Fördermillionen sollen Trockenlegung stoppen - Brandenburg will seine Moore besser schützen

Die Sonne scheint nahe des Schöpfwerkes Emster-Gollwitz nach dem Besuch von Brandenburgs Umweltminister Vogel auf das Moor. (Quelle: dpa/Soeren Stache)
Bild: dpa/Soeren Stache

Brandenburg investiert in den Schutz seiner Moore. Expertenteams beraten Landwirtschaftsbetriebe bei der Bewirtschaftung von Mooren, um möglichst viel Wasser im Boden zu halten, teilte das Ministerium am Donnerstag mit. 7,2 Millionen Euro aus dem Zukunftsinvestitionsfonds des Landes stehen für das sogenannte Klima-Moorprojekt zur Verfügung. Es war bereits im Vorjahr gestartet worden und soll nun bis 2026 laufen.

Moore sollen nicht länger entwässert werden

"Moore werden bis heute vielerorts entwässert, um auf den Flächen Landwirtschaft zu betreiben", sagte Umweltminister Axel Vogel (Grüne) am Projektgebiet Polder Emster-Gollwitz nahe Brandenburg an der Havel. Die negativen Folgen für Umwelt, Klima und Wasserhaushalt
seien groß, der Schaden für Gewässer und Boden unumkehrbar.

Derzeit erarbeitet das Umweltministerium ein Moorschutzprogramm, um Moore besser vor der Austrocknung zu schützen. Brandenburg ist eines der moorreichsten Bundesländer Deutschlands.

Sendung: Inforadio, 06.05.2021, 21.20 Uhr

7 Kommentare

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  1. 7.

    Es ist doch nicht erst seit gestern bekannt, dass die Entwässerung der Moore erhebliche Umweltschäden verursacht.Und jetzt (schon) fällt dem Umweltministerium ein, dass man gegensteuern muss, natürlich bildet man erst mal Arbeitsgruppen........... Es ist also damit zu rechnen, dass noch eine längere Zeit ins Land geht, und den Mooren wird weiter Wasser entzogen.Noch einige trockene Sommer wie in den letzten beiden Jahren, und das wars dann.

  2. 6.

    Doch, haben sie. Und ich erwarte von Verantwortlichen, dass sie sich um ALLE Probleme ihres Verantwortungsbereichs kümmern. Zumal bei der Wiederbelebung von Mooren mit wenig Aufwand viel erreicht werden kann.

    Wenn an Ihrem Haus fünf Dinge kaputt sind, reparieren Sie dann auch immer nur vier davon?

  3. 5.

    So, so sie beraten Landwirte dabei Wasser im Boden zu halten. Schön und gut und wichtig. Nur leider wird hier bei uns nicht beraten sondern die "Naturschützer" bestimmen einfach was plötzlich Moor sein soll. Nur war dort nie eines. Meine Familie lebt hier seit sehr vielen Generationen. Und wenn man Vorschläge macht um Wasser länger in der Landschaft zu halten ist das nicht erwünscht. Ein Wehr z. B. ist wohl nicht teuer genug gewesen.

  4. 4.

    Endlich. Wenn wir jetzt auch noch aufhören auf vielen Quadratkilometern das Grundwasser abzusenken damit die Braunkohlelöcher weiter vergrößert werden können...

  5. 3.

    @Teddybär
    Doch die haben warscheinlich noch viel größere Probleme.
    Aber dieses Problem ist auch enorm und wichtig das man es angehen muss.
    Wie schon beschrieben die Folgen sind unumkehrbar.

  6. 2.

    So einen dummen Kommentar kann auch nur jemand von sich geben, der keine Ahnung hat!
    Empfehlenswert: Checker Julian mit seiner Moor-Checkspedition.
    https://youtu.be/bC4a5ErVamY

    Liebe Grüße und viel Spaß beim Weiterbilden

  7. 1.

    Haben die keine anderen Probleme?

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