Ein Fahrradfahrer fährt auf dem Pop Up-Radweg am Tempelhofer Damm (Bild: imago images/Andreas Friedrichs)
Bild: imago images/Andreas Friedrichs

Alt-Tempelhof bis Ullsteinstraße - Arbeiten für Radweg am Tempelhofer Damm sollen im Herbst beginnen

Für den lange geplanten Radweg am Tempelhofer Damm steht der Zeitplan fest: Auf dem Abschnitt Alt-Tempelhof bis Ullsteinstraße sollen im Herbst dieses Jahres die Arbeiten für den geschützten Radweg beginnen. Das geht aus einer Antwort des Berliner Senats auf eine parlamentarische Anfrage von Johannes Werner (CDU) hervor.

Derzeit wird die dritte Fahrbahnspur auf der dichtbefahrenen Teilstrecke für den ruhenden Verkehr genutzt. Geplant sei aber, dass die Arbeiten beginnen, sobald die Sanierungsarbeiten der BVG an der Linie U6 abgeschlossen sind. Als Grundlage diene das Berliner Mobilitätsgesetz.

Änderungen in der Straßenbreite oder den Bordsteinlagen soll es keine geben. Einzelne Maßnahmen zur Erhöhung der Barrierefreiheit seien hingegen vorgesehen, heißt es in der Senats-Antwort, die auf den 22. April datiert ist.

Parkraumbewirtschaftung soll wegfallende Parkplätze kompensieren

Laut Werner sieht der Plan des zuständigen Bezirkamts Tempelhof-Schöneberg den Wegfall von bis zu 300 Parkplätzen im Abschnitt zwischen der A100 und Ullsteinstraße vor. Als Kompensation für die Anwohnenden und dem anliegenden Gewerbe soll im angrenzenden Gebiet eine "Parkraumbewirtschaftung eingeführt werden", erklärt das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, an das der Senat die Fragen des CDU-Abgeordneten Werner weiterlgeleitet hatte. Demnach sollen für den Lieferverkehr eigene Zonen auf der jeweils rechten Fahrspur ausgewiesen werden.

Das Bezirksamt weist zudem auf die drei Parkhäuser am Tempelhofer Damm hin, die hinreichend Parkmöglichkeiten zur Verfügung stellten. Und: Die Mehrheit der Anwohnenden besitze privat keine Fahrzeuge. Diese Mehrheit würde von den sicheren Radspuren profitieren.

"Die Errichtung einer Parkraumbewirtschaftungszone rund um das betroffene Gebiet bevorzugt auch die Anwohnenden mit eigenem Pkw über die Anwohnervignette. Sie sind damit gegenüber dem großen Anteil der gebietsfremden Dauerparker bevorteilt", heißt es. Derzeit befände sich die Parkraumbewirtschaftungszone in der Abstimmung der Gremien und solle "begleitend eingeführt werden."

Die Kommentarfunktion wurde am 05.04.2021 um 12:05 Uhr geschlossen

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21 Kommentare

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  1. 21.

    Ja, aber wieso erst im Herbst? Der Ersatzverkehr der BVG endet angeblich zum Sommeranfang am 21. Juni. Wird die Straße dann oben im Sommer noch aufgemacht? Die Rad- und Busspur ist doch schon da, wo vorher der "ruhende Verkehr" rumstand.

  2. 20.

    Das Bild zeigt es: Fahrräder und Linienbusse blockieren sich. An den Ampelkreuzungen herrscht höchste Gefahr für Radfahrer und Fußgänger! Abbieger haben Sichtbehinderung durchstehende Busse: Der Stehende Durchgangsverkehr kann vor keinem Einzelhandelsgeschäft mehr halten und die Geradeauswarteschlange staut sich auf von einer Ampelkreuzung durchgehend zur nächsten. Die Hauptstraße Tempelhofs und Mariendorfs ist eine zweispurige Bundesstraße B96, die bisher eine durchgehende Nord Südverbindung durch das Stadtgebiet sein soll. Wo bleibt der Sachverstand der Verkehrsgremien? Nach Verkehrsrecht ist die B96 eine Bundesfernverkehrslandstraße und kann nicht durch eine Stadtregierung zur Fahrradstraße gemacht werden. Achtung: die Parkraumbewirtschaftung muß nicht in die Wohnstraßen, sondern eine wichtige und Sicherheit schaffende Nord Süd Fahrradstrecke muß durch ruhige Wohnstraßen mit Fahrradbrücke über den Teltowkanal geschaffen werden. Die Verkehrsblockade auf der B96 zerstört Einzelhandel.

  3. 19.

    Super Foto! Beispiel für sicheres Fahrradfahren auf dem T-Damm.

  4. 18.

    Tempelhof hat die Verkehrswende komplett verschlafen, trotz grüner zuständiger Stadträtin. Und zwischen Ullsteinstraße und Alt-Mariendorf? Weiterhin kein Radweg? 2021 und drei Spuren gehören den Autos (außer es findet SEV statt).
    Der seit 4 Jahren geplante Radweg erstreckt sich gerade einmal über eine Länge zwischen zwei U-Bahnstationen. Lächerlich langsam, lächerlich wenig!

