Grüner wird's nicht - Gemeinschafts- und Schulgärten ermöglichen das Ackern in der Stadt

Eine Frau entfernt in einem Garten in Berlin Unkraut und Pflanzenreste aus einem Beet. (Quelle: dpa/Robert Guenther)
Bild: dpa/Robert Guenther

Wer in Berlin regelmäßig auf den Acker will, benötigt nicht unbedingt eine eigene Datsche. In Gemeinschafts- und Schulgärten können Berliner ohne lange Wartelisten buddeln und pflanzen. Dabei lernen besonders Kinder viel über die Natur. Von Judith Jenner

Es ist noch frisch an diesem Morgen auf der Alten Fasanerie Lübars. Sechs Erwachsene und zwei Kinder stehen im Kreis auf einer Wiese und erwärmen die müden Glieder mit "Ackeryoga", wie sie es nennen. Armekreisen und Streckübungen bereiten den Körper vor, mit Hacken und Spaten das Erdreich zu lockern. Denn neben dem Gewächshaus der ehemaligen Familienfarm soll ein Feld für Kartoffeln entstehen.

Bei den sogenannten Ackerhelfertagen erledigen bis zu zehn Freiwillige einen halben oder ganzen Tag lang, was gerade anfällt: Sie pflanzen Setzlinge, ernten Radieschen oder legen Beete an. Aus der frischen Ernte kochen sie ein gemeinsames Mittagessen. Wer mitmachen möchte, muss sich vorab anmelden. Das gilt auch für die speziellen Ackerhelfertage für Familien. Die Termine kündigt die Alte Fasanerie auf ihrer Website [alte-fasanerie-luebars.de] an. Aber auch Schulen und Kitas kommen regelmäßig für Projekttage in die ländlich wirkende Umgebung am Berliner Stadtrand. Hofleiter Jonas Fischer ist überzeugt: Wenn Kinder die Zusammenhänge in der Natur begreifen, setzen sie sich auch für ihren Schutz ein.

Gemeinschaftlich den Kiez begrünen

Gemeinschaftsgärten können eine Möglichkeit sein, Kindern eine Auszeit vom Alltag zu bieten und ihnen zu zeigen, was Gemüse braucht, damit es wächst. Das ist auch unter Pandemie-Bedingungen möglich – und ohne einen eigenen Garten.

Denn um in Berlin an einen Kleingarten zu kommen, braucht es einen langen Atem. Laut des Landesverbands der Berliner Gartenfreunde kann die Wartezeit momentan drei bis fünf Jahre betragen. Michael Matthai, Präsident des Geschäftsführenden Vorstands, weist aber darauf hin, dass es auch in vielen Kleingärten-Kolonien sogenannte "Mitmachgärten§ gibt. "Dort können sich Interessierte die Wartezeit bis zu einer eigenen Parzelle verkürzen, indem sie zum Beispiel erst einmal ein Hochbeet bepflanzen", sagt er.

Wer anderen bei der Gartenarbeit helfen oder sich eine Laube teilen möchte, wird auf Sharing-Portalen wie Datschlandia.de oder Gartenpaten.org fündig. Wer keinen eigenen Garten hat, kann seine Hilfe anbieten und so finden auch Gartenbesitzer Menschen, die ihnen bei der Arbeit zur Hand gehen möchten.

Neben der Alten Fasanerie in Lübars bieten diverse Stadtteilinitiativen die Möglichkeit zu Gärtnern, darunter die Urban Gardening-Initiative "Himmelbeet" in Wedding oder die "Prachttomate" in Neukölln. Im Botanischen Volkspark Pankow können sich ehrenamtliche Helfer auf dem "Weltacker" einbringen. Dort wachsen auf 2.000 Qudratmetern alle Ackerkulturen im gleichen Verhältnis, wie sie weltweit angebaut werden.

Familien sind bei diesen Kiez-Initiativen ebenso willkommen wie Kitagruppen oder Schulklassen. Oft gibt es die Möglichkeit, ein eigenes Beet zu bestellen oder beim gemeinschaftlichen Gärtnern mitzuhelfen.

