Zahlreiche Einsatzkräfte der Berliner Feuerwehr sind im Einsatz, um den Brand in einem Mehrfamlienhaus in Rudow zu löschen. (Quelle: imago-images/Marius Schwarz)
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Polizei geht nicht von Anschlag aus - Bewohner nach Hausbrand in Berlin-Rudow in Notunterkünften

Stundenlang waren über 100 Feuerwehrleute am Montag in Berlin-Rudow im Einsatz, um den Brand in einem von Geflüchteten bewohnten Haus zu löschen. Die Polizei ermittelt nun wegen möglicher Brandstiftung. Von einem Anschlag aber geht sie nicht aus.

Nach einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Berlin-Rudow ermittelt die Polizei wegen des Verdachts der Brandstiftung. Nach den ersten Erkenntnissen gehen die Ermittler aber nicht von einem politisch motivierten Anschlag von Extremisten aus, wie eine Sprecherin am Dienstag sagte.

Der Brand in dem von Geflüchteten bewohnten Haus wurde am Montag nach vier Stunden gelöscht. Die Feuerwehr war mit 126 Kräften im Einsatz. Nach Angaben der Polizei bemerkte ein Nachbar am Montag gegen 13.10 Uhr, dass Sperrmüll vor dem Haus im Stadtteil Rudow brannte. Das Feuer breitete sich auf das Dach des zweigeschossigen Wohnhauses aus.

Bewohner in Notunterkünften untergebracht

Die Evakuierten zeigten Videos von Möbeln vor dem Haus, die zunächst brannten, wie eine rbb-Reporterin berichtete. Zwischenzeitlich hatte die Feuerwehr auf Twitter ein Foto von den Löscharbeiten veröffentlicht. Darauf war zu sehen, wie dichter Rauch aus einem Gebäude hochstieg.

Insgesamt wurden 23 Personen aus dem dreistöckigen Haus, darunter vier Kinder, "rettungsdienstlich" betreut. Bei zwei Personen bestand der Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung. Ernsthaft verletzt wurde nach Angaben der Feuerwehr niemand, es kam auch niemand ins Krankenhaus.

Die Wohnungen sind durch den langen Brand und das Löschwasser bis auf Weiteres unbewohnbar geworden. Das Bezirksamt Neukölln stellte Notunterkünfte zur Verfügung.

Sendung: Abendschau, 26.04.2021, 19:30 Uhr

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