Hubschrauber im Einsatz - Polizei löst Hasenheide-Party mit tausenden Feiernden auf

Menschen feiern an einem warmen Sommertag im Volkspark Hasenheide in Berlin am 19. Juni 2021. Quelle: Emmanuele Contini/www.imago-images.de
Bild: www.imago-images.de/Emmanuele Contini

Große Gruppen junger Menschen haben in der Nacht zu Sonntag in Berliner Parks gefeiert. Die größte Party wurde in der Hasenheide aufgelöst. Bei der Räumung kam auch ein Hubschrauber zum Einsatz. Auch in Brandenburg wurde illegal gefeiert.

Weil Tausende Menschen in der Nacht zum Sonntag in der Hasenheide in Berlin-Neukölln feierten, hat die Polizei weite Teile des Parks geräumt.

Es habe nachts drei größere Bereiche voller Menschen gegeben, sagte eine Polizeisprecherin am Sonntag. Dort seien Musikanlagen betrieben worden. Die Polizei habe drei Anlagen beschlagnahmt und die Flächen wegen der Corona-Einschränkungen geräumt. Es habe auch einige Verstöße dagegen gegeben. Die Menschen seien angesprochen und aus dem Park geleitet worden. Auch ein Polizeihubschrauber war im Einsatz. Alles sei friedlich verlaufen. Gegen 4.00 Uhr sei der Einsatz beendet gewesen.

Unter den feiernden Menschen sollen laut der Zeitung "B.Z." auch viele Touristen und Teilnehmende der CSD-Demonstrationen am Samstagnachmittag gewesen sein. Mehrere Tausend Menschen hatten mit Regenbogenfahnen für die Rechte von Schwulen, Lesben und Transsexuellen demonstriert.

Auch James-Simon-Park geräumt

Die Hasenheide ist als Partyort auch deswegen so beliebt, weil das nahe gelegene Tempelhofer Feld nachts geschlossen wird und große Gruppen dann den Park wechseln. Zudem liegen die Neuköllner Kneipenkieze nur wenige Straßen weiter.

Auch der kleine James-Simon-Park gegenüber der Museumsinsel wurde von der Polizei geräumt. Dort seien zu viele junge Menschen unterwegs gewesen, sagte die Sprecherin. "Das war einfach zu eng."

Feiernde fand die Polizei zudem im Gleisdreieckpark und im Görlitzer Park in Kreuzberg, im Mauerpark in Prenzlauer Berg und auf dem Boxhagener Platz in Friedrichshain. Große Gruppen von Schülerinnen und Schüler zogen durch die Nacht. Am S-Bahnhof Warschauer Straße nahe den Clubs auf dem RAW-Gelände tanzten nachts an mehreren Stellen Dutzende Menschen. Polizisten fuhren vorbei und beobachteten die spontanen Straßenpartys, griffen aber nicht ein.

Angesichts niedriger Corona-Zahlen und warmer Sommernächte hat das Nachtleben in Berlin weiter Fahrt aufgenommen. Freitagabend und Samstagabend waren in den Innenstadtkiezen vor vielen Kneipen, Restaurants und Imbissen fast alle Plätze besetzt.

Waldpartys in Grünheide aufgelöst

Auch jenseits der Stadtgrenze hatte die Polizei in Brandenburg feiernde Menschen in Grünanlagen festgestellt. In Grünheide (Oder-Spree) südöstlich von Berlin sind nach Angaben der Polizei zwei illegale Waldpartys aufgelöst worden. Am Samstagabend kontrollierten die Polizisten in einem Waldgebiet zwischen Grünheide und dem Bahnhof Fangschleuse rund 80 Teilnehmer, die sich an dem Ort mit einer Musikanlage plus Stromgenerator und einer provisorischen Bar zum Feiern getroffen hatten. Da die Veranstaltung nicht genehmigt war, lösten die Polizisten das Treffen auf, die Feiernden mussten den Ort verlassen.

Am frühen Sonntagmorgen informierten Anwohner der Gemeinde Grünheide dann erneut die Polizei. Wieder werde laute Musik in dem Waldgebiet gespielt. Die Polizisten brauchten eine Weile, bis sie die Feiernden gefunden hatten: Um 7.30 Uhr trafen sie auf eine "größere Personengruppe". Die Polizisten forderten weitere Kollegen an und lösten auch diese Veranstaltung auf.

Sendung: Inforadio, 27.06.2021, 13 Uhr

63 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 63.

    Erst hieß es aber einer Inzidenz von 100 soll es Lockerungen geben, dann ab 50 und nun werden Zusammenkünfte unter freiem Himmel immer noch verboten bei einer Inzidenz von nahe Null - das kann doch nicht wahr sein!! Geht es hier noch um Infektionsschutz oder darum, den Menschen grundsätzlich ihren Spaß zu verbieten??

  2. 62.

