Von der BVG aussortiert - Tatra-Straßenbahnen fahren letztmalig durch Berlin

Zwei Tatra-Straßenbahnen stehen am 07.05.2021 in der Nähe der Haltestelle Landsberger Allee/Petersburger Straße. (Reporterbild: rbb/N.Donath)
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Video: rbb|24 | 07.05.2021 | Naomi Donath | Bild: rbb/N.Donath

Die alten Trams - Modell Tatra - verschwinden aus dem Berliner Stadtbild. Weil sie nicht barrierefrei zugänglich sind, kommen neue Fahrzeuge zum Einsatz. Die aussortierten Bahnen dürfen allerdings woanders weiterfahren.

Am Freitag fahren zum letzten Mal Tatra-Straßenbahnen durch Berlin. Sie sollen auf der Linie M6 und M8 im Osten der Stadt unterwegs sein. Das teilten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) mit.

Die Bahnen sind nicht barrierefrei zugänglich und werden deshalb von den Verkehrsbetrieben aussortiert. Sie wurden erstmals 1976 aus dem tschechischen Tatra-Werk nach Berlin geliefert. Nun verschwinden die Bahnen aus dem Berliner Stadtbild.

Alte Tatras werden weitergenutzt

Die BVG hat angekündigt, in diesem Jahr noch eine große Verabschiedung feiern zu wollen. Der Termin ist bisher nicht bekannt. Die noch in Berlin befindlichen Tatra-Bahnen, die nach dem höchsten Gebirge der damaligen Tschechoslowakei benannt sind, sollen in die Ukraine gehen.

Die letzte Fahrt der Bahnen war eigentlich am 12. Februar geplant. Infolge der Corona-Pandemie mussten aber zusätzliche Kapazitäten geschaffen werden, um das Fahrgastaufkommen zu entzerren. Daher waren die Tatra-Straßenbahnen noch länger im Einsatz. Auch in Potsdam und Brandenburg an der Havel fahren sie noch.

Sendung: Inforadio, 07.05.2021, 6 Uhr

51 Kommentare

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  1. 51.

    Na ja, die BVG hat ja Erfahrung mit Oldtimern in ihrer Flotte.
    Im U-Bahn Großprofil rumpeln Züge durch die Tunnel, die ca. 45 - 46 Jahre alt sind. Selbst die "neuste" Generation im Großprofil hat inzwischen fast 20 Jahre auf dem Buckel.

    In Kleinprofil sind neben den DDR- "Gisela" Zügen "West-Züge" unterwegs, die Mitte der 60er in Dienst gestellt wurden. Auch wenn die inzwischen generalerneuert wurden, bis wahrscheinlich 2025 rollen die wohl noch. Stolze 60 Jahre.




  2. 50.

    Die BVG betreibt inzwischen auch "Loks"? Auf welcher Strecke denn? Was sind denn das für "Loks" ? Neugierig fragend...

  3. 49.

    Die BVG sollte mal erklären warum auf ihrem Betriebshof vier Nagelneue Loks für über 4 Millionen € stehen. Die nicht Einsatzbereit sind. Oder warum sich die Chefin nirgends blicken lässt. Auf keiner Baustelle. Nicht mal bei ihren Mitarbeitern. Warum kein Geld für die Dauerbaustellen frei gemacht wird. Warum sie unfähige Planer beschäftigt. Das wäre mal interessant.

  4. 48.

    Den Freunden ganz alter Straßenbahnen sei Halberstadt empfohlen. Nach einem schweren Verkehrsunfall zweier moderner Züge, wurden diese durch zwei alte im Liniendienst ersetzt. Die grünen Züge fahren bis auf Weiteres ohne Aufpreis, auf allen zwei Linien.

  5. 47.

    Was z.B.? Das Unterlassen von Wartungsarbeiten aus den 40ern, die die BVG bei Übernahme der abgerockten S-Bahn-Züge bemerkt hatte? Ich bin insofern bei Ihnen, dass das Produkt eine angemessene Zeit genutzt werden sollte. 30 Jahre ist aber eine ausreichende Lebensdauer - und damit meine ich nicht den einzelnen Trabbi, der gemäß den Vorstellungen des ZK der SED so lange halten musste, sondern Züge des ÖPNV. Der Instandhaltungsaufwand steigt mit höherem Alter enorm an und die Ersatzteilbeschaffung wird zunehmend schwieriger. Das mag sich für Niedriglohnländer noch rechnen, hierzulande ist der Aufwand aber irgendwann unbezahlbar und war es damals auch sektorübergreifend absehbar in der DDR. Die Bimbes-Truppe um Kohl und Strauss hatte aber so viel Dreck am Stecken gehabt, dass das Ende mit Milliardenkrediten etwas hinausgezögert werden konnte.

