Archivbild: Das Haus- Liebig 34 nach der Räumung (Quelle: dpa/Abdulhamid Hosbas)
Bild: dpa/Abdulhamid Hosbas

Ehemaliges besetztes Haus - Erneute Proteste gegen "Liebig 34"-Räumung

Am Rande einer Demonstration ist in Berlin-Lichtenberg am Samstagnachmittag ein leerstehendes Haus vorübergehend besetzt worden.

Gemeinsam mit einem Verantwortlichen hätten Einsatzkräfte das Haus in der Türrschmidtstraße betreten, teilte die Polizei auf Twitter mit. Es seien sechs Personen festgestellt, überprüft und zum Teil mit Zwang aus dem Haus gebracht worden, hieß es. Gegen sie wurde Strafanzeige wegen Hausfriedensbruchs erstattet.

Zuvor hatten zahlreiche Menschen gegen die Räumung des ehemals besetzten Hauses "Liebig 34" in Friedrichshain demonstriert. Laut Polizei lag die Teilnehmerzahl im niedrigen dreistelligen Bereich. Die Demonstranten versammelten sich zunächst auf der Kreuzung von Liebig- und Rigaer Straße. Anschließend zogen sie durch Friedrichshain und Lichtenberg unter anderem vorbei an dem Haus in der Türrschmidtstraße.

Das Haus in der Liebigstraße war nach jahrelangem Streit und mehreren Prozessen im vergangenen Oktober geräumt worden.

Sendung: Inforadio, 10.04.2021, 13:00 Uhr

12 Kommentare

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  1. 12.

    Das Haus war seit 1990 in der " Hand " von Linksradikalen, nur von 20008 bis 20018 in Absprache mit Eigentümer, danach einwach nicht freiwillig geräumt, erst gegen Ende 20 zwangsgeräumt. Kein Eigentümer hatte die Möglichkeit sich um sein Eigentum zu kümmern. Jetzt ist das Haus geräumt und von außen sieht es pfui aus, ich kann mir vorstellen wie ruiniert es innen aussieht.
    Den Zustand des Hauses hat der Eigentümer den Bewohnern zu verdanken. Er ist wirklich nicht zu beneiden.

  2. 11.

    Erst einmal ein Lob an die Polizei für den guten, professionellen Einsatz sowohl bei der Begleitung der Demo und der schnellen Räumung des kurzzeitig besetzten Hauses Türrschmidtstraße.
    Denn eine Situation wie im Haus in der Rigaer94 darf es nicht wieder geben. Eine Situation, dass sich Straftäter in ein Haus zurückziehen können und dieses Haus zu einer Festung ausbauen ist nicht hinnehmbar.
    Wenn nun auch noch die Rigaer 94 geräumt wird, ist der Rechtsfrieden wieder hergestellt und der Rechtsstaat wieder ein Staat dem das Recht gilt. Auch wenn die Besetzer von einigen Politikern, insbesondere den eigenartigen Stadtrat Schmidt, der Bürgermeisterin Herrmann und der MdB Bayram Unterstützung bei ihren Straftaten erhalten, sollte auf eine Räumung hin gearbeitet werden.
    Aber man sollte die Hoffnung nicht verlieren, dass die Rigaer 94 endlich geräumt wird..

  3. 9.

    Was passiert jetzt eigentlich mit dem Haus in der Liebigstraße 34?
    Gibt es da schon Pläne zur Sanierung, oder bleibt es - auf unbestimmte Zeit - in dem jetzigen Zustand?

  4. 8.

    "Rein zufällig" was für ein Blödsinn. Gesucht um hier irgendetwas zu kommentieren. Ganz großes Kino

  5. 7.

    Nun steht das Haus schon mehr als ein halbes Jahr leer - und nix ist passiert. Wenn ich richtig informiert bin, hat das Haus doch einen Eigentümer, der sich kümmern .müsste. Aber das Berliner lalala, nur nicht aufregen kommt wieder voll zum Zuge. Ich würde mich nicht wundern, wenn bald die ersten "Bewohner " einziehen, und dann -- ewig grüsst das Murmeltier

  6. 6.

    Einen Eigentümer, dem der Zutritt zu seinem Eigentum verweigert wird in die Pflicht nehmen?
    Wie soll es gehen? Auf eine Antwort warte ich gespannt.

  7. 5.

    Eigentum verpflichtet oder ist das nicht mehr so? Natürlich verstoßen die Besetzer gegen das Gesetz. Der Bezirk hat aber hier auch versagt. Warum nimmt man den Eigentümer nicht in die Pflicht. Dieser Schandfleck verschandelt doch die ganze Gegend. Enteignen und dann sanieren und sozial verträglichen Wohnraum draus machen. Ist rechtlich sicher nicht einfach, aber man sollte es versuchen.

  8. 4.

    Hört man da die Enttäuschung heraus dass nicht "mehr" passiert ist? Doch, sehr deutlich. Und wenn das Haus seit 20 Jahren leer steht, dann ist doch gut wenn es besetzt wird. Warum wurde da nicht schon längst enteignet?

  9. 3.

    Hört man da die Enttäuschung heraus dass nicht "mehr" passiert ist? Doch, sehr deutlich. Und wenn das Haus seit 20 Jahren leer steht, dann ist doch gut wenn es besetzt wird. Warum wurde da nicht schon längst enteignet?

  10. 2.

    "Größere Zwischenfälle habe es nicht gegeben"....

    außer vielleicht das ein seit 20 Jahren leerstehendes Haus, was mehrfach dem Bezirk als auch dem rbb gemeldet wurde, besetzt wurde,.. aber hey, wie unwesentlich.

  11. 1.

    Bin vorhin zufällig mit dem Rad in die Demo geraten, obwohl die Polizei für den sonstigen Verkehr weiträumig abgesperrt hatte. Schön, die italienische Punkmusik und der Slogan "Alle zusammen gegen jede Räumung!"
    Erstaunlich wenig gezeigte oder geäußerte Solidarität von Passanten und Anwohnern. Aber der Kiez sieht auch nicht mehr aus wie früher. Parkplätze ohne Ende in jeder kleinen Seitenstraße und alles komplett zugeparkt mit Autos.

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