Zukunft der Mobilität - Der Berliner Bergmannkiez probt die Verkehrswende

Verkehrsschilder auf der leeren Bergmannstraße in Berlin Kreuzberg. (Quelle: rbb/N. Haring)
rbb/N. Haring
Video: rbb|24 | 05.06.2021 | Material: Sophia Bernert (Grafiken), Abendschau | Bild: rbb/N. Haring

Der Bergmannkiez in Berlin-Kreuzberg soll weitgehend autofrei werden – die Planungen laufen bereits seit Jahren, jetzt wurden die ersten "Durchfahrt Verboten"-Schilder aufgestellt. Kann das Vorbild für Berlins Mobilität der Zukunft sein? Von Wolf Siebert und Sylvia Tiegs

Kein Autolärm, stattdessen das Lachen von Menschen, die links und rechts der Straße in Cafés oder auf Bänken sitzen, ein breiter Radstreifen und in der Mitte eine Wasserrinne, in der Kinder Papierboote fahren lassen: Bis 2025 soll die Bergmannstraße in Kreuzberg zwischen Nostitzstraße und Schleiermacherstraße neu gestaltet werden: weitgehend autofrei, mehr Grün, ein Ort zum Flanieren und Einkaufen, zum Sitzen und Reden.

Im Mai wurden nun die ersten Verkehrsschilder aufgebaut: "Durchfahrt für Kfz verboten, Anlieger frei - bei Tempo 20". Es ist der erste Schritt zur Verbannung des Durchgangsverkehrs aus dem Viertel, später sollen Fußgängerzonen auf der Bergmannstraße und dem Chamissoplatz folgen. Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann (Bündnis 90/Die Grünen) spricht von einem "Kiez der Zukunft“, in dem Menschen besser miteinander leben werden – und der Vorbild für andere Teile Berlins sein kann. Elf Millionen Euro sind für alle Maßnahmen eingeplant. Bezirk und Land Berlin beteiligen sich, Fördermittel aus Finanztöpfen des Bundes sind eingeplant.

Grafik Bergmannstrasse (Quelle: rbb24)
| Bild: rbb24

Umleitung von bis zu 10.000 Autos täglich

Bis zu 10.000 Autos am Tag fahren über die Zossener Straße, die in die Bergmannstraße mündet, sagt Felix Weisbrich. Er leitet das Straßen- und Grünflächenamt des Bezirks. Stadtplaner Weisbrich ist derjenige, der während der Corona-Pandemie in Berlin die Pop-up-Radwege eingerichtet hat. 10.000 Autos, von denen viele einen Schlenker durch die Bergmannstraße machen, um dann über die Friesenstraße Richtung Tempelhofer Feld zu fahren. "Diese Verbindung nehmen wir aus dem Hauptroutennetz raus", sagt Weisbrich. Soll heißen: kein Autoverkehr mehr.

Weisbrich, 48 Jahre alt, war lange Förster in Mecklenburg-Vorpommern. Seit zweieinhalb Jahren ist er nun im Bezirk und mit dem Projekt Bergmannstraße beschäftigt. Seitdem wurde vieles ausprobiert – und wieder verworfen: zum Beispiel grüne Punkte auf der Fahrbahn zur Verkehrsberuhigung, sogenannte Parklets zum gemütlichen Aufenthalt am Straßenrand. Kosten: mehr als eine Million Euro.

Fußgänger- statt Begegnungszone

Ursprünglich sollte die Straße eine sogenannte Begegnungszone werden: mit mehr Platz für Bürger – ob zu Fuß oder per Rad – aber auch mit Autos, alle mit gleichen Rechten. Aber, sagt Weisbrich, "die Bürger wollten Klarheit und mehr Ruhe". Das habe sich in den vielen zeitaufwändigen Gesprächsrunden mit Anwohnern und Gewerbetreibenden herauskristallisiert. Und deshalb kommen die Autos nun raus aus der Bergmannstraße, nach und nach: Zunächst wird die Bergmannstraße zu einer Einbahnstraße gemacht, anschließend werden Lieferzonen eingerichtet, darauf folgt die Sperrung der Verbindung Zossener-/Friesenstraße, und dann erst wird die Bergmannstraße zur Fußgängerzone. Im Planerdeutsch heißt die neue Vision korrekt: Fußgängerzone mit Trennverkehr.

Fahrradfahrer bekommen einen abgetrennten Fahrradstreifen, teilen sich den Straßenraum mit den Fußgängern. Lieferverkehr wird es auch weiterhin geben. Aber der bekommt eigene Lieferzonen, die er nur zu bestimmten Zeiten am Morgen und am Vormittag benutzen darf.

Auch Anwohner dürfen dann hier nicht mehr parken, müssen in die Seitenstraßen ausweichen. Birgt das nicht Konfliktpotential? Nein, meint der Dortmunder Verkehrswissenschaftler Martin Randelhoff im Interview mit rbb|24: "Teilweise entstehen diese Konflikte ja gar nicht, weil man zu unterschiedlichen Tageszeiten unterwegs ist. Anwohner, die den Pkw zum Pendeln nutzen, sind meistens tagsüber gar nicht da. Die parken abends und nachts." Die Kunden von Geschäften dagegen parkten insbesondere tagsüber, während der Geschäftszeiten - sagt der Verkehrsforscher, und schlussfolgert: "Das sollte funktionieren - zumindest in der Theorie."

