Berlin-Friedrichshain - Einstiges DDR-Prestigeobjekt SEZ feiert 40. Geburtstag

Sa 20.03.21 | 08:39 Uhr | Von Nico Hecht
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Der ehemalige Haupteingang ist vernagelt. Quelle: Nico Hecht/rbb
Audio: Inforadio | 20.03.2021 | Nico Hecht | Bild: Nico Hecht/rbb

Vielen Besuchern ist das SEZ noch als einmalige Konstruktion in Erinnerung. Doch nun verfällt der ehemalige DDR-Vorzeigebau von innen. Und die Zukunft des Sport- und Erholungszentrums bleibt eine juristische Hängepartie. Von Nico Hecht

Manche Passanten an der Landsberger Allee in Berlin-Friedrichshain wissen gar nicht, dass im SEZ immer noch Sport getrieben wird. Es sieht von außen auch kaum so aus: Ein hunderte Meter langer Holzbauzaun verstellt die Fassade. Darüber verdecken Plastikplanen die Fenster. Werbebanner verstecken die bröckelnden Wände. Der Haupteingang mit der auslandenden Treppe dafür ist längst vernagelt. Hinein geht es nur noch um die Ecke, durch einen unscheinbaren Nebeneingang in der Danziger Straße.

Hausmeister Henry Trautmann steht am Sprungturm. Quelle: Nico Hecht/rbb
| Bild: Nico Hecht/rbb

In der DDR ein einzigartiges Vergnügungszentrum

In den 1980er Jahren war das SEZ ein imposanter Hingucker. Eine riesige, damals hochmoderne, Glasfassade mit ähnlichen bronze-glänzenden Fenstern wie der Palast der Republik, gebaut von einem schwedischen Architektenteam. Am 20. März 1981 eröffnete Staatschef Erich Honecker persönlich das Prestigeobjekt. Es gab auf dem fünf Hektar großen Areal gleich mehrere Lokale und Sportunterhaltung von Aerobic, über Schwimmen bis zur Schlittschuhbahn, in der Größe sogar weltweit einzigartig.

"Das SEZ war anders als das meiste, das in der DDR gebaut wurde", erinnert sich Anja Bremen, die damals gleich um die Ecke wohnte. Bei nur 50 Pfennig Eintritt hat sie hier in einigen Teenagerjahren fast täglich ihre Freundesclique getroffen, erzählt sie. "Immer mit irgendwas an den Füßen: im Sommer Rollschuhe, im Winter Schlittschuhe." Hier hätten sie sich getroffen, um zu sehen und gesehen werden. "Das war aufregend. Ich war verliebt in einen jungen Mann, der auf dem Eis mit sehr großem Können, aber auch sehr großer Rücksichtslosigkeit auf Eisschnelllaufschuhen seine Runden zog", sagt Anja und schlägt sich bei der Erinnerung lachend auf die Knie.

Das bekannteste Wellenbad der DDR

Das SEZ war Magnet für Besucher aus der dem ganzen Land. Viele kamen extra für das Wellenbad nach Berlin. "Dafür steht ja auch das SEZ", meint Wieland Marquard aus Berlin- Hellersdorf. "Aber auch für uns Hauptstädter war das immer eine tolle Attraktion. Mein Vater hat mich und meine Kumpels ins Auto geladen und dann war das eine riesen Gaudi immer im SEZ." Bis heute erzählt Hausmeister Henry Trautmann, würden ihm immer wieder Besucher berichten, wie toll das damals alle fanden. Schließlich war es das bekannteste Wellenbad der DDR, und zuverlässiger als die Ostsee.

Seit der Wende nur noch Rumpfbetrieb

50 Pfennig kostete der Eintritt damals. Das ging nur mit Hilfe großer Zuschüsse aus der DDR-Staatskasse. Nach der Wende war das SEZ für den Berliner Senat als neuen Eigentümer viel zu teuer. Nach und nach schlossen die Sportstätten. Aber selbst ohne Betrieb verursachte der riesige Bau Erhaltungskosten von 400.000 Euro jährlich.

