"rbb Spezial - Der Talk" mit Volker Wieprecht (Bild: rbb)
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rbb spezial – DER TALK - Vorteile für Geimpfte!? Eine Diskussion über Rückkehr zur alten Freiheit

Zweimal macht es Pieks und das schöne freie Leben ist wieder zurück. Das ist die Hoffnung. Doch für die Corona-Impfung heißt es: Immer schön der Reihe nach. Volker Wieprecht diskutiert mit seinen Gästen über Privilegien und Solidarität. Und sucht nach Wegen: zurück zur Normalität.

Volker Wieprecht diskutiert mit Wolfgang Kubicki (FDP), Antje Kapek (Bündnis90/Die Grünen), Prof. Dr. Alena Buyx (Vorsitzende Deutscher Ethikrat) und Ricardo Lange (Berliner Intensivpfleger) über die die Rückkehr zu den verbrieften Grundrechten für Menschen mit Corona-Impfung.

Zweimal macht es Pieks und das schöne alte Leben ist wieder zurück. Mit Freiheitsrechten, wie sie das Grundgesetz garantiert. Das klingt leichter als es ist, denn noch gibt es nicht genügend Corona-Impfstoff für alle.

Bisher bleiben es nur viele offene Fragen: Was meint man, wenn man von Vorteilen oder Privilegien spricht? Was ist das Solidaritätsprinzip? Welche Vorbildfunktion haben Profi-Fußballer? Und was ist überhaupt gerecht? Wie groß können Vorteile für Geimpfte sein, wenn wir gar nicht wissen, wie infektiös Menschen selbst nach der Corona-Impfung noch sein können?

Auf der Suche nach Antworten sollen in der Sendung all diese Fragen kontrovers diskutiert werde.

Aus Tel Aviv zugeschaltet, berichtet Mike Lingenfelser (ARD-Korrespondent) über die Situation von Geimpften und der Bedeutung des Grünen Impfpasses beim "Impfweltmeister Israel".

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42 Kommentare

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  1. 42.

    Die Frage ist doch, ist der Ungeimpfte grundsätzlich ansteckend bzw. gefährlich? Wie kommen Sie zu der Annahme?
    Viele der positiv getesteten haben keine Symptome und werden nicht krank. (Sieht man mal davon ab, dass der Test fehleranfällig ist.) Sie könnten natürlich natürlich Überträger/ansteckend sein. Auch ohne Impfung sind sie zwar positiv, aber nicht krank. Warum ist das so? Warum geht man diesem Ansatz nicht nach? Man schaut nur auf die Ausnahme, nämlich die schwer erkranken oder gar sterben. Der überwiegende Anteil der Positiven hat einen milden Verlauf. Ich vertraue auf mein Immunsystem und ich möchte die Wahl haben. Sollte ich krank werden, beleibe ich eh zu Hause im Bett und kuriere die Krankheit aus. Ganz alt hergebracht. Das ist in der Leistungsgesellschaft aber nicht gerne gesehen.

  2. 41.

    "....weil sie nachgewiesenermaßen keine Ansteckungsgefahr sind......" und genau diese Denkweise ist falsch, weil das zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch niemand unterschreiben kann und wird.

    Im Moment ist der gesamte Komplex "Ausschluss möglicher Übertragungen bei/durch Geimpfte", "Dauer der Immunisierung" und deren "Stabilität gegenüber Mutationen" noch in der wabernden Nebelwolke. Deswegen sind "Privilegdiskussionen" mit dem Scheinargument "keine Ansteckungsgefahr", die schon wieder hochkochen und medial leider auch befeuert werden, völlig deplatziert.


  3. 40.

    "Es gibt kein Grundrecht, dass Menschen ohne Ansteckungsgefahr Grundrechte eingeschränkt werden dürfen, nur weil andere noch nicht ungeimpft sind!"
    Nunja, nun mal den Bauch ausschalten und feststellen, das (Um-)formulierungen, teils nach eigenem Gusto, keine Lösung sind.
    Im vorliegenden Fall kollidieren mehrere Grundrechte miteinander - darauf kommt es hier an, nicht darauf ob es
    ein spezielles Grundrecht für eine spezielle aktive Handlung gibt. Zur Diskussion würden hier die freie Entfaltung der Persönlichkeit, die Freizügigkeit, das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit, die Gleichheit vor dem Gesetz, u.U. ja sogar die freie Meinungsäußerung auch Religionsfreiheit stehen. Es ist nicht so einfach, wie du es darstellst.