Eine Grafik der Bezirksverwaltung Friedrichshain-Kreuzberg zeigt ein Modell der autofreien Bergmannstraße. Quelle: Bezirk Friedrichshain-KreuzbergBlick in die Zukunft der Bergmannstraße.

Neue Parkflächen in den Seitenstraßen geplant

Auch der Leiter des Straßen- und Grünflächenamtes, Felix Weisbrich, reagiert gelassen. So wie alle, die etwas Neues versuchen wollen und Widerstände erwarten: "Das ist alles keine Revolution!" Man habe ja auch schon früher in Berlin Fußgängerzonen eingerichtet.

Außerdem haben sich die Planer in einem wichtigen Punkt flexibel gezeigt: Ein kleiner Teil der Bergmannstraße wird nicht zur Fußgängerzone. Auf den letzten Metern bis zum Mehringdamm liegt nämlich ein Gesundheitszentrum. Zum Gebäudekomplex gehören auch ein Supermarkt und ein Discounter. Diesen Teil der Straße dürfen Lieferanten und motorisierte Kundinnen auch weiterhin nutzen. Und noch ein Versprechen für die Autobesitzenden Anwohner der künftigen Fußgängerzone: In den Seitenstraßen sollen neue Parkflächen geschaffen werden.

Kritik an Zeitzonen für den Lieferverkehr

Michael Becker, Geschäftsführer eines Geschenke-Ladens auf der Bergmannstraße, ist trotzdem skeptisch: "Wenn es für den Lieferverkehr tatsächlich Zeitzonen geben würde, müsste ich mehr Personal beschäftigen, um diese Zeit abzudecken. Ich sehe aber noch gar kein Konzept dafür."

Mit Blick auf seinen Kollegen, der Weinhändler um die Ecke ist, fragt sich Michael Becker, wie dessen Kundschaft künftig ihre Großeinkäufe erledigen will – wenn das Parken vor dem Laden nicht mehr möglich ist. "Früher sind die Autofahrer gekommen und haben kistenweise Wein bei ihm gekauft, um die im Keller einzulagern. Zu Fuß aber nimmt man gerade mal zwei Flaschen mit. Da sind es richtige Umsatzeinbußen!"

Ganze 45 Sekunden braucht man mit dem Fahrrad für die umzugestaltende Strecke auf der Bergmannstraße – wenn man wie vorgeschrieben maximal 20 Stundenkilometer fährt. Die Planungszeit dafür: acht Jahre – und bis zur Fertigstellung dauert es jetzt noch drei bis vier Jahre. Sind Aufwand und Ergebnis noch verhältnismäßig? Bezirksbürgermeisterin Herrmann räumt ein, dass es Fehler gegeben habe. Das Verfahren habe viel zu lange gedauert. "Das können wir uns künftig nicht mehr leisten." Beteiligungs- und Planungsprozesse müssten durchdacht und gestrafft werden.

Verkehrsschilder auf der leeren Bergmannstraße in Berlin Kreuzberg. (Quelle: rbb/N. Haring)Blick in die Bergmannstraße.

In Zukunft autofreie Blöcke wie in Barcelona?

Die Umgestaltung betrifft aber nicht nur die Bergmannstraße. Der ganze Bergmannkiez zwischen Mehringdamm, Gneisenaustraße, Südstern und Columbiadamm soll verkehrsberuhigt werden. Vor allem durch ein ausgeklügeltes Netz von Einbahnstraßen, die die Fahrt mit dem Auto unattraktiv machen sollen. Im Wrangel- und im Samariter-Kiez habe das schon funktioniert, sagt Weisbrich. Beide liegen in seinem Bezirk.

Verkehrsforscher Martin Randelhoff betreibt seit mehreren Jahren den Blog "Zukunft Mobilität [zukunft-mobilität.net]. Er kennt in ganz Europa Beispiele für gelungene Verkehrsführung. Etwa in Barcelona, wo mehrere Wohnblöcke in der Innenstadt sogenannte Super-Blöcke bilden, innerhalb derer keine Autos mehr fahren dürfen. Grundsätzlich hält er das auch für Berlin denkbar. "Die Herausforderung ist, dass man einen Ausgleich schaffen muss zwischen den Interessen von Anwohner oder Anwohnerinnen und von Dritten, die durch das Gebiet fahren müssen", so Randelhoff. Der Verkehrsforscher betont: Projekte wie im Bergmannkiez seien insbesondere für die Steigerung der Lebensqualität, der Aufenthaltsqualität und der Verkehrssicherheit geeignet.

Sein Blick auf mögliche Klimaschutzeffekte ist gleichzeitig ernüchternd: Der Wegfall von ein oder zwei Kilometer langen Autofahrten helfe zwar, aber die Menge an Emissionen sei eben nicht so groß wie im täglichen Pendel- oder Flugverkehr. "Wenn man wirklich was für den Klimaschutz reißen will, muss man an die großen Distanzen ran."