Also verkaufte der Senat 2003 das Sport- und Erholungszentrum an den Leipziger Unternehmer Rainer Löhnitz, für einen symbolischen Euro. Der versprach damals den Berlinern weiterhin ein Sport- und Vergnügungspark, wie es ihn so City-nah nicht wieder geben würde. Aber Löhnitz ließ den Schwimmbecken das Wasser ab. Anders sei das wirtschaftlich gar nicht zu stemmen gewesen, sagt heute Hausmeister Trautmann. Im Wellenbad stehen nun Fitnessgeräte. Unterm Sprungturm kann Fußball gespielt werden.
Vom Badebetrieb ist kaum mehr als eine Sauna mit Außenpool im Garten geblieben. Das sei beliebt bei Partyveranstaltern, verrät Trautmann. Zuletzt hätte hier ein Musikfernsehsender gefeiert.

In den Schwimmbecken wird jetzt Fußball gespielt, im Wellenbad Federball. Quelle: Nico Hecht/rbb
Bild: Nico Hecht/rbb

Juristischer Streit um die weitere Nutzung

Beim Senat aber sieht man sich von Löhnitz getäuscht. Der Unternehmer wäre verpflichtet, im SEZ weiter Schwimmhallenbetrieb anzubieten. Deswegen hat der Senat 2018 geklagt, fordert die Rückgabe des gesamten Areals. Die damalige Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke) wollte mehr als Sport am SEZ. "Sport- und Freizeitunterhaltung verbunden mit Wohnen und Schule, das wünsche ich mir", sagte sie damals dem rbb-Fernsehen. Sogar der Bebauungsplan wurde dafür schon geändert: Der sieht vor, das SEZ abzureißen. Offensichtlich war man sich seiner Klagemöglichkeiten sehr sicher.

Doch es kam anders. Das Gericht wies die Rückforderung ab. Denn die Kaufverträge würden Löhnitz nicht verpflichten, hier weiter ein Schwimmbad anzubieten. Es hagelt harsche Kritik am Senat, der hier offenbar schlampig verhandelt hatte. Aber der Senat hat gegen das Urteil Berufung eingelegt, es muss neu verhandelt werden. Der Termin dafür wurde auf unbestimmte Zeit verschoben worden - coronabedingt. Damit ist die Zukunft des SEZ weiterhin eine juristische Hängepartie.


Vom DDR-Prestigeobjekt zur Bauruine

Beitrag von Nico Hecht

53 Kommentare

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  1. 53.

    Nix dagegen, wenn alle Funktionen wieder möglich sind und keine Verschlechterung eintritt. Also mindestens 1:1 wie 1981

  2. 52.

    Ich denke, es sollte mal einen Runden Tisch geben, wo Eigentümer, Stadtbezirk, Senat und vor allem die Bevölkerung, denn um die geht es hier, den Wiederaufbau, also die Wiederherstellung des SEZ wie 1981 diskutieren sollten. Aus meiner Sicht ist eine Kernsanierung vermutlich die preiswerteste Lösung, zumal das Objekt nun schon einmal da steht wo es steht. Und man sollte einen sinnvollen Instandhaltungsplan mit geeigneten Maßnahmen und notwendigen Mitteln vorsehen, so wie es z.B. Chemiebetriebe machen. Chlorhaltiges Wasser ist eben nun mal etwas anders als eine trockene Turnhalle. Ich denke, Berlin hat hier eine attraktive Stätte und sollte diese nicht zu vorschnell aufgeben, auch wenn sie, wie alle Tausende Bäder, subventioniert werden muss. Wichtig ist, dass an einem gemeinsamen Strang gezogen und nicht gegeneinander gearbeitet bzw. sich nur noch über Anwälte unterhalten wird.

  3. 51.

    Interviews von Passanten ergaben, dass die Berlinerinnen, Berliner und Gäste das SEZ in dem Umfang wiederhaben wollen, so wie es 1981 eröffnet wurde. Interessiert aber keinen.....

    STIMMT, warum auch?

    Jooh, die Berliner*innen wollen aber auch nur 50cent (so wie 1981 50Alu-Pfennig) Eintritt-Tageskarte dafür zahlen...oder?