    ... und nein, ich bin kein Impfverweigerer. Ich hätte meinen Piks lieber gestern als morgen. Geht aber nich', der "Impferator" hat was dagegen - siehe Prioliste. Viel Spass beim Suchen der Lösung.

  4. 39.

    Fordern kann man viel, es wird dadurch nicht automatisch richtig.
    Wer auch immer vermeintliche "Privilegien" Geimpfter während einer "nationalen Notlage" positiv fordert, der missachtet die Gesetzeslage! Nach §28a IfSG, richten sich Maßnahmen nach Inzidenzen und nicht nach Erkrankungsstand oder Übertragungsfähigkeit des Einzelnen, so lange die "epid. Lage nationaler Tragweite" bestätigt ist.Die Drucksache 19/26545 wurde Anfang März beschlossen,die Notlage besteht über den 31.03.21 hinaus fort! Bedeutet: Wird die Notlage insgesamt aufgehoben, gelten die Maßnahmen für niemanden mehr bzw. werden Inzidenzen unterschritten, dann für alle eingeschränkt und nicht vom Impfstatus abhängig! Andernfalls würden Grundrechte "veräußert" gegen Erwerb eines knappen Gutes,hier ein Impfstoff.Ihre sonstigen These zu Solidarität und rechtlichen Themen sind bemerkenswert,aber auch fragwürdig bis falsch.Unsinnig, egoistisch und auch gefährlich, das ist die Debatten in meinen Augen!

  5. 38.

    Ich denke, es geht hier bei der ganzen Diskussion einzig und allein um NEID: Oh, die dürfen wieder (weil sie nachgewiesenermaßen keine Ansteckungsgefahr sind). Ich will auch wieder! Und wenn ich nicht darf, dann will ich, dass die anderen auch nicht dürfen, obwohl ich nichts davon habe, außer, dass ich denen nicht mehr gönne, als ich haben darf. (Und ich nehme dabei billigend in Kauf, dass dies Wirtschaft und Kultur weiter schadet, als wenn wenigstens die Geimpften Wirtschaft/Kultur/Kunst fördern könnten.) Das ist Neid!

    Ich verstehe das Gefühl und bin auch gegen Ungerechtigkeit. Wenn es aber dafür einen sachlichen Grund gibt, dann kann ich es akzeptieren.

    Immerhin: Die bevorzugt Geimpften haben eh schon Nachteile: Sie sind die Gefährdetsten. Sie haben statistisch nicht mehr so lange zu leben wie ich, sie arbeiten in schweren Berufen (Pflege), etc. pp.

    Und dann ist es sowieso objektiv unmöglich, alle gleichzeitig zu impfen.

  6. 37.


    pipapo:
    "Eine Spaltung der Gesellschaft mit den daraus resultierenden Verwerfungen ist sicherlich nicht grundgesetzkonform, aber die natürliche Folge."

    Unsinn! Unsere Gesellschaft ist vielfältig gespalten und verworfen: in Männer und Frauen, in Reiche und Arme, in Steuerzahlende und Transferleistungsbezihende, in Gesunde und Kranke, etc. pp. Das ist alles grundgesetzkonform.

  7. 36.

    pipapo:
    "Antwort auf [Immanuel] vom 06.03.2021 um 17:19
    Sie wissen schon genau, was wir hier alle meinen, führen es nur mit Hilfe ihrer Formulierungskünste ad absurdum! Das Grundgesetzt sagt, niemand dürfe aufgrund seines Alters, seiner sonstewas, benachteiligt werden. Auch nicht aufgrund seines altersabhängigen Impfstatus."

    NEIN! Das steht nicht im Grundgesetz und ist auch nicht gemeint!