Sendung: Inforadio, 04.06.2021, 12:45 Uhr

Beitrag von Wolf Siebert und Sylvia Tiegs mit Material von Holger Trzeczak

66 Kommentare

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  1. 66.

    Wie auf Handwerker wollen sie doch nicht verzichten, die können i anderen Bezirken ungestört parken, arbeiten u geldverdienen.

  2. 65.

    Ach Vera, ich als ein weiterer Ur-Berlin (in Berlin geboren, in Berlin aufgewachsen, in Berlin wohnend und hier auch arbeitend) kann ihnen nur voll zustimmen.

  3. 64.

    Tja, Modelleisenbahnromantik!

  4. 63.

    Das ist das, was sie wollen - Urberliner raus aus Berlin. Ich bin Urberliner und war bisher immer glücklich hier, mit quietschenden Straßenbahnen, Autolärm, - gestank - eben Berliner Luft - Parks und Grünflächen, Hinterhöfe zum Spielen waren auch da. Ich kann mich nicht erinnern, dass wir auf der Straße gespielt haben,da fahren Autos. Wir leben in einer Großstadt und nicht auf dem Dorf. Übrigens, dort haben wir auch nicht auf der Straße gespielt. Warum ziehen sie nach Berlin - wenn es ihnen hier nicht gefällt.

  5. 60.

    Man kann doch noch Auto fahren, halt nur nicht mehr durch die Nebenstraßen. Wenn es gut funktioniert, kann man es auch wo anders machen, dafür sind ja Pilotprojekte da. Sie als Autofahrer beschweren sich doch immer über Fußgänger und Fahrradfahrer, diese können ja nun problemlos durch die Nebenstraßen fahren und sie auf der Hauptstraße.

  6. 58.

    Man sollte Kreuzberg mitsamt Bürgermeisterin und Baustadtrat einzäunen und sich von diesen Leuten im Rest der Stadt nicht weiter nötigen lassen. Sollen sie zurück zur Zeit der Jahrhundertwende um 1900 zurückkehren aber mit ihren absurden Forderungen nicht immer normale Menschen die im hier und heute leben belästigen und mit diktatorischen Eifer alle anderen Bewohner der Stadt zu den Albernheiten zu zwingen.

  7. 57.

    Linkes Biedermeier. Die Stadt als Dorf. Mit Dorfanger, Einkaufskörben aus Korb, Lastenfahrrädern.
    Einfach traumhaft!

  8. 56.

    Gerade sie als Alteingesessener muessten aber auch unsere Handwerler kennen, was denen unangenehm ist wird abgewimmelt. Gerade in Zeiten wo man sich das Clientel aussuchen kann und der Handwerkermangel wird in den nächsten Jahrzehnten noch schlimmer. Ein roter fliiegender Teppich wurde noch nicht entwickelt, denn laufen oder fahrradfahren is nicht.
    Ansonsten heisst es bei naechsten Havarie, Vetstopfung, kein Strom-Handwerk hat goldenen Boden aber micht ohne Transport. Man kan es auch mit weiterhin mit Ueberheblichkeit versuchen und sagen wir brauchen keine Autos, dann aber bitte auch die Folgen tragen.

  9. 55.

    Das ist die Hochburg der Grünen, sollen sie doch ihren Bezirk Autofrei machen und den Rest von Berlin in Ruhe lassen. Das ist dann das Gallische Dorf von Berlin.....ha,ha,ha

  10. 54.

    Wahlberliner hassen das aber. Wahlberliner*innen mögen ja nich nicht mal die Berliner Schnauze. Deshalb sorgen die durch politisches Engagement und wirtschaftliche Handlungen (gentrifizierung durch Hausg und Wohnungskauf) für die Verdrängung, die die so schön finden um ihre Provinz hierher zu holen.

  11. 53.

    Sehr gute Entwicklung. Ich freue mich.

  12. 52.

    Interessant, was "wir Berliner" so wollen. Ich bin den frühen 70ern hier geboren, habe die Stadt nie verlassen, Kreuzberg, Charlottenburg, Schöneberg, Reinickendorf. Und was ich möchte, scheint mir von Ihrer Position eher entfernt zu sein. Alerta A. bezieht sich ja auf meinen Kommentar, da lesen Sie, dass mir schon klar ist, dass bestimmte Gewerbe auch weiterhin mit Lkw fahren werden müssen, genau wie Lieferdienste.

    Allerdings kann gerade der beschworene Eismann sehr wohl mit einem Lastenrad fahren, wenn er im Kiez Eis verkauft. Er fährt sowieso keine großen Distanzen.

    Der Zimmermann wird sich das Gebälk nicht über der Schulter mitbringen können - das ist schon klar. Aber gerade unter den Gewerbetreibenden, insbesondere den Handwerkern, ist nicht jede Fahrt mit dem - dann gern auch regelwidrig abgestellten - Transporter "alternativlos". Lange nicht.

  13. 51.

