Symbolbild: Polizeifahrzeuge stehen in einer Straße in Berlin
Bild: dpa/Sebastian Kahnert

Rezeptfälschung und Betrug - LKA ermittelt gegen Berliner Zollbeamten

In Berlin wird wegen des Verdachts der Rezeptfälschung und des Abrechnungsbetruges gegen einen Zollbeamten ermittelt. Das haben das Landeskriminalamt und die Generalstaatsanwaltschaft am Mittwoch mitgeteilt.

Der 37-Jährige soll demnach seit 2016 gefälschte Rezepte für teure Krebsmedikamente im Wert von mehr als 10.000 Euro pro Packung sowohl bei seiner Krankenversicherung als auch bei seiner Beihilfestelle abgerechnet haben. Im Raum steht ein Schaden von mehr als 150.000 Euro.

Durchsuchungen am Dienstag

Am Dienstagmorgen wurden sowohl die Wohnung des Mannes als auch seine Dienstanschrift durchsucht. Der Verdacht habe sich durch Beweismittel erhärtet, die bei der Wohnungsdurchsuchung gefunden worden seien.

Staatsanwaltschaft und LKA machten zunächst keine Angaben, was genau gefunden wurde. Sichergestellt worden seien ein vierstelliger Bargeldbetrag und ein Auto. Die Eigentumswohnung des Tatverdächtigen sei durch Eintragung im Grundbuch gesichert worden.

4 Kommentare

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  1. 4.

    Ich bin selbst Beamter beim Zoll und finde die Information durchaus wichtig. Wichtig ist aber auch, dass der betreffende Beamte es die längste Zeit gewesen ist. Wer in einer Finanzbehörde derartige Straftaten begeht, wird nie wieder einen Fuß in den öffentlichen Dienst bekommen.

  2. 3.

    Wieso ist es bei der Berichterstattung so wichtig, dass der Beschuldigte ein Zollbeamter ist? Hier ist wohl Effekthascherei beabsichtigt.

  3. 2.

    Schade, dass dieses Procedere nicht Standard beim Erschleichen öffentlicher Gelder/Hinterziehungist. Dann hätten sich so einige in Wirtschaft und Politik warm anziehen müssen.

  4. 1.

    Das ist auch für Privatpersonen interessant, sich betrogen fühlen und Anzeige gegen den bekannten Verdächtigen erstatten. Offenbar kann mit der Anzeige auch gleich die Einziehung von Vermögen beantragen werden. Und schon allein bei einem Verdacht bekommt der Beschuldigte eine Verfügungssperre in Grundbruch eingetragen.

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