Wetter in Berlin und Brandenburg - S-Bahnverkehr weiter durch Schnee und Eis behindert

Eine S-Bahn fährt bei Schneetreiben in den Bahnhof ein. (Quelle: dpa/Soeren Stache)
Bild: dpa/Soeren Stache

Die eisige Kälte beeinträchtigt weiterhin den S-Bahnverkehr in der Hauptstadtregion. Es kommt zu Verspätungen und Zugausfällen. In der Nacht zum Donnerstag soll es erneut extrem kalt werden.

Nach dem starken Wintereinbruch ist der S-Bahnverkehr in und um Berlin weiterhin gestört. "Witterungsbedingt kommt es durch Störungen an der Infrastruktur und Fahrzeugstörungen zu Verspätungen und Ausfällen im S-Bahn-Netz", hieß es am Mittwoch auf Twitter.

Unter anderem verkehrt die Linie S85 nicht, die S8 nur zwischen Ostkreuz und Birkenwerder. Die Ringbahnen können von Fahrgästen nur im Zehn-Minuten-Takt benutzt werden.

Verkehrswacht: Auf Auto und Rad verzichten

Die Verkehrswacht Brandenburg rief zu besonderer Vorsicht auf den Straßen auf. "Jeder sollte bei diesem Wetter Verantwortung gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern zeigen und rücksichtsvoll fahren", sagte Präsident Jörg Vogelsänger. Wenn möglich, sollten Auto und Rad stehengelassen werden.

Die Straßenräumung habe in den vergangenen Tagen viel Arbeit geleistet und bereits Menschenleben gerettet, so Vogelsänger. Stück für Stück würden die Wege jetzt freier, wenn große Neuschneemengen wie angekündigt erst einmal ausblieben.

Der Deutsche Wetterdienst warnte für die Nacht zu Donnerstag vor strengem Frost, in der östlichen Mitte Deutschland würden Temperaturen von minus 10 bis minus 15 Grad erwartet.

A2: "Größter Parkplatz der Republik"

Die bundesweit tiefste Temperatur wurde in der Nacht zum Mittwoch in Olbersleben in Thüringen mit minus 26 Grad gemessen. Von einem Thüringer Kälterekord war das aber noch etwas entfernt. Dieser soll laut DWD am 2. Februar 1830 in Jena mit minus 30,6 Grad registriert worden sein.

Etwas beruhigt hat sich die Lage auf der Autobahn 2. Nach Angaben der Polizei vom Mittwochmorgen rollt der Verkehr im Raum Bielefeld wieder. Zwischen dem Kreuz Wolfsburg und Peine in Niedersachsen allerdings wurde der Hauptfahrstreifen Richtung Dortmund gesperrt, weil dort Lkw-Fahrer parkten und schliefen. "Wir haben den größten Parkplatz der Republik", sagte ein Sprecher der Autobahnpolizei Braunschweig.

Sendung: Inforadio, 10.02.2021, 08:00 Uhr

23 Kommentare

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  1. 23.

    Quietschvergnügt durch alle Kurven...

  2. 22.

    Das ist wahr. Die eine Hälfte der Türstörungen dürfte auf mangelnde Wartung zurückgehen - Motto: Wahrnehmung erst dann, wenn etwas defekt geworden ist -, die andere Hälfte infolge von Gewalt seitens Fahrgästen. Denn es ist Gewalt, einen Mechanismus, der auf Schließen ausgerichtet ist, in das Gegenteil zu verkehren.

    Bei schwergängigeren Türen hat sich das niemand erlaubt. Bei den leichteren Türen von heute ist das bei jeder Tür bestimmt dutzende Mal am Tag der Fall.

  3. 21.

    Ich habe Ihren Beitrag gelesen. Dann dürfte es ja in der warmen Jahreszeit keine Probleme mit der Bahn geben.

  4. 20.

    "Die Zentralstellwerke sind ein großer Fehler gewesen, lieber Fachpersonal vor Ort als weit weg. Aber sparen kann richtig wehtun, siehe Corona."

    Eigentlich ist das ja auch logisch. Bei einer überbordend hohen Zentralisierung hat dann eine Störung auch gleich Auswirkungen bis ins Ultimo. So einleuchtend diese Logik in den 1980ern noch war, so wurde sie dem Kosteneinsparungsdenken ab der Jahrtausendwende schlichtweg geopfert. Wo vorher "dezentral" und "vor Ort" noch die gängige Maxime allerorten war, wird seither Zentralisierungstendenzen Vorschub geleistet, besagter vermeintlicher Kosteneinsparung wegen, doch auch im Sinne eines schlichten Denkmodells, ein Betrieb wie aus einem Guss zu haben, der in diesem Sinne pur nach Größe strebt.

    Zurückhaltend ließe sich das unter Eigendynamik fassen, zugespitzt als rauschhaftes Verhalten bezeichnen.

  5. 19.

    Bei der S-Bahn gab es schon immer im Winter Störungen. Egal ob nach der Wende oder zu DDR Zeiten.
    Ich bin Jahrzehnte mit der S-Bahn zur Arbeit gefahren.

  6. 18.

    Dann sollten Sie mal mein Kommentar weiter unten lesen, dann wissen Sie, was das mit Winter zu tun hat. Durch die mangelnde Disziplin der Leite und dadurch geschehene (und durch die B-Presse aufgebauschte) Unfälle mussten die Altbauzüge verschlimmbessert werden. Und dadurch bleiben die Türen bei Schnee stecken.

  7. 17.

    Früher gab es im Winter nur wenige Störungen, die auch kurzfristig behoben wurden. Heute bei Digitalisierung und vielen DB Gesellschaften dauert es eben länger. Wie soll das erst werden, wenn noch andere Mitbewerber am Markt sind ?