  5. 17.

    Fahrräder und Linienbusse blockieren sich. An den Ampelkreuzungen herrscht höchste Gefahr für Radfahrer und Fußgänger! Abbieger haben Sichtbehinderung durchstehende Busse: Der Stehende Durchgangsverkehr kann vor keinem Einzelhandelsgeschäft mehr halten und die Geradeauswarteschlange staut sich auf von einer Ampelkreuzung durchgehend zur nächsten. Die Hauptstraße Tempelhofs und Mariendorfs ist eine zweispurige Bundesstraße B96, die bisher eine durchgehende Nord Südverbindung durch das Stadtgebiet sein soll. Wo bleibt der Sachverstand der Verkehrsgremien? Nach Verkehrsrecht ist die B96 eine Bundesfernverkehrslandstraße und kann nicht durch eine Stadtregierung zur Fahrradstraße gemacht werden. Achtung: die Parkraumbewirtschaftung muß nicht in die Wohnstraßen, sondern eine wichtige und Sicherheit schaffende Nord Süd Fahrradstrecke muß durch ruhige Wohnstraßen mit Fahrradbrücke über den Teltowkanal geschaffen werden. Die Verkehrsblockade auf der B96 zerstört Einzelhandel.

  6. 16.

    Also von Blankenfelde (kostenloses Parkhaus) geht es mit einmal umsteigen in der Attilastraße stressfrei ins 37 Minuten zum Rathaus Tempelhof. Von Teltow sollte es ähnlich flott funktionieren. Halte ich für absolut vertretbar und glaube auch dass Sie mit dem Auto nicht wirklich schneller sind. Dass man die Kapazitäten für P&R noch ausbauen könnte und den Takt verdichten könnte da gehe ich aber mit.

  7. 15.

    Hier kommt es ja noch schlimmer: Ich bezweifle, dass anders als auf dem gepoppten Symbolbild-Streifen Busse den geschützten Radweg nutzen dürfen. Dabei hatten die Grünen 2011 eine Masterplan gehabt, der den Nahverkehr auch durch Verbannung dieser langsamen Fahrzeuge von der Busspur zu beschleunigen. Man kann sich ja aber noch damit herausreden, dass bei Freigabe der Busspuren für Radfahrer die Behinderungen für sehr viele Berlin auf ihren langen Wegen mit dem ÖPNV nur gering gewesen sind. Wenn das heute aber noch gelten soll, würde das im Umkehrschluss bedeuten, dass der Radverkehr doch nicht zugenommen hat.

    Mit P+R-Parkplätzen gewinnt man keine Wähler, vor allem dann nicht, wenn die von Menschen aus dem Umland genutzt werden. Deshalb wird der ÖPNV am Stadtrand auch nicht ausgebaut, sondern das Pferd von hinten aufgezäumt. Das Autofahren wird nur komplizierter gemacht, aber keine Alternativen geschaffen. Wien und Paris sind in der Hinsicht viel weiter.

  8. 14.

    Die Minderheit der Radfahrer besetzt die Stadt. Wann zahlen Radfahrer einen fairen Preis im ÖPNV?

  9. 13.

    Parkraumbewirtschaftung: Super. Sollte in ganz Berlin durchgesetzt werden. Wer reinkommen will muss zahlen, wenn er anhalten will. Ansonsten kann er ÖPNV nutzen.

    Radwege: Hätte schon viel eher etwas geschehen müssen. Wird auch Zeit, dass hier gehandelt wird. Fahrrräder nehmen einen Bruchteil dessen ein, was ein PKW benötigt. Heißt im Umkehrschluss aber nicht, dass ein PKW alles haben kann.

    Zusätzlich zu den Radwegen sollte, aufgrund von Falschparkern, auch der Straßenverkehr umfänglich auf 30 km/h reduziert werden. Dann fahren die Autos zwar immer noch nicht dreißig, aber immerhin keine 60 oder 70.

  10. 12.

    Endlich! Der T-Damm ist nach wie vor eine der gefährlichsten Straßen in Berlin. Da ist die mit dem Schienenersatzverkehr aktuell geteilte Busspur ein Segen. Hoffentlich wirft die Wahl die Pläne nicht durcheinander, Berlin muss endlich fahrradfreundlicher werden!

  11. 11.

    Endlich, das wird auch Zeit. Und die Strecke bis Alt-Mariendorf bitte per Popup-Radweg sichern, bis hier eine dauerhafte Lösung geschaffen wird.

  12. 10.

    Was da gebaut wird ist so dermaßen haarsträubend und brandgefährlich, die Unfallzahlen werden in die Höhe schnellen. Selten hat mich eine Straßenumgestaltung so entsetzt. Jeder möge da einmal als Auto- und Radfahrer entlangfahren und sich ein Bild davon machen.

  13. 9.

    Anteil der Haushalte mit eigenem PKW
    In Berlin 48,9%
    In Brandenburg 83,3%
    Quelle: https://www.statistik-berlin-brandenburg.de/BasisZeitreiheGrafik/Bas-evs.asp?Ptyp=300&Sageb=63000&creg=BBB&anzwer=5
    Die Mehrheit der Haushalte in Berlin hat KEIN Auto.