    Bonbons aus Scheisse schmecken immer noch nach Scheisse. Da kann die Zonen-Gabi (die aus dem Westen kam) noch so viele grüne Bananen schälen.

  6. 46.

    Nunja, während die Sowjets die "SBZ" demontierten, vorher sich aus den Verhandlungen zum Marshallplan zurückzogen und den zu ihren Einflussbereich gehörenden Staaten die Teilnahme untersagten schoben die Westallierten der späteren BRD schon die Kohle in den Allerwertesten. Wo fast nix mehr ist, kann man nur noch aus Scheisse Bonbons machen. So einfach ist das nicht mit der Mangelwirtschaft und rein praktisch kann man sich 'ne Menge abgucken. Verdammt Axt - das geht ja - oder so. Mal so, als zugereiste Wessiline.

  7. 45.

    Ideal wäre gleich alle anderen Strassenbahnen mit in die Ukraine schicken, dann ist endlich wieder etwas Platz auf den Straßen. Mit Homeoffice und zentrale Versorgung ist dieses Verkehrsmittel überflüssig. Der Senat muss endlich begreifen der ÖPNV ins Umland muss erstmal ausgebaut werden.

  8. 44.

    Ungefähr eine Handvoll sollen wohl in Berlin museal erhalten werden und sind schon, wenn ich mich recht erinnere, an einen auch andere alte Bahnen betreuenden Verein übergeben worden. Schließlich sollten die Tatras eigentlich schon seit rd. Zeit Jahren Geschichte sein. Teils wurden die Züge sogar entmodernisiert. Beim Tag des offenen Denkmals gingen die auf Strecke.

    Schmankerl am Rande: Dank eines musealen Schneepfluges konnte vor ein paar Jahren nach einem der selten gewordenen Wintereinbruch der Betrieb aufrecht erhalten werden. Den neueren Nachfolger hatte man dort verkauft gehabt, weil der sich lange Jahre die Räder eckig gestanden hatte und man keinen Bedarf mehr sah. In Frankfurt/M. schickte man nach gefrierendem Regen die Museumsbahnen los, um das Eis von der Oberleitung zu kratzen. Die Elektronik der neuren Züge kam nicht mit der schwankenden Spannungsversorgung zurecht.

  9. 43.

    Auch ich habe mich jahrzehntelang in vielen Großstädten über die - damals hochmodernen - Tatra-Straßenbahnen gefreut. Durch den Umbau auf barrierefreie Mittelteile wurde die Einsatzdauer nochmal deutlich gestreckt.

    Aber das Argument: weniger Passagiere bei gleich bleibender Zuglänge erscheint recht einleuchtend. Und alternativ die Taktfrequenz zu erhöhen, bedeutet, höhere Personalkosten in Kauf zu nehmen.
    Fahrpersonal ist eh' knapp.

    Bleibt die Frage, ob man ein paar dieser beliebten Züge als Reserve und für Sonderfahrten aufheben könnte.
    Es wäre jammerschade, wenn dieses wichtige Stück Technikgeschichte komplett verschwinden würde ...

  10. 42.

    Dass bei der S-Bahn die Vorkriegszüge so lange gefahren sind, war ganz banal der sozialistischen Mangelwirtschaft geschuldet (die DR hatte ihr blaues Wunder erlebt) wie die Straßenbahnen im RGW-Raum nur aus der Tschechoslowakei kommen durften. Die in der DDR bis in den 60ern gebauten Gothawagen waren nur dezente Weiterentwicklungen von Vorkriegsmodelle aus Erfurt.

  11. 41.

    Die Möglichkeit, die Tatras mit einem Niederflur-Mittelteil wie in Cottbus oder Brandenburg zu verlängern, kam für große Städte wie Berlin oder Potsdam nicht in Frage, weil die Fahrgastzahlen in diesen Städten stark stiegen, während sie in Cottbus und Brandenburg stark abnahmen. Eine Tatra in Doppeltraktion kann bedeutend mehr Fahrgäste transportieren, als eine einzelne Tatra mit Niederflurteil. Würde man beide Varianten wie in Gera kuppeln, hätte man viele Haltestellen aufwändig verlängern müssen. Außerdem war in Berlin und Potsdam ein bedeutend früheres Einsatzende der Tatras geplant.

