Flaschen- und Steinwürfe am Mariannenplatz - Zehn Polizisten bei Ausschreitungen in Kreuzberg verletzt

Angriffe auf Polizisten am späten 16. Mai 2021 in Kreuzberg (Bild: M. Pudwell)
Audio: rbb 88,8 | 17.05.2021 | Miriam Keuter | Bild: Pudwell

Bei Ausschreitungen auf dem Mariannenplatz in Berlin-Kreuzberg sind am späten Sonntagabend zehn Polizeikräfte verletzt worden. Das teilte die Berliner Polizei am Montag mit. Ein Beamter musste demnach ins Krankenhaus gefahren werden und seinen Dienst vorzeitig beenden. Zunächst war die Rede von vier verletzten Polizisten gewesen.

Zuvor sollen sie den Angaben zufolge aus einer Gruppe von rund 100 Personen mit Flaschen, Steinen und weiteren Gegenständen beworfen worden sein.

100 Personen im Freien trotz Ausgangssperre

Gegen 22.30 Uhr riefen Zeugen die Polizei zum Mariannenplatz, weil sich dort trotz Ausgangsbeschränkungen über 100 Personen aufhielten und Alkohol konsumierten, teilte die Polizei mit. Einzelne Personen seien der Aufforderung der Polizei gefolgt, den Platz zu verlassen. Ein Teil der Anwesenden habe jedoch aggressiv reagiert und polizeifeindliche Sprechchöre skandiert.

78 Personen vorläufig festgenommen

Nachdem ein Mann der Gruppe von einem Beamten festgehalten wurde, weil er sich nicht ausweisen wollte, seien die Polizeikräfte von mehreren Personen bedrängt worden. Die Polizeikräfte hätten sich anschließend ihre Einsatzhelme aufgesetzt und Pfefferspray sowie Schlagstöcke eingesetzt. Darauf seien Flaschen und Steine auf die Beamten geworfen worden, heißt es in der Polizeimitteilung.

Wegen der zunehmenden Aggressivität hätten sich die Einsatzkräfte in die Muskauer Straße zurückgezogen. Ihr Einsatzfahrzeug sei anschließend mit Gegenständen beworfen worden, wobei mehrere Polizeikräfte getroffen und verletzt wurden. Zudem wurden laut Polizei Einsatzwagen sowie geparkte Fahrzeuge beschädigt.

78 Personen wurden vorläufig festgenommen. Gegen sie werde nun wegen Verstößen gegen die Infektionsschutzmaßnahmenverordnung sowie wegen besonders schweren Landfriedensbruchs, Widerstands, tätlichen Angriffs, versuchter Gefangenenbefreiung und Sachbeschädigung ermittelt.

Sendung: rbb 88.8, 17.05.2021, 13 Uhr

Die Kommentarfunktion wurde am 18.05.2021 um 09:45 Uhr geschlossen.

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12 Kommentare

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  1. 12.

    Sind nicht eher ihre immer gleichen Reaktionen auf meine Kommentare pawlowsche Refelexe? Wollen Sie diskutieren oder überflüssige Antworten austauschen, wie Sie es sonst absolvieren?

    Unterlassen Sie also diese dummen Angriffe und Unterstellungen, danke.

  2. 11.

    Haben Sie bei gewissen Themen nicht auch die gleichen Reflexe : Kritisieren von Nicht-Anti-Corona-Demonstranten -> muss ideologisch angehaucht posten...

  3. 10.

    Manche Leute lesen nur Mariannenplatz und Kreuzberg und schon drehen die Synapsen frei. Pawlow hätte seine helle Freude an solchen Reaktionen gehabt.

  4. 8.

    Macht zusammen mit den 93 verletzten Polizisten von der Palästinenserdemo schon 103 an einem Wochenende. Wenn man diese Verletzten mit denen vom letzten und vorletzten Wochenende (Wir erinnern uns an u.a. drei Polizisten mit Knochenbrüchen am 1. Mai) zusammenrechnet, kommen schon eine Menge Leute zusammen. Da kann man fast von Glück reden, dass Berlin über satte 21.000 Polizisten verfügt und derzeit keine Fußballspiele und sonstige Veranstaltungen durch Einsatzhundertschaften abgesichert werden müssen. Sonst würde es demnächst bald mal eng werden.

  5. 7.

    Macht zusammen mit den 93 verletzten Polizisten von der Palästinenserdemo schon 103 an einem Wochenende. Wenn man diese Verletzten mit denen vom letzten und vorletzten Wochenende (Wir erinnern uns an u.a. drei Polizisten mit Knochenbrüchen am 1. Mai) zusammenrechnet, kommen schon eine Menge Leute zusammen. Da kann man fast von Glück reden, dass Berlin über satte 21.000 Polizisten verfügt und derzeit keine Fußballspiele und sonstige Veranstaltungen durch Einsatzhundertschaften abgesichert werden müssen. Sonst würde es demnächst bald mal eng werden.

  6. 6.

    Interessant wie Sie aus einer Meldung die ohne Details zur Tätergruppe auskommt, sofort einen linksextremen Terror erkennen können.

  7. 5.

    Wie lange lässt sich der Senat noch auf der Nase herumtanzen und seine Polizisten verletzen?
    HANDELT ENDLICH!
    Sonst werden die Ränder im Wahlkampf immer stärker.

  8. 4.

    @Adrian:
    Jetzt bin ich aber sehr gespannt, wo sie in diesem Artikel irgendetwas über "links" gelesen haben.
    Ich glaube, Sie sind in ihrem Denken schon sehr festgefahren, dass sie hinter jedem Busch und jeder Versammlung links-"radikal" vermuten.

  9. 3.

    Einfach nur widerlich!!! Den Polizisten alles Gute.

  10. 2.

    In Berlin forderten Demonstranten „Tel Aviv zu bombardieren“, in Hamburg „Freiheit für Palästina – vom Fluss bis zum Meer“. In Köln riet die jüdische Gemeinde ihren Mitgliedern, die Innenstadt zu meiden. Und in Hagen wurde auf Antrag der SPD eine Israel-Flagge eingeholt. Und das, obwohl Bund, Länder und manche Gemeinden zahllose Antisemitismusbeauftragte ernannt haben – hinzu kommen die entsprechenden Kommissare bei Polizeidienststellen und Staatsanwaltschaften, Parteien und Kirchen. Da scheint eine ähnliche Sachkompetenz vorzuliegen wie beim Corona-Management.

  11. 1.

    Der linksautonome Terror muß endlich ein Ende haben, bitte greifen sie knallhart durch Herr Geisel.

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