40 Einbrüche in den letzten zehn Jahren - Diebe haben es bei der Berliner Feuerwehr auf Schneidegeräte abgesehen

Ein Feuerwehrmann schneidet bei einer Übung mit einem hydraulischen Schneidgerät am Donnerstag (24.05.2007) auf der Feuerwehrwache der Berufsfeuerwehr in Brandenburg/Havel das Autodach für die Rettung eines Schwerverletzten auf. (Quelle: dpa/Nestor Bachmann)
Bild: dpa/Nestor Bachmann

Bei der Berliner Feuerwehr sind in den vergangenen zehn Jahren über 20 hydraulische Spreiz- und Schneidgeräte gestohlen worden. Das hat der Senat am Mittwoch auf eine Anfrage des Abgeordnetenhausparlamentariers Tom Schreiber (SPD) mitgeteilt.

Insgesamt wurden demnach 40 tatsächliche oder versuchte Einbrüche verzeichnet. Nur in sechs Fällen ermittelte die Polizei Verdächtige. Zwei Mal gab es einen Bezug zur "Clankriminalität", hieß es.

Dresdner Juwelendiebe nutzten Spreizgerät

Mit den meist akkubetriebenen und oft mehr als 10.000 Euro teuren Spezialwerkzeugen lassen sich klemmende Autotüren aufbrechen oder dicke Metallstreben durchtrennen. Benutzt wurden die Spezialgeräte offenbar auch von den mutmaßlichen Berliner Juwelendieben beim Einbruch in das Grüne Gewölbe in Dresden. Weitere Straftaten wurden damit bei Überfällen auf Geldtransporter, Geldautomaten oder Schließfächer verübt.

Insgesamt besitzt die Berliner Feuerwehr laut den Angaben 227 hydraulische Rettungssätze aus Schere und Spreizer, die zur Grundausstattung der großen Einsatz- und Löschfahrzeuge gehören. Wegen der vielen Einbrüche und Diebstähle würden weiterhin zusammen mit der Polizei Sicherungskonzepte erarbeitet und aktualisiert.

Sendung: rbb88,8, 24.3. 2021, 10 Uhr

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