  14. 8.

    "Die Mehrheit der Anwohnenden besitze privat keine Fahrzeuge." Wozu dann ein Radweg? Fahrräder sind auch Fahrzeuge. Das Immobilitätsgesetz kennt noch andere Verkehrsarten.

    Die grössere Zahl an ÖPNV-Nutzern, die zudem bedeutend längere Wege zurücklegen und die Mehrheit der Radfahrer, die bei feuchter oder kühler Witterung ihr Fahrzeug stehen lassen, warten weiter auf Busspuren. Oder kommen die doch noch pünktlich zur Wahl? Wird bis dahin Günther Leben in ihren Nahverkehrsplan einhauchen, oder bleiben die mittelfristigen Trampläne auf Eis gelegt wie RRG sich "erfolgreich" dem eigenen Willen zum Verlegen neuer Gleise widersetzt?

    Wie die von den Grünen propagierte Verkehrswende *nicht* funktioniert, hat das deutlich kleinere Kopenhagen gelernt und geschaut, was die Millionenmetropole Wien besser macht. Die abgehalfterten Planen von dort wurde stattdessen hier als externe Berater engagiert, während fehlende Planer an anderer Stelle als Ausrede herhalten, sogar für Aufzüge zur U-Bahn.

  15. 7.

    Wie die Ubahn durch Fahrräder ausgebremst wird muss mir noch einer erklären... Und warum Privateigentum PKW einen Anspruch auf Nutzung öffentlicher Parkräume haben soll auch ... Mieten sie sich einen privaten Parkplatz sind sie nicht auf Parkplätze am TDamm angewiesen

  16. 6.

    Lange überfällig! Es ist mir immer wieder ein Rätsel wieso auf Hauptverkehrsachsen eine Spur für stehendes Blech buchstäblich verschenkt wird.

  17. 5.

    Für die Radfahrer zumindest ein Teilerfolg und absolut begrüßenswert. Aber als Pendlerin zwischen meinem Wohnort in TF und dem Rathaus Tempelhof bin ich spätestens ab Umsetzung der Parkraumbewirtschaftung in den Hintern gekniffen. Wann gibt es endlich ausreichend P&R Parkplätze und schnelle/häufige Verbindungen des ÖPNV für Pendler? So lange ich dreimal so lange mit dem Bus zur Arbeit brauche wie mit dem Auto, kann ich mir das als Teilzeitkraft und Mutter von Kitakindern einfach nicht leisten. Wird wohl Zeit mir einen neuen Job zu suchen...

  18. 4.

    ÖPNV-BremsFahrräder LOL.. das hat RRG noch nicht begriffen, wie sehr vieles andere auch nicht. Wie ein Kindergarten mit der Wahl Zahnarzt oder Bonbonladen.
    Parkraumbewirtschaftung für öffentliche Straßen, die der Allgemeinheit gehören zu Privatparkplätzen umzugestalten ist sicher keine Politik für alle Bürger, wie es beim Amtseid zum Besten gegeben wurde. Wenn durchfahrende Radfahrer die Allgemeinheit sind, dann frage ich mich, warum dann durchfahrende Autofahrer überall 30 fahren müssen.
    Wie Parkraumbewirtschaftung wegfallende Parkflächen kompensieren soll is mir auch unverständlich. Solche Argumente sind schon dumdreist. Davon gibt es ja nicht weniger die parken wollen. Die müssen nur weitere Wege fahren und den Parkraum der angrenzenden Bewohner benutzen. Die werden sich freuen. Mal wieder so eine RRG Nebelkerze die in Wirklichkeit Umweltschädlich ist und die Nachbarn belastet. So schafft RRG mal wieder durch seine Inkompetentz erst die Ursachen, die dann repariert werden müssen.

  19. 3.

    Die Straßenbahn hält dann da auch irgendwo ? Bekommen die Linienbusse endlich eine uneingeschränkte Busspur ? Ohne ÖPNV-BremsFahrräder ? Und sicherlich wird die Straße saniert, bevor gelbe, statt weißer Farbe aufgetünscht wird. Haltebuchten und Aufschieberampen für Radfahrer nicht vergessen.- Radfahrstreifen sind kostenfreundlicher als sinmvolle Instandhaltung. So wird Radfahren zum Sparschwein der Verkehrswegeplanungs-Flachleute in den Regierungsparteien.

  20. 2.

    Der Senat hatte jahrelang Zeit, eine sichere Lösung für Radfahrer zu finden und dann bietet man nur eine halbe Lösung an. Was ist mit dem Stück vom Ullstein-Haus nach Alt-Mariendorf? Es ist brandgefährlich auf der B96 zwischen Alt-Mariendorf und Alt-Tempelhof mit dem Rad unterwegs zu sein. Hinzu kommt, dass 80% aller Radwege Berlins in einem katastrophalen Zustand sind. Ein Hoch auf die Verkehrssenatorin, Tempelhof ist halt nicht die Friedrichstraße!!!

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