Brandgefahr in Berlin steigt - Friedrichshain-Kreuzberg verbietet Grillen in Parks

Drei Männer grillen bei sonnigen Wetter in einem Park in Berlin. (Quelle: dpa/Fabian Sommer)
Bild: dpa/Fabian Sommer

In Berlin hat die erste Hitzewelle des Jahren bislang nur kleinere Brände zur Folge gehabt. Allerdings warnt die Umweltverwaltung vor weiter steigender Brandgefahr. In Friedrichshain-Kreuzberg darf vorerst nicht mehr in den Parks gegrillt werden.

Wegen der anhaltenden Hitze steigt auch im Stadtgebiet Berlin die Brandgefahr. Seit Mittwoch sei die Feuerwehr zu 37 Einsätzen bei Vegetationsbränden gerufen worden, sagte ein Sprecher der Berliner Feuerwehr am Freitag. Allerdings sei es bisher bei kleineren Bränden geblieben wie etwa brennenden Grasnarben, entflammtem Buschwerk oder vereinzelten Bäumen.

Nur eine Ausnahme für Grillverbot

Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg hat das Grillen und Feuermachen in allen Grünanlagen verboten. Ausgenommen ist der ausgewiesene Grillplatz im Neuen Hain im Volkspark Friedrichshain, der von einem Pächter beaufsichtigt wird.

Auch die Senatsverwaltung für Umwelt warnt vor der weiter zunehmenden Waldbrandgefahr. Der Waldboden sei stark ausgetrocknet, hieß es. Das Rauch- und Grillverbot sei unbedingt zu beachten. Das Landeswaldgesetz sehe bei Verstößen gegen das Rauch- und Feuerverbot Geldbußen bis zu 50.000 Euro vor.

Einweggrills besonderes Problem

Auf dem Waldbrandgefahren-Index des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ist vor allem der Nordosten Deutschlands dunkelrot eingefärbt, für sämtliche östlichen Länder von Mecklenburg-Vorpommern über Berlin bis Thüringen gilt zu großen Teilen die höchste Warnstufe.

"Die überwiegende Mehrheit der Waldbrände wird durch fahrlässiges Verhalten verursacht", sagte Renke Coordes, Sprecher das Staatsbetriebes Sachsenforst. Deshalb sei es wichtig, in diesen Gebieten nicht zu rauchen, zu grillen oder Lagerfeuer zu entzünden. Ein besonderes Problem sind Einweggrills, die vielfach zurückgelassen werden. "Das ist wirklich ein Fluch", erklärte Sierk.

Sendung: Inforadio, 18.06.2021, 17:30 Uhr

11 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 11.

    @ Just ABerliner: auch ich bin gegen das Grillen in Parkanlagen. Dennoch erachte ich Ihren Kommentar als sowas von überflüssig da ich neben ihren genannten Großfamilien mindestens genauso viel deutschstämmige "Grillfreunde" sehe, die sich mindestens genauso volllaufen lassen, die mindestens genauso viel Müll produzieren und liegen lassen und die mindestens genauso gut in die Büsche pinkeln und Ko.... , wie die von ihnen beschriebenen.

  2. 10.

    Tja, ist schon merkwürdig, gegen Autos wird jeden Monat demonstriert aber über im Park grillen, Kippenberge überall und zertörte Glasflaschen, die den Boden verunreinigen, regt sich niemand auf. Wo ist da Greenpeace und FfF?
    Auch in Videos über die Rigaerstr. am letzten Mittwoch hab ich niemanden gesehen der gegen brennende Autoreifen, Holzpaletten und Müllcontainer demonstriert hat. DIe Rauchwolken waren Kilometerweit zu sehen.
    Man sollte offenes Feuer in Parkanlagen verbieten, für jede Glasflasche 5 Euro Pfand nehmen und für jede Kippe, die weggeworfen wird, 10 Euro Strafe.
    Das könnte man ja mal als "Modellprojekt" 12 Monate laufen lassen.
    Schönes We.

