Spitzenwerte im Bundesvergleich - Juni war in Berlin und Brandenburg besonders heiß und trocken

Die Sonne geht hinter dem Fernsehturm unter. (Quelle: dpa/Christophe Gateau)
Audio: rbb 88.8 | 29.06.2021 | Natascha Gutschmidt | Bild: dpa/Christophe Gateau

Hohe Temperaturen, viel Sonne, sehr wenig Regen: In Berlin und Brandenburg war es im Juni im Bundesvergleich am wärmsten und am trockensten. Zumindest stellenweise könnte es zum Ausklang des Monats feuchter werden. Und zum Juli-Auftakt etwas kühler.

In keinem anderen Bundesland Deutschlands ist es im Juni durchschnittlich so warm gewesen wie in Berlin. Der Tagesdurchschnitt lag in der Bundeshauptstadt bislang bei 21,2 Grad Celsius, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Dienstag nach einer vorläufigen Auswertung mitteilte. Auf Platz zwei rangiert Brandenburg mit einer Durchschnittstemperatur von 20,3 Grad.

Der Bundesschnitt lag demnach im Juni bei 19 Grad. Damit war der ablaufende Monat der drittwärmste Juni in Deutschland seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen im Jahr 1881. Vor allem die Hitzewelle in der Monatsmitte traf Berlin.

Am 19. Juni maß der DWD in Tempelhof 36,6 Grad - den bundesweit höchsten Monatswert, den sich Berlin mit Baruth (Landkreis Teltow-Fläming) in Brandenburg teilt. Die Wetterstationen registrierten laut DWD zudem insgesamt vier sogenannte Tropennächte in Marzahn und Tempelhof - das bedeutet, dass die Temperatur in der Nacht nicht unter 20 Grad fiel.

Gleichzeitig schien in Berlin und Brandenburg die Sonne rund 285 Stunden lang - der zweithöchste Wert Deutschlands, der nur von Mecklenburg-Vorpommern übertroffen wurde.

Weniger als 30 Liter Regen pro Quadratmeter

Berlin war im Bundesländer-Vergleich nach Brandenburg zudem die zweittrockenste Region mit einem Niederschlag von nur rund 30 Liter pro Quadratmeter, wie der DWD weiter mitteilte. Mancherorts seien kaum fünf Liter pro Quadratmeter gemessen worden.

Auch in Brandenburg fielen im Juni nur knapp 30 Liter Regen pro Quadratmeter. Im mittleren Brandenburg sowie in der Uckermark waren es örtlich unter fünf Liter. Durch die Trockenheit kam es auch zu ersten Waldbränden: Am 25. Juni brannten bei Bötzow, nordwestlich von Berlin, mehrere Hektar Wald.

Erst kommen Gewitter, dann kühlere Luft

Allerdings kann der Juni in Berlin und Brandenburg örtlich mit Starkregen enden. Bis Mittwochabend muss mit teils kräftigen Gewittern gerechnet werden. Bis zu 30 Liter Regen pro Quadratmeter seien möglich, sagte Meteorologe Dennis Brüning von Wetterwelt am Dienstag dem rbb. Allerdings bleibe der Starkregen voraussichtlich lokal sehr begrenzt: "Ein Straßenzug kriegt es ab und zwei Straßen weiter ist dann gar nichts mehr", so Brüning.

Solche kräftigen Gewitter sind am Mittwoch demnach vor allem von der östlichen Niederlausitz bis hoch zur Uckermark zu erwarten. Die westlichen Landesteile bleiben laut Brüning voraussichtlich "ein bisschen verschont".

Durch die Gewitter dreht sich auch der Wind – und bringt aus westlicher Richtung kühlere Luft. In der Nacht zum Sonntag sind dann deutlich unter 20 Grad zu erwarten, auch im Berliner Stadtzentrum.

Sendung: Inforadio, 29. Juni 2021, 12 Uhr

25 Kommentare

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  1. 25.

    Fakt ist ihre Antwort hat nichts mit der Tatsache zu tun, da es um das 1. Quartal 2021. Eine Verrechnung mit zukünftigen Mengen ist ein albern und sie haben nicht den Fakt nicht verstanden. Das konzeptlose wichtig Getue der Grünen hat Milliarden gekostet und bislang nichts gebracht. Kann jeder an der Co2-Kurve Deutschlands nachvollziehen.

  2. 24.

    Das die Grünen auch an der Macht waren verschweigen Sie warum? Nennen die doch Lösungen und meckern nicht nur ständig über andere.

  3. 23.

