Statistik für 2020 - Polizeiautos in Berlin an 1.216 Unfällen beteiligt

Symbolbild/Archiv - Ein verunglückter Einsatzwagen der Polizei steht am 03.10.2020 an einer Hauswand an der Potsdamer Straße in Berlin. (Bild: dpa/Paul Zinken)
Bild: dpa/Paul Zinken

Streifenwagen und andere Autos der Berliner Polizei sind im vergangenen Jahr an 1.216 Verkehrsunfällen beteiligt gewesen. Die weitaus meisten Unfälle von Polizeiautos endeten nur mit Sachschäden, wie aus einer Antwort des Senats auf eine Grünen-Anfrage hervorgeht. Bei 49 Unfällen wurden Menschen leicht verletzt, zwölf Mal gab es Schwerverletzte, zwei Fußgänger wurden getötet.

Die Zahlen in früheren Jahren bewegten sich in einer ähnlichen Größenordnung. 2019 waren den Angaben zufolge bei weit mehr als der Hälfte der Unfälle die Polizeiwagenbesatzungen die Verursacher.

Insgesamt absolvierten Polizeifahrzeuge damals rund 760.000 Einsätze, davon rund 160.000 mit Blaulicht und Sirene. Die häufigsten Unfallursachen waren zu dichtes Auffahren auf das vordere Fahrzeug und fehlende Aufmerksamkeit beim Rückwärtsfahren.

Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle in Berlin lag im Jahr 2019 bei etwa 147.000. Für 2020 liegen noch keine Daten vor, Zwischenergebnisse lassen jedoch den Schluss zu, dass diese Zahl wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie deutlich gesunken ist.

Sendung: Fritz, 08.02.2021, 13.40 Uhr

12 Kommentare

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  1. 12.

    Hier sollte mal festgestellt werden , bei wie vielen von den 137 Unfällen wieder mal Alkohol im Spiel war . Da wird ja seitens der Polizei gerne mal was "verschleiert ".

  2. 11.

    Na dann sind ja 137 Unfälle nicht so schlimm. Und die Sirene ist laut genug, da sollte man schon schnell beiseite gesprungen sein - ansonsten Pech. Ich denke nur an Den Unfall Tunnel am Alexanderplatz - wenn das mal nicht irre war.

  3. 9.

    Mit Statistiken ist das ja immer so eine Sache:
    So gelesen sagen die Zahlen nichts aus.
    Wie ist der Vergleich zu anderen Berufskraftfahrern? Feuerwehr, Paketdienstleistern und BVG.
    bzw dem gesamten Verkehr?
    An alle Schlaumeier, die hier der Meinung sind, unter Blaulicht leben Uniformierte ihren Geschwindigkeitsrausch durch: Schon mal beobachtet, dass viele Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger Blaulicht und Sirene ignorieren, an Ampeln etwa stehen bleiben oder vor einem Polizeifahrzeug überholen etc.
    Mal abgesehen von den hier oft berichteten Fluchtfahrten von hochmotorisierten Fahrzeugen, die gern gegen Einsatzfahrzeuge fahren.
    Und wo gehobelt wird, fallen Späne. Wenn man nur von und zur Arbeit im Stau steht, wird die Unfallstatistik wahrscheinlich nicht groß verändert.
    Hämische Kommentare ohne Hintergrundwissen sind unangebracht.
    Auch Sie wollen im Notfall schnelle Hilfe.

  4. 8.

    Und weil Sie Gedanken lesen können, wissen Sie das auch? Wir pauschalisieren also alle Fahrer eines Polizei-, Feuerwehrautos und Krankenwagen, BVG Verkehrsmeister und Entstörungsdienst der Gasag?

  5. 7.

    Die Niederbarnimstraße ist ca. 350m lang. Ich frage mich wie die Streifenwagen es schaffen sollen mit "Höchstgeschwindigkeit" dort lang zu fahren. Wir sprechen hier immerhin von Opel Zafira und VW Touran. Wie Sie richtig schreiben, haben Sie lediglich das Gefühl.

  6. 6.

    2019 gab es 160.000 Fahrten mit Blaulicht und Sirene, dabei kam es 137 Mal zu Verkehrsunfällen. Der Großteil der Unfälle passiert also offensichtlich nicht, wenn sie "fahren wie die Irren".

  7. 5.

    Schuld waren bestimmt die Anderen. Strafe ist wohl nicht zu erwarten. Wenn sie mit Blaulicht fahren, gibt es kein Halten, fahren wie die Irren.

  8. 4.

    leider denke viele das nen blaulicht ein freifahrtsschein ist ....

  9. 3.

    Die Berliner Polizei is knorke! Dürfen auch mal 'n Unfall bauen. Die meisten werden ja eh im Einsatz passieren, da kommt schon mal was zusammen..

  10. 2.

    Sehe sehr oft Polizeiwagen mit Höchstgeschwindigkeit, auch in 30er-Zonen, mit großem Getöse durchjagen (Niederbarnimstr. Friedrichshain) Ich habe das Gefühl, dass da auch ein Adrenlinrausch ausgelebt wird. Bis dann mal wieder jemand umgefahren wird, der es nicht schnell genug auf die andere Straßenseite geschafft hat.

  11. 1.

    Statt Rentner, lieber die Polizisten regelmäßig zur Führerscheinnachprüfung ;)

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