Aufrufe im Internet - Linksautonome kündigen Aktionen am 1. Mai in Kreuzberg an

Mo 15.03.21 | 08:39 Uhr
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Im Bild ist eine Demonstrantin mit einem Schild mit lock down capitalism im Stadteil Kreuzberg zu sehen. (Bild: imago images/Christian Spicker)
Audio: rbb 88.8 | 15.03.2021 | Thomas Weber | Bild: imago images/Christian Spicker

Trotz der anhaltenden Corona-Pandemie wollen linke und linksradikale Gruppen wieder am 1. Mai in Berlin-Kreuzberg demonstrieren. Anknüpfen wolle man dabei an die Aktionen vom 1. Mai des vergangenen Jahres, heißt es in Aufrufen im Internet.

Der 1. Mai 2020 habe "viele Überraschungsmomente mit sich gebracht", heißt es dort. "So verspricht auch der Maianfang 2021 etwas Besonderes zu werden." Autonome Gruppen laden demnach "zum unberechenbaren Bevölkern der Straßen" ein. Es gehe um ein öffentliches Zusammenkommen mit Schutzmasken. Konkrete Planungen sollen erst kurzfristig bekanntgegeben werden.

"Myfest" ist abgesagt

Bei der Polizei ist für den Abend des 1. Mai bislang keine Demonstration angemeldet. Das hatten die Organisatoren der traditionellen sogenannten "Revolutionären 1. Mai Demonstration" aber schon in den letzten Jahren nicht gemacht.

Das große Kreuzberger Straßenfest "Myfest", das früher viele Zehntausend Besucher anlockte, wurde auch in diesem Jahr wieder abgesagt. Der DGB will eine Kundgebung am Brandenburger Tor abhalten, sie soll aber mit 2.000 Teilnehmern deutlich kleiner sein als früher.

18 Polizisten im vergangenen Jahr verletzt

Im vergangenen Jahr waren trotz des Corona-Verbots von Ansammlungen am Abend in Kreuzberg Tausende Menschen unterwegs. Erst demonstrierten Mitglieder der linken Szene an wechselnden Orten. Später standen Tausende Schaulustige trinkend und feiernd auf den Straßen zusammen. Die Polizei scheiterte mit Versuchen, die Menge zu zerstreuen. Bei Rangeleien und durch Flaschenwürfe wurden 18 Polizisten verletzt.

Die Polizei stellte im Verlauf des gesamten Tages die Identitäten von mehr als 300 Menschen fest. Am Rande einer Demonstration gegen die Corona-Auflagen wurde ein ZDF-Kamerateam von einer Gruppe Vermummter angegriffen.

Sendung: Inforadio, 15.03.2021, 7:40 Uhr

5 Kommentare

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  1. 5.

    Gab es schon damals im Kindergarten: Kinder, die sich nicht an Spielregeln hielten, aus destruktiver Einstellung gemeinschaftliches Spielzeug kaputtmachten und fremdes Eigentum nicht repektierten. Wenn die Erzieher dann ein ernstes Wort sprachen, waren immer die anderen Schuld.
    Und wenn ich jetzt teilw. spätpubertäre Kommentare lese, dann weiß ich, manche sind nur größer, aber nicht erwachsen geworden.

  2. 4.

    diese art von "demokratischer rechte-wahrnehmung" ist maximal lächerlich und oberpeinlich, aber im Parlament vertreten sein wollen - das ist maximaler Selbstbetrug

  3. 3.

    Ja, dass kann bestimmt schön werden. Linke und Rechte als Brüder im Geiste gemeinsam gegen die Demokratie.

  4. 2.

    Sehr gut. Ich bin dabei.

  5. 1.

    Och, war doch sooo schön im Grunewald. Im Süd-Westen gibts noch viele Villenviertel zu besichtigen. Direkt am S-Bahnhof Nikolassee laden prächtige Liegewiesen mit schöner Kulisse ein. Die Liegewiese vor dem nahegelegenen Rathaus überragt eine weitausladende blühende Magnolie ... An einem Feiertag auch eine kleine Reise wert :)
    Karte der Villenkolonien von 1911 und einige hübsche aktuelle Bilder: wikipedia.org/wiki/Berlin-Nikolassee

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