Einsatzkräfte stehen neben einer entgleisten Straßenbahn in Potsdam (DPA/Julian Stähle)
Bild: DPA/Julian Stähle

Potsdam - Taxifahrer missachtet Vorfahrt und kracht in Tram

Eine Tram ist am späten Dienstagabend in Potsdam entgleist, nachdem ein Taxifahrer mit seinem Wagen in die Bahn gekracht war. Wie ein Sprecher des Lagezentrums Brandenburg mitteilte, missachtete der 66-jährige Taxifahrer die Vorfahrt der Straßenbahn - und es kam zum Zusammenstoß. Sein Auto wurde von der Tram einige Meter mitgeschleift. Die 54-jährige Straßenbahnfahrerin verletzte sich bei dem Unfall leicht am Knie. Der Taxifahrer, der allein in seinem Auto unterwegs war, wurde ebenfalls leicht verletzt.

Die etwa zehn Fahrgäste in der Tram blieben unverletzt, wie es von der Polizei am Mittwoch weiter hieß. Zur Unfallaufnahme wurde die Heinrich-Mann-Allee halbseitig gesperrt. Einsatzkräfte mussten die Tram zurück in die Gleise hieven.

Sendung: Fritz, 07.04.2021, 5.30 Uhr

20 Kommentare

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  1. 20.

    Sie mögen ja in manchen Fällen nicht falsch liegen; jedoch lehne ich eine Pauschalverurteilung der Taxifahrer ab. Und zur Abzocke: Ich kenne mich in Berlin ganz gut aus; ich habe jedoch noch nie erlebt, dass mich ein Taxifahrer abzocken wollte. Ein schlechtes Erlebnis hatte ich jedoch mal (letztes Jahr). Da ist ein Herr (über 60?) in seinem Auto auf der Stadtautobahn vollkommen ausgerastet und hatt alle Verkehrsregeln missachtet. Ich hatte schon überlegt, ob ich im Britzer Tunnel aus dem Auto springe... :) War aber eben eine Ausnahme in den vielen Jahren. Nichts für ungut. Grüße

  2. 19.

    Nö. Und was hat Grünau damit zu tun? Ich fahre (zwangsweise, wenn die S-Bahn mal wieder nicht fährt-also ziemlich oft) mit dem Taxi. Ich habe 99,9 % nur gute Erfahrungen gemacht. Und jetzt Sie, da Sie ja anscheinend schlaumeiernd die Szene kennen... ;)

  3. 15.

    Ein Satz und dann gleich 2-Fehler. Der Fahrer in 66 und nicht 76. Wie kommen Sie darauf das Sie Straba übersehen wurde? Warum informieren Sie sich nicht erst einmal über die örtlichen Gegebenheiten bevor Sie sich zu Wort melden?

  4. 14.

    ... alles was die Busspur befahren darf hat jeden Respekt vor dem Straßenverkehr und dessen Regeln verloren. Kann man sich schön reden... muss man aber nicht.

  5. 13.

    In meiner Familie gibts jemanden, der sich im Studium sein Taxiunternehmen aufgebaut hat und bis heute erfolgreich führt: da sind allesamt gute Leute bei, die andere nicht übervorteilen - also: wer meinen Text unter #1lesen UND verstehen kann, ist klar im Vorteil - gilt für auch Markus und Maria :-P
    Dass Droschkenfahrpersonal einen finanziell unterdurchschnittlichen Stand hat und vor Allem und jederzeit mit Übergriffen rechnen muss ist schon schlimm genug - dann aber jemanden zu geraten, dem man sich anvertraut, durch eine "Routenplanung" zuviel zu bezahlen, scheint ja einigen hier Recht zu sein oder die kennen (vllt gar als "Wahlberliner*in") ihre Stadt ja in und auswendig und haben für jeden Verständnis, der sie abzocken will. Träumt fein weiter.
    Ich bleibe jedenfalls lieber nüchtern, wenns ums Feiern geht (zur Zeit natürlich nicht!) und fahre selbst.

  6. 11.

    Und Sie in Grünau sind Berliner Schlaumeier und Kenner der Szene..... *lach* Ich kann den Kommentierenden gut verstehen.... Jedoch sind, wie beschrieben, nicht alle so - es war wohl auch keine pauschale Verurteilung - aber Sie, Markus, scheinen ja getroffen worden zu sein - oder!????

