Pro-Palästinenser-Kundgebung in Neukölln - Demo-Teilnehmer attackieren Polizeikräfte - 16 Verletzte

Demonstrierende stehen gegenüber der Bereitschaftspolizei in Neukölln (Quelle: imago-images/Achille Abboud)
Audio: Inforadio | 11.05.2021 | Juliane Kowollik | Bild: imago-images/Achille Abboud

16 verletzte Polizeikräfte, zehn Festnahmen und jede Menge Verstöße gegen die Corona-Regeln. Eine Demonstration mit rund 900 Menschen ist am Sonntag in Berlin-Neukölln offensichtlich aus dem Ruder gelaufen.

Teilnehmer einer pro-palästinensischen Demonstration haben am Sonntag in Berlin-Neukölln Polizeikräfte mit Steinen und Flaschen angegriffen. Laut Polizei wurden dabei 16 Einsatzkräfte verletzt. Zehn Personen wurden festgenommen. Gegen sie wird wegen schweren Landfriedensbruchs, Widerstände und tätlicher Angriffe gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.

Auf dem Hermannplatz hatten sich am Sonntagnachmittag etwa 900 Personen zu einer Kundgebung mit dem Titel "Menschenrechte in Palästina, Gewalt gegen Palästinenserinnen in der Nacht zum 08.05. in Jerusalem" versammelt. Zuvor waren bis zu 550 Personen von der Erkstraße über die Sonnenallee zum Hermannplatz gezogen.

Angriffe aus einer Gruppe von 100 Personen

Die Polizei und die Versammlungsleitung wiesen über Lautsprecherdurchsagen mehrfach auf die coronabedingten Hygieneschutzbestimmungen hin. Etwa 300 Jugendliche und junge Erwachsene in der Mitte des Aufzuges hätten dennoch die vorgegebenen Abstände nicht eingehalten, so die Polizei.

Gegen 17.30 Uhr habe schließlich der Versammlungsleiter die Kundgebung beendet, da sich auf dem Hermannplatz mehrere Hundert Menschen dicht gedrängt und alle Ansprachen keine Wirkung gezeigt hätten. Im Zuge der polizeilichen Ansprache sei es dann aus einer bis zu 100 Personen umfassenden Gruppe zu tätlichen Angriffen auf die Einsatzkräfte gekommen. Gegen 18.40 Uhr habe die Lage dann unter Kontrolle gebracht worden, so die Polizei.

Die Gewerkschaft der Polizei kritisierte, zahlreiche Demonstranten hätten die Versammlungsfreiheit für Straftaten missbraucht und gezielt Menschen angegriffen. "Es gibt keine Legitimation dafür, Steine und Flaschen auf Menschen zu werfen", erklärte GdP-Sprecher Benjamin Jendro.

32 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 32.

    Ok - genau dieser Mann war ein Widerspruch meiner Aussage. Doch auch hier kam es zu Eskalationen, die sicherlich nicht von der Polizei initiiert wurden. Dass da unverhältnismäßig seitens der Polizei agiert wurde, würde ich es als Kollateralschäden akzeptieren, wenn es absolut und seltene Ausnahmen blieben. Wegen Herrn Wagner hatte sich die Polizei während des HH G20 auch zurückgehalten.
    Dennoch: wenn unsere Polizei wie in Belarus und den vielen anderen Autokratien und Diktaturen auf friedliche Demonstranten so losgehen würde wie man das im Fernsehen nachvollziehen konnte, hätten wir hier in D schon bürgerkriegsähnliche Zustände - das würde sich kein Demonstrant gefallen lassen.
    Und: die Polizei hat ein Auftrag und der muss bis zur Ultima Ratio leider auch mit Mitteln der Gewalt erfüllt werden.
    Oder sollte man der Polizei diesen Auftrag entziehen? Wie würden dann die Demo's verlaufen? Zerstörung oder Frieden über alles?

  2. 31.

    Die Polizei hat darf Gewalt anwenden, wenn es Verstöße mit Gewalt gibt!

  3. 30.

