Teilnehmer eines Prozesses gegen einen 30-Jährigen wegen einer Serie von Vergewaltigungen stehen am 17.02.2021 im Saal 500 des Landgerichts (Bild: dpa/Jörg Carstensen)
Video: Abendschau | 17.02.2021 | Norbert Siegmund | Bild: dpa/Jörg Carstensen

Prozessbeginn am Landgericht - Angeklagter gesteht Serie von Vergewaltigungen

Eine Reihe von Vergewaltigungen hatte im vergangenen Sommer im Großraum Berlin Entsetzen ausgelöst. Am Mittwoch nun begann der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter. Der 30-Jährige räumte die Taten ein.

Im Prozess um eine Serie von Vergewaltigungen junger Frauen in Berlin und Brandenburg hat der Angeklagte die Taten pauschal gestanden. Der 30-Jährige ließ am Mittwoch über seinen Verteidiger erklären, er räume die Taten ein und bereue sie aufrichtig.

Die Verhandlung am Landgericht dauerte nur etwa eine halbe Stunde, Zeugen waren zunächst nicht geladen. Dem Angeklagten werden sechs Vergewaltigungen, eine versuchte Vergewaltigung sowie Körperverletzung und versuchte räuberische Erpressung vorgeworfen.

Opfer zwischen 14 und 27 Jahre alt

Laut Anklage soll der mutmaßliche Täter im Sommer 2020 sieben junge Frauen im Alter zwischen 14 und 27 Jahren meist auf entlegenen Wegen überfallen haben. Zu sechs Taten soll es im Juni und Juli südlich des Wannsees in Berlin und Brandenburg gekommen sein, zur siebten in Bernau. Der mutmaßliche Täter soll die Frauen von hinten gepackt, gewürgt, einige auch mit einem Messer bedroht haben. Er habe sie in entlegenere Gebiete gezerrt und vergewaltigt.

Gesuchter kurz nach der letzten Tat gefasst

Meldungen zu gewalttätigen Übergriffen auf Frauen überwiegend im Berliner Südwesten hatten im vergangenen Sommer große Verunsicherung und Besorgnis ausgelöst. Die Polizei führte teils aufwendige Suchaktionen mit Hubschrauber, Drohne und Hunden durch. Ermittler gingen zudem mit Aufnahmen des Gesuchten von einem Bahnsteig an die Öffentlichkeit, mit denen der Tatverdächtige identifiziert wurde. Der 30-Jährige wurde mehrere Stunden nach der letzten Tat am Abend des 14. Juli 2020 in Berlin-Zehlendorf verhaftet. Seitdem befindet er sich in Untersuchungshaft.

Der Prozess wird von einer Jugendkammer des Landgerichts geführt. Damit solle vor allem ein minderjähriges Opfer geschützt werden, hieß es. Der Angeklagte werde nach Erwachsenenstrafrecht behandelt. Für den Prozess sind Verhandlungstage bis Mitte Mai festgelegt worden.

Sendung: rbb88,8, 17.02.21, 6 Uhr

Die Kommentarfunktion wurde am 17.02.2021, 18:17 Uhr geschlossen

Die Kommentare dienen zum Austausch der Nutzerinnen und Nutzer und der Redaktion über die berichteten Themen. Wir schließen die Kommentarfunktion unter anderem, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt.

5 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 4.

    Kleiner Hinweis an die Bildredaktion.
    Der Fall wird am Kriminalgericht Moabit verhandelt und nicht am zivilen Amtsgericht Mitte (Bild) :-)

  2. 3.

    So ein Kommentar nutzt niemanden , außer autoritären Parteien. Die Bewertung der Straftaten und die Höhe der Strafe sollte man den Profis überlassen. Gut das der Täter gestanden hat und den Opfern die Aussage erspart wird.

  3. 2.

    Das mit dem aufrichtig bereuen kann ich nicht glauben.
    Aber solche Taten kann ein normaler Mensch, zumal als Frau sowieso nicht nachvollziehen. Für mich ist das krank und dieser Mann muss behandelt werden.

  4. 1.

    Bitte eine sehr hohe Strafe, die Opfer werden ein Leben lang damit zutun haben und kein normales Leben mehr führen können aber wie man die Gerichte kennt, würd nicht viel bei rauskommen. Schade...

Nächster Artikel

Das könnte Sie auch interessieren