Steinwürfe auf Einsatzfahrzeuge - Feuerwehr und Polizei bei Einsatz in der Rigaer Straße angegriffen

Symbolbild: Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr stehen in der Stresemannstraße in Kreuzberg (Bild: dpa/Paul Zinken)
Audio: Inforadio | 10.06.2021 | David Donschen | Bild: dpa/Paul Zinken

Kurz vor einer geplanten Brandschutz-Begehung des von Linksautonomen teilbesetzten Hauses in der Rigaer Straße 94 sind vor Ort Feuerwehr- und Polizeikräfte attackiert worden. Während eines Löscheinsatzes flogen Dutzende Steine.

Einsatzkräfte der Berliner Feuerwehr und der Polizei sind am frühen Donnerstagmorgen in der Rigaer Straße in Berlin-Friedrichshain angegriffen worden. Ein Löschfahrzeug und ein Polizeimannschaftswagen seien gegen 2:30 Uhr bei ihrer Anfahrt zu einem Einsatz in der Straße mit Steinen beworfen worden, sagte ein Feuerwehrsprecher am Donnerstag rbb|24. Zuvor hatte die "B.Z." berichtet.

Ermittlungen wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung

Schon zu Beginn der Löscharbeiten in der Rigaer Straße Höhe Zellestraße störten unbekannte Täter und attackierten die Einsatzkräfte mit Steinwürfen. Die Feuerwehr musste den Einsatz unterbrechen. Polizisten stellten sich mit Schutzschilden auf. Schließlich wurden die Löscharbeiten fortgesetzt. In dem Müllcontainer wurde auch ein E-Roller gefunden. Verletzt worden sei niemand, sagte der Feuerwehrsprecher weiter.

Eine Polizeisprecherin ergänzte auf Anfrage von rbb|24, es seien "mehrere Dutzend Kleinpflastersteine" auf beide Fahrzeuge geworfen worden. Die Polizei habe vor Ort mehr als 50 Pflastersteine ausfgesammelt und die Schäden an den Fahrzeugen aufgenommen. Ermittelt werde nun wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und Brandstiftung.

Angriff im Vorfeld der Brandschutz-Begehung

Für die kommende Woche ist eine Brandschutz-Begehung des besetzten und verbarrikadierten Hauses in der Rigaer Straße 94 geplant. Die Bewohner aus der linksradikalen Szene kündigten bereits mehrfach Widerstand dagegen an. Möglicherweise steht deswegen ein längerer Polizeieinsatz mit weiträumigen Absperrungen und Auseinandersetzungen bevor.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) kritisierte, es sei "ein Armutszeugnis für unseren demokratischen Rechtsstaat, wenn Feuerwehrleute bei ihrer Arbeit um die eigene Sicherheit und Gesundheit fürchten müssen, weil sie während eines Einsatzes angegriffen werden".

Sendung: Inforadio, 10. Juni 2021, 10 Uhr

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