  12. 40.

    Und wir müssen auch feststellen:
    - Alles hat seine Zeit im Leben, an die wir uns in einem Anflug an Sentimentalität gerne erinnern.
    - Die Lebensdauer von Technik ist endlich, auch die von Strapazenbahnen.
    So ist das halt... Behalten wir die guten Erinnerungen!

  13. 39.

    Sie müssen jetzt ganz tapfer sein, wenn Sie den RBB-Bericht vom Februar lesen:
    https://www.rbb24.de/studiofrankfurt/panorama/2021/02/nahverkehr-strassenbahn-cottbus-frankfurt-zug-bahn-tram.html
    Die Tage der Tatras sind auch in Cottbus gezählt.

  14. 38.

    Für mich waren die Tatras gegenüber den älteren Trams aus DDR Produktion in den 70siger und 80siger Jahren schon ein Fortschritt und jede Generation an Fahrzeugen hat sicher ihre Fans aber wenn ich ehrlich bin gefallen mir heute die Flexitys mit Abstand am besten . Ähnlich sieht es sicher auch bei S oder U Bahn aus . Während der gute alte Stadtbahner ( DB -Baureihe 475 ) fast 70 Jahre lang das Bild der Berliner S Bahn prägte und auch ich diese Baureihe mit ihren oftmals noch Holzbänken ins Herz geschlossen hatte so freue ich mich auch über den Komfort der neuen S Bahn Baureihe 484 und möchte darauf auch nicht mehr verzichten .

  15. 37.

    Kürzlich angekündigte Straßenbahnoffensive der Verkehsrsenatorin? Die hat es nichtmals geschafft, den Koalitionsvertrag und den NVP ausreichend mit Leben zu erfüllen. Es hatte ungefähr einen Monat gedauert, bis sie die Pläne aus der dem NVP zusammengestrichen hatte. Aber immerhin hat sie einen neuen Dienstwagen zum Pendeln bekommen - immerhin vollelektrisch.

  16. 36.

    Es fahren sogar noch recht viele der Tatras in Cottbus, groesstenteils auch stark modernisiert mit barrierefreiem Zustieg und modernen Anzeigetafeln. Wenn man will, geht alles.

    Ich finde es schade, wenn alte Strassenbahnen aus dem Stadtbild verschwinden. In Japan z.B. sieht man noch sehr oft Strassenbahnen, die teilweise noch aus der Zeit von vor dem Krieg stammen. Die passen viel besser ins Stadtbild, als die konturlosen modernen Fahrzeuge.

  17. 35.

    Ich mag Straßenbahnen und fahre so oft wie möglich mit den Dingern.
    Naja und Tatra Bahnen sind mir daher auch ein wenig ans Herz gewachsen.
    Aber dem Fortschritt ist man halt ausgesetzt.
    Viele fahren durch die ganze Republik um mit einem Dampfzug zu fahren, das ist halt geil und sollte auch so bleiben.

  18. 34.

    Die Tatras sind mittlerweile ja schon ein paar Tage alt und hatten bereits in den 90ern eine umfangreiche Modernisierung erhalten. Diese Fahrzeuge nochmals aufzuhübschen, rechnet sich wirtschaftlich nicht mehr. Nur weil es ein alter Zug ist, heißt es noch lange nicht, dass der keine Kosten verursacht. Wie ist z.B. die Verfügbarkeit von Ersatzteilen? Die großen Umbauwellen mit barrierefreien Mittelwage hatte es andernorts in den 90ern gegeben. Nicht vergessen darf man die täglichen Betriebszeiten, die hier in Berlin länger sind als in vielen anderen Städten. Irgendwann wird das Material müde von den vielen Lastwechseln.

  19. 33.

    Ziel ist bis 2022 vollständige Barrirefreiheit im ÖPNV herzustellen. Dass ist für alle Nutzer von Vorteil. Ältere Häuser wurden schon mit Aufzügen nachgerüstet. Bei Neubauten ist seit einiger Zeit vorgeschrieben, das ein guter Teil der Wohnungen ebenfalls barrirefrei gebaut werden. Die Politik tut sich noch schwer, aber generelle Barrirefreiheit ist für alle Menschen wichtig.

  20. 32.

    Es geht nicht um die Mutter mit Kinderwagen, sondern auch um mobilitätseingeschränkte Erwachsene. Viel Spaß, wenn Sie einen E-Rollstuhl samt Menschen die Treppen hochwuppen wollen.

