Gestreifte Krabbenspinne - Verschollene Spinnenart in Döberitzer Heide gefunden

Gestreifte Krabbenspinne (Xysticus lineatus) (Quelle: Hannes Petrischak)
Bild: Hannes Petrischak

In einem Feuchtbiotop der Döberitzer Heide hat der Insekten- und Spinnen-Forscher Karl-Hinrich Kielhorn die Gestreifte Krabbenspinne (Xysticus lineatus) wiederentdeckt. Sie galt seit 1977 in Brandenburg als verschollen.

Für eine weitere Art, die Wanderspinne Zora armillata, ist das in der Döberitzer Heide gelegene "Ferbitzer Bruch" sogar deutschlandweit der einzige aktuelle Fundort. Wegen dieser und weiterer Funde bedrohter Spinnen- und Laufkäferarten stuft der Forscher das Ferbitzer Bruch unweit von Dallgow-Döberitz (Havelland) als Schutzgebiet von überregionaler Bedeutung ein.

Die Heinz Sielmann Stiftung hatte den Biologen nach eigenen Angaben für 2019/2020 mit der Untersuchung der Laufkäfer- und Spinnenfauna des Ferbitzer Bruches im gleichnamigen, gut 1.000 Hektar großen Naturschutzgebiet beauftragt, um daraus Schlüsse für zukünftige naturschutzfachliche Maßnahmen zu ziehen.

Die Gestreifte Krabbenspinne (Xysticus lineatus) fand der Wissenschaftler nach Angaben der Stiftung auf einer Pfeifengraswiese. "Im norddeutschen Tiefland ist sie sehr selten, und auch bundesweit ist die Art als stark gefährdet eingestuft. Ihr Wiederfund und andere Funde gefährdeter Arten zeigen, dass das Ferbitzer Bruch für die Spinnenfauna besonders wertvoll und von überregionaler Bedeutung ist", so die Einschätzung des Forschers.

11 Kommentare

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  1. 11.

    Also bei mir draußen gibt es noch viele Schwalben und auch Mauersegler. Allerdings sind seit letztem Jahr bei mir die Schmetterlinge viel weniger geworden, obwohl ich einen sehr natürlichen Garten habe.

  2. 9.

    Naja, wenn man überlegt das man versucht hat aus Genmaterial wieder Mammuts zu neuen Leben zu erwecken. Wer weiß wozu wir Menschen zukünftig noch so alles fähig sind. In Kalifornien wird schon daran geforscht den Mensch sehr, sehr alt werden zu lassen.

  3. 8.

    Gerade erst am Morgen tief fliegende Schwalben über unser Haus gesehen.

  4. 6.

    Das ist schön. Spinnen sind phantastische Tiere. Unsere Natur ist arm geworden. Hat es jemand anders auch schon bemerkt, dass ein Sommer fast ohne Schwalben ist? Aber was sollen die auch fressen, wenn fast täglich die Mähroboter über den jetzt schon gelben "Rasen" fahren und alles Leben schreddern. Die gleichen Leute erzählen dann, sie sind für Umweltschutz, weil sie kein Fleisch essen. Wie verlogen.

  5. 5.

    na dann, döberitzer heide sofort unter absolutem "naturschutz" stellen!!!
    gruß

  6. 4.

    Iss ja ein Ding, erst weg und plötzlich, wie aus heiterem Himmel, wieder da.
    Vielleicht passiert das ja auch mit den "vom Aussterben bedrohten Tieren" - heute weg, morgen wieder da.

  7. 3.

    Spinnen genießen bei mir zuhause einen besonderen Stellenwert. Meine Hausspinne zeigt sich hin und wieder. Ob es immer die gleiche ist, weiß ich natürlich nicht. Nur einmal im Jahr kommt der Staubsauger zum Einsatz, wenn die Spinnweben überhand nehmen.

  8. 2.

    Na, es gibt auch noch was positives.

  9. 1.

    Sehr schön und interessant. Meistens hört man nur von Arten die aussterben oder ausgestorben sind.

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