  7. 10.

    Auf die Fahrgäste die alles besser wissen konnte ich gerne verzichten.
    Allerdings gab es genügend Fahrgäste die auf den Kutscher vertraut haben. Und auch der Meinung waren der Fahrer wirds schon richtig machen. Die anderen rufen besser keine Taxe.

  8. 9.

    Die Fahrgäste mit angeblicher Ortskenntnis waren mir immer die besten Fahrgäste. Oft zu einem teureren Fahrpreis. Das freut den Kutscher. Aber es gibt such Fahrgäste die sind sehr schlau! Auf einer fahrt von Marzahn nach Schlachtensee, sagte er nur fahren sie wie sie möchten. Der Fahrgast hatte es sich gemütlich gemacht und schlief. Dort angekommen sagte er nur der Preis ist Okay. Man kann fahren wir man will, es kommt immer der gleiche preis heraus. Die fahrt machte er regelmäßig.

  9. 7.

    Abgesehen von dem - in diesem Fall - vglw. hohen Alter des Taxifahrers sehe ich ein ausgesprochenes "Spannungsfeld" zwischen der Sicherheit beim Fahren und dem Termindruck, dem sich eine Branche aussetzt. Beides ist entgegengesetzt. Die "Eigengesetzlichkeit" beim Taxigewerbe ist mittlerweile von den Pizzafahrern überboten worden, LKW-ausgerichtete Speditionen befinden sich in etwa gleichauf.

    Das übliche Maß an Nichteinhaltung von Gesetzen - damit auch bei Radfahrenden und zu Fuß Gehenden - hat in den oben beschriebenen Fällen ernsthafte Konsequenzen für Leib & Leben der Außenstehenden. Ein Glück, dass Menschen in einer Straßenbahn recht gut geschützt sind.



  10. 6.

    Das Geschäft der Taxifahrer hat sich geändert, vielleicht mal wieder fahren und nur wegen einem schlechten Erlebnisse alle als Betrüger abzustempeln finde ichviek zu einfach gedacht und unfair. Es ist ein Knochenjob mit schlechter Bezahlung. Vielleicht selber Mal fahren und ausprobieren.

  11. 5.

    Ich vermeide ebenfalls Taxifahrten, wann immer und wo es nur geht. Seit Jahren nehme ich eher ein CarSharing-Fahrzeug oder bei Eignung der Verbindung immer häufiger ÖPNV. Ich prophezeie mal ein massives Taxisterben in den nächsten Jahren, was mir bei den Mondpreisen und der Kompetenz vieler Fahrer nicht wirklich leid tut. Für mich entbehrlich und ich verstehe auch, dass es einige bewegungseingeschränkte Menschen gibt, die Taxis brauchen, auch wenn es hier Alternativen wie Fahrdienste gäbe.

  12. 4.

    Wo sind wir nur hingekommen, dass 76 jährige noch arbeiten müssen.

  13. 2.

    Mit 76 sollte man vielleicht hin und wieder mal zur Nachschulung müssen, wenn man schon anfängt eine Tram zu übersehen.

  14. 1.

    Ein Großteil der Taxifahrer lebt nach eigenen Gesetzen, als ob ihnen die Straßen gehören würden. die drängeln, schneiden, nötigen, rasen, fahren bei Rot weiter und bescheißen ihre Fahrgäste mitunter nach Strich und Faden durch ihre Auslegung von kürzester Strecke.
    Meine wirklich letzte Taxifahrt liegt mittlerweile über 10 Jahre zurück: von der Party nach Hause wollend, fuhr der Kutscher einen komischen Umweg und auf meine Frage hin warum, meinte er, auf direktem Wege wäre eine Baustelle: glatt gelogen; er rechnete nicht mit meiner Ortskenntnis und ich gab ihm drei Alternativen auf: zurück auf den üblichen Weg mit Taxameterstopp und der Bezahlung des bis dahin angefallenen Preises, oder ne Anzeige wegen Betrugs und ne Meldung bei der Taxi-Innung. Damit hat er nicht gerechnet, denn die "Umfahrung" wären +10km gewesen - innerhalb Pankow - was ne Frechheit.

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