Mehr Platz für Kinder - Friedrichshain-Kreuzberg richtet wieder temporäre Spielstraßen ein

Archivbild: Temporaere Spielstrasse Start der ersten temporaeren Spielstrafle in Berlin Kreuzberg. Kinder spielen auf einer gesperrtern Strasse in Berlin, am 07.08.19. (Quelle: imago images/Jochen Eckel)
Bild: imago images/Jochen Eckel

Um Kindern insbesondere während der Pandemie mehr Platz zum Spielen zu bieten, macht der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg wie im vergangenen Jahr wieder öffentliche Straßen zeitweise zu Spielstraßen. Das hat das zuständige Bezirksamt mitgeteilt. Demnach starten in den kommenden Wochen sieben temporäre Spielstraßen:

  • Bänschstraße (zwischen Voigtstr. und Hausnummer 88, vom 1. Juni bis zum 31. August - außer in den Sommerferien - immer sonntags von 15 bis 18 Uhr)
  • Dresdener Straße (zwischen Erkelenzdamm und NKZ, vom 21. Mai bis zum 30. Septemer - außer in den Sommerferien - immer freitags von 15 bis 18 Uhr)
  • Forster Straße (zwischen Reichenberger Straße und Paul-Lincke-Ufer, vom 6. Juni bis zum 30. September - außer in den Sommerferien - sonntags von 14 bis 18 Uhr)
  • Richard-Sorge-Straße (zwischen Mühsamstraße und Straßmannstraße, vom 23. Mai bis zum 30. September immer sonntags von 14 bis 18 Uhr)
  • Simplonstraße (zwischen Helmerdingstraße und Matkowskystraße, vom 19. Mai bis 30. September - außer in den Sommerferien - immer mittwochs 15:30 bis 18:30 Uhr)
  • Waldemarstraße (zwischen Leuschnerdamm und Adalbertstraße, vom 23. Mai bis zum 30. September immer sonntags von 15 bis 19 Uhr)
  • Wrangelstraße (zwischen Falckensteinstraße und Oppelner Straße, vom 16. Mai bis zum 30. September - außer in den Sommerferien - immer sonntags von 14:30 bis 19:30 Uhr)

Bereits im April begann die Saison der Spielstraße in der Böckhstraße, die bereits seit 2019 besteht.

Straßen bekommen dauerhafte Beschilderung

In diesem Jahr erhalten die Spielstraßen eine dauerhafte Beschilderung. Ausnahme ist dabei die Wrangelstraße, da im Wrangelkiez aktuell noch die Beteiligung für die verkehrliche Umgestaltung läuft. Laut Bezirk wird deshalb in der Wrangelstraße zunächst noch auf eine mobile Beschilderung gesetzt.

Für die Umsetzung der Spielstraßen werden noch freiwillige Helferinnen und Helfer gesucht. Interessierte können sich hier melden [fixmyberlin.de].

Weitere temporäre Spielstraßen in anderen Bezirken

Auch der Bezirk Neukölln hat in diesem Jahr temporäre Spielstraßen eingerichtet. So werden nach einer Bürgerbeteiligung zwei Straßen immer sonn- und feiertags zwischen dem 15. Mai und dem 15. September 2021 von 13 bis 18 Uhr zum Spielen gesperrt:

  • Anzengruberstraße (zwischen Donaustraße und Sonnenalle)
  • Sanderstraße (Zwischen Hobrechtstraße und Friedelstraße)

Unter der Woche werden dagegen im Bezirk Pankow Straßen zu temporären Spielstraßen:

  • Gudvanger Straße (zwischen Erich-Weinert-Straße und Hausnummer 14, von Mai bis Oktober - außer im August - jeden 1. Mittwoch von 14 bis 18 Uhr)
  • Templiner Straße (zwischen Zionskirchstraße und Schwedter Straße, von April bis Oktober - außer in den Sommerferien - jeden Dienstag von 15 bis 18 Uhr)

Laut dem "Bündnis Temporäre Spielstraßen" gibt es derzeit berlinweit 40 temporäre Spielstraßen.

Sendung: Abendschau, 16.05.2021, 19:30 Uhr

31 Kommentare

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  1. 31.