  21. 31.

    Sie wissen aber schon, dass Sie damit zum Verstoß gegen ein Bundesgesetz aufrufen, oder?

  22. 30.

    Ob De't gloobst oda nich - aba ooch ikke als jeborna West-Berlina steh uff die Tatra und uff sone Filme... Und auch ich find's schade, dass es hier nicht mehr die Hohe und die Niedere Tatra geben wird. In Polen und der Slowakei stehen die doch schliesslich auch für die Ewigkeit? - Die 'Johanna'-Serie mit allen sieben einstündigen (!) Teilen kann ich dem rbb jedenfalls gern borgen, falls Ihr sie im Archiv nicht mehr findet...

  23. 29.

    Respekt! Sowas nenne ich mal erstklassiger "Nachruf". Ich kann mich dem voll anschließen. Aber es war nicht nur das Rumpeln und klappern, es waren die typischen TATRA-Geräusche: erst der Klang des "Beschleunigers" und dann dieses KLACK...rollen und dann düüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüü bremsen. Es ist schon irre, wie man dieses technische Meisterstück in das eigene Leben eingebunden hat (siehe Ihrem "Nachruf") Insbesondere die Fahrt im "Lumpensammler" und wenn der weg war, musste man halt die "Erste" nehmen.....
    Aber: soone niegelnagelneue TRAM hat auch was.. z.T optisch und vor allem auch technisch;

  24. 28.

    Kann mich entsinnen gelesen zu haben, dass die TATRA-Bahnen deutlich höheren Stromverbrauch haben. Allerdings hat die Strausberger Eisenbahn; betreibt die Linie 89 derzeit auch eine bei Tatra umgebaute-auf Niederflur in der Mitte-Bahn im Einsatz. Mit 2 neuen ähnlich wie in Bln. Tatra hat eine der alten übernommen. Ob die umgebaute nun weniger verbraucht kann ich nicht sagen. Aber ansonsten völlig neu überarbeitet.

  25. 26.

    Ach neee.... Tschüß alte Rumpelkiste (positiv gemeint!). Du hast mich zu meinen Lebensstationen gefahren... zur Schule, zur Ausbildung, zur Arbeit, ins Nachtleben und durchgefeiert früh Morgens zurück... du warst ein echt treuer Begleiter. Unaufgeregt warst du immer da, spätestens nach einer Zigarette. Nie hast du mich lange im Regen stehen lassen. Dein Rumpeln und Zucken so nah an allen Gleisunebenheite unterstützte meine Bodenständigkeit. Tschüß altes Teil und noch lange rostfreie Jahre auf dem Altenteil in einer anderen Welt.

  26. 25.

    Doch - auch die S-Bahnen wurden betrauert, ich habe noch heute ihre "Geräuschkulisse" im Ohr :-)
    Die Modernisierung der alten Bahnen war mein erster Auftrag damals... seufz...

  27. 24.

    Deswegen wurden die ja anderswo umgebaut :-) glaub mir, das geht. Aber gut, Berlin, da ist ja immer erstmal "geht nich" :-(

  28. 23.

    Ja es stimmt, die Tatra-Bahnen werden nun wohl letztmalig fahren. Aber 15 Jahre Aufbauleitung Tatra bzw. Schnellbahnbau Berlin ab 1976 mit dem umfangreichen Streckennetzausbau, der Reko des Bbf. Lichtenberg, dem Neubau des Bbf. Marzahn und der Verlängerung der U-Bahn vom Tierpark bis Hönow haben doch bleibende Spuren hinterlassen. Daran wird sich auch die Verkehrssenatorin mit ihrer kürzlich angekündigten " beispiellosen Straßenbahnoffensive" messen lassen müssen. Die Latte liegt aber sehr hoch...

  29. 22.

    Also früha, da hamn die anderen der netten Frau mit dem Kinderwagen beim hochheben geholfen. Und beim Aussteigen wieder. Leider hilft heut keener mehr, also muss die Tatra wech... :-( das alte Depot ist echt toll, oder?? Und - wenn man mal wieder feiern darf - kann man das herrlich in alten Bahnen. Beim Rollen.

  30. 21.

    Ich bin immer beim Tag der offenen Tür im Betriebshof Köpenick. Da kann man dann mit herrlichen Oldtimern fahren; es macht immer noch viel Spaß. Ich meine, gestern im Radio gehört zu haben, dass auf der 88 weiterhin Tatras fahren. Wir haben doch hier den User TRAM 88. Ich wundere mich, dass der sich noch nicht gerührt hat...