Wer anderen bei der Gartenarbeit helfen oder sich eine Laube teilen möchte, wird auf Sharing-Portalen wie Datschlandia.de oder Gartenpaten.org fündig. Wer keinen eigenen Garten hat, kann seine Hilfe anbieten und so finden auch Gartenbesitzer Menschen, die ihnen bei der Arbeit zur Hand gehen möchten.

Neben der Alten Fasanerie in Lübars bieten diverse Stadtteilinitiativen die Möglichkeit zu Gärtnern, darunter die Urban Gardening-Initiative „Himmelbeet“ in Wedding oder die „Prachttomate“ in Neukölln. Im Botanischen Volkspark Pankow können sich ehrenamtliche Helfer auf dem „Weltacker“ einbringen. Dort wachsen auf 2.000 Quadratmetern alle Ackerkulturen im gleichen Verhältnis, wie sie weltweit angebaut werden.

Familien sind bei diesen Kiez-Initiativen ebenso willkommen wie Kitagruppen oder Schulklassen. Oft gibt es die Möglichkeit, ein eigenes Beet zu bestellen oder beim gemeinschaftlichen Gärtnern mitzuhelfen.

Wer anderen bei der Gartenarbeit helfen oder sich eine Laube teilen möchte, wird auf Sharing-Portalen wie Datschlandia.de oder Gartenpaten.org fündig. Wer keinen eigenen Garten hat, kann seine Hilfe anbieten und so finden auch Gartenbesitzer Menschen, die ihnen bei der Arbeit zur Hand gehen möchten.

Neben der Alten Fasanerie in Lübars bieten diverse Stadtteilinitiativen die Möglichkeit zu Gärtnern, darunter die Urban Gardening-Initiative „Himmelbeet“ in Wedding oder die „Prachttomate“ in Neukölln. Im Botanischen Volkspark Pankow können sich ehrenamtliche Helfer auf dem „Weltacker“ einbringen. Dort wachsen auf 2.000 Quadratmetern alle Ackerkulturen im gleichen Verhältnis, wie sie weltweit angebaut werden.

Familien sind bei diesen Kiez-Initiativen ebenso willkommen wie Kitagruppen oder Schulklassen. Oft gibt es die Möglichkeit, ein eigenes Beet zu bestellen oder beim gemeinschaftlichen Gärtnern mitzuhelfen.

Lernen, wo das Gemüse herkommt

Noch einfacher ist es, wenn sich der Garten direkt auf dem Schulgelände befindet. In Schulgärten können Kinder Kräuter und Gemüse anbauen, aber auch Kunst- und Bauprojekte sind dort denkbar, beispielsweise die Beete zu bemalen oder mit Mosaiken zu verzieren.

Als "Lernraum im Freien" kommen Schulgärten in der Pandemie aufgrund des geringeren Infektionsrisikos eine besondere Bedeutung zu. Das bestätigt die Initiative "Grün macht Schule". Seit 1983 berät sie Schulen, wie sie den Schulhof grüner gestalten und Schulgärten einrichten können. Die pädagogische Beraterin Ulrike Wolf beobachtet, dass das Interesse an begrünten Schulhöfen und "grünen Klassenzimmern" gestiegen ist.

Bei der Umgestaltung werden die Kinder von Anfang an mit einbezogen. Sie dürfen planen, bauen und buddeln – mit dem Effekt, dass sie sich stärker mit dem Projekt identifizieren, zeigen die Erfahrungen von "Grün macht Schule".

Doch die Initiative kann Schulen lediglich in kleinem Umfang finanziell unterstützen. Sie haben jedoch die Möglichkeit, sich auf eine der diversen Ausschreibungen zu bewerben. So gewann die Bürgermeister-Herz-Grundschule in Kreuzberg im April beispielsweise beim Wettbewerb „Schulhofträume“ vom Deutschen Kinderhilfswerk, Rossmann und Procter & Gamble 10.000 Euro für seinen Schulgarten. Unter Anleitung des Prinzessinnengärten-Kollektivs entstehen nun unter anderem Stege mit Hochbeeten auf dem Schulgelände, die die Kinder bepflanzen.

Sendung:

Beitrag von Judith Jenner

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