Gewalttat mit vier Toten - Verdächtige Mitarbeiterin klagt gegen Kündigung durch Oberlinhaus

Die Gebäude der Einrichtung des diakonischen Anbieters Oberlinhaus mit dem Thusnelda von Saldern Haus (M). In der Einrichtung mit einem Wohnheim waren am Vortag vier Leichen und eine schwer verletzte Person gefunden worden. Zum Oberlinhaus gehören neben Einrichtungen für Menschen mit Behinderung auch eine Schule und eine Orthopädische Fachklinik. Quelle: dpa/Soeren Stache
Bild: dpa/Soeren Stache

Im Fall der Gewalttaten in einem Potsdamer Wohnheim für Menschen mit Behinderungen hat die tatverdächtige Mitarbeiterin Klage gegen ihre Kündigung eingereicht.

Das teilte ein Sprecher des Potsdamer Arbeitsgerichts am Dienstag mit. Zu der Kündigungsschutzklage der 52-Jährigen sei für Donnerstag kommende Woche eine Güteverhandlung angesetzt. Laut dem Sprecher hat die diakonische Einrichtung Oberlinhaus der Pflegemitarbeiterin die außerordentliche Kündigung ausgesprochen und hilfsweise eine ordentliche Kündigung.

Sie wird verdächtigt, in dem Wohnheim Ende April vier Bewohner getötet und eine Bewohnerin schwer verletzt zu haben. Die Mitarbeiterin wurde kurz nach der Tat festgenommen und vom Gericht in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Sie soll auf ihre Schuldfähigkeit untersucht werden.

Sendung: Inforadio, 01.06.2021, 15 Uhr

4 Kommentare

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  1. 4.

    Vielleicht wäre eine Suspendierung bis zur endgültigen Klärung besser gewesen. Hier hat jetzt wieder ein "armer" Anwalt die Möglichkeit, Geld zu verdienen und ein ohnehin überlastetes Gericht zusätzliche Arbeit.

  2. 3.

    Wenn die Frau krank ist, steht Ihr der Schutz der Gesetze zu. Die eine Tat, bei aller Abscheulichkeit, entschuldigt und rechtfertigt nicht die andere Tat. Schließlich hängen Renten, Zusatzrenten und Gehälter an den Kündigungen. Die für mein Gefühl auch von der Schuld der Pflegeleitung und des Personalverantwortlichen ablenken sollen.

  3. 2.

    Wenn Anstand, Respekt, Mitgefühl und das Verwöhnen der Angehörigen der Opfer verlorengegangen sind.

    P.S. Leider gibt es genügend Anwälte, die für die PKH ( Prozesskostenhilfe) ihrer tollen Mandanten, über jeden Anstand springen.

  4. 1.

    Sorry, ist doch wohl nicht wahr!
    Es zählt in Deutschland die Unschuldsvermutung, was auch in Ordnung ist.
    Im diesem Fall scheint m.E. jedoch alles eindeutig zu sein.
    Welcher Anwalt profiliert sich mit dieser Kündigungsschutzklage und nimmt jetzt wertvolle Zeit der Gerichte in Anspruch?
    Ein Irrsinn, meiner Meinung nach!

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