Wetteraussichten - Verregnet, verregneter, Mai

Feucht-kaltes Regenwetter am Berliner Mauerpark - der Mai bleibt nass. (Bild: imagoF.Boillot)
Bild: imago/F.Boillot

Die Großwetterlage über Berlin und Brandenburg stellt die Nerven weiterhin auf die Probe. Nach Schnee Anfang Mai und kurzer Hoffnung auf Frühsommer am vergangenen Wochenende ist der Feiertag verregnet. Er ist nur der Vorgeschmack auf die kommenden Wochen.

Das kurze Gastspiel des Sommers ist vorbei. Die Menschen in Berlin und Brandenburg müssen sich auch nach dem verregneten Feiertag auf unbeständige und feuchte Tage einstellen. Nach Einschätzung des Meteorologen Andreas Gassner von der Meteogroup könnte die kühle Wetterlage sogar bis zum Ende des Monats bestehen bleiben. "Wenn ich mir die Berechnungen für die kommenden zehn Tage anschaue, habe ich keine Hoffnung, dass das unbeständige und kühle Wetter bald vorbei ist", sagt Gassner rbb|24 am Donnerstag.

Gewitter bis zum Freitagmorgen

Über Christi Himmelfahrt bis weit in die Nacht hinein sei weiterhin mit Gewittern zu rechnen, prognostiziert der Meteorologe. Grund dafür sind zwei sich entgegenkommende Luftmassen: Vom Atlantik strömt kühle Luft gen Osten, aus Richtung Polen zieht milde Luft Richtung Westen. Die beiden schaueranfälligen, labilen Luftmassen sind auf verschiedenen Höhen aufeinandergetroffen und sorgen für eine feuchte Großwetterlage über der Prignitz, Berlin bis in die Niederlaustiz.

Nur im Nordosten Brandenburgs, in der Uckermark, bleibt es trocken. Die Temperaturen liegen dabei bei 12 bis 13 Grad in Berlin, Richtung Osten wird es wärmer, Richtung Oder liegen die Temperaturen bei 18 bis 19 Grad. In der Nacht und den frühen Morgenstunden nehmen dann die Gewitter ab, Gewitter sind dann nur noch im Osten Brandenburgs zu erwarten, prognostiziert der Meteorologe.

Mai bleibt unterkühlt

Zwar werden für das kommende Wochenende keine Gewitter mehr erwartet, die kühle Luft vom Atlantik bleibt aber: "Langsam schiebt sich das relativ feuchte und für die Jahreszeit sehr unterkühlte Tiefdruckgebiet weiter Richtung Osten", sagt Gassner. Und das nächste Tief steht schon in den Startlöchern: Auch aus dem Norden Europas kommt ein Tiefdruckgebiet auf Berlin und Brandenburg zu. So könnte am Wochenende die Temperatur nochmal "ein paar Grad unter normal" sinken, wenn die polare Luft einzieht.

Für Berlin bedeuten das Temperaturen knapp über zehn Grad, in der Region Fläming um die 15 Grad, Richtung Oder 16 bis 18 Grad. Auch für die kommenden Wochen sieht der Meteorologe keine Veränderung. Erneut frühlingshafte oder gar frühsommerliche Temperaturen sind laut Gassner den ganzen Mai über nicht mehr zu erwarten. "Das Tiefdruckgebiet scheint beständig anzuhalten."

Doch während sich alle Wintergeplagten ärgerten, freue das prognostizierte Wetter die Natur. "Der Grundwasserspiegel ist stark abgesunken in den vergangenen Jahren und kann die Feuchtigkeit gut gebrauchen", sagt Gassner. Eine aktuelle rbb|24-Datenrecherche zeigt, dass die vergangenen sechs Jahre in der Region zu trocken waren.

Sendung: Inforadio, 13.05.2021, 12 Uhr

Die Kommentarfunktion wurde am 13.05.2021 um 21:03 Uhr geschlossen

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31 Kommentare

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  1. 31.

