Bevölkerungsentwicklung - Brandenburg verzeichnet mehr Einwohner, Zahl der Berliner sinkt

Mo 21.06.21 | 15:42 Uhr
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Menschen ziehen zurück aufs Land (Quelle: dpa/Andriy Popov)
Audio: Antenne Brandenburg | 21.06.2021 | Oliver Soos | Bild: dpa-Symbolbild/PantherMedia

Entgegen dem Bundestrend nimmt die Bevölkerungszahl in Brandenburg zu: Laut Statistikamt verzeichnete das Bundesland den drittstärksten Zuwachs im deutschlandweiten Vergleich. Anders sieht es in Berlin aus.

Die Zahl der Berliner hat im vergangenen Jahr leicht abgenommen, in Brandenburg dagegen ist die Bevölkerung angewachsen. Ein Grund für diese Entwicklung ist offenbar der Umzug vieler Berliner in den Speckgürtel.

Wie das Landesamt für Statistik für berlin und Brandenburg am Montag mitteilte, verzeichnete die Hauptstadt nach jahrelangem Bevölkerungswachstum 2020 einen Verlust von mehr als 5.000 Personen [statistik-berlin-brandenburg.de]. Deutschlandweit ist die Bevölkerungszahl minimal um 12.000 gesunken, damit gab es erstmals seit 2011 kein Wachstum.

Für Brandenburg weiteres Wachstum erwartet - besonders im Speckgürtel

Brandenburg dagegen registrierte im bundesweiten Vergleich mit einem Bevölkerungsplus von rund 9.000 den größten Zuwachs hinter Bayern (+ 15.000) und Niedersachsen (+ 10.000). Auch in den kommenden Jahren soll Brandenburg mehr Einwohner haben als jetzt, was am zu erwartnden Zuzug liegen soll: Rund 230.000 Menschen bis 2030, insbesondere aus Berlin, aber auch aus anderen Bundesländern, erwartet der Leiter des Landesamtes für Statistik, Jörg Fidorra, wie er am Montag sagte.

Doch die Brandenburger Gesellschaft wird auch deutlich älter. Das Durchschnittsalter der Brandenburger soll bis 2030 von derzeit 47,2 Jahre auf 48 Jahre steigen. Denn der Anteil der Senioren über 65 Jahren werde laut der Statistik von aktuell einem Viertel bis 2030 auf ein Drittel der Bevölkerung steigen - konkret um 130.000 auf mehr als 760.000 Menschen, heißt es in einer am Montag vorgestellten Studie im Auftrag des Sozialministeriums.

Dabei werde die Zahl der Pflegebedürftigen von derzeit 154.000 deutlich zunehmen, hieß es in der Studie. Eine genaue Prognose lag allerdings nicht vor. Angesichts der alternden Gesellschaft würden in Brandenburg bis 2030 rund 44.000 neue Pflegekräfte gebraucht.

Berlinferne Regionen müssen mit Rückgang rechnen

Während der Speckgürtel um Berlin mit starken Zuwächsen bei der Bevölkerung bis zu 10 Prozent in Potsdam und im Landkreis Dahme-Spreewald rechnen kann, werden die berlinfernen Regionen Rückgänge bei der Bevölkerungszahl voraussichtlich zwischen 6 und 11 Prozent verkraften müssen. Besonders düster sieht es in Südbrandenburg mit jeweils einem Minus von 11 Prozent in den Landkreisen Oberspreewald-Lausitz und Elbe-Elster sowie mit einem Minus von 10 Prozent im Landkreis Spree-Neiße aus.

Neben den Städten im Umland von Berlin erwarten die Statistiker aber auch für die sogenannte Städte in der zweiten Reihe wie Beelitz, Nauen, Zossen oder Eberswalde ein Wachstum. Denn von diesen Mittelzentren aus sei Berlin und damit für viele Zuzügler weiterhin der Arbeitsplatz innerhalb einer Stunde mit der Bahn erreichbar, erläuterte Fidorra.

