Einsatz mit 80 Kräften - Feuerwehr löscht Dachstuhlbrand in Steglitz

Die Rufnummer der Feuerwehr steht auf einem Fahrzeug der Feuerwehr Berlin. Quelle: Lino Mirgeler/dpa
Bild: dpa

Ein Dachstuhlbrand in einem Wohn- und Geschäftsgebäude in Berlin-Steglitz hat am Samstagnachmittag einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst.

Die Retter seien mit 84 Kräften im Einsatz gewesen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr dem rbb. Das Feuer in einem Gebäude in der Düppelstraße Ecke Kieler Straße war nach einer Stunde gelöscht, sagte er weiter. Dennoch sei es zu großen Verkehrsbehinderungen gekommen. Auch hätten viele Passanten den Einsatz beobachtet, sagte der Sprecher. Die Schaulustigen hätten der Feuerwehr allerdings nicht im Weg gestanden.

Dachstuhl war eine Baustelle

Verletzte gab es laut Feuerwehr nicht. Kurz nach 14:30 Uhr seien sehr viele Anrufe bei den Rettern eingegangen. Deshalb seien mehr Kräfte losgeschickt worden als gewöhnlich. Auch sei bei Dachbränden ein größeres Aufgebot nötig, sagte der Sprecher.

Da der Dachstuhl des fünfgeschossigen Gebäudes im Ortsteil Steglitz eine Baustelle sei, sei der Brandort leicht zugänglich gewesen. Die Feuerwehr musste zwei Druckgasbehälter vor der Hitze in Sicherheit bringen. Zunächst gab es Hinweise, dass sich noch Personen in dem Gebäude befinden sollen.

Sendung: Inforadio, 12.06.2021, 16 Uhr

2 Kommentare

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  1. 2.

    Stimme absolut zu! Das Zuschauen und Teilhaben ist wahrscheinlich intuitiv verankert und absolut nichts neues. Das gibt es seit Jahrtausenden und überall auf der Welt. Solange die Retter nicht behindert werden oder das Ziel nur mediale Massenaufmerksamkeit ist, ist dagegen nichts einzuwenden. Die Bewunderung von Kindern für die Feuerwehr resultiert eben auch aus der Beobachtung deren heldenhaften Einsatzes. Genau so wird durch Beobachten von Unglücken der Instinkt gestärkt, sich durch Vorsicht vor eben diesem selbst zu schützen. Es ist also auch ein Lernprozess. Was dagegen gar nicht geht, ist das Fotografieren oder Filmen von Opfern oder die Behinderung oder gar Gefährdung Anderer, egal ob Einsatzkräfte oder andere Verkehrsteilnehmer. Das Smartphone und die Gier nach kurzem Ruhm lassen hier viele jeden Anstand, den Verstand und die Menschlichkeit vergessen.

  2. 1.

    Was macht eigentlich den Unterschied zwischen "Gaffern" und "Schaulustigen"?

    Solange man die Rettungsdienste nicht behindert, ist man "schaulustig" und gesellschaftlich toleriert?
    Solange man Bekannte per Sprache oder Schrift über die aktuellen Geschehnisse informiert ist es ok?

    Wehe aber, man macht das, was man mittlerweile sonst auch überall tut: Man macht ein Foto mit dem Handy!
    Da mutiert man sofort zum horrorgeilen Gaffer, der durch die Verbreitung seiner Fotos nach Anerkennung giert?

    Rettungsdienste behindern geht gar nicht!
    Die sollen in solchen Situationen Menschen und Sachen retten!
    Und toll, dass es soviel Menschen im Rettungsdienst gibt, die das können und wollen!

    Aber macht nicht aus jedem, der ohne zu behindern das Handy zum Fotografieren oder Filmen nutzt, gleich einen perversen aufmerksamkeitsgeilen Influencer!

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