    Wobei Steinkohle mit rd. 7% und Braunkohle mit 18% Gesamtanteil auf dem absteigen Ast sind und mittelfristig entbehrlich sein werden. 43% erneuerbare Energien bisher für 2021 (gegenüber über 50% im gesamten Jahr 2020) sind schon eine kleine Ansage.

  4. 22.

    Fakt ist genauso das sich Politik und Kohlelobby die letzten 30 Jahre gegenseitig in den Hintern gekrochen sind. Das Ergebnis kann man sich in den Nachrichten ansehen.

  5. 21.

    Im Westen der USA jagt ein Temperaturrekord den anderen. Fast 50 Grad sind tödlich. Ihre hahnebüchenen Vergleiche sind nichts anderes als AfD Geschwätz.
    Fern jeder Realität, substanzlos, garniert mit Grünen bashing.

  6. 20.

    Fakt: im 1. Quartal 2021 wurde der Strom zu 59,3 % aus konventionellen Energieträgern erzeugt.

  7. 19.

    Vor allem die fast 60 Hitzetoten in Kanada passen sich gerade an die Wetterbedingungen an.
    Merken Sie eigentlich was Sie für einen Blödsinn schreiben?

  8. 18.

    "Da muss man dann Nachts in die Parks und Wälder um zu saufen und zu tanzen - dann Nachts ist es ja kälter und dunkler als draussen."
    Nö, saufen ist doof. Tanzen im Freien macht Spass und wenn die Musik dann auch noch echt "handmade" ist ... z.B. Bagpipe bei Mondlicht ... unbezahlbar. Spass mit Stil und Anstand - geht.

  9. 17.

    Es kann auch wieder kälter werden.
    Unsere Erde war mal ein Feuerball und kühlte dann ab.
    Ebenso hatte unsere Erde keine Atmosphäre, diese wurde dann erschaffen.
    Ebenso begann es auf der Erde plötzlich über Jahre zu regnen.
    Ebenso können sich Bäume und Pflanzen an mehr CO2 anpassen.
    Die Welt wird auch ohne Grünen Wahlkampfschlager weiterleben.
    Es ist ein Irrglaube, dass die Zerstörung der Deutschen Wirtschaft bei gleichzeitiger Explosion der Weltbevölkerung das Klima bessert.
    Hier wäre Anpassung an das Wetter gefragt.
    Sowohl über technischen Fortschritt als auch über Bewässerung.
    Bewässerung würde zu einer Befeuchtung Deutschlands führen. In Folge mehr Regen.
    Wenn CO2 so schlimm sein soll, frage ich mich, warum die Atomkraftwerke abgeschaltet wurden???

  10. 16.

    Wie wenig die Grünen in Frau Bärbocks Heimat das Pariser Klimaschutzabkommen verwirklichen kann jeder in Potsdam mit der Bebauung von Kälte-Schneisen am Bahnhof dort feststellen.

  11. 15.

    War dort zuhause - war - das Berliner Schwindl kommt heute aus Weißensee.

  12. 14.

    Japp - fehlt nur noch: vor und nach den Schauern meist trocken. Lackmayers Theorie sprüht vor Logik.
    Aber was sagt uns der Bericht? Versiegelung und Wachstum sind ja so wichtig für Berlin und dessen Umgebung, mehr Klimaanlagen, damit die Köpfe kühl bleiben und die Umgebungsluft noch weiter aufgeheizt wird. Da muss man dann Nachts in die Parks und Wälder um zu saufen und zu tanzen - dann Nachts ist es ja kälter und dunkler als draussen.

  13. 13.

    Ähm - ja. Mit fortschreitender Uhrzeit ist ja auch mit Dunkelheit zu rechnen.

  14. 11.

    Zum Beispiel ihren Strom erzeugt und ihren Plattenbau geheizt???

  15. 10.

    Der Robert sicher nicht.....eher jene die mit ihrem Tun die letzten 30 Jahre den Klimawandel angeheizt haben.....

  16. 9.

    Das ist schon irgendwie Mist wenn man die Wetterdaten der letzten dreißig Jahre nicht lesen kann.

  17. 7.

    Ist mir gar nicht aufgefallen.(Schwanger im 9. Monat)

  18. 6.

    Wenn man sich überlegt, wie schnell sich das gefühlte Klima schon während der eigenen Lebenszeit geändert hat, von schneereichen kalten Wintern und oft verregneten Sommern hin zu fast schneefreien Wintern und Hitze- und Trockensommern, dann kann einem schon Angst werden, wie es die nächsten Jahrzehnte weitergeht. Aber nein, wir müssen ja nichts ändern.

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