Gefängnis Heidering - Mitarbeiter von Gefängnisküche mit Rucksack voller Drogen gestellt

Blick durch vergitterte Fenster in Großbeeren (Brandenburg) in der Justizvollzugsanstalt Heidering. (Quelle: dpa/Britta Pedersen)
Bild: dpa/Britta Pedersen

Im Gefängnis Heidering (Teltow-Fläming) ist ein externer Küchenmitarbeiter als mutmaßlicher Drogenkurier enttarnt worden.

Am Samstagmorgen kontrollierten Wachleute gegen 5:20 Uhr den Rucksack des Mannes vor Dienstbeginn. Sie fanden Tüten mit 222 Gramm Marihuana, 635 Gramm Haschisch, 39 Gramm unbekannten Tabletten, 11 Gramm Tilidin, 114 Gramm eines kristallinen Pulvers sowie 4 Ampullen Testosteron, Kanülen, mehrere Handys, Ladezubehör und Sim-Karten.

Das Material wurde sichergestellt. Die Brandenburger Polizei nahm den Mann, dessen Alter noch nicht genannt wurde, fest und durchsuchte auch seine Wohnung.

Seit Jahresanfang im Visier

Seit Jahresbeginn sei der Mitarbeiter im Blick gewesen, erklärte Sebastian Brux, Sprecher der Justizverwaltung. Es wurde vermutet, dass er regelmäßig Drogen in die Männer-Haftanstalt einschmuggelt, so Brux. Nachdem sich die Hinweise verdichtet hätten, schlugen die Beamten zu.

Die Justizvollzugsanstalt Heidering ist eine Justizvollzugsanstalt des Landes Berlin, die in der Gemeinde Großbeeren im Landkreis Teltow-Fläming in Brandenburg liegt. Die Gefängnisküche wird von einer externen Firma betrieben.

Sendung: Abendschau, 29.05.2021, 19:30 Uhr

11 Kommentare

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  1. 10.

    Was mit den beschlagnahmten Drogen passiert? Das Zeug wird in der Regel verbrannt. Genauso wie gefälschte Markenware usw.

  2. 9.

    Warum man nicht früher tätig werden konnte, ist nur auch unverständlich, aber vielleicht hat die Polizei ihre Gründe gehabt.
    Aber lieber rbb: wir hoffen doch, dass die Polizei nicht " zuschlug" . Da wäre " zugreifen" passender. Man muss es mit der Sprache nicht übertreiben.

  3. 8.

    Der hat eben sein eigenes Süppchen gekocht. Jetzt muss er se auch auslöffeln.

  4. 7.

    Wenn der Kram nicht vernichtet wird, könnte er natürlich auch für einen Schnupperkurs zur Drogenpräventon verwendet werden.
    Nee im Ernst ... soweit mr bekannt wird das Zeug nach Verfahrensabschluss und Eintritt der Rechtskraft vernichtet.

  5. 6.

    Ehrlich gesagt, würde ich mir mehr Sorgen machen, wenn keine Betäubungsmittel mehr ins Gefängis gelangen. Langeweile und Frust können schon echt gefährlich werden!

  6. 5.

    Wäre er Bänker und würde die Lebensmittelpreise in die Höhe treiben, woraufhin er zu unzähligen Hungertoten kommt, hätte er ne Villa und nen Pool bekommen.

  7. 4.

    Solange der Handel und Umgang mit Drogen nicht wirklich ernsthaft bestraft wird ist keine Ächtung zu erwarten.
    Es muss ja nicht gleich die Todesstrafe sein.

  8. 3.

    Eine Frage rein interessehalber: Was geschieht jetzt eigentlich mit dem beschlagnahmten Material, insbesondere den Drogen?

  9. 2.

    War das die Tagesration oder Wochenration?
    Seit Jahresbeginn beobachtet und jetzt erst verhaftet? Gab es keine Taschenkontrollen? Ich dachte, es wird genau kontrolliert, was raus und rein geht, aber ich habe da ja nur Spielfilmwissen. Mal im Ernst, kann man ja froh sein, dass es "nur" Drogen und Sim-Karten waren und keine Waffen.

  10. 1.

    "Hassu Haschisch inne Tasche, Hassu imma was zu nasche" altes hessisches Sprichwort :-) vielleicht hat er ja Glück, und sitzt dann in seiner ehemaligen Arbeitsstelle ein. Kennt sich ja aus, kann dann in der Küche arbeiten.

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