    400.000 Euronen Unterhaltungskosten ohne Betrieb - ja gehts noch... und dann noch Moskauer Beton verbaut; (70% Mikrofone, 30% Zement)

    Also, abreißen den Schrabbel und einen modernen Neubau in Holzrahmenbauweise mit fast Nullenergie ( KfW 55 würde schon ausreichen) hinbauen.

  4. 50.

    Interviews von Passanten ergaben, dass die Berlinerinnen, Berliner und Gäste das SEZ in dem Umfang wiederhaben wollen, so wie es 1981 eröffnet wurde. Interessiert aber keinen.....

    Es gibt KEIN Schwimmbad, das sich selbst trägt. Die Stadt Berlin sollte sich was gönnen. Dem BER Flughafen schmeißt man schließlich auch das Geld hinterher - eimerweise. Also Kernsanierung.

    Schulen und Wohnungen kann man auch woanders bauen. Das SEZ ist bereits vorhanden. In Holland geht man anders mit Immobilien um. Hier jedoch: Wir bauen auf, wir reißen nieder, Arbeit gibt es immer wieder...

    Und wieso ist das SEZ "...ZU DEM ZEITPUNKT SEINER ERÖFFNUNG im Jahr 1981 ist das Sport- und Erholungszentrum (SEZ) an der Landsberger Allee in Berlin-Friedrichshain in seiner Vielseitigkeit weltweit einzigartig....", wieso nur zum Eröffnungszeitpunkt ? Zeigen Sie mir vergleichbare Objekte? Mit gleicher Ausstattung! Mit Kälte-Wärme-Kopplung Eisbahn/Schwimmbad!

    Renaissance des SEZ !!!

  5. 49.

    Für mich ein Skandal sondergleichens so ein Gebäude so runter kommen zu lassen. Hieran sieht man DIE UNFÄHIGKEIT UNSERES SENATS.

  6. 48.

    Pssssst nicht so laut ,sonst bringen sie die Politiker noch auf dumme Gedanken (LOL)

  7. 47.

    Ich als Alter Westberliner finde es sehr Schade was mit einigen Gebäuden der DDR Geschichte passiert. Wenn alles so schlecht wahr, frage ich mich immer warum so ein Staat solange überlebt hat. Man sollte mal die Fehler in der Politik suchen. Helmut Kohl und seine Zietochter Fr.Merkel........ die es zulässt ihre Heimat zu zerstören.

  8. 46.

    Zum Glück gabs da schon den €, sonst wäre es wohl eine DM gewesen. Das wäre dann wirklich übertrieben!

  9. 45.

    Auch der Fernsehturm war diesbezüglich mal im Gespräch. Da gab es nämlich einen "ehemaligen Eigentümer" vom Grund und Boden.
    Aber, der Fernsehturm gehörte vor der Wende der Post und ging dann ins Eigentum der Deutschen Telekom über. Die konnten und durften sich zum Glück durchsetzen. Sonst wäre er sicher weg, ist ja auch so ein "Schandfleck" und sicherlich durch und durch mit Asbest verseucht....und passt nicht ins architektonische Bild des Alexanderplatzes...oder weiß der Geier.....

  10. 44.

    O.k da haste recht Frank S. aber wird dadurch die Berliner Regierung besser ob RR oder RRG!? In Berlin
    wurde schon immer schlecht gewirtschaftet. Wohnungen, Strom, Wasser wurde verjubelt und jetzt teuer zurück gekauft. Die Stadt verfällt und das nicht nur im " Osten", sondern auch im "Westen". Leerstehende Wohnhäuser, marode Schulen etc.
    In den letzten Jahrzehnten haben sich alle Gruppierungen versucht.Besser war keiner.

  11. 43.