  8. 16.

    Hallo Tom, ich weiß ja, das Sie S-Bahnfahrer sind. Doch Sie müssen auch mich als Kunden verstehen, wenn in jedem Jahr immer das gleiche im Winter passiert; da hört dann irgendwann das Verständnis auf. Und das es irgendwelche Idioten gibt, die die Türen blockieren ist ein anderes Thema und hat ja nicht unbedingt mit dem Winter zu tun. Ich wünsche Ihnen allzeit gute Fahrt.

  9. 15.

    Früher sind unsere alten Züge ( Holzklasse ) bin 27 Jahre Lokführer bei der S-Bahn gewesen, auch im Winter gefahren. Gut auch wenn mal die Heizung im Zug nicht die beste gewesen ist, aber gefahren sind wir fast immer. Die Kollegen im Stellwerk haben immer versucht die Weichen betriebsbereit zu halten, mit unseren alten Schotterschaukeln sind wir in der Nacht durchgefahren und haben versucht die Gleise und Weichen frei zu fahren. Die Zentralstellwerke sind ein großer Fehler gewesen, lieber Fachpersonal vor Ort als weit weg. Aber sparen kann richtig wehtun, siehe Corona.

  10. 14.

    Sehr geehrter Tom,
    ich sehe es ja tagtäglich wie einige "Fahrgäste" mit Gewalt die Türen offenhalten damit noch einige dazusteigen können. Da kann es passieren, daß einige Türen nicht mehr schließen.
    Mit freundl. Grüßen

  11. 13.

    @Dirk: Danke für Ihren Kommentar. Diese ewige „Hau-drauf-Mentalität“ einiger Kommentatoren hier, oft mit laienhafter Fach(un)kenntnis ist oder war immer schon ein Grund zum Weiterscrollen.

  12. 12.

    Das wir in einer Corona Pandemie stecken und auf dem Bahnsteig die Ansage mit Abstand halten zu hören ist ist das nur noch Hohn.

  13. 11.

    So schön die sonne heute ist an sehr vielen Stellen hat sie leider den Schnee an- oder aufgetaut, der anschließend wieder gefrieren und spiegelglattes Eis bilden wird! Das dürfte für Fußgänger und Autofahrer in den nächsten Tagen die größte Gefahr darstellen.

  14. 9.

    Bitte mal die richtigen kritisieren: Weichenstörungen liegen nicht an der S Bahn, sondern an DB Netz. Da wurden, nach dem Motto, so kalt wird es ja nicht mehr, offensichtlich Weichen mit zu schwachen Heizungen eingebaut oder ganz ohne, so nach dem Motto, die werden 6x in der Stunde gestellt. Ja, bloß nicht nachts in der Betriebspause.
    Und die Türprobleme haben wir letztendlich der Tatsache zu verdanken, das auch die Altbaufahrzeuge mit allem möglichen Sicherheitskram nachgerüstet werden mussten. Und, noch viel schlimmer, es musste die Schließkraft auf Schönwetterwerte reduziert werden. Wieso? Weil sogenannte Fahrgäste den Warnruf Zurückbleiben mehr so sanfte Empfehlung sahen und dann mit den blauen Flecken (mehr gab es da vorher auch nicht) zum Anwalt, und der wieder zum Eisenbahnbundesamt gerannt sind.
    So hat man aus einwandfrei funktionierenden Türen eine anfällige Konstruktion gemacht.

  15. 8.

    Man sieht wieder einmal, dass bei der S-Bahn praktisch schon alles kaputt gespart wurde, was nur geht. Und demnächst soll es ein privates Unternehmen NOCH billiger machen und gleichzeitig Gewinne für irgendwelche Investoren generieren... Die Logik soll mal jemand verstehen.

  16. 7.

    Mit dem Auto kann (fehlende Parkplätze) und soll (Umweltverschmutzung) ich mich nicht mehr in Berlin bewegen. Wie im Artikel steht funktioniert ein Teil des OPNV in den Wintermonaten nicht. Dafür kann ich ja vielleicht die neuen PoPUp Radwege benutzen. Geniale Verkehrspolitik. Ein weiteres touristisches Highlight für Berlin und weltweit einzigartig.

  17. 5.

    Also wie immer in Berlin, Wenn's kalt wird. Ist doch nichts neues....

  18. 4.

    Ja, die S75.... ein Thema für sich!!! In Hohenschönhausen/Wartenberg lebt anscheinend niemand bzw. gab es dort in den letzten Tagen riesige Schneeberge, die die S-Bahn unter sich begraben hat!

    Habe mich bereits per mail beschwert, aber da bekommt man nur Ausflüchte als Antworten!

  19. 3.

    Berlin bekommt ja bald eine neue S-Bahn und Verkehrsunternehmen die dann alles besser und und viel günstiger machen. Wer billig bestellt kann keinen Luxus verlangen. Durch Frau Günther wird schon alles besser.

  20. 2.

    Berlin, Deutschland hat nur Schönwettertechnik? Solche Meldungen habe ich noch nicht von Warschau, Sankt Petersburg, oder Moskau gelesen. Einfach nur traurig! Selbst in New York gibt es nicht so ein Drama, wenn dort die Temperaturen unter Null gehen und es eine Flocke Schnee gibt, einfach nur traurig.

  21. 1.

    Das Wunder mich bei der SBAHN nicht daran ist man ja schon gewöhnt. Soviel zur Wintervorbereitung bei der S Bahn. Achso nächtes mal schreibt doch welche Bahn pünktlich fährt und ohne Ausfall ihr habt auch die Linie 75 vergessen fährt die pünktlich oder gar nicht.

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