Dei Sonne scheint in Brandenburg durch die Bäume (Bild: imago images/F. Anthea Schaap)
Bild: imago images/F. Anthea Schaap

Inventur im Wald - Wie geht es Brandenburger Bäumen?

Der Brandenburger Wald wird seit Dienstag wieder genauer erfasst. Bis Ende 2022 laufe bundesweit die Inventur, teilte das Forstministerium mit. Erfasst wird dabei der aktuelle Zustand und damit auch die Waldentwicklung.

Die bundesweite Inventur im Wald findet alle zehn Jahre statt. In Brandenburg gab es sie bereits 2002 und 2012.

Ein Wald im Dauerstress

Schon der jährliche Waldzustandbericht Ende 2020 zeigte, dass es Bradenburger Wäldern nach wie vor schlecht geht. Der Wald habe unverändert mit den Auswirkungen des Klimawandels zu tun und stehe vor allem durch Trockenheit und Schadinsekten unter Dauerstress, sagte damals Umweltminister Axel Vogel (Grüne). Jeder vierte Baum weise deutliche Schäden auf, und 2020 war das dritte Trockenjahr in Folge.

Bei der am Dienstag gestarteten Inventur sollen jetzt nochmal bundesweit die Auswirkungen des Klimawandels und der extremen Wetterereignisse auf den Wald erfasst werden. Die Ergebnisse sind dann die Grundlage für nachhaltige Waldbewirtschaftung. Auch Aussagen zu den Klimaschutzleistungen des Waldes sollen so getroffen werden.

Nicht jeder Baum wird erfasst

In Brandenburg wachsen etwa 808 Millionen Bäume. Bei der bundesweiten Inventur wird aber nicht jeder einzelne erfasst: Genutzt wird ein repräsentatives Stichprobenverfahren in einem Raster von zwei mal zwei Kilometern.

Insgesamt sind über 150 Baum-, Gelände- und Waldbestandsmerkmale an etwa 11.400 Stichprobenpunkten zu erfassen. Ermittelt werden unter anderem Art, Durchmesser und Höhe der Bäume. Auch eventuelle Schäden werden erfasst.

In Brandenburg betreut das Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde die Arbeiten. Für die Waldaufnahmen sind spezialisierte Unternehmen beauftragt worden. Dafür werden rund 1,6 Millionen Euro aus dem Landeshaushalt bereitgestellt.

Die in den Ländern bis Ende 2022 gesammelten Daten wertet der Bund dann zentral aus. Die ersten Ergebnisse sollen 2023 vorliegen.

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