist handzahm. Er parkt sogar selten verkehrt. Auch die Pedalritter wissen plötzlich, das sich unter dem Helm noch irgendwo Hirn befindet. Die Anhänger der Podologie wissen auch bei völliger Farbblindheit das Rot oben auf auf den bunten Lampen ist. Da wird auch mal auf die hier heissgeliebte Vorfahrt verzichtet um Omi rüberzulassen. Leute - kann mir das mal jemand erklären. Der durchaus angemessene fremdländische Staatsobolus bei Fehltritten kanns nicht allein sein. Wenn ja ... ich hätte da einen Vorschlag.

  8. 6.

    War heute von Werneuchen Richtung Eberswalde unterwegs. Bei Tempo100 wird aufgefahren, in Talsenken ohne Sicht überholt wie doof.. was soll man dazu noch sagen. Sehr beängstigend und kriminelle Fahrweise. Fahrradfahrer unterwegs, werden geschnitten, Es war gruselig. Es scheint, als wären Sekunden, die eingespart werden, lebenswichtig. Ohne Hirn und Verstand. Kann es leider nicht anders ausdrücken.

  9. 5.

    Komisch, Verschlechterung gegen den Bundestrend? Wer macht denn hier in Berlin die Politik? Ach richtig RRG! Autofeindliche Plitik allein scheint ja nicht das richtige Rezept zu sein, sonst müssten wir ja im Gegenteil besser dastehen als die autofreundlicheren Bundesländer, oder wie ist das sonst zu erklären?

  10. 4.

    Wie wäre es, wenn die Leute wieder die Augen auf machen bevor sie über die Straße gehen. Vielleicht auch die 3m zur Ampel laufen. Durch die ganzen Langsamfahrstellen denken die Leute es wäre nicht mehr so gefährlich und sie müssten nicht mehr nach links und rechts gucken bevor sie die Fahrbahn betreten. Auch die Radfahrer sind weitgehend der Auffassung sie müssten sich nicht umdrehen und auf irgendetwas achten, wenn sie die Fahrspur wechseln. Sie setzen einfach voraus, dass das andere für sie tun.
    Daher bin ich für Tempo 70, damit die anderen Verkehrsteilnehmer endlich wieder auf den Verkehr achten an dem sie Teil nehmen.

  11. 3.

    Wie wärs damit Tempo 50 in Ortschaften ganz zu verbieten und in Anliegerstraßen Tempo 10 einführen und dann auch mal kontrollieren und Strafen verhängen.

  12. 2.

    Das hängt aber auch mit der Starsinnigkeit der Fahrzeuglenker und Radler, die nur eines kennen ich ich ich. Gegenseitige Rücksichtnahme gibt es nicht mehr und wenn ein LKW abbiegt und mich nicht sieht, dann gebe ich auch mal nach und fahre nicht blind weiter.

  13. 1.

    War das nicht vor kurzem schon mal Thema?
    https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2021/02/brandenburg-berlin-verkehrsunfaelle-bilanz-2020.html

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