    Genauso ist es. Jede Zeit hatte ihre Jugend und ein Teil davon hatte Probleme mit den "Alten". Das wird auch in Zukunft so sein. Die Politiker sollten den jungen Menschen eine Perspektive bieten denn ohne Visionen geht das irgenwann grob den Bach runter.
    Was mich wirklich ank...t ist dieses sinnlose zerstören von Glasflaschen.
    Das sollte allen Bürgern mal klargemacht werden das dies nicht nur Tier und Mensch verletzten kann sondern auch die Umwelt beschädigt.
    Am besten wäre es wenn jede Glasflasche 5 Euro Pfand kostet. Dann hört diese Schweinerei ganz schnell auf.

  3. 61.

    Vergleichen wir jetzt Äpfel mit Birnen? Bevor Sie so sinnfreie Kommentare verfassen, sollten Sie sich mit der Geschichte von Berlin noch mal gründlich auseinander setzen! Hausbesetzungen hatten zudem wenigestens noch den Sinn Wohnraum zu erhalten und vor dem Abriss zu retten. An Umweltzerstörung etc. und Tierleid kann ich nichts sinnvolles erkennen!

  4. 60.

    Hallo???
    Also wenn man sich die Geschichte Westberlins mit zertrümmerter Waldbühne, 68er Revolte, RAF, Hausbesetzer-Szene, Drogenszene, Rowdyszene anschaut, frage ich mich manchmal, wer das war???
    Ich will die Jugendlichen in den Parks nicht in Schutz nehmen.
    Aber früher war die Jugend keinen Deut besser als heute.
    Es gab sogar mehr Sozialleistungen und mehr Drogen.

  5. 58.

    Und Muelltuetten, aber grosse, damit ihr euren Scheiss auch wieder mitnehmt!
    Feiern könnt ihr ja, aber aufräumen? Sieht es auch so Zuhause aus Schmutzteller und kaputte Flaschen hinterm Sofa, Mutti raeumt auf???

  6. 57.

    In meiner Jugend hat man nicht in der Öffentlichkeit Drogen konsumiert, sich mit hartem Alkohol abgefüllt, Ruhetstörungen und Sachbeschädigungen begangen. Wir haben auch keine Parkanlagen, welche der Erholung dienen, in Schutt und Asche gelegt und vollgep..... Ich fand neulich den Fuchs im Park am Gleisdreieck mit den zerschnittenen Pfoten durch die vielen Glasscherben alles andere als erfreulich... Aber scheinbar kann man sich an Kronkorkenwiesen, Scherbenteppiche und Zigarettenwiesen mehr erfreuen, als an einer intakten Natur...

  7. 56.

    Wenn man den Großteil der Kommentare liest, wird einem Angst und Bange.
    Verrohung der Jugend, indische Variante, Befürwortung des Polizeieinsatzes, Strafen - was seit Ihr denn für Moralisten und Lemming geworden? Tanzt, wenn jemand pfeift, servil und ergeben.
    Gott sei Dank ist das eben die Jugend nicht.
    Denkt nach, Ihr Angepassten, wie Ihr in Eurer Jugend wart!

  8. 55.

    Ich bin Vertrauter von Bill. Leider funktionieren unsere Chips noch nicht vollständig, daher ist es wichtig , dass wir "die Daten" noch manuell erheben.
    Danke für Ihr Verständnis!
    Wenn der Chip funktioniert, melden wir uns. Von weiteren Beiträgen ihrerseits bitten wir abzusehen.
    Danke!

  9. 54.

    Waren Sie schon mal an diesen Orten? Wenn nicht, kaufen Sie sich eine Flasche Weinbrannt und feiern mit.

  10. 53.

    Wieso bitte lässt man es denn seit Wochen so weit kommen. Jeden Samstag sammeln sich Menschen in stündlich wachsender Zahl zwischen 18 und 2 Uhr in der Hasenheide und im James-Simon-Park. Und dann, aber erst dann, kommt die Polizei?

  11. 52.

    Hä? In der Hasenheide, einem öffentlichen Grünstreifen vergleichbar mit dem Mittelstreifen am Kudamm, soll Test- und Maskenpflicht sowie Datenaufnahme gelten? Nächstens aufm Gehsteig auch? Und beim Puschern vorher Urintest? Seitdem wir gechipt sind, ist das doch nicht mehr nötig! Die Daten sammelt Bill Gates doch sowieso....

  12. 51.

    „ Die Jugend stimmt mit den Füßen ab.“ Einige von ihnen haben so sehr getrampelt, dass irgend etwas bis in die Füße runter gerutscht zu sein scheint.
    Jugendliche Freiheiten kann man durchaus mit Umweltbewußtsein und gutem Benehmen kombinieren, wenn Sie verstehen, was ich meine.

  13. 50.

    Eingesperrt? Verwechseln Sie das vielleicht mit den Corona-Maßnahmen auf den Philppinen? Oder mit einer anderen Zeit?

  14. 49.