    Das der Mensch Ursache für die Erderwärmung ist ist bewiesen. Da gibt es nur bei Klimawandel Leugnern einen Interpretationsspielraum....
    Alles was der Mensch tut hat Folgen oder meint jemand das vor Millionen Jahren von der Natur eingelagerter Kohlenstoff in nur 200 Jahren vom Menschen freigesetzt keine Folgen hat?
    An Dummheit ist die Aussage von Hülse (AfD) kaum zu übertreffen.
    Zitat" Das Klima wandelt sich seit Milliarden Jahren, 70 % der Menschen haben das überlebt"
    Wie lange gibt es Menschen?

  2. 30.

    Vorhin kam eine Sendung im Fernsehen über zu wenig Wasser in Wandlitz etc. und vor allen Dingen auch zu wenig Grundwasser was auch Berlin beeinträchtigt. Jetzt regnet es im Moment häufiger und ist kühler, damit verdunstet auch weniger Wasser und schon wird wieder gejammert.

  3. 29.

    Solange in der Lausitz weiter massiv Grundwasser ABGEPUMPT wird für Tagebaue und Kraftwerke, solange ist es leider nur ein kleines bisschen nützlich, dass es regnet.

  4. 28.

    Nein, wird er nicht. Wir reden hier von sechs Jahren mangelndem Niederschlag. Die paar Zentimeter durchfeuchteter Boden ändert am Grundwasserspiegel gar nichts. Wir bräuchten mehr als ein durchregnetes Jahr mit nassem Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter. Das Problem ist unsere kurzfristige Denke.
    Gruß
    Hajakon

  5. 27.

    Stimmt. Unsere Ligusterhecke hat diesen Winter einen "Kälteschock" bekommen und war seit Jahren mal wieder völlig kahl. Ist aber alles wieder gekommen und sogar dichter als sonst, wenn die Blätter vom Vorjahr noch dran waren. Petrus hatte ein Einsehen und hat schön nachgewässert, um Frostschäden auszugleichen. Ob die weltweit geringeren Emissionen im Vorjahr eine Rolle spielen? Klimaveränderungen lassen sich vermutlich doch nur weltweit durch ALLE Staaten gemeinsam aufhalten.
    Könnte mal jemand diese Erkenntnis der Frau Bearbock mitteilen? Auf meine Schreiben antwortet sie nicht (vermutlich ist sie in Gedanken schon Kanzlerin und spricht nicht mehr mit jedem dahergelaufenen Hochschulabsolventen).

  6. 26.

    Meinetwegen kann es weiterregnen und kalt bleiben.
    Unsere Natur freut sich darüber sehr.
    Dann werden wir zudem endlich nicht mehr mit dem ganzen Klima-Trallala belästigt.
    Aber scheinbar passt das Einigen nicht in ihre Ideologie.

  7. 25.

    ... und schön grün isses auch...

  8. 24.

    Es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Bekleidung.
    Die Natur braucht den Regen.

  9. 23.

    Ein normaler Mai.Wir sind einfach zu verwöhnt aus den letzten Jahren als es im April schon Sommer war.Ich freu mich für die Natur,und genieße es auch ohne Hitze und Sonne.Endlich mal ein normales Jahr.

  10. 22.

    Genau so ist es! Bei diesem Wetter geht mir das Herz auf. Wir brauchen den Regen so dringend: Straßenbäume, Wiesen, Wälder, Gärten, Parkanlagen, Landwirtschaft...alle profitieren. Außerdem ist coronabedingt ohnehin Vieles noch geschlossen. Da ist das Wetter dann auch egal.

    Nutzen wir die Zeit noch einmal für drinnen. Der Sommer kommt bestimmt, und er wird schön, zumal dann auch die meisten geimpft sein werden.
    Vielleicht hat das Wetter auch noch einen politischen Nebeneffekt: Die Umfragewerte der Grünen werden sinken, da das Klimathema an Bedeutung verliert, weil manche denken, wegen des bislang "unterkühlten" Jahres, der Klimawandel fällt dieses Jahr aus, hihi.

  11. 21.