    Nur wer ohne wenn und aber an der Seite der Juden und ihrem Staat Israel steht, sollte hier in Deutschland Gedenkreden halten dürfen. Haben sich eigentlich Frau Merkel und Herr Steinmeier schon geäußert oder Frau Knobloch und Herr Schuster als deren Regierungsvertreter gegenüber den Juden in Deutschland ?

  4. 29.

    Eine lächerlichere Ausrede ist Ihnen nicht eingefallen? Aber beim Anschlag auf der A100 waren Sie ja auch einfallsreich, da war es doch die Perspektivlosigkeit des armen Irakers, oder?

  5. 28.

    @Benno - Nie? Wirklich nie? Sie scheinen ja auf jeder Demo an jeder Stelle dabei gewesen zu sein. Wie machen sie das?

    Sarkasmus beiseite: zählt ihre Aussage auch im Bezug auf den Einsatz bei Stuttgart21, wo ein Rentner beide Augen durch den Wasserwerfereinsatz verloren hat?

  6. 27.

    Wer sind denn nun diese " Demonstranten" genau, die zwar Menschenrechte fordern, aber gleichzeitig Steine und Flaschen auf Menschen werfen und en passent auch noch gegen Israel sind. Jungendliche und junge Erwachsene ist sehr allgemein gehalten. Das muss man doch präzisieren können ?

  7. 25.

    Vollkommen richtig was Sie hier beschreiben. Wenn es nach der Jugend in Israel ginge, gäbe es längst die zwei Staaten Lösung und sicherlich auch kein Gazastreifen mehr. Aber solange die alten, religiös konservativen, und gar korrupten Politiker an der Macht sind, wird sich in Israel nicht so bald etwas ändern. Es gab eine Zeit vor Israel, das lebten Juden, Christen und Moslems friedlich miteinander.

  8. 24.

    Genauso sehe ich das als Bürger dieses Landes auch. Unsere Demokratie wird benutzt, aber Respekt vor selbiger gleich null. Respektlosigkeit, anspucken, pöbeln, gewalttätig werden, demokratische Gesetze missachten, bedeutet unsere Demokratie mit Füßen treten. Die Geschichte hat es immer wieder bewiesen, sowas kann ganz schnell kippen. Die Politik handlungslahm. Es müssen viel schärfere Bestrafungen her, dann überlegt man sich ob Sanitäter, Polizei , Feuerwehr angegriffen und bespuckt werden. Dieses Land wird von solchen Menschen nur noch ausgelacht, du, du , machen und das war’s. Die Polizei muss sich dann noch rechtfertigen warum sie du, du gemacht hat. Das wird uns noch mal auf die Füße fallen.

  9. 23.

    Ich stimme Ihnen zu, dass Gewalt in jeder Form abzulehnen ist. Ich halte es allerdings für falsch, Kritik an der israelischen Siedlungspolitik als Antisemitismus zu bezeichnen. Ich achte den Glauben eines jedem Menschen. Niemand hat aber das Recht "anders-oder nicht Gläubigen" Raum zu nehmen. Immerhin gab es vor dem Jahr 1948 einen Staat Palestina. Wer sich mit dieser Geschichte näher befasst, hat vielleicht eine differenziertere Sicht.

  10. 22.

    Und woher wissen Sie dass es Ausländer waren, die die Polizei angegriffen haben?

  11. 21.

    Ob gerade in Berlin, München (https://www.google.com/amp/s/www.br.de/nachrichten/amp/bayern/englischer-garten-in-muenchen-19-verletzte-polizisten-nach-flaschenwuerfen,SWtufAE) oder Hamburg an der Roten Flora am 1. Mai - Gewalt gegen die Polizei ist inakzeptabel und kann in einem Rechtsstaat nicht geduldet werden.

    Die Polizei geht in Deutschland nie (auch wenn Riga-Straßen-Kämpfer und Schanzenviertel-Brandstifter was anderes behaupten) gegen Demonstranten vor, wenn sie nicht gewalttätig sind. Vielleicht sollten mal die Leute, die die Demos anmelden, auch ihre eigenen Ordnungskräfte mitbringen und dann deeskalierend einwirken, wenn sich wieder testosteron-aufgeladene Halbstarke sinnlosen Prügelorgien hingeben wollen.