Geburtenrückgang und mehr Weg- als Zuzüge in Berlin

Berlin hat erstmals seit 20 Jahren Jahr durch Weg- und Zuzüge mehr Einwohner verloren als hinzugewonnen. Zwar seien 2020 knapp 143.000 Menschen in die Hauptstadt gezogen, fast 150.000 hätten ihr jedoch den Rücken gekehrt, teilte das Amt für Statistik am Montag mit.

Zudem wurde den Angaben zufolge im vergangenen Jahr der zweite Geburtenrückgang in Folge seit 2011 verzeichnet. In der Hauptstadt wurden dementsprechend rund 38 700 und damit 810 Babys weniger als noch im Vorjahr geboren. Dennoch kamen rund 1050 Menschen mehr auf die Welt als Sterbefälle registriert wurden. 2019 lag der sogenannte Geburtenüberschuss noch bei rund 4800 Kindern.

Ende 2020 lebten nach Angaben der Statistiker 193 verschiedene Nationalitäten in Berlin. Den Großteil machten dabei deutsche Staatsangehörige (80,4 Prozent) aus. An zweiter Stelle folgten türkische (2,4 Prozent), an dritter polnische Staatsangehörige (1,4 Prozent).

176 verschiedene Nationalitäten in Brandenburg

In Brandenburg sind im vergangenen Jahr rund 80.100 Menschen zugezogen, 55.300 verließen den Angaben zufolge das Bundesland. Im gesamten Land wurden rund 19.000 Geburten und 34.700 Sterbefälle registriert.

176 verschiedene Nationen leben in Brandenburg zusammen. Die größte Bevölkerungsgruppe, rund 95 Prozent, hat die deutsche Staatsangehörigkeit. Knapp ein Prozent der Bevölkerung stammt aus Polen, 0,7 Prozent aus Syrien.

Sendung: rbb24, 21.06.2021, 13 Uhr

60 Kommentare

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  1. 60.

    Von Neuenhagen bis zu den Berliner Pizzakartonhaufen sind aber auch ein paar Meter und Antifa ist, aus ostwärtiger Richtung kommend, auch eher seltener Natur. Dann noch die Hitze, kein Wunder, das der Hund taumelt.

  2. 59.

    umgeben von Antifa-Fahnen in den Fenstern und ständig Angst "
    Also in meiner Nachbarschaft hängen in den Fenstern eigentlich nur blinkende Weinhnachtsmännersterneosterhasen. Je nach Jahreszeit. Zugegebenermaßen, ganz schön nervig. Fahnen, sei es die von Ihnen vermutete stadttypische Antifa-Flagge oder auch die in der Provinz wohl eher anzutreffende, habe ich hier allerdings noch nie gesehen.
    Auch wird der 20. April hier nicht gefeiert. Was man durchaus gut finden kann.
    Und nebenbei-Angst sollte man eigentlich nur haben, wenn mal wieder ein Leerdenkeraufzug durch die Stadt zieht. So quasi als Erlebnistrip für frustrierte Provinzler konzipiert.

  3. 57.

    Ihre Im-Umland-ist-es-schöner-Perspektive ist dermaßen subjektiv, dass ich sie nicht ernstnehmen kann. Wenn Sie das so empfinden, dann ist das so - aber nur für Sie. Meine Wahrnehmung ist eine komplett andere, jedoch ohne dass ich mir anmaßen würde, sie hier als allgemeingültig anzupreisen: Ich empfinde den gesamten Speckgürtel als Vorstadthölle: Mein Haus, mein Auto, mein Garten, mein elektrischer Rasenmäher - niedrige Lebensqualität, was Lebensmittel, Gastronomie und Kultur angeht - ich könnte diese Liste endlos fortsetzen. Ihr Umlandparadies empfinde ich als triste, spießige Gegend mit verheerender Umweltbilanz, jedes Mal, wenn ich da bin, deprimiert mich dieses Wohnkonzept. Schon mal drüber nachgedacht, was das für den Energieverbrauch bedeuten würde, wenn jeder Bundesbürger im Eigenheim wohnt und täglich mehrfach sinnlos mit dem Auto (natürlich fast immer allein) durch die Gegend braust?

