Polizeifahrzeuge stehen nachts im Volkspark Hasenheide. Quelle: dpa/Christoph Soeder
Bild: dpa/Christoph Soeder

Berlin-Neukölln - Drei Verdächtige nach Tötung eines Jugendlichen in der Hasenheide festgenommen

Die Berliner Polizei und die Staatsanwaltschaft haben nach dem gewaltsamen Tod eines 17-Jährigen im Volkspark Hasenheide zwei junge Männer und eine Frau festgenommen. Die beiden Männer Anfang 20 waren bereits zuvor als Gewalttäter aufgefallen.

Nach dem Tod eines 17-Jährigen nach einer Attacke im Volkspark Hasenheide in Berlin-Neukölln sind drei Tatverdächtige festgenommen worden. Zwei 24-Jährigen werde vorgeworfen, den Jugendlichen am 23. Januar niedergeschlagen zu haben, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Die Männer seien als Gewalttäter bekannt.

Vor dem Angriff soll der 17-Jährige von einem 21-Jährigen und einer gleichaltrigen Frau zum Tatort gelockt worden sein. Beiden werfen die Ermittler vor, als Auftraggeber fungiert zu haben. Haftbefehl sei gegen die drei Männer wegen gemeinschaftlichen Mordes und gefährlicher Körperverletzung erlassen worden. In welchem Umfang die Frau tatsächlich an der Tat beteiligt war, werde noch geprüft.

Ein Passant hatte den 17-Jährigen an dem Abend nach dem Vorfall mit blutenden Gesichtsverletzungen in der Hasenheide gefunden. Alarmierte Rettungskräfte brachten den Verletzten mit einer Schädel- und Nasenbeinfraktur und mehreren Blutergüssen in eine Klinik. Der Jugendliche starb wenige Tage später in der Nacht zum 1. Februar.

Wenige Tage später wird ein 16-Jähriger schwer verletzt

Anfang Februar kam es in der Neuköllner Parkanlage dann erneut zu einer Gewalttat. Dabei wurde ein 16 Jahre alter Jugendlicher von mehreren Angreifern überfallen und schwer verletzt. Wie die Polizei mitteilte soll das Opfer hinterher angegeben haben, dass bei der Attacke auch Schüsse gefallen waren. Die Polizei ging nach eigenen Angaben davon aus, dass die Schüsse, von denen das Opfer berichtete, von einer Schreckschusswaffe abgegeben wurden.

Offenbar ging der Verletzung des 16-Jährigen eine Schlägerei im Bereich der Wissmannstraße voraus. Mehrere Anrufer hatten der Polizei per Notruf darüber berichtet. Die alarmierten Polizisten suchten die Gegend ab und stießen am Columbiadamm auf den verletzten 16-Jährigen, der sich durch die Grünanlagen dorthin gerettet hatte. Er gab an, von einer größeren Gruppe mit Schlägen und Tritten malträtiert worden zu sein - selbst als er bereits am Boden lag.

Sendung: Inforadio, 24.02.2021, 19 Uhr

8 Kommentare

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  1. 8.

    Zwei Männer haben die Gewalttat ausgeführt. Ein weiterer Mann und eine Frau sollen die Tat beauftragt und dafür das spätere Opfer zum Tatort gelockt haben. Im Sinne der Gerechtigkeit hätte ich hier vier Haftbefehle erwartet, nicht nur gegen die Männer sondern auch die beteiligte Frau. Es ist erschreckend, wie verroht Menschen heute immer wieder agieren, nicht selten aus bloßen Nichtigkeiten heraus.

  2. 7.

    steht nicht wirklich im Text..bitte genau lesen...es wird geschrieben 2 Männer und eine Frau und dann etwas weiter dass gegen die 3 Männer Haftbefehl erlassen wurde...

  3. 6.

    Wenn Otto-Normalbürger Drogen nimmt, was immer wieder mal vorkommt, dann kann er durchaus auch solche Taten verüben. Menschen können durch Drogenkonsum zu emotionslosen Psychopaten werden. Man sieht es ihnen auf den ersten Blick noch nicht einmal an.

  4. 5.

    OTTO-Normalbürger war daran ganz sicher nicht beteiligt. Das waren brutale Gewalttäter!

  5. 4.

    Zwei 24-jährige, ein 21-jähriger und eine Frau!

    Steht doch alles im Text!

  6. 3.

    Wie viele Tatbeteiligte gab es? Zwei Männer und eine Frau, es wurden aber drei Männer festgenommen.

  7. 2.

    Sozialisiert?? Das ist ein Spiegel der Gesellschaft. Die 3 fühlten sich sehr sozial, untereinander. Dann ein Feindbild für alle erschaffen und mit diesem Gefühl dann aktiv werden. So tickt der Mensch. JEDER hat so etwas auch schon mal an sich selber gefühlt. Beim Mobbing, Protestieren oder auch nur beim Sport.

  8. 1.

    Bei solchen Meldungen wird mir immer übel. Wahrscheinlich war der Streitanlass für Otto-NormalbürgerIn völlig nichtig. Dann auch noch die Heimtücke bei der Tat. Wie sind diese Menschen bloß sozialisiert worden?

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