Die Dircksenstrasse in Berlin-Mitte
Bild: picture-alliance/imageBROKER/Schoening

Berlin-Mitte - Polizei löst Massenschlägerei zwischen Kindern und Jugendlichen auf

Die Berliner Polizei hat am Dienstagmittag in Berlin-Mitte eine verabredete Massenschlägerei zwischen Kindern und Jugendlichen aufgelöst. Das teilte die Polizei am Mittwoch mit.

Wie die Polizei erklärte, schlugen etwa 30 Beteiligte aufeinander ein, als die Beamtinnen und Beamten am Einsatzort in der Dircksenstraße eintrafen. Man habe 14 Mädchen und einen Jungen im Alter von elf bis 16 Jahren in Gewahrsam nehmen können. Alle anderen hätten fliehen können. Zum genauen Hintergrund des Vorfalls gebe es noch keine Erkenntnisse, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Es habe "letztendlich jeder auf jeden eingeprügelt".

Bei einem 14-jährigen Mädchen sei eine Schreckschusswaffe gefunden und beschlagnahmt worden. Damit soll ein unbekannter Beteiligter zuvor andere bedroht haben.

Kriminalpolizei übernimmt Ermittlungen

Die tatverdächtigen Jugendlichen sind laut Polizei zur Abschnittswache gebracht worden, wo ihre Personalien aufgenommen und die Eltern informiert wurden. Der 13-jährige Junge soll dabei versucht haben, einen Polizisten anzugreifen.

Bis auf ein Mädchen seien alle Kinder und Jugendlichen ihren Erziehungsberechtigten übergeben oder nach Rücksprache mit diesen von der Wache entlassen worden. Eine Beschuldigte sei dem Jugendnotdienst übergeben worden, da ihre Mutter Abholung und Betreuung abgelehnt habe.

Um die weiteren Beteiligten zu ermitteln, würden derzeit Videoaufnahmen und Erkenntnisse aus den Befragungen ausgewertet, sagte ein Polizeisprecher. Wie die Beteiligten sich zu der Schlägerei verabredet hatten, war zunächst unklar. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen besonders schweren Landfriedensbruchs und einem tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte.

Sendung: Abendschau, 03.03.2021, 19:30 Uhr

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8 Kommentare

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  1. 8.

    Vor gut hundert Jahren waren es Buchhalter dann ohne Ärmelschoner, ehrbare Kaufleute, Bäckermeister und so manche Beamte, die vor die Tore der Stadt nach Pankow zogen, damit die Fäuste flogen. Heutzutage sind es einschlägige Herrenrunden selbiger Coleur, die sich in übergroßen Fanschals eingewickelt als Hooligans oftmals dasselbe tun, allesamt, um einem tristen Alltag zu entfliehen.

    Ansonsten finden die Verabredungen zur Schlägerei mittlerweile über das "Handy" statt und haben sichtlich offenbar auch das "andere Geschlecht" erfasst. - Die Gesellschaft hat sich technisch rasant entwickelt und sozial, so scheint es, deutlich weniger.

  2. 7.

    Es ist einfach nur traurig. Seit Jahrzehnten heißt es Bildung hat so einen hohen Stellenwert. Zu Bildung gehört auch Betreuung und Begleitung. Leider fehlt es überall an Lehrkräfte, Sozialarbeitern, Mitarbeitern in Jugendämtern und Jugendbetreuungseinrichtungen.
    Das wären wirklich sinnvolle Investitionen in die Zukunft. Nur leider werden diese Schwerpunkte nicht gesetzt und zu viele Kinder ohne Unterstützung frustriert in die Zukunft geschickt.

  3. 6.

    Ich vermisse den Wegscheuch-Helikopter überm Alex.
    Aber womöglich wär der dann noch ins ParkInn gekracht.
    Man ist nur noch schockiert, was in Berlin abgeht.
    Aber wurde ja alles hoffähig gemacht.
    Keine Schule.
    Keine Erziehung.
    Das komplette soziale Gefüge Gerät ins Wanken.
    Aber wird ja medial und politisch verdrängt.
    Omis von Parkbänken scheuchen ist ja wichtiger.

  4. 5.

    Praktisch der Clan nachwuchs....die sollen das im Auftrag der alten unter sich lösen.. Zeit ist ja da.. Schule gibt es ja nicht mehr..

  5. 4.

    Es sind ja mehr Mädels als Jungen beteiligt gewesen! Verkehrte Welt! Früher war es anders!

  6. 3.

    Da hatten wohl zwei Gruppen Revierprobleme. Wie auch immer, so wie es aussieht, bekommt unsere „Zukunft“ Probleme oder Meinungsverschiedenheiten auch nicht gewaltlos aus der Welt.

  7. 2.

    Coronafrust oder wird es immer schlimmer?

  8. 1.

    .. Da Lob ich mir mein gemütliches Land leben.. Solang es noch geht..

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