  4. 55.

    Nix da, die Abstimmungen dazu waren deutlich. Die Brandenburger wollen keine Länderfusion.

  5. 54.

    Wer sich in Berlin umsieht, kann verstehen, dass die Bürger flüchten.
    In Anbetracht dessen, dass die Gängelung der Bürger weitergeht, wenn sich nach der Wahl nichts ändert, weil weitere Bevormundungen, Verbote und Vorschriften das Leben diktiert, werden noch mehr Menschen Berlin verlassen. Weitere fünf Jahre Rot-Dunkelrot-Grün verkraftet der gesunde Menschenverstand nicht.

  6. 53.

    Dürfte heißen, dass immer weniger Menschen sich im Bürgeramt anmelden. Vlt. sollten dafür wieder mehr Anreize geschaffen werden. Ich habe dafür noch Begrüßungsgeld erhalten. 100 Euro. Davor waren es mehr, danach wurde es abgeschafft und die Leute haben sich nicht mehr angemeldet.

  7. 52.

    Berlin war schon immer eine der grünsten Großstädte. Ur Berliner wissen das. Da braucht man sich auch nicht ständig euer gelapp anhören. Früher war Berlin lebenswert, heute ist es unerträglich geworden und ich kann jeden verstehen, der seine Zelte in dieser Stadt abbricht. Das gute ist, dass die erarbeiteten Steuern in die Wahlheimat fliessen. Deswegen ist es hier schön und Berlin nur ein Schatten früher Jahre.

  8. 51.

    Es gibt viele Baustellen in Berlin.

    Die sichtbare Armut, verbunden mit Gewalt - oder Beschaffungskriminalität. Die Obdachlosigkeit, der Verkehr, die Unfreundlichkeit...

    Corona dürfte für viele Menschen ein Augenöffner gewesen sein. Selbst, wenn man in einem herausgeputzten "Quartier" wohnt, bleibt man in der Steinwüste und ist isoliert, kann nichts machen. Nichts geht in der Stadt...totale Abhängigkeit von außen.
    Das würde mir nicht gefallen.

    Hier am Stadtrand geht das schon.

    Der Speckgürtel sollte ja nun fett sein. Da lebt man mittlerweile auch Arschbacke an Arschbacke... keine Alternative

  9. 50.

    So sieht's aus, @Teddybär!! Wenn ich mal in Berlin bin, mache ich zehn Kreuze da wieder raus zu kommen !

  10. 49.

    Viel Spass eine Stadtinfrastruktur zu erhalten one die Steuern, die ja von uns erbracht wird zu erhalten. Die Steuern gehen immer dahin wo man auch wohnt.

  11. 48.

    Genau. Das hatte schon Charme, am Abend Slalom mit dem Hund zwischen Scherben und Pizzakartons, umgeben von Antifa-Fahnen in den Fenstern und ständig Angst davor das das scheiß Auto morgens abgebrand ist.

  12. 47.

    Berlin lebenswert? In den besseren Lagen ja. Mich macht Berlin krank.

  13. 46.

    Zudem lächerlich von einer der schmutzigsten Städten zu sprechen, wo doch ständig alles beseitigt und gereinigt wird. Habe auch mal an einem bestimmten Tag oder Uhrzeit einen zugemüllten Bereich vorgefunden,aber ich kann weder verschmutzte Flüsse oder Seen erkennen noch Menschen die in ihrem Müll ersticken. Ihr macht euch allen Ernstes Gedanken um eure scheiss Autos und den Weg zur Innenstadt? Ihr solltet euch lieber Gedanken um eure Lebensweise machen und erkennen das jeder einzelne von uns Schuld an der Zerstörung unserer Erde ist. Berlin geht einen großen Schritt voran und ist als Europas "grünste Stadt" ein Vorreiter in Sachen Klimawandel und Ökobilanz...