    So ist das nun mal im Kapitalismus, ist etwas defizitär, muss es abgewickelt werden.
    Es gab ja privates Interesse, das SEZ zu erwerben, aber es wurde schnell deutlich, dass Besucherzahlen, die nötig sind, den Unterhalt zu finanzieren UND noch Rendite abzuwerfen, nach der Wende nicht mehr zu erreichen waren. Es ist eben ein Unterschied, ob eine solche Einrichtung das spektakuläre Freizeitziel für potenziell 16 Mio. mutmaßlich begeisterte Bürger ist oder ob man mit 6 Mio. (Metropolregion) "unzuverlässigen" Konsumenten kalkulieren muss. ABER: Es wär' möglich gewesen! Davon bin ich überzeugt. Es hat einfach (hier wie da) der politische Wille gefehlt, das SEZ in Senatseigentum zu belassen und mit privatem Teilbetrieb als Berliner Freizeit- und Event-Leuchtturm zu entwickeln. Aber man wollte eben nicht! Man könnte das Schreien bekommen, wenn man ahnt, wie viele Hunderttausende Euros, statt diese am BER zu verbrennen, in die Erhaltung (u.a.) des SEZ hätten fließen können.

    D.M.

  12. 42.

    Mann kann nur hoffen das RGG nie nie wieder an die Macht kommt un diese Stadt noch mehr zu zerstören.

  13. 41.

    Ich vermisse das SEZ richtig. Als DDR-Kind war ich oft dort. Ich erinnere noch fast alles, vor allem das kalte Wasser im Draußen-Becken. Da war man konsequent.lol.

  14. 40.

    Offenbar war „DFB“ ein Tippfehler wie in ihrem Wort „Feiluftwellenanlagen“ auch. Es könnte der SFB gemeint gewesen sein. Warum zum Wellenbad und SEZ jetzt Objekte von vor dem 2. Weltkrieg herangezogen werden, ist unverständlich und hat mit dem SEZ null zu tun. Trotzdem stimme ich dem Leserbrief zu. Zu „Prestige“ gibts eben auch den Palast der Republik vs. ICC, das sündhaft teure Schloss etc. Wie sehr vieles im Leben Ansichtssache.

  15. 39.

    Das mit dem DFB stimmt. Gemeint war der ehemalige SFB. Die Häme ist dennoch nicht angegessen. Nach wie vor wird im rbb, wie auch bei diesem Artikel sichtbar, eben nur einseitig aus „Westberliner Perspektive“ berichtet. Und damit ein Teil der Berliner ausgeblendet. Das „Prestigeobjekt“ wurde übrigens von Einem schwedischen Architektenteam konzipiert, das in harter Währung bezahlt wurde. Auch dieser Fakt lässt sich sicherlich noch „einordnen“. Schönen Tag!

  16. 38.

    Geopfert für dieses blöde, öde SSE Olympiading ein paar 100m weiter, was sich sonst noch weniger rechnen würde als jetzt schon.
    Wer schwimmt sich schon gern mit 50 anderen sinnlos hin und her über den Haufen, wenn gleich daneben Wellenbad, Rutschen, Außenbecken (Sauna?) Eislaufbahn/Rollschu/Skater, Restauration, Sporthalle usw. ist. Und zwar das einzige weit und breit.
    Für mich das selbe wie beim Palast/ICC oder jetzt bei Sputnik V. Mich wundert, dass man den Fernsehturm noch nicht abgerissen hat.. kommt vielleicht noch.

  17. 37.

    Ich kenne das SEZ auch noch aus den goldenen Zeiten. Einige Male auf der Eisbahn als DJ, besser ;), gearbeitet. Auch eine große Silvesterparty in der Sporthalle durfte ich mitgestalten. Eine Schande, wie man dieses Objekt so herunterwirtschaften, besser ignorieren konnte! Selbst die Sporthalle und Bowlinganlage ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Danke Berlin!!

  18. 36.

    Was bin ich gerne als Teenie in den 80ern dort hingegangen .Schlittschuhlaufen und das Wellenbad ,unvergesslich !

  19. 35.

    Den heutigen RRG-Senat gibt es erst seit 4 Jahren. Für den jetzigen Zustand des SEZ können sie nur bedingt etwas. Zumindest fordern sie die Rückgabe des Areals. Außerdem hätte es damals mit Blick auf den Schuldenberg sicherlich einen Aufschrei gegeben, wenn man das SEZ nicht verkauft hätte (auch wenn der Preis von 1€ sicherlich übertrieben war)

  20. 34.

