Hitzewelle in Berlin - Caritas bittet wegen hoher Temperaturen um Hilfe für Obdachlose

Eine Obdachlose Person mit einer Flasche Wasser in der Hand (Quelle: dpa/Velar Grant)
Bild: dpa/Velar Grant

Obdachlose sind in Gefahr, weil es draußen sehr heiß und viel trinken wichtig ist - sie aber nicht immer genug Wasser zu sich nehmen. Berliner Caritas und Stadtmission bitten deshalb die Bevölkerung um Hilfe - und haben vor allem einen konkreten Tipp.

Wegen der Hitzewelle bittet die Caritas die Berliner um Hilfe für Obdachlose: Sie seien den hohen Temperaturen oft schutzlos ausgeliefert, erklärte die Caritas im Erzbistum Berlin am Donnerstag.

Nach Möglichkeit sollten die Berlinerinnen und Berliner deshalb Wasserflaschen einpacken und diese an Menschen verteilen, die auf der Straße leben.

Auch die Caritas-Ambulanz am Bahnhof Zoo und das Caritas-Arztmobil für Wohnungslose verteilen laut Angaben bei den sommerlichen Temperaturen Getränke, Sonnencreme und Sonnenschutz-Kappen an alle Patientinnen und Patienten.

Berliner Stadtmission: Bei praller Sonne schlafende Obdachlose wecken

Am Dienstag hatte bereits die Berliner Stadtmission dazu aufgerufen, Obdachlosen zu helfen. "Vor allem älteren Obdachlosen macht die Hitze sehr zu schaffen. Die hohen Temperaturen können lebensbedrohlich sein", sagt Sprecherin Barbara Breuer der Deutschen Presse-Agentur. Viele Obdachlose seien täglich viele Kilometer zu Fuß unterwegs und achteten dabei oft nicht darauf, genügend Wasser zu trinken.

"Wer schnell und unbürokratisch helfen möchte, nimmt dieser Tage einfach eine zusätzliche kleine Wasserflasche mit und schenkt sie bei Bedarf einem Menschen, der auf der Straße lebt", sagte Breuer.

Auch Kleingeldspenden für eine Abkühlung könnten helfen. Die Sprecherin rät zudem, Obdachlose, die in der prallen Sonne schlafen, zu wecken und zu fragen, ob es ihnen gut gehe. Erst am Montag sei ein Obdachloser auf der Straße kollabiert. "Unser Direktor, der zufällig in der Nähe war, konnte helfen", sagte Breuer.

Sendung: Abendschau, 17.05.2021, 19:30 Uhr

5 Kommentare

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  1. 5.

    Unglaublich, wie viel Menschenhass und Verachtung in diesen fünf Zeilen steckt.

  2. 3.

    Gestern in der U- Bahn. Ein jüngerer Mann erzählt eine traurige Geschichte, man kennt das, und geht mit dem Becher rum. Eine Frau will ihm eine Halbliterflasche Wasser schenken. Er lehnt ab. Geld möchte er.

  3. 2.

    Mache ich aus Prinzip nicht, es gibt das Sozialamt aus Steuergeldern, das kann denen Wohnung und Arbeit geben.
    Mir tun nur die Hunde leid, die sie sich für die Mitleidsmasche angeschafft haben.

  4. 1.

    Das mache ich schon seit Jahren, unabhängig vom Wetter. Beim Einkaufen eine Flasche Wasser/Saft, ein bisschen Obst, ein Wurstbrötchen mehr mitnehmen, kostet mich 2-3 Euro und schenkt mir dafür ein dankbares Lächeln. Manchmal sogar ein nettes Gespräch.

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