  14. 45.

    Berlin ist und war schon immer eine Stadt die überwiegend aus Zugezogenen bestand. So wurde Berlin mit der Zeit auch größer und lebenswerter. Man spricht zudem nicht ohne Grund auch vom ehemaligen "Babylon Berlin" denn die Feierkultur war bereits vor dem 2. Weltkrieg Bestandteil Berlins. Allerdings sind die Kommentare von patriotischen lokal Berlinern einfach nur eine Blamage für die weltoffene Haltung der überwiegend hier geborenen und lediglich eine Bestätigung für die Frustration eures eigenen Daseins. Menschen mit dieser Haltung und der Tatsache die Schuld immer bei anderen zu suchen, widerspiegeln ohnehin nicht die Seele dieser Stadt... Denn wer Berlin wirklich kennt weiß zudem das jeder Bezirk seinen eigenen Charme und Charakter hat genauso wie die Menschen die dort leben...

  15. 43.

    Bei diesem Senat kein Wunder.......

  16. 42.

    Ja genau, mit den Öffentlichen !!! Oder wo besteht da das Problem. Die fahren hier ja regelmäßig.

  17. 41.

    1. Wissen. Die hohen Mieten sind nicht der Hauptgrund, weil größtenteils bei Qualtität teurer.
    2. Wissen aus dem Umfeld
    Ein großer Teil Wegzügler sind die UR-Berlliner, weil sie diese Stadt in rapide kurzer Zeit nicht mehr wiedererkennen bzw. als lebenswert erachten.
    3. Wissen. Ganze Familien oft. Bei mir Schwiegereltern, Schwägerin, Nichten, demnächst Eltern.
    4. Wissen. Mittelschicht ja, weil die es sich leisten kann und möchte, daß es so bleibt.
    Freundlichst

  18. 40.

    Je weiter gute Steuerzahler(Fachkräfte und junge Familien)aus Berlin wegziehen, desto eher kann der Speckgürtel verschont werden und desto eher kann Berlin arm und klein bleiben.

  19. 39.

    Nehmt uns die Autos, die wir brauchen und wir zehen ins Umland, wo es sowieso billiger ist. Zahlen dann aber auch da unsere Steuern. Soll der Senat doch sehen wie er weiter Leute, Investoren, Touris und andere Gruppen verscheucht. Andere Bundesländer haben auch ihre Reize die Partyhochburg ist laengst runtergekommen und verdreckt.

  20. 38.

    Sobald die Pandemie vorrüber ist wird der Zuzug aus dem Ausland wieder zunehmen, die Eröffnung der Gigafactory von Tesla wird ihr Übbriges tun. Ich hoffe der Wohnungsbau wird damit endlich Schritt halten!

  21. 37.

    Zu den Wegziehenden:

    Vermutung 1: die hohen Mieten sind der Hauptgrund.

    Vermutung 2: ein/der Großteil sind Zugezogen.

    Vermutung 3: Ein/der Großteil sind Familien.

    Vermutung 4: ein/der Großteil sind Mittelschicht.

  22. 36.

    Da bin ich ganz bei dir. Traurig, was aus meiner Stadt geworden ist... Danke vor allem an Ramona Popp, die Touristen gezielt in die Wohngebiete führt

  23. 35.