    Es wäre auch keine Altersdiskriminierung, weil 1. hier keine Diskriminierung vorliegt und 2. das ALter ü+berhaupt kein Kriterium ist. Es geht einzig und allein um die Ansteckungsgefahr und um nichts anderes!

    pipapo:
    "Ganz dünnes Eis."

    Da ist nirgendwo "dünnes Eis".

    pipapo:
    "Und es ist mir egal, ob Sie das anders empfinden."

    Es geht hier nicht um Empfindungen, sondern um die (fehlende) Rechtfertigung von Grundrechtseingriffen, und da ist das Grundgesetz eindeutig: Ohne Rechtfertigung ist kein Grundrechtseingriff zulässig!

  8. 35.

    Zum 1000. Mal

    aber ich will Privilegien

    und nicht so'n schnödes Zeug was jeder hat. Basta.
    Ich will, ich will, ich will

  9. 34.

    "...Eine Spaltung der Gesellschaft mit den daraus resultierenden Verwerfungen ist sicherlich nicht grundgesetzkonform, aber die natürliche Folge. ..."
    Eine Spaltung der Gesellschaft haben wir bereits durch das Impfen, besonders stark spürbar in Brandenburg. In einem rbb-bericht wurden RKI-Daten analysiert. Danach waren im Schlusslicht BB nur 40% altersorientiert. Da man unfähig war eine sinnvolle Terminvergabe zu organisieren gab es einen Überhang und man beginnt jetzt erst Ü85, hat aber 60% an jüngeren Jahrgängen geimpft, keine chronisch Kranken und ein Großteil ohne Patientenkontakt, Geschäftsfürungen in KKH bis zum Haushandwerker, Funktionäre der Johanniter u.a. Und jetzt will man den Rückstand aufholen durch impfen in den Praxen (wegen Lagerbedingungen nur AZ), BF und Moderna werden öffentlich nicht angeboten. Entscheidet Frau Nonnemacher jetzt wer mRNA bekommt? Durch die Aushebelung der STIKO-Empfehlungen hat man jetzt die totale Kontrolle und Macht. Das wird Ärger geben.

  10. 33.

    Dem letzten Satz stimme ich zu. Aber, ob man sich trotz Impmfung doch anstecken kann ist noch nicht beantwortet. Solange diese Frage nicht abschließend geklärt ist, darf sich nichts ändern.

  11. 32.

    Doch Hajo, natürlich denkt man an diese Menschen. Ein Besuch in Geschäften aller Art muss ohne Test möglich sein.
    Im Restaurant, Konzert, Sport, Reisen usw mit Impfung oder negativem Test.
    Ansonsten werden Nichtgeimpfte, hier auch besonders Kinder, diskriminiert und unter den Generalverdacht gestellt,
    der Träger oder Verbreiter einer ansteckenden Krankheit zu sein.
    Menschen die bereits eine Infektion durchgemacht haben, dürfen ein halbes Jahr gar nicht geimpft werden.

    Ist eine Impfung die Voraussetzung zur Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ist dies eine ... indirekte... ImpfPFLICHT.
    DAS wird noch eine spannende Zeit!

  12. 31.

    Anja:
    "Nun ist Solidarität aber per Definition freiwillig.
    Anders die Grundrechte - da darf es kein Diskutieren geben. Und schon gar keine Auswahl entsprechend Verhalten nach Regierungswillen. Selbst wenn die Erfüllung dieses Willens irgendwann möglich ist."

    Es geht hier nicht um ein "Verhalten nach Regierungswillen", sondern um die rein objektive Frage, ob von Geimpften eine Ansteckungsgefahr ausgeht, die Grundrechtseinschränkungen rechtfertigt! Wenn dies nicht der Fall ist, dann dürfen keine Grundrechte eingeschränkt werden, völlig unabhängig davon, ob hier ein "Verhalten nach Regierungswillen" vorliegt oder nicht!

    Genauso könnte übrigens jemand, der nachweisen kann, dass er genetisch nicht in der Lage ist, jemanden anzustecken, - wenn so etwas möglich wäre - genauso für sich die Aufhebung der Grundrechtseinschränkungen fordern, völlig unabhängig davon, ob er sich "nach Regierungswillen verhält".

