Berlin-Tempelhof - Umzug ins neue Anti-Terrorzentrum der Polizei verzögert sich

Das ehemalige Reichspostzentralamt an der Ringbahnstraße in Tempelhof. Dort sollen im künftigen Anti-Terrorzentrum Abteilungen des Landeskriminalamtes (LKA) arbeiten. (Quelle: dpa/Paul Zinken)
Bild: dpa/Paul Zinken

Der Arbeitsbeginn im neuen Anti-Terrorzentrum der Berliner Polizei in Tempelhof verzögert sich weiter. Ab dem vierten Quartal 2021 sollen erste Dienstbereiche des
Landeskriminalamtes (LKA), die für Islamismus und Terrorabwehr zuständig sind, in das umgebaute frühere Postgebäude an der Ringbahnstraße ziehen, teilte die Polizei der Deutsche Presse-Agentur mit. Voraussichtlich werde der Umzug aber eher im Dezember als im Oktober liegen. Anschließend könne der Dienstbetrieb beginnen. Zuletzt war der Umzug ab August 2021 vorgesehen, ursprünglich war auch mal 2020 geplant.

Hauptgebäude des LKA zu voll

In das neue Anti-Terrorzentrum sollen unter anderem die LKA-Abteilung 8, zuständig für Islamismus und Terrorabwehr, und die Abteilung 6, Spezialeinsatzkommandos (SEK) und Observationseinheiten, ziehen. Polizeipräsidentin Barbara Slowik hatte kürzlich angekündigt, dort sollten die Ermittlungen zu den Gefahren durch Islamisten und die sogenannten operativen Einsätze, also die Observation von Verdächtigen, eng miteinander verzahnt werden. "Auswertung, Analyse, Umsetzung an einem Ort in engem Austausch", sagte Slowik.

Nach mehreren Jahren Umbau soll der erste Bauabschnitt zu Haupt- und Nebengebäuden nun im August sowie im Dezember abgeschlossen sein, so die Polizei. Für den zweiten Bauabschnitt mit Mehrzweckgebäuden sei die Baugenehmigung noch nicht erteilt. Der Umbau des in den 1920er Jahren errichteten und nun von der Polizei gemieteten Reichspostzentralamtes hatte sich mehrfach verzögert. Die Kosten stiegen, zuletzt war von voraussichtlich 45 Millionen Euro die Rede. Das Hauptgebäude des LKA am Platz der Luftbrücke sowie weitere Standorte waren zu voll geworden.

Sendung: Inforadio, 07.06.2021, 07:25 Uhr

6 Kommentare

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  1. 6.

    Das ist wirklich typisch Berlin, jahrelang planen und dann klappt es auch nicht.
    Auch typisch ist, jeder will sicher Leben, aber bloß nicht so eine Dienststelle bei mir. Die Angst vor Überwachung ist schon nicht mehr normal. Aber jeder postet und stellt Bilder ins Netz. Das ist dann richtig und nicht so schlimm.

  2. 5.

    Warum wollen Sie dieses Gebäude nicht in der Nachbarschaft haben?

  3. 4.

    Sehr geehrte Frau Kaethe,
    genauso ist es. Da hätte man es auch neben dem Kanzleramt hinsetzen können. Da gibt es ja genügend Kameras.
    Mit freundl. Grüßen

  4. 3.

    Klar doch, einen schönen Neubau auf dem Tempelhofer Feld. Wäre noch näher am Platz der Luftbrücke.

  5. 2.

    Ich habe da ein ganz anderes Problem. Höre ich ja zum ersten Mal, von dieser Einrichtung, welches sich dann in meiner Nachbarschaft befindet. Wundere mich schon seit Jahren , was da wohl für ein Sicherheitsgebäude mit Stacheldraht und alle paar Meter eine Kamera , entsteht.
    Gab es da keinen anderen Platz / Ort für?

  6. 1.

    Mal wieder typisch Berlin: nichts bekommen Sie pünktlich fertig.

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