  31. 20.

    Ja es stimmt, die Tatra-Bahnen werden nun wohl letztmalig fahren. Aber das zugehörige Streckennetz in Marzahn, Hohenschönhausen, Hellersdorf u. z.T. auch Lichtenberg bleibt zum Glück erhalten. 15 Jahre Aufbauleitung Tatra bzw. Schnellbahnbau Berlin ab 1976 mit dem umfangreichen Streckenneubaunetz, der Reko des Bbf. Lichtenberg, dem Neubau des Bbf. Marzahn und der Verlängerung der U-Bahn vom Tierpark bis Hönow haben hier bleibende Spuren hinterlassen, und ich war zum Glück dabei. Daran wird sich die Verkehrssenatorin mit ihrer kürzlich angekündigten " beispiellosen Straßenbahnoffensive" messen lassen müssen. Die Latte liegt aber sehr hoch...

  32. 18.

    Ein Kinderwagen lässt sich relativ unproblematisch in die Bahn heben, wenn jemand so freundlich ist, mitanzupacken; außerdem haben Eltern dieses Problem nur eine relativ kurze Zeit. Bei Menschen, die nicht (mehr) gut zu Fuß oder eventuell sogar ihr gesamtes Leben lang auf einen Rollstuhl angewiesen sind, sieht die Sache dann gleich ganz anders auch. Schon mal daran gedacht?

  33. 17.

    "Wie haben die Leute es früher geschafft den Kinderwagen in die Bahn zu bekommen?" Ganz einfach: Es waren immer helfende Hände zur Stelle. Auch bei der U-Bahn wurde (fast) immer gerne geholfen. Aus meiner Erinnerung heraus gab es zu DDR-Zeiten kaum oder gar keine Aufzüge.

  34. 15.

    @RBB: Vielleicht sollte der RBB die Ausmusterung der altgedienten Tatras zum Anlass nehmen, diesen Umstand im TV-Programm zu berücksichtigen. Viele OST-Berliner würden vielleicht gern mal wieder "JOHANNA" sehen, den TV-Mehrteiler über eine TATRA-Brigade der BVB (ja richtig: BVB) oder man versucht es mit einer Reportage wie die Kollegen des MDR, über die Hallenser Bahnen (auch ex-Tatra) zum 130. Geburtstag des dortigen TRAM-Betriebes nur eben mit einem Berliner Bezug. Vielleicht mal irgend etwas im TV ohne Corona, ohne Demos, ohne Randale, ohne SOKO:??? und auch ohne die zigste Quiz-Sendung frisch aufgewärmt? Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit, werte Redaktion.

  35. 14.

    Die ehemaligen KT4D in Cottbus wurden in Mittenwalde ab 1995 zum KTNF6 umgebaut. Mit vollwertigem Niederflurteil. Von den ehemals in Cottbus fahrenden 72 Tatras kurven aktuell noch 21+1(Leihe) Fahrzeuge über Cottbuser Gleise und ein KT4D wurde zum ATW umgebaut mit Fahrdrahtsprühanlage um ein Vereisen zu verhindern. TW 168/169 sind mit Baujahr 1981 die ältesten Fahrzeuge im Cottbuser Linienverkehr und da ich gerne Tram fahre, kann ich sagen: sie funzen und fallen nicht bei jeder Schneeflocke gleich aus. Cottbus hat in Eigenregie ein Langläuferprogramm aufgelegt um die Laufzeit und den Komfort weiter zu erhöhen. Hintergrund: im Land Brandenburg gab es jahrzehntelang KEINE Fördergelder!. Inzwischen sind fabrikneue SKODA-Bahnen geordert, die ebenfalls wie die TATRAS aus Tschechien kommen.

  36. 13.

    Das stimmt nicht so ganz.
    Wegen der alten S-Bahnen haben schon einige, dies als sehr traurig und schade empfunden.
    Ich persönlich habe mich eher darüber aufgeregt und bin ziemlich verärgert, dass die BVG bzw. jegliche Verkehrsbetriebe nun alles immer "besser und neuer" und angeblich auch "schöner" machen wollen.
    Diese bornierten Menschen! , die es so sehr befürworten alles zu modernisieren und dafür die Geschichte, die Vergangenheit aufzugeben.
    Sehr beklagenswert.

  37. 12.