    Erwarte eigendlich User, die wissen, dass die, die Berlin Richtung Brandenburg verlassen, die sich also dem erwartbarer links-grünen Ökodiktat entziehen, was zu erwarten ist, sollten die SPD, die SED-Linken und die Grünen die Wahl gewinnen, die Stadt überzieht, sowieso nur Verschwörer, Rechtsradikale und Corona-Leugner sind.
    Die Claqueure dieser Politik sind dann unter sich und können mit Freude und ohne Widerspruch an diesem Experiment teilnehmen. Und dann bleibt ihnen Platz in Konzerten und Ausstellungen, in Parks beim Grüne Wiesen glotzen.

  24. 34.

    Theoretisch haben sie recht. Aber es sind die gutverdienenden Steuerzahler die mit ihrem Wegzug ein Steuerloch von bis zu 500 Millionen jährlich verursachen und das betrübt den Berl. Finanzsenator doch erheblich!

  25. 33.

    Berlin ist eine international bekannte Partystadt geworden. Für die betroffenen Anwohner ein Graus. Turbossaufen bis zum Abkotzen. Die Grünen und Linken finden das anscheinend schön. Ich nicht, deshalb ziehe ich aus Berlin weg.

  26. 32.

    Die Fusion ist vor 25 Jahren gescheitert und das war auch gut so.
    Das man in gewissen Bereichen zusammenarbeitet ist lobenswert.
    Das eine gemeinsame Polizeiarbeit von Vorteil wäre liegt eigentlich auf der Hand. Vielleicht tut sich da mal etwas wenn irgendwann die Digitalisierung bei den Behörden vorankommt.
    https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2021/05/berlin-brandenburg-25-jahre-fusion-gescheitert.html

  27. 31.

    Sehr schöner Kommentar. Obwohl ich kein gebürtiger Berliner bin, fühl ich mich hier schon seit Jahrzehnten wohl. Gerne wäre ich auch hier geboren.

  28. 30.

    Vor 24 Jahren musste ich dienstlich nach Berlin ziehen und kann den Tag garnicht abwarten wenn ich in Rente gehe und von Berlin wieder weg komme. Berlin ist einer der schmutzigsten Städte die ich kenne. Viele Stadtbezirke wo man denkt das man in einer anderen Welt ist. Ständig volle Verkehrsmittel. Vor Corona tausende von Sauftouristen. Nachts ist man lieber aus Sicherheitsgründen mit mehreren Leuten unterwegs...... Also nix wie weg.

  29. 29.

    Wie sollen sie denn sonst auf Arbeit kommen wenn nicht mit dem Auto? Mit dem ÖPNV? Hören Sie auf zu träumen

  30. 28.

    Uns freut es, wenn mehr Menschen ins Berliner Umland ziehen. Dann bleiben hoffentlich die Fans übrig.

  31. 27.

    Meine Güte, bloß raus mit Euch Miesepetern. Dann wird's noch schöner. Kuckt auf die grüne Wiese. Bleibt mehr Platz für mich in Ausstellungen, Theater, Museen.

  32. 26.

    Unsere Metropolregion hat offiziell ca. 6 Mio Einwohner. Nun muss nur noch der logische Schritt der Länderfusion vollzogen werden, damit man nicht die Infrastruktur des einen Landes nutzt ohne dafür zu zahlen. Nicht nur um Steuergerechtigkeit herzustellen ist dieser Schritt längst überfällig.

  33. 25.

    Vor allem die Zahl der arbeitenden Berliner sinkt gewaltig, sonst gäbe es nicht die ganzen Pendler.
    Sollte der Berliner Senat das Straßenproblem nicht unverzüglich lösen, wird die Wirtschaft komplett nach Brandenburg abwandern und wir haben ein echtes Finanz-Problem.

  34. 24.

    Jede noch so kleine Randmeldung wird genutzt um das übliche Troll-Programm abzuspulen.

  35. 23.