    Weniger Autos, mehr Platz für Menschen. Die meiste Zeit stehen die Fahrzeuge nur in der Gegend herum. Und sie stehen da, wo wir eigentlich auch in einem Biergarten sitzen könnten. Daran ändert sich auch nichts an der Antriebswende. Und wenn u.a. solche temporäre Spielstraßen einen Menschen keinen Anreiz auf ein Autokauf mehr bieten, dann begrüße ich das. Jetzt fehlt nur noch das Tempolimit in Städten und auf Autobahnen. Damit sich Menschen bewusst gegen ein Auto entscheiden, müssen ihnen aber auch Alternativen angeboten werden. Eine Stadt muss also etwa für gute Radwege und einen möglichst flächendeckenden ÖPNV sorgen. Oder aber: Die Stadt macht es möglich, dass die Menschen möglichst viel zu Fuß erledigen können, weil alles, was sie brauchen, direkt um die Ecke ist. Wenn erst mal Parkhäuser/Parkplätze/Flächen abgebaut werden. Die ja viel nutzbaren Platz wegnehmen.

  2. 30.

    Es gibt auch Straßen ohne Bürgersteig, von mir aus nennen wir sie Fahrbahnen.
    Noch sind die Fahrbahnen vorwiegend für den motorisierten Verkehr da, und das wird noch lange so bleiben.
    Wenn Fußgänger etc.etwas anderes meinen, und sich entsprechend verhalten, dann bekommen sie Probleme.

  3. 29.

    Es geht ja nicht um die Kinder bei dieser Aktion. Wenn jemandem etwas an den Kindern liegen würde, wären mehr saubere Spielplätze vorhanden und Spielgeräte würden zügig repariert. Bei uns auf dem Spielplatz sperrt seit zwei Jahren ein Gitter eine Drehscheibe mit etwas defektem Gummibelag ab. Erwartungsgemäß tut sich nichts, in drei Jahren wird das Teil dann vermutlich ersatzlos abgebaut, so lange können sich die Kinder noch am Bauzaun verletzen. Nein, die Kinder dienen der Agitation gegen Autofahrer. Welches Kind würde denn freiwillig auf einer Straße spielen, wo es rein gar nichts Kindgerechtes gibt?
    Was wird folgen? Sperren wir die S-Bahn, damit die Kinder mal für eine Woche auf den Gleisen spielen können?

  4. 28.

    Nein, die Straße umfasst auch den Bürgersteig, evtl. Radwege und Baumscheiben. Sie meinen sicher die Fahrbahn, wo der motorisierte Individualverkehr, allen vorran PKWs, überproportional viel Raum verschlingt.
    Das diese einmal für Autos gebaut wurden heißt allerdings sicher nicht, dass dies für immer so bleiben muss.

  5. 27.

    Es ist immer noch eine reguläre Straße an der völlig normal geparkt werden darf. Wo denn sonst. Warum soll ich für Behördenirrsinn mein Auto umparken? Vor allem, wohin? Na sicher zahlt die Versicherung wenn man Vollkasko hat, oder die Haftpflicht der Eltern oder man verklagt den Bezirk. Das geht auch.

  6. 26.

    Wer sein Auto an einer temporären Spielstraße parkt, ist doch selbst schuld, wenn es verbeult oder zerkratzt wird. Da zahlt sich keine Versicherung. Warum parkt man nicht woanders? Die Spielstraßen wurden lange angekündigt.

  7. 25.

    Erst lassen wir es zu, dass jede Lücke mit hässlichen und überteuerten Neubauten gefüllt wird und jetzt merken wir, dass uns Grünflächen fehlen. Es gibt seit Jahren ein Politikversagen auf allen Ebenen, in Berlin auch durch den Zuzug von un-qualifizierten aus den westlichen Bundesländern. Ich sehe keine Lösungen für diese Misere, weiter Neubauten zu fordern, das Tempelhofer Feld bebauen zu wollen oder die AfD zu wählen, ist aber garantiert immer falsch. Neubauten in privater Hand haben einfach keine Daseinsberechtigung und sollten wieder abgerissen werden!!!

  8. 24.

    Wir sind zwar keine Grossstadt aber Hauptstadt! Vieles ist noch zu provinziell! Die armen Kinder zwischen den Autos. Was soll das? Spielplätze müssen her, das ist grossstädtisch!

  9. 23.

    Grüner Schwachsinn !

  10. 22.

    Die Straßen sind wohl für den motorisierten Verkehr gebaut worden, und nicht für die Fußgänger.
    Wer meint den Kindern beibringen zu müssen, dass die Straßen allen gehört, der wird früher oder später die Folgen aushalten müssen.

  11. 21.

    Verkleinerte Städte gibt es schon, das nennt man dann Kleinstadt. Alles fusslaeufig erreichbar, wenn man das haben will hindert das keinen daran dahin zu ziehen. Früher gab es auch Garten oder Kuestlerkolonien, die waren dann besonders grün und leise. Wir aber wohnen in einer Grossstadt ohne Esel. ohneHuehner, etc.

  12. 20.