    Ja. Man kann die Tartra-Züge um ein barrierefreies Mittelteil ergänzen. Hätte man machen können. Aber die Tatra-Züge kann man ja wenigstens auch noch verkaufen, genau so wie die bald ebenfalls auszusondernden GTW6. Die haben alle ein eurpäisches Lichtraumprofil für Straßenbahnen.

    Die Flexitis aber nicht. Die sind um 10 cm zu breit. Die können nur in Berlin auf Linien mit verbreitertem Gleisabstand fahren. Da bin ich mal gespannt, wohin man die dann verkaufen will.

  38. 11.

    Hach, icke habe schon mehrere dieser Ausflugsfahrten mit den alten Bahnen unternommen und war auch in Niederschönhausen im alten Depot zur Besichtung von noch älteren Fahrzeugen und auch Bussen! Irre. Da kommen Erinnerungen an die Jugendzeit und Kinderzeit wieder hoch! Wie haben die Leute es früher geschafft den Kinderwagen in die Bahn zu bekommen?

  39. 10.

    Ich bin in meinem Leben viel mit der Straßenban gefahren, viele Jahre fast täglich (Berufspendler) und ja, auch ich mag die Tatras. Aber: Ich habe in meinem ganzen Leben in keiner Tram festgesteckt, weil "meine" oder davor eine liegengeblieben wäre. Weder in den Tatras, noch in den GT6 oder Flexity.

    Und die 20 cm breiteren, barrierefreien Wagen der Flexity-Trams bevorzuge ich vor jeder Tatra-Bahn.

  40. 9.

    Ja richtig, aber sie sind halt nicht NEU. Bei der BVG muss immer alles NEU NEU NEU sein. Hauptsache das NEUSTE vom NEUEN. Damit man die Preiserhöhungen der Tickets auch rechtfertigen kann... Die NEUEN Sachen müssen ja irgendwie bezahlt werden...! Also ich hätte lieber etwas ältere Tram-/Bus-/U-Bahn Modelle und Stationen, und zahle dann dafür auch etwas weniger für eine Fahrkarte!!

  41. 8.

    Bei 65 Jahre alten S-Bahnen hat Niemand geweint, die waren barrierefrei.

  42. 7.

    Leider hat man damals bei den Berliner Trams noch nicht auf Barrierefreiheit beim Umbau gesetzt, alle alten Trams gingen ja einmal komplett in die Sanierung. Schade.

  43. 6.

    Die Alten Berliner fahren auch in Magdeburg & Stettin rum. Im letzten sogar noch fast Orginal in BVG Farben & sitze. Da fahren auch noch alte T6 rum. Man muss nicht in die Ukraine. Der DVN hat ja sogar noch eine in Orginal (DDR).

  44. 5.

    Es ist leichtsinnig die einfach weg zu geben. Sie sind alt, ja das stimmt, und sie sind nicht barrierefrei, was man aber durch Umbau ändern kann.
    Aber sie haben einen Vorteil: SIE FAHREN UND FAHREN UND FAHREN - SIE FAHREN EINFACH NUR, ZUVERLÄSSIG WOHL GEMERKT.

  45. 4.

    Es ist ja interessant, dass man die Tatra-Bahnen auf Barrierefreiheit umbauen kann. Warum macht das die BVG nicht auch? Ist's zu billig oder gibt es stichhaltige Gründe dafür?

  46. 3.

    Echt schade, dass hier unter dem Vorwand der Nicht-Barrierefreiheit funktionierendes rollende Material aufs Abstellgleis geschickt wird. Bei der sehr hohen Taktfrequenz wäre es hier pragmatischer gewesen, den Menschen zu kommunizieren, dass Sie dann bitte einfach auf die nächste Tram warten sollen, falls ein barrierefreie Verkehrsmittel gewünscht ist. Nun haben ja auch nicht alle Wohnungen in Berlin einen barrierefreien Zugang mit Fahrstuhl, dann müssten wir die Häuser jetzt auch alle nachrüsten oder abreißen.

  47. 2.

    In Cottbus fahren die Tatra-Bahnen auch noch, allerdings seit Jahren barrierefrei umgebaut.

  48. 1.

    So schade! Meine geliebten eckigen Tatras! Für mich als ex-Tram-Verkäufer geht da eine Ära zuende. Ach ja... aber lange gehalten haben sie letztlich, und weiterfahren ist ja geplant, das ist tröstlich. https://www.meinetram.de/de/Tschuess-Tatra

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