Verschwörungsmythen und Falschinformationen - Berliner Verfassungsschutz beobachtet "KenFM"

Ken Jebsen am 9.5.20 in Stuttgart (Bild: imago images/Arnulf Hettrich)
Bild: imago images/Arnulf Hettrich

Der Berliner Verfassungsschutz beobachtet die Medienplattform “KenFM“ und stuft sie bereits seit März als Verdachtsfall ein. Das haben Recherchen von WDR, NDR und “Süddeutscher Zeitung“ ergeben, wie am Donnerstag bekannt wurde [tagesschau.de].

Demnach hält die Behörde "KenFM" für eine Plattform, über die gefährliche Verschwörungserzählungen verbreitet werden. Das Portal verbreite Falschinformation und Desinformation und treibe damit die Radikalisierung der sogenannten Querdenker-Szene voran, so der Berliner Verfassungsschutz.

Verfahren bei der Medienanstalt Berlin-Brandenburg

Das Medienportal "KenFM" existiert seit Anfang 2012 und hat seinen Sitz in Berlin. Gegründet hat es der gebürtige Krefelder Kayvan Soufi-Siavash alias "Ken Jebsen".

Die Videoplattform Youtube hat den Kanal von "KenFM" bereits Ende vergangenen Jahres gesperrt, aufgrund von Verstößen gegen Corona-Richtlinien. So seien medizinische Falschinformationen verbreitet worden, hieß es.

Auch die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (MABB) hat inzwischen ein Verfahren gegen "KenFM" eingeleitet. Die Webseite erfülle die journalistische Sorgfaltspflicht nicht, so der Vorwurf.

Sendung: Inforadio, 28.05.2021, 6:15 Uhr

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