    Ich bin selbst Mutter, allerdings was ich letztes Jahr zwischen Simplonstraße und Helmerdingstraße gesehen habe waren mehr gelangweilte Ordner als spielende Kinder - dass u.a. der Fussball dann auch gern mal an die dort geparkten Fahrzeuge geprallt ist, hat die am Rande mit ihrem Handy beschäftigten Eltern nicht interessiert.
    Kinder gehören auf den Spielplatz und nicht auf der Straße - aber da die Bezirke durch unsere Regierung so heruntergewirtschaftet werden - Schwimmbäder geschlossen, marode Spielplätze, die Parks sich überlassen werden - hauptsache die bösen Autos verschwinden aus dem Stadtbild

  13. 19.

    Ich hab nichts gegen die Temporäre Spielstraße wenn die Eltern auch mal Ihren Müll wegräumen würden.
    Letztes Jahr war das echt schlimm die Reste von den Picknicks auf der Straße haben lauter Ratten angelockt und die Richard-Sorge-Str. danach immer Total vermüllt aus.

  14. 18.

    Ohne Autos könnten in den Städten Straßen verkleinert werden - vor allem wären auch keine hunderte Quadratmeter großen Parkflächen, Parkhäuser mehr nötig, die den Platz für Wohnraum wegnehmen, der in den Städten fehlt. Wo früher betonierte Parkplätze und mehrspurige Straßen die Stadt durchzogen, können in einer Stadt ohne Autos neue Parks, Wohnungen, Läden, Cafés und Spielplätze gebaut werden. Nebenbei entstehen auch wieder neue Arbeitsplätze. In einer sich im Wandel befindlichen Gesellschaft muss der Autofahrer nicht auf eigene Gewohnheiten bestehen, statt neuer Ideen etwas Raum zu schenken? Freiwillig will keiner auf das Auto in Städten verzichten, und den Anreiz für ein Autokauf wirkt man mit solchen Maßnahmen entgegen. Setzt endlich das Tempolimit in Städten und Autobahnen durch, mit 30 Km/h ist man z.B. sogar noch schneller unterwegs als in Staus. Das stört ja auch keinen wirklich.

  15. 17.

    Das man mit Kinder besser am Rand im gruenen oder im sogenannten Speckguetel lebt hat sich eben rum gesprochen. Die Grundstücke und Häuser, aber auch Mietobjekte werden einem nicht mehr nachgeworfen sind aber finanzierbar. Anstatt die Kinder in eine Hippe teure Stadtwohnung lieber aufs Land. Weiterer Vorteil inerstaedtische Wohnungen werden frei, die auf Grund von Arbeit, Studium, aber aich Alter wegen Aerzten auf das Wohnen nicht verzichten können.

  16. 16.

    "Mehr Platz für Kinder - das ist immer gut.!"
    Sie scherzen, nicht wahr?
    In unmittelbarer Nähe meiner Kreuzberger Wohnung (Bergman Kietz) gibt es drei verwahrloste Kinderspielplätze. Kaputte Spielgeräte, beschmierte Bänke, schmutziger Sand im Sandkasten. Abgebaute oder geschlossene öffentliche Bedürfnisanstalten. Wie wäre es wenn man sie sanieren würde? Glauben Sie wirklich, dass diese sinnfreie Zuweisung des schmutzigen Asphalt eine sinnvolle Alternative zur Sanierung und einen Mehrwert für Kinder darstellt?
    Ideologische Verblendung macht die Entscheider auf die Bedürfnisse der Kinder blind und ersetzt die Wahrnehmung von Aufgaben durch sinnfreien Aktionismus. Das ist nicht gut.

  17. 15.

    Auch Kinder genießen den freien Platz z. B. zum Roller fahren, Fahrradfahren (lernen) etc.
    Normalerweise werden sie auf meist zu enge Bürgersteige beschränkt, die durch Hundekot und dreist geparkte Autos noch weiter eingeengt werden.
    Die Straße gehört allen! Nicht nur den finanziell und politisch verhätschelten Autofahrern.

  18. 14.

    Heute bin ich alt meine Kinder gross, heute bin ich aber
    auch krank. Ärzte gibte es in der Stadt. Wenn ich noch mal jung wäre und meine Kinder klein würde ich sofort aufs Land ziehen, ging ja damals nicht. Arme Kinder die jetzt aif der Straße spielen sollen anstatt im Park oder Wald. Wir sind, wenn eben möglich damals mit dem Auto an den gruenen Stadtrand gefahren. Auch damals war man schon mobil

  19. 13.

    Mehr Platz für die Kinder, aber bitte nicht auf den Straßen.
    Verkehrserziehung einerseits, und dann das Kontrastprogramm, wie sollen die Kinder die Verhaltensregeln im Straßenverkehr verinnerlichen?

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