Großer Lienewitzsee - Polizei untersucht Tod von achtjährigem Jungen

Die Feuerwehr ist am Großen Lienewitzsee auf der Suche nach einem vermissten Achtjährigen im Einsatz. (Quelle: dpa/Feuerwehr Potsdam)
Video: Brandenburg aktuell | 22.06.2021 | Friedrich Herkt | Bild: Feuerwehr Potsdam

Im Fall des Achtjährigen, der leblos aus dem Großen Lienewitzsee bei Michendorf geborgen worden ist, ermittelt weiterhin die Polizei. Es werde untersucht, warum der Junge unter Wasser geriet.

Nachdem ein Achtjähriger am Montagabend leblos aus dem Großen Lienewitzsee im brandenburgischen Michendorf geborgen wurde, ermittelt die Polizei zu den Hintergründen. "Wir haben ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet", sagte Polizeisprecherin Juliane Mutschischk am Dienstag. Es solle auch geklärt werden, warum der Junge unter Wasser geriet.

Das Kind aus Michendorf war nach Angaben der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft Brandenburg (DLRG) mit mehreren Kindern und deren Eltern an dem See zwischen Potsdam und Beelitz. Von 18 Uhr an war er vermisst worden, die Polizei bat um Hinweise.

Rettungstaucher der Wasserwacht und der DLRG suchten am Strand und im Wasser nach dem Kind. Um kurz nach 21 Uhr bargen die Rettungskräfte den leblosen Körper des Jungen aus dem Wasser. Ein Notarzt stellte den Tod des Kindes fest.

Erster Badetote im Sommer in Brandenburg

Es ist nach DLRG-Angaben der erste mutmaßliche Badetote in diesem Sommer in Brandenburg. Bundesweit habe es aber allein in den vergangenen 14 Tagen bereits mehr als 20 Fälle gegeben, sagte Sprecher Daniel Keip.

"Eltern sollten ihre Kinder am Wasser niemals aus den Augen lassen", sagte Keip. Erwachsene hätten eine besondere Verantwortung - egal, ob das Kind acht Jahre oder 14 Jahre alt sei. "Kinder ertrinken leise. Ihnen fehlt die Kraft, um noch um Hilfe zu rufen." Die Gefahren des Wasser würden häufig unterschätzt.

Sendung: Brandenburg aktuell, 22.06.2021, 19:30 Uhr

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