Berliner Landgericht - Bushidos Ehefrau spricht im Prozess gegen Abou-Chaker von "völliger Überwachung"

Bushido im Berliner Landgericht (Foto: dpa/Sebastian Willnow)
Video: Abendschau | 21.06.2021 | Dietmar Teige | Bild: dpa/Sebastian Willnow

Die Ehefrau des Rappers Bushido hat am Montag vor dem Berliner Landgericht als Zeugin gegen dessen ehemaligen Manager Arafat Abou-Chaker ausgesagt. Ihre Aussage wurde seit Langem erwartet. Denn nach den Polizeiermittlungen war sie die treibende Kraft, die Bushido bestärkte, sich von seinem angeblich gewalttätigen Manager zu trennen.

Im Gericht schilderte Anna-Maria Ferchichi ein ungleiches Verhältnis des Musikers und des früheren Geschäftspartners Abou-Chaker. "Das ist keine Freundschaft, das ist eine völlige Überwachung, ein völliges Ansichziehen aller Dinge", habe sie damals zu ihrem Mann gesagt, gab die 39-Jährige an.

Bushido haben gegen seinen Ex-Geschäftspartner nicht aufbegehrt, er habe aber sichtlich unter Druck gestanden. Sie wurde von Personenschützern begleitet in den Saal gebracht. Bushido, der auch Nebenkläger ist, war nicht zu sehen.

Anklage spricht von Drohungen und Attacken

Bushido und Abou-Chaker waren über Jahre hinweg Partner im Musikgeschäft. Laut Anklage soll es zu Straftaten gegen Bushido gekommen sein, nachdem der Rapper 2017 die geschäftlichen Beziehungen aufgelöst habe.

Abou-Chaker habe unberechtigt eine Millionen-Zahlung sowie die Beteiligung an Bushidos Musikgeschäften für 15 Jahre gefordert. Der Rapper sei bedroht, beschimpft, im Januar 2018 in einem Büro eingesperrt und mit einer Wasserflasche und einem Stuhl attackiert worden, sagte Bushido in den Vernehmungen.

Dem beschuldigten Abou-Chaker wirft die Staatsanwaltschaft Freiheitsberaubung, Beleidigung, versuchte schwere räuberische Erpressung, gefährliche Körperverletzung und Nötigung vor. Mitangeklagt sind drei seiner Brüder.

Sendung: Inforadio, 21.06.2021, 06:00 Uhr

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