    @Gary Snail
    Wahrscheinlich muß man hier geboren sein oder seit kleinauf leben, um das schön zu finden. "
    Ähm: nein.
    Wer hier klein war, hat ein anderes Berlin erlebt. Ok, bisschen abhängig sicher vom Kiez.
    Mein 2km- Schulweg, den ich auch mit 6 allein bewältigte, in Zehlendorf ging an einer Pferdekoppel vorbei (heute FU Rost- und Silberlaube und nun ist das letzte bisschen Grün an der Stelle mit dritter "Laube" auch noch verschwunden).
    Unsere Fahrräder konnten wir als Kinder im gesamten Bezirk unangeschlossen vor der Tür stehengelassen werden.
    Und "Betteln und Hausieren" war auch verboten :D.
    Und die Domäne Dahlem verteilte Vorzugsmilch an die Grundschulkinder der Umgebung und es brauchte keine mehrsprachigen Aufklärungsschilder dort und keine Nachtsperrung. Denn da klaute niemand was vom Acker.
    Berlin ist dazu verdammt, sich ständig zu verändern. Und das eben nicht immer zum Vorteil.

  36. 22.

    Ich glaube circa ein Drittel. Ich bin selber einer und freue mich über sinkende Zahlen sehr.

  37. 21.

    das klingt erfreulich, leider merkt man nichts davon. diese stadt ist immer noch viel zu voll, platzt aus allen nähten. es gibt von allem zu wenig für viel zu viele, und es müssen ja immer noch mehr dazu kommen.

  38. 20.

    Das ist nicht nur im Umland so, als ich nach Köpenick zog an den Stadtrand fand ich die Idylle von noch Berlin aber Natur und Wasser gemütlich und schön. Links und rechs von meinem Wohnhaus waren Gartengrundstücke, jetzt werden auf beiden Seiten Wohnanlagen gebaut, es ist ein Krach, Baufahrzeugeverkehr und die TRAM fährt schon wieder nicht, sondern Busse „außem rum“, weil ständig neue Rohre und Leitungen verlegt werden müssen, die Straßen werden seit letztem Jahr immer wieder neu aufgerissen, Planung sieht anders aus.
    Aber es ist immer noch besser, als in der Schickimickicity.

  39. 19.

    Ihrem Kommentar stimme ich voll und ganz zu.
    Hier bei uns sieht es leider genauso aus !

  40. 18.

    wer im Speckgürtel wohnt, kann sehr leicht seine persönliche Rechnung aufmachen
    Müll/ Strassenreinigung u.s.w.

  41. 17.

    Gibt es denn noch viele Urberliner.

  42. 16.

    Ja leider…. dadurch ist es sehr unruhig geworden. Und viele die aus Berlin zu uns gezogen sind, benehmen sich hier so arrogant. Sie kommen in unsere Gemeinschaft und denken sie könnten uns was von der Welt erzählen. Das freundliche Hallo ist eher selten. Die Städte und Gemeinden kaufen ringsum sämtliche Gärten auf, um es als Bauland wieder zu verkaufen. Damit dann diese vielen vielen Betonklötze OHNE Garten den Lebensraum von Flora und Fauna zerstören. Es ist ein Jammer. Und von der Umweltverschmutzung ganz zu schweigen. Wenn man Morgens um 7 Uhr mit dem Fahrrad ne Runde fährt, kommen sie zu Hunderten mit ihren Autos ( zwei pro Familie) und fahren zur Arbeit.

  43. 15.

    Berlin könnte mehr aus sich machen aber aus der Großstadt wird bald ein Dorf mit den ganzen verboten der Grünen. Alle Straßen werden zurückgebaut für Fahrräder und ist ein Unfall kommt man nicht weiter und sitzt 3 Std. im Dorf Malchow fest bei Hitze weil Busse dann nicht ein Umweg fahren können bzw. der reguläre auch nicht weiter fährt. Das zu ÖPNV!

  44. 14.

    Wir wollen auch ein Haus in Brandenburg kaufen. Berlin is viel zu teuer. Die Kriminalität ist auch im größten Teil von Berlin-Mitte ziemlich schlimm.