    Sie können sich nicht mal im entferntesten vortstellen, wie sehr ich mich darüber freue. Allerdings gehört KLadow tatsächlich auch zu Berlin. Leider. Trotzdem hat Politik nicht nur in der Innenstadt stattzufinden. Meines Wissens gibt es schlappe 3,5 Mio Einwohner in Berlin und nicht nur ca. 1,3 Mio in den Innenstadtbezirken.

  14. 50.

    Was ist denn mit Feuerwehr, Behundertentransporte, Taxi für Senioren ? Die kommen dann im Lastenfahrrad und der Sani trägt Helm mit Rundumleuchte und macht die Sirene selber. Na prima, ein Hoch auf die rechtsbeugende, grüne Diktatur.
    Und nein, ich bin kein Autofahrer, besitze keine Führerschein, ich bin ein Fußgänger.

  15. 48.

    „Im Moment wird ausschließlich eine Verkehrsart gehätschelt, getätschelt und über alle Maßen bevorzugt“
    Schön wärs... dann wäre auch der A100 Bau beendet oder es würden mal Autofahrer kontrolliert werden, die zu tausenden auf den Busfahrstreifen parken

  16. 47.

    Auto, Kreuzberg, autofrei, Kreuzberg, Kreuzberg, Radfahrer, Kreuzberg, Kreuzberg, Radler, Kreuzberg, Kreuzberg, Kreuzberg, Fussgänger, Kreuzberg, Kreuzberg, Kreuzberg .... merkt ihr noch was ?

  17. 46.

    Im Moment wird ausschließlich eine Verkehrsart gehätschelt, getätschelt und über alle Maßen bevorzugt.
    Das Autofahren wird soweit durch Schikanen eingeschränkt, dass es einem praktischen Verbot gleichkommt. In Berlin wird im Moment nur eins gedacht, faktisches Verbot des Autoverkehrs und unbegrenztes Ausweiten des Fahrradverkehrs. Es wird ausschließlich nur in eine Richtung gedacht.
    Eine Ausnahme gibt es. Die Grünen Senatoren, allen voran die Grüne Frau Günther, nehmen das Autofahren ausgiebig mit den ihnen zur Verfügung gestellten Luxuskarossen war. Was dem normalen Bürger verboten wird gilt natürlich nicht für Grüne Funktionäre. Es gilt nur für das gemeine Volk. Warum benutzt Frau Günther, die glühende Propagandistin des Fahrrads nicht für ihre Dienstwege das Fahrrad? Aber Grüne Funktionäre sind ja gegenüber dem gemeinen Volk erhaben und man kann das nicht vergleichen.

  18. 45.

    Na klar. Und dann kommt der Eismann mit dem fahrbaren Klingelladen, die Kirchturmuhr schlägt alle viertel Stunde und bei Westwind riechts nach Kuhscheiße. Leute, das hier ist ne Hauptstadt. Wir Berliner wollen das so

  19. 44.

    @Isi: Verbote für andere? " auf der Straße flanieren zu dürfen" ! Sie wandern wohl auch gerne auf Radwegen und Straßenbahngleisen? Kann man machen, wenn man sich mit den anderen Nutzern messen möchte.

  20. 43.

    Mit diesem Satz sprechen Sie vielen Menschen in Berlin aus dem Herzen und er trifft den Nagel auf den Kopf:
    „Wir müssen den überflüssigen Bequemlichkeitsverkehr mit Autos loswerden.“

  21. 42.

    Auf dem Bild befinden sich Zebrastreifen über dem Radweg. Bin gespannt wieviel Fahrradfahrer sich daran halten und wann es die ersten Unfälle mit Fußgängern gibt. Bin auch gespannt wie die Wasserrinne nach einem halben Jahr aussieht z.b. Dreck, Müll, Hinterlassenschaften

  22. 41.

    Tja oder erst vor kurzem hergezogene gut verdienende, wohnende Jungakademiker ohne Kinder aber mit ganz viel Zeit aus gut situierten Kleinstädten und Dörfern aus NRW oder BW, die meinen sich hier jetzt in Sachen ganz autofrei im S-Bahn-Ring austoben zu müssen. Als geborener Berliner ist mir diese Gentrifizierung so zu wider. Warum gehen die nicht zurück in ihre westdeutsche Provinz?

  23. 40.

    "Ich fürchte ja, wenn solche Visionäre, wie Frau Herrmann weiterhin das Sagen haben. Die lieben Verbote und hassen Autos!"

    jedes Gesetz ist ein Verbot. Ich nehme an, sie wollen nicht Gesetze an sich abschaffen, oder? Verbote an sich sind also mitnichten etwas schlechtes- die Frage ist nur, was verboten wird und was nicht. Das, was sie hier als Verbot diskreditieren ist das wegnehmen von Verboten für andere. Beispielsweise auf der Straße flanieren zu dürfen.

    Und man muss Autos nicht hassen, um die Probleme, die sie verursachen, zu sehen und dem Gemeinwohl wegen die Nutzung einzuschränken.
    Es sind meistens die Egoisten und Privilegierten, die darin eine Einschränkung ihrer Freiheit sehen. Dabei ist Freiheit doch immer auch die Freiheit der anderen und nicht nur die eigene. Wie oben: das Gebot des einen ist das Verbot des anderen. Einfach mal Beides gemeinsam denken.