    Mal alle politischen Dinge beiseite-es war ein guter Ort für Sport und Spass dazu noch ein schönes Gebäude...die Stadtplaner heute machen sich sich für viel Geld nen Kopp um Sowas neu zu erfinden an Neubauten mit Mix in dieser Stadt...die meisten Bürger in der Umgebung würden sich freuen wenn es wieder so ein Ort für Freizeit Sport Kultur und Gastro werden würde und da nich wieder Abriss und Geschäftshaus mit Hotel und wenige teure Wohnungen hinkommt in Schachtelform

  21. 33.

    So ist es. Berlin eben.
    Allerdings wurde damals das SEZ geschlossen, weil es in Westberlin das Blub gab. Das SEZ war eine ungewünschte Konkurrenz. Es durfte einfach nicht überleben.
    Dass es dann für "nen Appel und nen Ei" auch noch an einen Sachsen verschenkt wurde, war für die Berliner ein doppelter Stich ins Herz.
    Die ganze Geschichte ist einfach nur zum heulen.
    Mal schauen, ob mein Kommentar vom RBB veröffentlicht wird, oder ob er wieder nicht passt.

  22. 32.

    Der ehemalige DFB sind wir leider noch nicht, aber fußballerisch macht uns sicher niemand was vor.

    Ja, es ist richtig, dass das SEZ nicht das einzige Wellenbad der DDR war - Sie haben recht. Zuvor bereits war in den Siebzigern am Warnemünder Hotel Neptun die Meerwasserschwimmhalle "Meeresbrandungsbad" mit Wellenanlage eröffnet worden, die auch für den Schulsport genutzt wurde. Und es gab auch mehrere Feiluftwellenanlagen, die zu großen Teilen bereits aus der Zeit vor dem zweiten Weltkrieg stammten.

  23. 31.

    ... das ist beim rbb als ehemaligen DFB leider so Usus und wird sich nie ändern. Das müssen wir so hinnehme. Ein zweites Wellenbad gab's in Warnemünde neben dem Broiler- Grill. Aber das können manche Schreiber mit anderer Vergangenheit nicht wissen.

  24. 29.

    Da stimme ich Ihnen zu. Habe es als Wessi nur einmal direkt nach der Wende gesehen und war begeistert. Ich finde es auch schade, wie viele Freizeiteinrichtungen nach der Wende nicht aufrechterhalten wurden, auch aus kulturhistorischen Gründen. Man sollte die Coronazeit nutzen, um für das SEZ ein Konzept, weitestgehend am Original zu erstellen, vielleicht mit Stiftungsgeld . Ein kostengünstiger Ort der Begegnung für die Jugend.
    Was das Schwimmen angeht, so heisst es doch, Berlin hätte zuwenig Bäder, da ist Substanz, die genutzt werden sollte.

  25. 28.

    Es ist so so schade.. Ich habe es als Kind/Teenager geliebt. Berlin hat für seine Kinder keine Augen und Ohren mehr. Für so einen Besuch muss man heutzutage umständlich nach Fürstenfeldbruck und Co. fahren. Total bescheuert, sorry aber die Schwimmhallen der Bäderbetriebe bieten keinen Spaßfaktor. Schade das dieses Spaßbad den DDR-Stempel hat, hätte es den BRD-Stempel, hätte es durchaus Bestand gehabt. Einfach nur traurig

  26. 27.

    Das SEZ-Gelände sollte enteignet und von der Stadt entwickelt werden!

  27. 26.

    Ein Wellenbad Gab es doch auch in Warnemünde, afair.

  28. 25.

    Die Konkurenz für das Britzer Spaßbad musste schließlich weg. Und hingeschaut, schwimmen ist keine Freizeitaktivität die den Berliner Politikern irgendwie notwendig erscheint. Wer so viele Bäder schließt, muß sich mit unsportlichen, unbeweglichen und ertrunkenen Bürgern abfinden.

  29. 24.

    Ein Fall für Disselkamp, Hegemann und die ClubCommission.
    Lost Places, different aereas und Platz für Raves und Exzesse.
    Schon brumm der Laden.

  30. 23.

    Wer feiert? Es ist traurig, mich packt jedes mal die blanke Wut wenn ich dort vorbei fahre.