  12. 20.

    Haben sie den Text überhaupt gelesen und verstanden ?
    Als Linksdenker haben sie natürlich Probleme mit anderen Meinungen.

  13. 19.

    Die würden sich nie wagen gegen die ''kriminelle Elite'' was zu sagen oder sich Distanzieren. Ich könnte mir gut vorstellen das einige gut von den Clan's leben. Ihre Heimat braucht junge Männer um die Heimat aufzubauen , aber das ist denen egal,hier lebt man gut und viel ruhiger als dort.

  14. 18.

    Was haben die Demonstranten von der 1. Mai-Randale mit der Palästina-Demo gemeinsam?: nichts! Anderes Thema, andere Leute - nur dass sich „Gewalt“ gegen die Polizei langsam legitimiert als probates Mittel für Demos in Berlin. Nun ist der Staat gefordert, Konsequenzen zu ziehen und Maßnahmen zu imitieren, dass Demos friedlich bleiben und die Unfriedlichen zu sanktionieren, ohne daraus ein Polizeistaat zu machen a la Belarus. Russland, Türkei und vieler antidemokratischer Staaten dieser Welt. Es wird eine Herausforderung für unser Parlament nach der BTW, doch ein Verschieben verschärfter Gesetze auf die Zukunft hilft einem friedlichen Zusammenleben von Menschen mit ganz unterschiedlicher Interessen auch nicht weiter.

  15. 17.

    Wer in Deutschland das Recht auf Demos erteilt bekommt hat auch nur das Recht zu demonstrieren. Wer Polizisten angreift, hat hier nicht zu suchen und sollte SOFORT ausgewiesen werden. Für die hier friedlich lebende Ausländer ist das peinlich, denn sie schämen sichrer ihre Landsleute.

  16. 16.

    Ach Angela ich hoffe doch rtl hat die gesamte Situation gezeigt und nicht nur die Bilder, welche passen.
    Ich kann ihn nur sagen die Gewalt gegen uns (Feuerwehr und Polizei) nimmt täglich zu und ist besonders in einigen Stadtteilen extrem bzw von einer Bevölkerungsgruppe. Aber so lange Politik und Leute wie sie die Schuld bei den Uniformträgern sucht bzw uns einreden will wir seien schuld, dann wird sich nichts zum Guten wenden. Ja und ehrlich gesagt die -man kann es schon so nennen - die Angst nimmt zu, wenn man bestimmte Bereiche betreten muss.

  17. 15.

    Alle wollen diese Demokratie in unserem Land, leben gern in dieser Demokratie, nutzen gern unsere Demokratie (Demos), benutzen gern unsere Demokratie, aber demokratisch verhalten und demokratische Gesetze einhalten geht nicht.
    Dann ist wieder die Polizei schuld, man kann dieses Land auch ganz demokratisch verlassen.

  18. 14.

    Es ist keine Entschuldigung selbst wenn RTL? irgendwelche Bilder zeigt. Rufe wie von Ihnen zitiert am 1.Mai in Berlin sind unentschuldbar. Und zeigen in welche Richtung sich das Ganze entwickelt. Jagd auf Polizisten etc.

  19. 13.

    "Gegen sie wird wegen schweren Landfriedensbruchs, Widerstände und tätlicher Angriffe gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt."

    Gegen Inländer bei diesen Gewaltdelikten den Gesetzsrahmen voll aussschöpfen und langjährig in den Knast schicken. Gewalttätige Ausländer ausweisen. Das Westbank-Problem hat mit Deutschland nichts zu tun, die Araber der Westbank und im Ghaza-Streifen sollten erstmal ihre eigenen hochkorrupten Eliten zum Teufel jagen, aber davon hört man wenig bei den Arabern, die in Berlin uns hier über "Palästina" die Ohren voll jammern.

Nächster Artikel