  24. 39.

    Ich kann ihnen nur zustimmen. Politik für die eigene, zugezogene Klientel.
    "Weisbrich, 48 Jahre alt, war lange Förster in Mecklenburg-Vorpommern."
    Es ist ein Jammer, aber bezeichnend: Ein Förster vom Lande macht in der großen Stadt Verkehrspolitik. Für seinesgleichen: Zugezogene vom Lande, die hier ein bisschen NY-City nachspielen. Ich als geb. Berliner sehe nur noch den Wegzug als Lösung...

  25. 38.

    Zitat: " ...die Planungen laufen bereits seit Jahren, jetzt wurden die ersten "Durchfahrt Verboten"-Schilder aufgestellt. Kann das Vorbild für Berlins Mobilität der Zukunft sein? "

    Ich fürchte ja, wenn solche Visionäre, wie Frau Herrmann weiterhin das Sagen haben. Die lieben Verbote und hassen Autos!

  26. 37.

    Der einzige Vorwurf, den sich ein solcher Plan gefallen lassen muss, ist die Salamischeibentaktik. Das ist aber dem Föderalismus in Berlin geschuldet - und der Tatsache, dass sich eine komplette Verkehrswende in einer Stadt der Größe von Berlin halt nicht als big bang umsetzen lässt.

    Das Ziel muss sein, dass nicht so eine einzelne Insel nur in Nachbarbereiche verdrängt. Das Ziel muss sein, dass engmaschig ausgerollte Räume dieser Art in ganz Berlin (und damit meine ich bitte nicht ausschließlich den Stadtring sondern bis ran an die Landesgrenze) nebeneinander liegen. Wir müssen den überflüssigen Bequemlichkeitsverkehr mit Autos loswerden. Am Ende bleiben insbesondere Lieferverkehr (allerdings auch neu gedacht - Stichwort "Pooling"), bestimmte gewerbliche Verkehre, Rettungsdienste und eine kleine Gruppe von mobilitätseingeschränkten Menschen mit Auto/Lkw übrig.

  27. 36.

    Also nach lesen der Legende zur Grafik kommt man (wenn man den Zahlenraum 0 bis 7 beherrscht)auf ein anderes Ergebnis. Und wo sie schon die "erfundenen Verkehrszeichen" erwähnen, wo bitte wird das Verkehrszeichen 250 (weißer Kreis mit rotem Rand) mit grauen Streifen aufgehoben? Und wer sollte das überhaupt sehen, wenn man aus der Richtung nicht kommen kann? Sie verwechseln das evtl mit VZ 282 (grauer Kreis mit 3 grauen Querbalken), aber das bezieht sich nur auf Geschwindigkeitsbegrenzungen und Überholverbot. Sollten Sie einen Führerschein haben wäre das erschreckend...

  28. 35.

    Teert endlich dieses dämliche Kopfsteinpflaster in den Kreuzberger Nebenstraßen, denn da will (und gehört) der Fahrradverkehr gerne hin … Der Einzelhandel in den Nebenstraßen müsste es auch begrüßen … Ich bin bei gutem Wetter selbst emsiger Fahrradfahrer in der Stadt und komme sehr gut zurecht. Brauche aber verflixt noch einmal auch das Auto.

  29. 34.

    Das tolle ist doch,, wenn ein zugezogener Förster einen auf Stadtverplaner macht. Gibt's nur in Berlin, gibt's nur in X-Berg. Ich lach mich schepp.

  30. 33.

    Das Schild weist darauf hin, dass Kraftfahrzeugnutzende als Anlieger, oder gar Lieferanten, nach wie vor dort reindürfen. Nicht dort lebende Menschen dürfen dort nicht mehr durchfahren. Also wirds es für die Grünen eigentumsverwöhnten SUV Fahrer*innen dort doch viel besser, wenn ihre Projektkinder aus der Elternkutsche direkt auf den Spielplatz fallen. Ich finde es klasse. Den Anwohnerverkehr (geiles Wort) gibt's dort weiterhin. Die Zweiklassengesellschaft formiert sich.

  31. 32.

    Auch ich werde meine Auto-Straße bald umwidmen und alle anderen Berliner die da hin oder durch müssen sind mir dann auch egal !

  32. 31.

    Schönwetter-Konzepte für Fitnessstudiobesucher unter 50. Auch so wird gentrifiziert !

  33. 30.

    „ Immer diese halbgare Verkehrsverlagerungspolitik zu Lasten der Anwohner angrenzender Bereiche. “

    Wenn es nur das wäre, als direkt Betroffener Anwohner der zukünftigen „Durchfahrtssperre“ würde ich mir wünschen, in Kreuzberg wäre kein Versuchslabor irgendwelcher Interessensgruppen in Kooperation mit der ach so fortschrittlichen grünen BVV. Vor 30 Jahren wurde der hintere Teil der Bergmannstrasse aus gewerblicher Sicht geopfert, jetzt ist der Rest dran. Traurig, wirklich traurig…

  34. 29.