  31. 22.

    "Nach der Wende war das SEZ für den Berliner Senat als neuen Eigentümer viel zu teuer. Nach und nach schlossen die Sportstätten. Aber selbst ohne Betrieb verursachte der riesige Bau Erhaltungskosten von 400.000 Euro jährlich."

    Stimmt, das Geld wurde für Wichtigeres gebraucht. Ein preiswerter Flughafen z.B., ca 1 Mio im Monat oder so...

  32. 21.

    Habe dort viele schöne Stunden in meiner Kindheit verbracht.
    Leider, ein gutes Beispiel, wie nach der Wende, vieles, was in der ddR Top war, zerstört wurde.

  33. 20.

    Auch in Friedenau kann man mit 3 Klicks sehen, dass der Berliner Senat seit 2002, also 1 Jahr vor dem Verkauf, nur RR war und nicht etwa RRG. Aber quer durch die Parteien, allen voran CDU und FDP, war man damals begeistert von der Idee des "Sparens bis es knirscht" und glaubte an private Investoren. Durchaus plausibel, denn wie träge die Berliner öffentliche Verwaltung oft ist, beweist sie täglich neu. - Das West-Berliner 'blub' jedenfalls war seit seiner Eröffnung 1985 bis zu seiner Schliessung 2005 privat geführt. Mitursächlich für die Schliessung war offenbar ein drastischer Besucherrückgang u.a. aufgrund angeblich mangelnder Hygiene. Das aber kann man nun wirklich keinem Senat in die Badelatschen schieben. - Ich hoffe jedenfalls, dass Berlin das SEZ-Areal zurück bekommt, die Idee des Abrisses verwirft und dort wieder Badebetrieb erfolgt. Sofern es genug Besucher* gibt.

  34. 18.

    Die Ost -Nostalgiker haben eben den Kalten Krieg verloren. Früher oder später kommt das Ding weg. In Potsdam wurden schon alle DDR-Bauten von Rang geschleift. Dank des Einsatzes von Günter Jauch. Den heutigen Generationen muss ein negatives Bild von dem Osten gemalt werden, damit sie glauben selbst mit Hartz4 sind sie doch Gewinner.

  35. 17.

    Dass DDR-Bauten als "Prestigebauten" bezeichnet werden, liegt schlicht daran, dass die Geschichte von den Siegern geschrieben wird. Und denen liegt noch immer sehr viel daran, die im Kampf der Systeme unterlegene DDR in jedem nur möglichen Zusammenhang in Misskredit zu bringen. Der Kadaver kann keinen Einspruch erheben gegen die Ergebnisse seiner Obduktion, hat der (ost)deutsche Dramatiker Heiner Müller mal treffend gesagt.
    PS.
    Wp wir gerade beim Thema "Prestigebauten" sind: Im Übrigen meine ich, dass das Stadtschloss abgerissen werden muss.

  36. 16.

    Mir blutet das Herz, wenn ich das Ding heute sehe. Damals habe ich möglichst bei jeder Berlin-Reise im Fitnessraum trainiert, in der Hoffnung, einen hübschen, athletisch gebauten Jungen kennen zu lernen. Leider war ich, kurz nach den Mobbing Jahren in der Schule zu schüchtern. Noch heute gibt es im Westen Linke, die sich nicht vorstellen können, das Ostberlin 1966 einen Flughafen hatte. Scheinbar glauben im Westen immer noch viele, wir haben auf Baeumen gelebt. Deshalb sollte wohl nach dem Willen der damaligen Machthaber auch das Sport-und Erholungszentrum nicht mehr an die DDR erinnern.

  37. 15.

    Das einzige Wellenbad der DDR. Was für ein unterirdischer, schlecht recherchierter Journalismus. Ich bin schon im Wellenbad gewesen da war an das SEZ noch gar nicht zu denken und habe es danach noch regelmässig an verschiedenen Standorten genossen. Im übrigen ist an der gesamten heutigen Situation des SEZ der Bezirk Friedrichshain, damals noch ohne Kreuzberg, hauptverantwortlich.

  38. 14.

