Sportplätze nach Opfern extremistischer Gewalt benannt - Berlin-Mitte bekommt einen George-Floyd-Sportplatz

Poststadion in Berlin (Quelle: dpa/Klaus-Dietmar Gabbert)
Audio: rbb | 27.04.2021 | Matthias Bartsch | Bild: dpa/Klaus-Dietmar Gabbert

In Berlin wird ein Sportplatz künftig den Namen des getöteten US-Amerikaners George Floyd tragen. Insgesamt sollen sechs Sportplätze im Poststadion in Berlin-Moabit nach Opfern rassistischer und extremistischer Gewalt benannt werden, wie aus einem am Montag veröffentlichten Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) von Berlin-Mitte hervorgeht.

Neben George-Floyd-Platz wird es auf dem Stadiongelände auch einen Hatun-Sürücü-Platz, einen Hermann-Horwitz-Platz, einen Dalia-Elyakim-Platz, einen Mete-Eksi-Platz und einen Jana-Lange-Platz geben.

Initiative ging von Athletik Klub 07 aus

Der Beschluss war am Donnerstag vergangener Woche auf Antrag der Linken-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung gefallen. Die Initiative für die Umbenennung der Plätze ging von dem Berliner Athletik Klub 07 aus. Die Umbenennung der Plätze soll bis zum 10. September diesen Jahres erfolgen, wie aus dem Beschluss weiter hervorgeht.

Nach der gewaltsamen Tötung des Afroamerikaners George Floyd durch den Ex-Polizisten Derek Chauvin am 25. Mai 2020 hatte es weltweit Demonstrationen gegen Rassismus und Polizeigewalt gegeben. Auch die Nachwuchsspieler des Berliner Vereins hätten sich daran beteiligt, hieß es.

Die Kommentarfunktion wurde am 26.04.2021 um 20:50 Uhr geschlossen

Die Kommentare dienen zum Austausch der Nutzerinnen und Nutzer und der Redaktion über die berichteten Themen. Wir schließen die Kommentarfunktion unter anderem, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt.

 

7 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 7.

    Kein Verbrecher? Lächerlich! Aracely Henriquez ist der Name (einer schwangeren, afroamerikanischen Frau) die tatsächlich 2007 Opfer eines Raubüberfalls wurde, an dem George Floyd beteiligt war(CorrectivOrg). Und das in Zusammenhang mit Hatun Sürücü zu bringen, ist der Gipfel der Perversion.

  2. 6.

    Schwerverbrecher? "Between 1997 and 2005, he was convicted of eight crimes. He served four years in prison after accepting a plea bargain for a 2007 aggravated robbery in a home invasion."

    Floyd war mit Sicherheit kein Waisenknabe aber eben auch nicht der "Schwerverbrecher" zu dem sie Floyd hier aus ideologischen Gründen machen wollen.

    Ihre gespielte, besser geschauspielerte Empörung ist also mal wieder heiße Luft, nichts weiter.

  3. 5.

    Ich stimme Ihnen vollkommen zu. Sowas gibt es nur in Berlin. Da werden sogar Verbrecher hofiert.

  4. 4.

    Der Umstand wie er ums Leben kam, war gewiss grausam und eine Straftat. Aber einen Sportplatz nach jemandem zu benennen, der trotz allem auch ein Straftäter gewesen ist finde ich nicht korrekt. Und das, wo wir doch gerade so viele Straßen umbenennen.

  5. 3.

    George Floyds Tod mag tragisch sein - aber einen Sportplatz in Deutschland nach einem Straftäter zu benennen, dessen einziger Beitrag war als Opfer von Polizeigewalt zum Märtyrer zu werden, finde ich bedenklich. George Floyd war kein Engel und das ist Fakt. Es gibt sicherlich viele andere Personen, auch mit ähnlichem Schicksal, die oder deren Schicksal zumindest einen Bezug nach Deutschland hatten, die man würdigen kann.

    Die Grundidee finde ich persönlich ja völlig in Ordnung.

  6. 2.

    Ich fasse es nicht! Es ist unbestritten tragisch und erschütternd, dass dieser Mann bei einem Polizeieinsatz ums Leben gekommen ist. Aber diesem Schwerverbrecher dafür ein Denkmal zu setzen, ist eine Verhöhnung seiner Opfer. Sein tragischer Tod ist das Eine, seine rücksichtslose kriminelle Karriere ist deswegen aber auch nicht wieder gut gemacht. Ihn jetzt zum Helden und Märtyrer zu stilisieren, kann auch nicht der richtige Weg sein.

  7. 1.

    Eine wirklich tolle Sache!!!

Nächster Artikel