    Ein Reizthema für Konservative... die Mühe zu erklären, wie die "herkömmliche" Verkehrspolitik zu einer lebenswerten Stadt beiträgt, macht sich da in der Regel keiner.

  35. 28.

    "Auto frei bedeutet auch Transporter frei und lkw frei!"

    Ähm, nein. Steht in der Grafik: Lieferverkehr von 6 bis 11 Uhr frei.

  36. 27.

    Warum Wende und probt? Im Beitrag fehlen die Betroffenen, sauber recherchiert nach Menge und Qualität der Aussagen...
    Das Bild zeigt ...und wie wird es dann wirklich aussehen? Man ahnt es bereits...Wir freuen uns auf ein Vorher/Nachher-Bild. Eins ist jedenfalls sicher, "Autohero" u.a. werden dort nicht heimisch...da gibt es die Hertha als Trutzburg mit vielen Anhängern. Rückwärtsgewandte Politik, wo einer gegen den anderen ausgespielt wird, wird die Geschichte einholen. Die Spanier in Barcelona sind sowas von entsetzt und dabei, dass Projekt einer "lebensfremden Stadt" zu kippen.

  37. 26.

    Ich kann mir schon denken, wie die neu gestaltete Straßen Mitte schon sehr bald aussehen wird. Überall Müll, schmutz und menschliche Hinterlassenschaften. Wie überall in dieser zunehmend versifften Stadt.

  38. 25.

    Werte Leser sind erstaunt über die Zauberkraft Autoverkehr verschwinden zu lassen. Aus dem ganzen Bergmannkiez werden nur noch Autos herausfahren und plopp, die Luft ist rein und Autos weg. Erfundene Verkehrsschilder: Roter Kreis ist Autoeinfahrtsverbot, aufgehoben eigentlich durch graue Querbalken. Roter Kreis mit rotem Querbalken gibt es nicht! Dann soll man langsam einfahren? Was soll das??? Ist dem werten Planer, Grafiker, Leser aufgefallen, daß die Bergmannkiezgrafik oben im Text keine einzige Einfahrt mehr aufweist? Mit Eifer und für unnötiges Geld werden Poller, Verbotsschilder usw. aufgestellt und die Straßenkreuzungen und Baustellen werden unübersichtlich und zur Lebensgefahr durch zahlreicher Fahradunfälle. Und Fahrräder entgegen der Einbahnstraße , nah super. Der Übereifer der Verkehrsbehörde wird zur Behinderung des öffentlichen Straßenverkehrs. Bergmannkiez mag frei werden, aber die umliegenden Straßen sind von Parkplatzsuche und Verkehr verstopft!!!

  39. 24.

    Gibt's übrigens seit den 70ern in Bonn, Münster...und ich finde es tausend Mal besser als sich durch Blechlawinen als Fussgänger durchzuschlagen. Das schöne Pflaster in der Friesenstraße wurde übrigens vor ein paar Jahren asphaltiert, aus Lärmschutzgründen. Weil der Michel doch immer so rot sieht, bedenkt man nicht bei jeder kleinsten Handlung die Nöte des kleinen Mannes als Autofahrer.

  40. 23.

    Also der Weinhändler hat meines Erachtens unbegründete Sorge. Kunden, die mal eben 10 Kisten Wein ins Auto laden, können als Lieferverkehr gesehen werden und dürfen somit weiter vor den Laden, weil "Anlieger Frei".
    Allerdings sollten die Kunden dann auch nur abholen und sich nicht Stunden lang beraten lassen, während das Auto vor der Tür steht.

  41. 22.

    Ist da ein Rechtschreibfehler in der Überschrift?
    Müsste es nicht heissen "... probt das Verkehrsende" ?

    Eine Stadt wie Berlin lebt ja gerade vom geschäftigem Treiben und regem Verkehr!
    Wenn ihr im Bergmannkiez stille, ländliche Idylle, Ruhe und viel Platz zum Spazieren haben wollt, zieht doch um nach Brandenburg.
    Da wird es in vielen Dörfern immer stiller...

  42. 21.

    Man nennt das auch ‚Park‘ - hat mit Verkehrswende jedoch nichts zu tun, da eben kein Konzept dahinter steht, was mit dem Verkehr denn nun passieren soll.

  43. 20.

    Werte Leser sind erstaunt über die Zauberkraft Autoverkehr verschwinden zu lassen. Aus dem ganzen Bergmannkiez werden nur noch Autos herausfahren und plopp, die Luft ist rein und Autos weg. Ist dem werten Planer, Grafiker, Leser aufgefallen, daß die Bergmannkiezgrafik oben im Text keine einzige Einfahrt mehr aufweist? Mit Eifer und für unnötiges Geld werden Poller, Verbotsschilder usw. aufgestellt und die Straßenkreuzungen und Baustellen werden unübersichtlich und zur Lebensgefahr durch zahlreicher Fahradunfälle. Der Übereifer der Verkehrsbehörde wird zur Behinderung des öffentlichen Straßenverkehrs. Bergmannkiez mag frei werden, aber die umliegenden Straßen sind von Parkplatzsuche und Verkehr verstopft!!!

