Mord in der Huttenstraße in Moabit (Quelle: Morris Pudwell)
Bild: Pudwell

Ein Toter und ein Schwerverletzer - Zwei Gewaltverbrechen in Moabit und Mitte - Verdächtiger in Psychiatrie

Die Polizei hat einen 30-Jährigen festgenommen, der in Berlin einen Mann getötet sowie einen weiteren schwer verletzt haben soll. Beide Opfer waren am Montagmorgen in ihren Wohnungen nur unweit von einander entfernt in Moabit und Mitte entdeckt worden, wie die Polizei am Dienstag weiter mitteilte.

Der Verdächtige sei bereits am Montagabend festgenommen worden. Er soll in einer geschlossenen psychiatrischen Einrichtung untergebracht werden, wie die Generalstaatsanwaltschaft am Abend über Twitter mitteilte.

Ein Schwerverletzter nach einem Einbruch in Mitte

Der Schwerverletzte im Alter von 56 Jahren war von einem Nachbarn in einem Mehrfamilienhaus in der Neuen Schönhauser Straße in Berlin-Mitte gefunden worden. Die Wohnungstür sei aufgebrochen gewesen, der Verletzte habe auf dem Boden gelegen. Er wurde in einem Krankenhaus sofort notoperiert. Ermittler gingen von einem versuchten
Tötungsdelikt aus.

Am selben Morgen wurde laut Polizei die Leiche eines ebenfalls 56-Jährigen in einem Haus in der Huttenstraße in Berlin-Moabit entdeckt. Nach Informationen der Zeitung "B.Z." soll das Opfer schwerste Kopfverletzungen erlitten haben. Eine Sprecherin der Polizei sagte, die Situation, in der der Tote gefunden wurde, sowie die Art der Verletzungen deuteten auf ein Tötungsdelikt.

Der Tote in Moabit war laut Polizei um 8.40 Uhr gefunden worden, der Schwerverletzte in Mitte um 6.50 Uhr. Die Entfernung zwischen beiden Orten beträgt nur wenige Kilometer. Informationen, weshalb die Ermittler in beiden Fällen vom selben Täter ausgehen, teilte die Polizei nicht mit.

Sendung: rbb88,8, 20.04.2021, 12 Uhr

7 Kommentare

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  1. 7.

    Okay, durch Ihren Kommentar neugierig geworden bin ich jetzt im Netz auf mehr Infos gestoßen. Die machen den Fall jetzt für mich auch nicht weniger rätselhaft. Beziehungstat oder vielleicht sogar OK?
    Um auf Ihre Kritik einzugehen: Für die geschehene Tat macht es erst mal überhaupt keinen Unterschied, jedes Gewaltverbrechen ist eines zu viel und es gibt keine Unterschiede, wer oder was der Täter war. Allerdings ist eine Detaillierung für die Prävention zukünftiger Taten sehr wohl erforderlich und auch notwendig. Wer aus falscher Rücksicht, Taten könnten instrumentalisiert werden, auf Eingruppierung, übliche Verhaltensweisen und Motivlage von Tätern verzichtet, kann weiteren Taten auch nicht vorbeugen.
    Im Falle rechtsradikal motivierter Straftaten tun wir das doch richtigerweise auch. Anderenfalls wäre der Staat gar nicht in der Lage, diesem Klientel wirksam mittels Vereinsverboten und Beobachtungen entgegen zu wirken. Prävention erfordert Analyse.

  2. 6.
    Antwort auf [Sebastian Rother] vom 20.04.2021 um 16:45

    "Das nicht erwähnen offenkundiger Missstände führt nur zu einer Radikalisierung und folgendem Fremdenhass. "

    Einen überproportionalen Anteil davon bei Ostdeutschen. Das nicht erwähnen dieser offenkundiger Misstände....

  3. 5.

    Natürlich ist das wichtig. Der verurteilte Massenvergewaltiger ist Ausländer, so wie mutmaßlich die Täter hier auch. Keine Einzelfälle. Denn nach wie vor beträgt der Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen in der Statistik der Ausländerkriminalität – wie im Vorjahr – rund 30 Prozent. Ihre Zahl sank laut „dts Nachrichtenagentur“ 2020 auf 663.199 – bei 699.261 im Vorjahr kein spektakulärer Rückgang.
    Und wenn diese Verbrecher aus dem visumspflichtigen nicht EU Ausland hier eigentlich nichts zu suchen haben, weil sie über keinen legalen Aufenthaltsstatus verfügen, warum soll sich Deutschland damit belasten? Es muss die Politik sein, daß hier erst gar nicht solche Personen einreisen.

  4. 4.
    Antwort auf [Sebastian Rother] vom 20.04.2021 um 15:25

    Weil es auch sch...egal ist, welche Nationalität er hat. Oder gibt es keine deutschen Mörder?
    Wenn ich mir die Mordstatistik der deutschen Neonazis und Rassisten so anschaue, kommen da einige hundert zusammen.

  5. 3.
    Antwort auf [Sebastian Rother] vom 20.04.2021 um 15:25

    Und Sie sind DEUTSCHER? Warum kennzeichnen Sie dies in Ihrem Beitrag nicht? Hoffentlich haben Sie wenigstens ein Gesichtstattoo in Nationalfarben und tragen mindestens eine der deutschen Flaggen auf all Ihren Kleidungsstücken. Zutrauen würde ich es Ihnen jedenfalls.

  6. 2.
    Antwort auf [Sebastian Rother] vom 20.04.2021 um 15:25

    Wofür ist diese Information wichtig?

  7. 1.
    Antwort auf [Sebastian Rother] vom 20.04.2021 um 15:25

    Ja der Anteil an Tätern nichtdeutscher Herkunft ist zum Teil überproportional hoch. Aber grundsätzlich ist es erstmal egal.

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