  3. 9.

    Friedrichshain/Kreuzberg, also dort wo Autos und Barrikaden brennen, Steine statt Frisbeescheiben fliegen, schwarze Blocker anstelle von feisten Grillern sich zusammenrotten ist das Grillen in Parks verboten. Mhh ... irgendwie 'ne doofe Kombination. Wer grillt, isst auch, wer isst ist allermeist friedlich.
    Ja, öffentliches Grillen zu reglementieren macht schon Sinn, aber nur ein "Ersatzplatz" ist schon 'n bisschen dünne. Irgendwie kann man da "Stammtischbauchgrummeln" bekommen.

  4. 8.

    Wie „chic“ das hinterher immer aussieht. Ganz großes Kino! :) überall diese Hinterlassenschaft. Es ist bei diesen Temperaturen auch sehr kontraproduktiv. Und wer sagt das nur andere Kulturen im Park Grillen?

  5. 7.

    Und wer kontrolliert das Verbot? Etwa die gleichen Bezirksmitarbeiter, die den RBB schon mal des Parks verweisen hatten, weil die das dortigen illegale Handeln filmen wollten?

  6. 6.

    Grillen in den Parks ist ein Problem der Masse, genau wie Wohnungen, Kitas, ÖPNV etc. Berlin ist in allem hoffnungslos übernutzt.
    Berlin hat nicht nur Problembezirke sondern auch Problemparks. Ob das eine mit dem anderen zutun hat kann man nur vermuten.
    Ansonsten sollte auch deutlich mehr gegen Zigaretten unternommen werden. Diese verschandeln, verdrecken und verseuchen nicht nur die Parks und Strände, belästigen auch Nachbarn, Erholungssuchende und wartende Fahrgäste und schädigen Kinder, sondern vergiften pro Kippe um die 40 Liter Grundwasser. Wo sind die Grünen, wo FfF um diese nutz- und sinnlose Sauerei zu beenden. Ah und Brände verursachen die natürlich such noch.

  7. 5.

    Aber aber! Seien sie doch mal weltoffen und den Gepflogenheiten anderer Kulturen gegenüber tolerant!
    Es gibt halt Gegenden in der Welt, in denen es üblich und traditionell tief verwurzelt ist, im Sommer über Badewannen als Bett für Holzkohle ganze Ochsen am Spieß zu garen und im Kreis der Großfamilie gemeinsam zu speisen!

    Oder wollen die etwa Sitten und Gebräuche anderer Ethnien diskriminieren, indem Sie auf Beachtung deutscher Gesetze oder Verwaltungsvorschriften zur Nutzung öffentlicher Parks bestehen?

  8. 4.

    Abgesehen von der Brandgefahr und vom Müll ist das überhaupt eine Unsitte. Es stinkt und qualmt. Ein entspannter Ausflug in die Parks ist dadurch nicht möglich. Dann liegen überall Knochen und Dreck rum. Einfach nur grausam.

  9. 3.

    Diese ganze Grillerei in Parks sollte überhaupt grundsätzlich verboten werden. Aber da hätte man schon vor zwanzig, dreißig Jahren gegensteuern sollen und die ganzen Grillstellen entfernen müssen. Kein Mensch hat früher in unseren schönen Parks gegrillt.

  10. 2.

    Ich wusste gar nicht, das Grillen überhaupt schon wieder irgendwo in öffentlichen Anlagen erlaubt ist .
    Also auch auf dem Tempelhofer Feld? (Mal abgesehen von gestiegener Brandgefahr durch die Hitze)

  11. 1.

    Wer bei dem Wetter mit nem Grill in den Park läuft, dem ist nicht mehr zu helfen.
    Zigaretten, Pfeiffen etc. haben jedoch im schlimmsten Falle die gleichen schlimmen Folgen ...

Nächster Artikel