  45. 13.

    Die Mieten steigen und die Leute ziehn weiter raus. Irgendwann fängt dann halt Brandenburg an. Es müsste kräftig nachverdichtet werden, aber bei jeden Bauprojekt finden sich NIMBYs die das erstmal in auf unbestimmte Zeit im Klagelimbo halten. Das Umland müsste auch besser mit dem ÖPNV angebunden werden, aber auch hier wehren sich Anwohner sobald irgendwo eine neue Strecke gebaut werden soll.

  46. 12.

    Mehr Homeoffice, alle Vergnügungen der Großstadt geschlossen und wahrscheinlich zu einem erheblichen Maß pleite: die Großstadt wird immer unattraktiver als Wohnraum.
    Dazu kommen hohe Mieten, Kriminalität, schlechter ÖPNV/Autofeindlichkeit, Lärm, Dreck.
    Wahrscheinlich muß man hier geboren sein oder seit kleinauf leben, um das schön zu finden.
    Ich habe ne sehr billige Miete, die ich heute nie wieder bekommen würde, bin vom "Vergnügen" der BVG weitestgehend befreit Dank eigenem Auto. Mir persönlich gefällt das Landleben nicht, aber ich kann das nachvollziehen, wegzuziehen.

  47. 11.

    Also ich lebe sehr gerne in Berlin. Bin hier geboren und liebe diese Stadt.

  48. 10.

    Die Statistik hat nur einen Haken: sie erfasst nicht die auf einen Termin beim Bürgeramt Wartenden...

  49. 9.

    Wieso ist das schade?
    Ist es bei der Wohnungsknappheit in Berlin und den überfüllten Straßen und öffentlichen Verkehrsmitteln nicht gut wenn es ein paar Einwohner weniger werden?

  50. 8.

    Ich kenne persönlich viele Leute (alles Leistungsträger) die aus Berlin nach Brandenburg gezogen sind. Auch wir werden das tun,wenn wir das Rentenalter erreicht haben. Vorher geht es leider nicht. Das ist nicht mehr unser Berlin (wir sind hier geboren) Berlin ist nicht mehr lebenswert....leider

  51. 7.

    Die Corona Pandemie hat meinen Fortzug aus Berlin verzögert. Mache aber drei Kreuze wenn ich Berlin nie wieder betreten muss.

  52. 6.

    Kein Wunder bei dem Mist den RRG ständig verzapft. Da kann man nur weglaufen, wenn man es es kann.
    Kaputter ÖPNV und gleichzeitig das Auto als den Feind betrachten. Die Rechnung geht nicht auf.

  53. 5.

    Das heißt übersetzt, die Preise für Grundstücke und Bauland werden im Umland weiter anziehen und die Zahl der Pendler wird steigen.
    Dann fehlt ja nur noch die passende Infrastruktur in den Gemeinden was bspw. ausreichende Wasserversorgung, Schulen und Kitas beinhaltet.
    Weiterhin gehört der Ausbau und die Verdichtung des ÖPNV sowie der Straßenbau dazu.
    Wenn ich dabei an die B158 denke, wo seit 30 Jahren geplant wird aber nichts außer dem wachsenden Stau passiert, da wird mir schlecht.

  54. 4.

    Wie wäre es denn, den ÖPNV in Brandenburg wesentlich zu verbessern? Und Schallschutz für den geplanten Megabahnfernverkehr, vom Fehmarnbelt nach Polen Litauen..
    alles durch kleine Städte in Brandenburg gejagt?

  55. 3.

    Wen wundert das? Der Trend wird sich noch verstärken. Wer nicht aus irgendwelchen Gründen muss, bleibt doch nicht freiwillig in dieser Stadt.

  56. 2.

    Das ist schade. Wird sich aber hoffentlich bald wieder ändern.

  57. 1.

    Wundert das irgend jemanden ….

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