Umgeknickte Bäume und Wasserschäden - Stürmische Gewitter führen zu mehreren Feuerwehreinsätzen in der Region

Gewitterschäden in Berlin (Quelle: BLP)
Bild: BLP

Teils heftige Gewitter haben am Samstagabend in Berlin und Brandenburg viele Einsatzkräfte beschäftigt. Berliner Schwerpunkt war Hellersdorf. Auch am weiterhin schwül-heißen Sonntag können wieder Unwetter über die Region hinwegziehen.

Gewitter und Sturmböen haben am Samstagabend zu zahlreichen Feuerwehreinsätzen in Berlin und Brandenburg geführt. Die Berliner Feuerwehr rückte in den Abendstunden zu rund 45 wetterbedingten Einsätzen aus. In den meisten Fällen stürzten Äste herab, wie ein Feuerwehrsprecher am Sonntag mitteilte. Vereinzelt entstanden demnach auch Wasserschäden an Gebäuden wie etwa vollgelaufene Keller. Verletzt wurde niemand.

Baum in Lichtenberg umgestürzt

Besonders am östlichen Stadtrand in Marzahn-Hellersdorf war die Feuerwehr im Einsatz. So fielen laut dem Sprecher in einem Hellersdorfer Neubauwohngebiet Äste auf sieben Autos, auch die Zufahrtsstraßen wurden geräumt. Im Lichtenberger Ortsteil Neu-Hohenschönhausen sei mit einem Kran ein Baum geräumt worden, der auf ein Gerüst mit Kabeln über der Straße gestürzt sei.

Auch in Brandenburg gab es einige Feuerwehreinsätze, auch hier vor allem wegen umgestürzter Bäume. In Luckau (Dahme-Spreewald) waren während eines entsprechenden Einsatzes mehrere Straßen für kurze Zeit gesperrt.

Weiterhin besteht vielerorts die Gefahr von Waldbränden, in drei Brandenburger Landkreisen gilt am Sonntag die höchste Gefahrenstufe fünf. Bei dem bisher größten Brand in Brandenburg seit Beginn der Saison kämpfen Feuerwehrleute auch am Sonntag auf einer Fläche von fünf Hektar bei Bötzow (Oberhavel) nordwestlich von Berlin gegen die Flammen.

Ab Dienstag kühlt es ab

Am Samstag hatte der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Brandenburg den wärmsten 19. Juni gemessen. Der wärmste Ort war demnach Baruth (Teltow-Fläming) mit 36,6 Grad, gefolgt von Cottbus mit 36,3 Grad und der Landeshauptstadt Potsdam mit 36 Grad. Berliner Spitzenreiter war mit 35,8 Grad der Ortsteil Adlershof im Südosten der Stadt.

Am Sonntag bleibt es schwül-heiß in Berlin und Brandenburg, auch Gewitter sind wieder möglich: Sie sollen ab dem Nachmittag vom Fläming her über die Region hinwegziehen, wie der DWD prognostiziert. Auch in der Nacht auf Montag sind von Westen her Gewitter möglich - die Nacht bleibt erneut mit Tiefstwerten von 21 bis 18 Grad tropisch warm. Auch die neue Woche startet mit bis zu 33 Grad sehr warm und gewittrig, bevor sich ab Dienstag eine Abkühlung auf etwa 25 Grad ankündigt.

Sendung: Antenne Brandenburg, 20. Juni 2021, 11 Uhr

4 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 4.

    Hier war gerade alles angenässt; spätabends roch es von nebenan von der vertrockneten Grasfläche eher muffig. Wir können von hier bis KWh. sehen. Dort regnete es wirklich und längere Zeit. Bei DWD sah man deutlich auch eine Gewitterzelle westlich von Berlin- ziemlich groß- zog aber nach Norden.

  2. 3.

    Die angegebenen Werte sind doch vergleichbar mit ihren Angaben. Innerhalb einer großen Staadt sind je nach Lage 2° Unterschied doch verständlich. Viele Gebäude speichern viel; werden ja den ganzen Tag bestrahlt. Deshalb sind Bäume und Parkflächen so wertvoll. Man registriert auch immer mehr Klimaanlagen auf Dächern oder wie hier an der Endhaltestelle der 88 eine ziemlich große Anlage ( Aggregat ) im Garten. Da wird mehr als nur ein Raum gekühlt. Habe mir auf t-o mal die Werbung für eine kleine Akkukühlbox mit Lüfter Wasserbehälter angesehen; für "nur" 86 € -halber Preis meinen die obendrein. Über Amazon wird diese Kiste für 32 € angeboten. Alles Bürgerverscheißerung. Fußbad in kaltem Wasser ist nicht verkehrt und preiswert.

  3. 2.

    Es ist schon komisch mit den Gewitterblasen. Wir wohnen in Biesdorf, dicht an der Grenze zu Hellersdorf.Am späten Nachmittag wurde es bei uns Dunkel, es hat bissel gegrummelt, aber der erhoffte Regen -- null, nix. Also wieder Gartenschlauch zücken und wenigstens die Stauden bisschen wässern. Bin gespannt ob wir heute wieder ver. ... . ..werden

  4. 1.

    Ich weiß nicht wo die messen. In Kreuzberg waren gestern 36 Grad. Um 1:30 noch 26 Grad. Null Luftbewegung. Also super tropische Nacht bei 24 Grad. Da ist nix mit durchlüften

Nächster Artikel