  13. 30.

    Kein Mensch hat in dieser Diskussion auch nur einen Moment an die ganzen kleinen Gewerbetreibenden gedacht. Jeden Tag werden jetzt Leute geimpft. Für jeden Durchgeimpften der dann wieder ohne Einschränkungen in Hotels übernachten kann, oder ohne Anmeldung in ein Geschäft einkaufen oder in ein Restaurant essen gehen kann, wird dem jeweiligen Betreiber freuen. Hat hier jemand schon mal über die Solidarität an diese Leute nachgedacht.

  14. 29.

    Sie wissen schon genau, was wir hier alle meinen, führen es nur mit Hilfe ihrer Formulierungskünste ad absurdum! Das Grundgesetzt sagt, niemand dürfe aufgrund seines Alters, seiner sonstewas, benachteiligt werden. Auch nicht aufgrund seines altersabhängigen Impfstatus. Genau das würde hier eintreten. Erst die Altersdiskriminierung und anschließend eine Diskriminierung als Folge selbiger. Ganz dünnes Eis.

    Und es ist mir egal, ob Sie das anders empfinden. Eine Spaltung der Gesellschaft mit den daraus resultierenden Verwerfungen ist sicherlich nicht grundgesetzkonform, aber die natürliche Folge.

    Sie wird sich nicht nur in aus dieser Diskriminierung entstehenden Aufruhren äußern sondern insbesondere im Herbst bei den Wahlen.

    Wir haben alle davor gewarnt. Mehr kann man nicht machen....

  15. 28.

    Hier wird so viel Unpassendes unter dem Begriff "Solidarität" geschrieben.

    Solidarität ist, wenn derjenige, der mehr Vorteile hat, davon etwas abgibt zum Vorteil von denjenigen, die weniger Vorteile haben. Vorteile können dabei Reichtum vs. Armu, Gesundheit/Gesundheitsschutz vs. Krankheit/Behinderung sein.

    Hier stellt sich nun die Frage: Was hätten Ungeimpfte davon, wenn nachgewiesen wäre, dass sie nicht mehr ansteckend sind und damit von ihnen keine Gesundheitsgefahr für andere ausgeht, trotzdem aber weiterhin ihre Grundrechte eingeschränkt wären? NICHTS! Ungeimpfte haben davon keinen Vorteil! Deshalb ist so etwas auch nicht solidarisch! Das ist nur kindisch nach dem Motto: Ich will auch ein Lolli, weil Paul auch einen Lolli hat. Das hat k´jedenfalls nichts mit Grundrechten zu tun. Es gibt kein Grundrecht, dass Menschen ohne Ansteckungsgefahr Grundrechte eingeschränkt werden dürfen, nur weil andere noch nicht ungeimpft sind!

  16. 27.

    rbb-24-nutzer:
    Die Diskussion ist redundant und ignoriert, dass es sie bereits gab. Der Ethikrat und andere haben dazu längst beraten und hier tun die üblichen Verdächtigen, z.B. FDP, so, als hätte es nicht allumfassend die Betonung von gegenseitiger Rücksichtnahme und Solidarität gegeben - auch durch Geimpfte."

    Nein! Falsch! Der Ethikrat hat sinngemäß gesagt: "Solange nicht feststeht, dass Geimpfte nicht anstecken können, ..." Dazu, was ist, wenn feststeht, dass Geimpfte nicht ansteckend sein können, hat der Ethikrat bewußt NICHTS gesagt.

    rbb-24-nutzer:
    "Solange Geimpfte nicht nachweislich uninfektiös sind, solange sollten auch sie weiterhin solidarisch Zurückhaltung waren."

    Es geht hier aber nicht um Solidarität, sondern um Gefahren als Rechtfertigung von Grundrechtseinschränkungen!

  17. 26.

    Ob nun Ja, ja, ja oder Nein, nein, nein.
    Die Nummer mit der Verschärfung oder Verminderung eines Grundrechtseingriffs zu Gunsten oder Lasten Anderer ist fast ein "gordischer Knoten".