  44. 19.

    Nicht nur in Barcelona sind autofreie Gegenden geschaffen worden, auch in Valencia - und die Menschen dort geniessen das sehr. Da sind uns die Spanier (die sonst auch sehr autofreundlich sind) um einiges voraus, nur in Berlin wird wieder herumgenörgelt!

  45. 18.

    Immer diese halbgare Verkehrsverlagerungspolitik zu Lasten der Anwohner angrenzender Bereiche. Aber so ist das eben, wenn man immer nur Politik für die eigene zugezogene Wählerschaft macht. Von Nachhaltigkeit kann bei dieser Art Projekten keine Rede sein. Autoverkehr wird man nur ausdünnen, wenn man entsprechende Anreize beim ÖPNV bietet und die Anbindungen aus dem Umland schafft. Diese Kieze jedenfalls werden zu gallischen Dörfern, um die man am besten einen riesen Bogen macht. Auch zu Fuß.

  46. 17.

    @rbb: "Projekte wie im Bergmannkiez seien insbesondere für die Steigerung der Lebensqualität, der Aufenthaltsqualität und der Verkehrssicherheit geeignet." - Das ist auch genau der Sinn hinter einem Kiezblock. Was soll dann der letzte Absatz zum Klimaschutz? Es handelt sich schließlich nicht um eine Maßnahme für den Klimaschutz. Wenn ihr hier suggerieren wollt, dass das Unsinn ist und nichts bringt macht das bitte als Kommentar gekennzeichnet. Die Ergebnisse sind genauso ernüchternd wie für die Verbesserung der Golfplatzsituation in der Innenstadt. Nämlich irrelevant.

  47. 16.

    Für das gleiche Geld? Diese Maßnahmen werden von Kreuzberg bzw. Berlin bezahlt. Die von ihnen genannten Pendler haben sich aber bewusst dafür entschieden weder in Berlin noch Kreuzberg Einkommenssteuer zu bezahlen. Warum sollten dann Berliner oder Kreuzberger den ÖPNV im Umland finanzieren?

  48. 15.

    Wo parken die Kunden vom Weinhändler denn bis jetzt um sich den Kofferraum voll zu laden? Hat er da extra Parkplätze? Wer den Kiez kennt sollte eigentlich wissen, dass man da in der Nähe selten freie Plätze findet. Schon gar nicht direkt vor der Tür. Und tatsächlich die Forderung zu stellen, dass seine Kunden weiterhin in zweiter Reihe oder auf dem Gehweg parken können ist ganz schön dreist!

  49. 14.

    Wer sich das im Artikel stehende Entwurfsbild anschaut, der fragt sich was passiert hier in Gefahrenfällen Rettungswagen vielleicht aber dem Bild nach habe ich meine Zweifel, ob die großen Fahrzeuge und Leitern der Feuerwehr dort noch agieren können.
    Aber das kennt man von diesem Bezirk schon - Brandschutz und Schutz der Einwohner ist egal...

    Autofrei - Verkehrsfrei - Behindertengerecht?
    Hier denken wieder Ahnungslose die Zukunft.

  50. 13.

    Ja so ist das ebend in Berlin Experiment wagen und toll medial verkaufen aber in 4 Jahren RRG keine richtigen Vorraussetzungen schaffen um die autofreie Stadt zu proben! Wichtig ist nur den eigen Wähler kurz zu beruhigen ohne aber tatsächlich was nachhaltiges für die Zukunft zu schaffen! Auto frei bedeutet auch Transporter frei und lkw frei! In Dresden gab es zum Beispiel eine Gütertram. Als die Fördermittel ausliefen lief auch die Tram aufs Abstellgleis und LKW rollen nun wieder durch die Stadt ! Aber daran denkt in Berlin lieber erst gar keiner !

  51. 12.

    Dem kann ich nur zustimmen. Aber was will man erwarten von einer Bezirksbürgermeisterin, die in Tweet Transporter in Flammen aufegehn lässt.

  52. 11.

    Andere Parteien machen also keine Politik für ihr Klientel aka ihre Wähler? Und was würde dieses Klientel dazu sagen, wenn es keine Insellösung gäbe, sondern "autofrei" auf ein viel größeres Gebiet umgesetzt werden würde?

    Übrigens, mit 11 Mio wird man beim Ausbau des Nahverkehrs im Umland nicht weit kommen und das der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg Geld dafür gibt, ist auch unrealistisch.

  53. 10.

    Owellsches Neusprech: "Fußgängerzone mit Trennverkehr"! Dass dabei GRR das Pferd von hinten aufzäumt wird, war absehbar. Die Verkehrswende scheitert in der Tat aber an den großen Distanzen im Sinne von Wegen über die Kiezgrenzen hinaus. Da greifen die Ringsblasenbewohner ebenso gerne zum PKW wie die von Außerhalb und bescheren Car-Sharern gute Einnahmen auf eher kurzen Wegen.

