Wegen Krampfanfällen - Charité führt MRT-Untersuchung bei Panda Pit durch

Fr 26.03.21 | 13:32 Uhr
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Der narkotisierte Panda Pit liegt in der Charité auf einer Liege (Bild: Zoo Berlin)
Bild: Zoo Berlin

Weil er Krampfanfälle hatte, ist Pit, einer der jungen Pandas aus dem Zoo, in der Berliner Charité untersucht worden. Er musste ins MRT. Dabei zeigte sich den Medizinern ein Bild, das sie vorher so noch nie zu Gesicht bekamen.

Nachdem bei dem anderthalbjährigen Panda-Zwilling Pit im Zoo Berlin Anfang März vier kurze Krampfanfälle beobachtet wurden, ist er nun zu einer MRT-Untersuchung in die Berliner Charité gebracht worden. Bereits am vergangenen Dienstag hatte das Experten-Team rund um den Neuroradiologen Jochen Fiebach von der Charité diesen besonderen Patienten in ihrem MRT-Gerät, hieß es in einer Pressemitteilung des Zoos vom Freitag.

Mithilfe dieser Magnetresonanztomographie werden exakte Aufnahmen von Organen und Gewebe erstellt. So können können beispielsweise Tumore, innere Verletzungen oder Ansammlungen von Wasser (Ödeme) oder Blut sichtbar gemacht werden.

Ärzte untersuchen den Panda Pit in der Berliner Charité (Bild: Zoo Berlin)
Bild: Zoo Berlin

Es wurden keine Krankheitsanzeichen gefunden

Die Untersuchung in der Charité haben den Angaben nach detaillierte Bilder von Pits Gehirn liefern können. Bei der Analyse der Bilder konnten aber weder Anzeichen von Entzündungen oder Tumoren noch Folgen einer früheren Verletzung – wie etwa ein Sturz aus größerer Höhe – gefunden werden. Es hätten sich bei Panda Pit auch keine Hinweise auf eine Hirnblutung oder Thrombosen ergeben, hieß es vom Zoo.

"Wir haben die Messtechnik in unserem MRT-Gerät auf den großen Kopf des jungen Pandas angepasst und daher hervorragende Bilder bekommen. Glücklicherweise konnten keine Anzeichen für eine Erkrankung gefunden werden", erklärt Radiologe Fiebach.

Eines hat den erfahrene Human-Mediziner jedoch schon überrascht: "So eine ausgeprägte Kiefer-Muskulatur haben wir bei unseren Untersuchungen wirklich noch nie zu sehen bekommen." Große Pandas können mit ihrem starken Kiefer dicke Bambusstäbe knacken, ihre Beißkraft gilt als eine der stärksten im Tierreich.

Ärzte betrachten den Panda Pit im MRT der Berliner Charité (Bild: Zoo Berlin)
Bild: Zoo Berlin

Zoo hat weiter ein "wachsames Auge" auf Pit

Nach der rund anderthalbstündigen Narkose sei Pit problemlos und sofort wieder auf die Beine gekommen, hieß es. Er sei nun wieder zurück im Zoo – man habe weiter ein "wachsames Auge" auf ihn, sagte Zoo- und Tierpark-Direktor Andreas Knieriem

Vor der MRT-Untersuchung des Pandas waren bereits andere Ursachen ebenfalls mit der Unterstützung der Experten aus Human- und Tiermedizin ausgeschlossen worden. Krampfanfälle können unterschiedliche Ursachen haben, die sich nicht immer eindeutig feststellen lassen.

Sendung: Abendschau, 26.03.2021, 19:30 Uhr

12 Kommentare

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  1. 12.

    Das sind keine Clickbaits, das sind Pandas. Niedlich sind sie auch noch und niemand zwingt dich das zu lesen, dann noch zu kommentieren. Ist doch etwa so als wenn sich deine Wetterapp irrt, du trotzdem Nass wirst und dich dann über Providergebühren aufregst. Echt jetzt.

  2. 11.

    @rbb Ich zahle eigentlich Rundfunkgebühren damit ich keine Klickbaittitel lesen muss.

  3. 10.

    @Kommentarspalte:

    Die "Wirkungsweise" von Homöopathie sowohl bei Mensch und als auch beim Tier geht nicht über den Placeboeffekt hinaus. Globuli sind mindestens 10.000 fach überteuerter Zucker frei von jedem Wirkstoff. Sollten im dritten Jahrtausend langsam Alle mitbekommen haben.
    Gibts unzählige Studien und Dokus zu diesem spannenden Thema.

    Wenn ihr zu viel Geld habt, behandelt ruhig Krankheiten, die das Immunsystem selbst heilt, mit Homöopathie. Bei lebensgefährlichen Krankheiten wäre eine Behandlung mit Homöopathie todsicher, und mit richtiger evidenzbasierter Medizin können Leben gerettet werden.

  4. 9.

    Entschuldigung und nicht böse gemeint, aber ...
    "Meinem Kater hat es auch prima geholfen :)"
    ... Aspirin am Tag danach ist damit bestimmt nicht gemeint, oder?



    Ernsthaft: Ich stimme Moni zu.

  5. 8.

    Ich bin immer dafür, daß so etwas probiert wird. Die Tiere haben genau so Gesundheit verdient wie wir Menschen! Ob Hund, Bär, Affe, Katze oder Mensch. Es sind alles Lebewesen!

  6. 7.

    Auch Tiere haben ein Recht auf medizinische Behandlung und den Einsatz von homöopathischen Mitteln. Meine Tierärztin nutzt auch die ganze Bandbreite von Möglichkeiten um ihren Patienten zu helfen. Im Fall von Panda Pit bleibt beim der Lage ja auch erst mal nur die Ausschlussdiagnostik und ich drücke die Daumen,dass er bald anfallsfrei bleibt.

  7. 5.

    Elisabeth + Eve. Sonst nix an Argumenten vorzubringen?Ja, lachen Sie nur. Aber hier geht es um das Leiden eines Tieres und was spricht nun dagegen, etwas auszuprobieren, dass sich bei Säugern bewährt hat und keine Nebenwirkungen hat, anders als - wie bei Krampfanfällen sonst notwendig - etwa Spasmolytika. Sie führen hier einen ideologischen, völlig sinnfreien Kampf um die Deutungshoheit in der Medizin, den Schulmediziner zu großen Teilen längst nicht mehr führen, siehe z.Bsp.:
    https://www.dzvhae.de/homoeopathie-in-der-veterinaermedizin-2/

  8. 4.

    Ja ich lach mich schlapp. Herr Hahnemann wird’s freuen

  9. 3.

    Zumindest bei meiner Katze hat Homöopathie immer gut gewirkt. Leider praktiziert diese Tierärztin nicht mehr. Ich habe mit eigenen Augen gesehen, was diese Frau mit homöopathischen Mitteln bewirken konnte, sonst hätte ich das auch nie im Leben geglaubt. Und ich bin bestimmt keine Esoterikerin- ich arbeite in der Schulmedizin.

  10. 1.

    Katzen und Hunde sprechen sehr gut auf homöopathische Behandlungen an, wenn kein Organbefund vorliegt. Ich denke, da sollte es keine ideologisch-medizinischen Tabus geben - gut ist, was hilft.

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