    Wir haben also in 13 Tagen im Mai bereits 59,4% des normalen Monatsmittels für den Mai (31 Tage) erreicht. Was genau ist Ihr Argument?

  12. 20.

    Ich finde es gut, vor allen Dingen habe ich mich über das nasse Wetter heute gefreut. Kaum Besoffene und grölende Männer unterwegs,die nichts Besseres zu tun haben als zu fortgeschrittender Stunde zu randalieren. Eine Wohltat. Außerdem finde ich das Wetter gut, die Natur braucht das. Die Hitze kommt noch früh genug,und dann stönen wir alle wieder.

  13. 19.

    Es wird doch gestattet sein sich über Regen zu freuen, ohne dass man als ewig gestriger beleidigt wird, oder?

  14. 18.

    Welch andere Länder haben oder führen eine CO2-Bepreisung ein ? Wenn De nun ab so und so CO2-frei produziert und lebt müßte sich ja das Gesamt-CO2 messbar reduzieren. Wenn aber China bis 2050 weiterhin Kohle verbrennt aber eben auch ökologisch Strom erzeugt und andere bedeutungsvollen Länder ähnlich orientieren kann ich mir die Klimawandelbremse nicht vorstellen. Wer sagt mir mehr ?

  15. 17.

    Die Ignoranz, mit der hier mehrere Kommentatoren eine Verbindung zwischen dem derzeitigen nasskalten Wetter und der langfristigen globalen Klimaentwicklung herstellen wollen, um ihre politische Agenda zu rechtfertigen, grenzt für mich als Naturwissenschaftler schon an unfreiwillige Satire.

  16. 16.

    Es ist immer wieder erstaunlich, welche Zusammenhänge von manchen Foristen gesehen werden.

  17. 15.

    Der "wenig Wasser Artikel" hat sich noch lange nicht erledigt. In Kladow isses zwar fast wie auf'm Dörp, dafür haben wir hier einen sehr ambitionierten Meteologen http://www.wetter-kladow.de/ . Diese Daten ergeben folgendes Bild:
    Niederschlagsabweichungen zum langjährigen Mittel
    dieser Monat - Mai Gefallen - aktuell 32,8 l/m² / Normal 55,3 l/m² / Abweichung -22,5 l/m² / Prozentual 59,4 %
    dieses Jahr - aktuell 167,4 l/m² / Normal 589,3 l/m² / Abweichung -421,9 l/m² / Prozentual 28,4 %
    ( http://www.wetter-kladow.de/html/custom.html )
    Denke mal die Zahlen sprechen für sich. Da fehlt noch reichlich "von oben".
    Da können die Grünen nix für, das Wahlprogramm auch nicht und ohne Regen wird alles AfD - äh - braun.

  18. 14.

    Deshalb müssen ja schnell noch ein Paar Klimagetzte durchgedrückt werden. Sonst könnte die CO2-Bepreisung nur noch negativ betrachtet werden. Schließlich verteuert sich durch die CO2-Bepreisung alles. (Ware, Wohnen, Nahrungsmittel, Urlaub, Freizeit usw)

  19. 13.

    Die Böden und das Grundwasser haben enormen Nachholbedarf. Daher kann es garnicht genug regnen.
    Selbst wenn sich diese Wetterlage bis Anfang Juni hält kann es trotzdem danach sehr heiß werden. Ein kühles regnerisches Frühjahr bedeutet nicht dass der Klimawandel unterbrochen wurde. Leider muss ich ihnen Recht geben: Höhere Energiepreise und erheblich steigende Inflation werden Alleinwohnende und niedrige Einkommen besonders hart treffen, davon ist leider sicher auszugehen.

    Um wen ich mir immer mehr Sorgen mache sind die Gastronomen und ihre ehemaligen hauptberuflichen Mitarbeiter/innen. Sie dürfen drinnen niemanden bewirten und draußen fällt das Geschäft ins Wasser. Wie diese Menschen weiter leben sollen ist betrüblich und fraglich.

  20. 12.

    Hoffentlich hilft es der Natur und der Landwirtschaft. Dafür ziehe ich gern die Regenhose auf dem Rad an.

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