    Hallo "Brandenburgerin", wir haben dazu unser Wohngebiet sauber gehalten. Hecken, Rosen und sonstwas an Kleingehölzen gepflanzt. Gemäht natürlich auch. Sogar den großen Trockenplatz. Da spielten wir aber auch Federball. Die älteren Nachbarn hatten alte Wannen und anderen Schrott zu entsorgen. Da übernahmen die Kinder ringsum und hatten somit etwas Geld für Kino oder Fahrradteile. Wessis können da nicht mit denken.

  15. 48.

    Und Sie scheinen zu vergessen, wo die ersten Hotspots in Berlin waren, in diversen Clubs!

  16. 47.

    Wo gab es die ersten Superspreaderevents?
    Sagen Ihn Namen Die Trompete, The Reed oder der Tresor etwas? Nun es waren Clubs!
    Haben Sie sich die Daten des RKI angeschaut wer den Virus durch den Sommer getragen hat? Oder wie kam die Britische Variante nach Berlin? Es war ein Student auf Besuch bei seinen Eltern!
    Haben Sie sich im Tagesspiegel in Tagesspiegel plus den Bericht über die illegalen Clubfeten gelesen? Das Nachtleben hat für die Jugendlichen die wollten nie geschlafen. Es fehlte nur der Berliner Verwaltung am Eillen zum Durchgriff!
    Wer ermöglicht der Jugend den kostenlosen Schul- oder Universitätsbesuch. Ja es sind die Alten. Sie scheinen zu vergessen wer das Geld verdient für die feierwütige Jugend!
    Im übrigen haben Sie einmal über einem illegalen Club gewohnt und sind mitten in der aus dem Bett geschmissen worden? Ich hatte das zweifelhafte Vergnügen! Sie scheinen nicht zu begreifen, dass es besser ist einen knackigen Lockdown zu haben, der das Virus auf nahe Null drückt, anstatt Wellen von Lockdowns. Und Sie haben wohl auch die Befragung des RBB zu Beginn der Pandemie vergessen, in der Jugendliche sehr wenig Einsicht und noch viel weniger Solidarität und Rücksicht gegenüber Anderen zeigten nur um ihren Way of Live durchzuziehen, der ihnen aber erst durch die Arbeit ihrer Eltern ermöglicht wurde.

  17. 46.

    Wo gab es die ersten Superspreaderevents?
    Sagen Ihn Namen Die Trompete, The Reed oder der Tresor etwas? Nun es waren Clubs!
    Haben Sie sich die Daten des RKI angeschaut wer den Virus durch den Sommer getragen hat? Oder wie kam die Britische Variante nach Berlin? Es war ein Student auf Besuch bei seinen Eltern!
    Haben Sie sich im Tagesspiegel in Tagesspiegel plus den Bericht über die illegalen Clubfeten gelesen? Das Nachtleben hat für die Jugendlichen die wollten nie geschlafen. Es fehlte nur der Berliner Verwaltung am Eillen zum Durchgriff!
    Wer ermöglicht der Jugend den kostenlosen Schul- oder Universitätsbesuch. Ja es sind die Alten. Sie scheinen zu vergessen wer das Geld verdient für die feierwütige Jugend!
    Im übrigen haben Sie einmal über einem illegalen Club gewohnt und sind mitten in der aus dem Bett geschmissen worden? Ich hatte das zweifelhafte Vergnügen! Sie scheinen nicht zu begreifen, dass es besser ist einen knackigen Lockdown zu haben, der das Virus auf nahe Null drückt, anstatt Wellen von Lockdowns. Und Sie haben wohl auch die Befragung des RBB zu Beginn der Pandemie vergessen, in der Jugendliche sehr wenig Einsicht und noch viel weniger Solidarität und Rücksicht gegenüber Anderen zeigten nur um ihren Way of Live durchzuziehen, der ihnen aber erst durch die Arbeit ihrer Eltern ermöglicht wurde.

  18. 45.

    Tja, warum ist eigentlich das Tempelhofer Feld ab abends zu??? Anwohner, die sich gestört fühlen könnten, gibt's nicht. Für die Polizei wären die Einsätze übersichtlicher.

    Aber warum überhaupt Einsätze? Es ist doch jetzt alles erlaubt! Man darf sich doch zu 100 versammeln, auch 10 Gruppen a 100 Leute im Park sind erlaubt.

    Wo genau ist also das Problem?

    In vollen Kirchen wird sogar gesungen, drinnen!
    Mein favorite heute:
    "Früher... Ja da ist man barfuß 20km durch 2 Meter Schnee zur Schule gelaufen. Mit der kleinen Schwester im Arm."

  19. 44.

    Falsch, wir hatten eine schöne und wunderbare Jugendzeit erlebt und waren so glücklich, auch ohne Handy, Computer, Tempotaschentücher.....! Wir haben auch nicht den Müll in die nächste Ecke gefeuert, nein wir haben nach der Schule noch Altpapier und Glas gesammelt, um das Taschengeld aufzubessern. Wir waren uns dazu nicht zu fein. Trotzdem haben wir gefeiert bis in den Morgen und wir waren so glücklich, auch mit dem wenigen was wir damals hatten!!!

Nächster Artikel