    Das SEZ hatte nicht das einzige Wellenbad der DDR. In Rostock-Warnemünde existierte schon Jahre vor der Eröffnung des SEZ das "Meeresbrandungsbad", eine Meerwasserschwimhalle mit Wellenanlage. Angeschlossen an das benachbarte Hotel Neptun war die Schwimmhalle auch Nicht-Hotelgästen zugänglich und bis zu ihrem Abriss in der Nachwendezeit äußerst beliebt.

  39. 13.

    Es gab noch ein Wellenbad in Rostock/Warnemünde.

  40. 12.

    Die ach so arme DDR konnte sich das leisten und der reiche Westen ist mit einem Sportzentrum für die Bevölkerung überfordert. Ein Armutszeugnis und eine weitere Schande des Senats. Beinahe wäre auch noch der Tierpark zerschlagen worden. Das ist nur an rechtlichen Hürden gescheitert.

  41. 11.

    Das SEZ war eines der wenigen sinnvollen sozialistischen Errungenschaften. Ich war regelmäßig in Sauna/Schwimmbad/Eiskaffee. Das war fester Bestandteil meines Lebens in der DDR. Dass der Senat dieses wahre Volkseigentum geschliffen hat, ist ein Verbrechen.

  42. 10.

    Auch ich als West-Berlinerin bin gerne dort gewesen. Das SEZ war schöner als das Blubb in Neukölln.

  43. 9.

    Genau, ist ja nur ein DDR Bau. Wie der Palast der Republik muss er weg. Der Westen erhält nur seine Bauten. Auch meine Kinder verbrachten schöne Stunden dort.

  44. 8.

    Es war wirklich einzigartig! Das hat der Senat von Anfang an verbockt. Eine Schande. Man hätte es bis zum lockdown weiter betreiben können. Überall baut man mühsam Spaßbäder wie das blue, Therme in Werder, Ludwigsfelde, Pipapo, natürlich ohne Eisbahn und Sportanlagen, und Berlin ließ blubb und SEZ verlottern. Wenn man sich nix wert is...

    Schande! Das SEZ war klasse!

  45. 7.

    Typisch Berlin, anstatt es wieder zu Öffnen...Abreißen. Ist ja DDR Geschichte und bringt der Bevölkerung Spaß und Vergnügen. Schade, war immer ein Riesenvergnügen dort.

  46. 6.

    Dort hatte ganz Ostberlin und die halbe DDR ihren Spass. Aber für DDR lastige Erinnerungen hat das Bubdesdeutschland kein Interesse, kommt vielleicht jemand auf die Idee zu sagen es gab auch positive Dinge in der DDR. Die Mauer ist nicht in den Köpfen der sogenannten Ossis sondern lebt weiter bei den sogenannten Wessis. Schönen Tag noch.

  47. 5.

    So ist es nun mal in Berlin. Das SEZ, das ICC und bald bestimmt auch TXL und der BER. Überall wo RRG mitmischt läuft es aus dem Ruder. Berlin ist dem Verfall preisgegeben wie auch bei der Kompetenz der Entscheidungsträger im Senat.

  48. 4.

    Schöne Erinnerung. FEZ war allerdings nicht das
    einzige Wellenbad in der DDR! Es gab mindestens ein weiteres in Warnemünde (bin selbst dort gewesen)! Wieso werden hier alle
    DDR-Bauten herabwürdigend als "Prestigbauten"
    bezeichnet? Auch in der DDR wurden Interessen
    der Bevölkerung berücksichtigt.

  49. 3.

    Ja Alexander, Sie haben Recht. Mir tut der Anblick in der Seele weh. Und er zeigt uns, wie es bald im ganzen Land aussehen wird,
    wenn für Sport und Kulturstätten das Geld fehlt und alles geschlossen bleibt.

  50. 2.

    Und was gibt es nun nach diesem Text und den Fakten zu feiern? Wie passt Ihre Überschrift dazu? Wer darf hier wo den "40jährige Geburtstag" feiern?

  51. 1.

    Eine Schande was die ganzen Jahre damit getrieben wurde.
    Habe früher viel Zeit und Spaß da drinnen gehabt beim baden. Aber heute lässt man ja alles verloddern

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