    Fakt ist, das die Aufzählung der Grundrechte im Grundgesetz keine Rangfolge darstellt. Sie stehen ggf. sogar in Konkurrenz zueinander.
    Fakt ist somit auch, das es sich hier um Grundrechtskollisionen handelt.
    Wer Quellen wissen will, kann ja den Informanten "El Goog" befragen und sich durch zitierfähige Publikationen schmökern.

    Mit einfachen "Bauchargumenten" läuft da nix - ausser der Server des RBB über.

  18. 25.

    Das sehe ich im Kern genauso. Die Diskussion ist redundant und ignoriert, dass es sie bereits gab. Der Ethikrat und andere haben dazu längst beraten und hier tun die üblichen Verdächtigen, z.B. FDP, so, als hätte es nicht allumfassend die Betonung von gegenseitiger Rücksichtnahme und Solidarität gegeben - auch durch Geimpfte. Die Impfung wird mal wieder als Allheilmittel und heiliger Gral, als puristisches und absolutes Ziel formuliert, dabei ist sie nur ein Bestandteil in einer auf Solidarität angewiesenen Gesellschaft. Solange Geimpfte nicht nachweislich uninfektiös sind, solange sollten auch sie weiterhin solidarisch Zurückhaltung waren. Wer hier die Ellenbogen herausstreckt, handelt gegen Allgemeinwohl und stellt eigene Wünsche und Bedürfnisse über die von Anderen. Selbst wenn sich irgendwann nachweisen ließe, Geimpfte seien nicht infektiös, bedeutet das für die Impfvorgänge und -reihenfolgen dennoch, dass nicht alle gleichermaßen Zugang zu Impfstoff, o. auch Tests, haben.

  19. 24.

    Kristina:
    "Nur leider fühlt sich alles um das Thema Impfen nicht nach Freiwillig an. Wenn ich mich für meine Grundrechte impfen lassen muss ist das nicht freiwillig. Wer kann denn schon auf seine Grundrechte verzichten??"

    Niemand muss auf Grundrechte verzichten! Keine Grundrechte wurden abgeschafft. Grundrechte werden lediglich eingeschränkt, soweit es dafür eine Rechtfertigung gibt.

    Natürlich bleibt die Impfung weiterhin freiwillig. Niemand muss sich impfen lassen. Aber genauso natürlich muss jeder mit den Folgen seiner freiwilligen Entscheidung leben. Und wenn jemand freiwiliig und bewußt die Gefahr der Ansteckung weiterer Menschen in Kauf nimmt, dann ist das seine Sache und sein gutes Recht. Er muss dann aber auch mit den Konsequenzen leben, dass, solange eine relevante Gefahr von ihm für die Grundrechte anderer Menschen auf körperliche Unversehrtheit (hier: Ansteckung) und für die Gesellschaft ausgeht, ein Rechtfertigungsgrund für Grundrechtseinschränkungen besteht.

  20. 23.

    Silvi:
    "Ein klarer Verstoß gegen das Grundgesetz wäre es, Geimpfte zu bevorzugen bzw. Ungeimpfte zu benachteiligen."

    N E I N ! N E I N ! N E I N !
    Jedem stehen alle Grundrechte zu! Grundrechte sind keine Privilegien! Grundrechtseinschränkungen sind nur zulässig, wenn sie gerechtfertigt sind! Ansteckungsgefahren können Rechtfertigungsgründe für Grundrechtseinschränkungen sein. Ohne Ansteckungsgefahren gibt es hier KEINE Rechtfertigungsgründe und wären Grundrechtseinschränkungen verfassungswidrig!

    Es wäre auch kein "klarer Verstoß gegen das Grundgesetz", Menschen ohne gefährliche Krankheiten zu bevorzugen, indem deren Grundrechte nicht eingeschränkt werden, und Menschen mit hochgefährlichen und ansteckenden Krankheiten zu benachteiligen, indem deren Grundrechte durch eine Quarantäneanordung beschränken werden.

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