    Die Linke hat in FHXB schon ihren Widerstand gegen die Tram-Verlängerung angekündigt wie die auf Landesebene den Bau von U-Bahnen strikt ablehnen. Der dauert länger als es den in Fünf-Jahres-Plänen Denkenden lieb ist, hätte bei den Entfernungen in Berlin mittelfristig aber große Effekte.. Schließlich ist der ÖPNV hier anders als z.B. in Kopenhagen von weiten Teilen der Bevölkerung akzeptiert. Wien hat damit große Erfolge erzielt, Paris folgt. Hier reicht es nur zur Bezahlung externer Berater, die andernorts mit der Verkehrswende gescheitert sind, weil die nur eine laut jammernde Lobbygruppe im Sinn haben.

  54. 9.

    Und wo genau hat das etwas mit "Zukunft der Mobilität" zu tun?!

    Dort gesperrte Strassen, am Potsdamer Platz autofrei, Friedrichstraße autorfrei, hier und dort ein Pop-Up-Radweg...

    Das hat doch nichts mit Zukunft der Mobilität zu tun, das ist reine ideologische Schikane. Nicht mehr und nicht weniger.

    Wer eine "Zukunft der Mobilität" haben will, der sollte erst einmal an langfristiges Konzept aufstellen und nicht von einer Wahl zur nächsten denken.

    Was man mit diesen ganzen Maßnahmen an Zeit und Geld verloren hat, das ist schon typisch Berlin und typisch deutsch.

    Und mit den Maßnahmen selbst wird nur erreicht, dass der Verkehr sich nun an anderer Stelle sammelt.

  55. 8.

    Höchstens Tempo 20 wäre im Umfeld von allen Grundschulen und Kitas sinnvoll, und sollte in Nebenstraßen leicht innerhalb kurzer Zeit umsetzbar sein.

  56. 7.

    Verstehe nicht warum man mehr Personal einstellen muss beim Geschenke-Laden? Also ohne Zeitzonen, wenn der Lieferverkehr kommt wann er will, dann braucht man kein Personal, mit Termin braucht man mehr Personal?

  57. 6.

    Gute Idee! Bis 2025 ist noch viel Zeit. Hoffentlich bleibt es nicht bei Lippenbekenntnissen. Der Autoverkehr muss in den kleinen Straßen reduziert werden. Checkpoint Charly muss im Sommer auch zu einer Fussgängerzone werden. Da muss kein LKW durchbrettern bei den tausenden Touristen.

  58. 5.

    In den meisten Straßenzügen von Berlin – Schöneberg hat man schon vor 30 Jahren keinen Parkplatz im Nahbereich gefunden. VOR der Einschränkung der individuellen Mobilität müssen Alternativen zur Verfügung stehen mit denen man jeder Zeit schnell, pünktlich, sauber, sicher und vor allem bequem sein weiter entferntes Ziel erreicht. Ein Stehplatz in vollen Zügen mit unangenehmen Menschen gehört nicht dazu. Zum Radfahren darf es nicht zu kalt oder zu warm sein, regnen sowieso nicht.

  59. 4.

    Was ist denn mit dem Bus 248? Der bindet u.a. die Markthalle an das Verkehrsnetz an, der fährt aber durch die Zossener und Friesenstraße...

  60. 3.

    Das Thema Auto wird sich dann in Berlin sowieso erledigen. Das fahren mit dem Auto wird immer teurer , ob Verbrenner oder Elektro. Und Auto frei bedeutet auch E-Auto frei? Die Begründung für die E-Mobilität Umwelt und Lärm scheint nicht mehr zu gelten. Und wo sollen die Anwohner vom Bergmsnnkiez ihre Autos auch laden, in den Nebenstrassen? Also wozu das Tesla Werk in Grünheide wenn alles Auto frei werden soll.

  61. 2.

    Schön,aber: "In den Seitenstraßen sollen neue Parkflächen geschaffen werden." Parkflächen bzw. mehr Pflanzen wären ja schön, doch gemeint sind wahrscheinlich Autoabstellplätze. So verringert sich der motorisierte Pendelverkehr nicht. Leider sind in Kreuzberg seit den 80er Jahren tausende zusätzliche Autoparkplätze entstanden. Bitte diese Planungsfehler nicht wiederholen. Macht bitte überall mehr Platz für Fußgänger bzw. Menschen zum Aufhalten auf der Straße. Auch in den Seitenstraßen wollen sich die Nachbarn mit vielfältigen Aktivitäten vergnügen statt sich nur zwischen parkenden Autos durchzuquetschen - oder im Gänsemarsch auf den teils bereits engen Gehwegen zu maschieren.
    Besonders extreme Beispiele solcher "Parkstraßen", gemeint sind Autoparkplatzstraßen, sind im östlichen Teil des Bezirks zu bestaunen. Dort stehen nur noch Autos, zum Teil komplett ohne Pflanzen. Der übrige Platz reicht nur für den Transit. Der Charm durchaus vergleichbar mit der ehemaligen Transitstrecke ;)

  62. 1.

    Typisch Grüne, nur noch Insellösungen für die eigene Klientel statt einer Politik fürs ganze Land.
    Fürs gleiche Geld hätte man endlich den Nahverkehr ins Umland ausbauen können, dann fallen auch tausende Pendler weg.

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